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Konfessionelle Spannungen zwischen Christen und Muslimen in Ägypten. Analyse des Films "Hasan wa Murqus"

Titre: Konfessionelle Spannungen zwischen Christen und Muslimen in Ägypten. Analyse des Films "Hasan wa Murqus"

Dossier / Travail , 2021 , 14 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Sherina Beha (Auteur)

Études Culturelles - Proche-Orient
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In dieser Arbeit soll anhand zweier Szenen des Films "Hasan wa Murqus" die Darstellung der Konflikte zwischen den beiden Konfessionen auf der einen Seite und die Realisierung der interreligiösen Liebesbeziehung zwischen den beiden Kindern der Hauptcharaktere auf der anderen Seite, analysiert werden. Meine Interpretation stütze ich durch ausgewählte Sekundärliteratur, die über die vergangene, als auch aktuelle Situation in Ägypten informiert. Zwei Themen, die der Film behandelt, sind mir dabei besonders wichtig: Die Situation der Kopten als religiöse Minderheit in Ägypten und das gesellschaftliche "Tabuthema" der Liebesbeziehung oder Ehe zwischen Christen und Muslimen. Zuerst aber gebe ich einen kurzen Überblick über die Handlung des Films.

Der Film "Ḥasan wa Murqus" des Produzenten Rami Imam thematisiert sowohl, Konflikte als auch freundschaftliche Beziehungen zwischen Christen und Muslimen in Ägypten. Das Drehbuch wurde von Youssef Maaty geschrieben. Der Film von 2008 ist ein Remake einer 1954 veröffentlichten Komödie namens "Hassan, Marcus and Cohen", in dem es um das Zusammenleben von Muslimen, Christen und Juden in Ägypten geht. Beide Filme basieren auf einem Theaterstück von Naguib Al-Rihani, dem ägyptischen Komiker und seinem Partner, der Dramatiker und Dichter Badi 'Khayri, die das Stück Anfang der 1940er Jahre im Kish-Kish Bey Theater schrieben und produzierten. Schon damals war das Stück ein Hit und wurde deswegen anschließend in einen Film umgesetzt. Der neue Film gibt einerseits einen Einblick in die heikle Lage, die in Form von gewalttätigen Anschlägen durch religiöse Extremisten auf beiden Seiten aufkommt, als auch Einblick in das Entstehen von Freundschaften, sogar Liebesbeziehungen und dem Überwinden von Vorurteilen einander gegenüber. Wo die Grenzen zwischen Feindseligkeit und Freundschaft liegen, lässt der Film offen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Handlung von „Ḥasan wa Murqus“

2. Konferenz im „Land des Kreuzes und des Halbmondes“

2.1 Die Situation der Kopten als religiöse Minderheit in Ägypten

2.2 Alles bloß Vorurteile?

3. Die interreligiöse Liebesbeziehung zwischen Girgis und Fatma

3.1 Gesetze und Sitten interreligiöser Ehen in Ägypten

3.2 Die Rolle der Frauen: Film und Realität

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert anhand ausgewählter Schlüsselszenen des Films „Ḥasan wa Murqus“ (2008) die Darstellung konfessioneller Konflikte zwischen Christen und Muslimen in Ägypten sowie die filmische Behandlung interreligiöser Liebesbeziehungen als gesellschaftliches Tabuthema.

  • Darstellung von Spannungen und Stereotypen zwischen den Konfessionen
  • Analyse der soziopolitischen Situation der koptischen Minderheit
  • Untersuchung rechtlicher und gesellschaftlicher Hürden bei interreligiösen Ehen
  • Die Rolle der Geschlechterrollen und deren Kontrolle im filmischen Narrativ
  • Interpretation des Films als Medium zur Debatte gesellschaftlicher Missstände

Auszug aus dem Buch

2 Konferenz im „Land des Kreuzes und des Halbmondes“

Eine der Anfangsszenen des Films versucht das Verhältnis zwischen den beiden Konfessionen und ihre Meinung über die jeweils „anderen“ widerzuspiegeln. Die Szene spielt auf einer großen Konferenz für Christen und Muslime, bei der über das gemeinsame Zusammenleben diskutiert werden soll. Majestätisch wird zuerst die ägyptische Flagge eingeblendet. Dann das große Aufkommen von Sicherheitspersonal mit Maschinengewehren. Unterlegt ist die Szene mit spannungsvoller Geigenmusik. Ein Reporter eines Fernsehkanals heißt die Zuschauer herzlich im „Land des Kreuzes und des Halbmondes“ willkommen. Dann wird die Kamera auf zwei Priester gelenkt, die sich hitzig unterhalten:

Priester 1: „Was für Seminare? Wenn wir hundert Jahre lang Seminare machen, werden wir auch nicht unser Recht in diesem Land erhalten. Schau, wir können nicht einmal eine Kirche aufbauen. Wir können nicht einmal ein Klo in einer Kirche reparieren, ohne dass die Genehmigung dafür ein Jahr dauert.“

Priester 2: „Es ist nicht nur das…Keiner von uns kann eine hohe Position im Land erhalten. Wie viele christliche Minister gibt es denn in der Regierung?“

Priester 1: „Aber einen auf Liebe und Umarmung machen und Beschlüsse und…Aber was im Herzen ist, ist im Herzen der Kirche.“

(Die Kamera wechselt zu zwei anderen Gesprächspartnern.)

Sheikh 1: „Wie unterdrückt? Wir sind diejenigen die unterdrückt werden Sheikh Gad. Jedes Mal, wenn wir eine Moschee aufbauen, bauen sie davor eine Kirche und drei Viertel des Geldes des Landes haben sie. Es gibt keinen Beruf, den sie nicht machen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in den Film „Ḥasan wa Murqus“, dessen historische Basis sowie die Zielsetzung der wissenschaftlichen Analyse.

1.1 Handlung von „Ḥasan wa Murqus“: Inhaltsangabe der Filmhandlung über den Konfessionstausch zweier Familien und die daraus resultierenden Spannungen sowie Annäherungen.

2. Konferenz im „Land des Kreuzes und des Halbmondes“: Analyse der einleitenden Konferenzszene, die Stereotypen und gegenseitige Vorurteile von Christen und Muslimen gegenüberstellt.

2.1 Die Situation der Kopten als religiöse Minderheit in Ägypten: Untersuchung der historischen und gesellschaftlichen Lage der Kopten als marginalisierte Minderheit im muslimisch geprägten Ägypten.

2.2 Alles bloß Vorurteile?: Kritische Gegenüberstellung filmischer Stereotypen zum sozialen Status von Kopten mit tatsächlichen gesellschaftlichen Gegebenheiten.

3. Die interreligiöse Liebesbeziehung zwischen Girgis und Fatma: Analyse der zentralen Liebesgeschichte im Film, die das Ziel von Versöhnung und das Hindernis konfessioneller Trennung beleuchtet.

3.1 Gesetze und Sitten interreligiöser Ehen in Ägypten: Rechtliche Einordnung der Thematik interreligiöser Verbindungen und der resultierenden Herausforderungen für die Beteiligten.

3.2 Die Rolle der Frauen: Film und Realität: Reflexion über die Darstellung der Frau als kontrolliertes Objekt nationaler Identität und ihre Rolle innerhalb der religiösen Familienstrukturen.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Films als Diskussionsgrundlage für religiöse Segregation, Vorurteile und die offizielle Haltung Ägyptens zu dieser Problematik.

Schlüsselwörter

Ḥasan wa Murqus, Kopten, Ägypten, interreligiöse Ehe, religiöse Minderheit, Film, gesellschaftliches Tabu, konfessionelle Spannungen, nationale Identität, Vorurteile, Islam, Christentum, Ramim Imam, gesellschaftliche Segregation, Geschlechterrollen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den ägyptischen Spielfilm „Ḥasan wa Murqus“ aus dem Jahr 2008 und dessen Darstellung des Zusammenlebens sowie der Spannungen zwischen Christen und Muslimen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind religiöse Minderheitsrechte in Ägypten, soziale Stereotypen, interreligiöse Liebesbeziehungen und die Rolle der Frau in traditionellen religiösen Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Analyse, wie der Film einerseits Stereotypen reproduziert, andererseits aber einen öffentlichen Diskurs über ein heikles gesellschaftliches Tabuthema ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die Filmanalyse unter Heranziehung aktueller Sekundärliteratur über die Geschichte und aktuelle soziopolitische Situation der koptischen Minderheit in Ägypten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Filmszenen, die Untersuchung der rechtlichen Rahmenbedingungen für Mischehen sowie die kritische Reflexion gesellschaftlicher Machtverhältnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie interreligiöse Ehe, religiöse Minderheiten, nationale Identität Ägyptens, gesellschaftliche Tabus und konfessionelle Vorurteile charakterisieren.

Welche zentrale Rolle spielt das Werk von Naguib Al-Rihani für den Film?

Die Arbeit erläutert, dass sowohl der Film von 2008 als auch sein Vorläufer auf einem Theaterstück von Naguib Al-Rihani basieren, was die historische Verankerung der Thematik in der ägyptischen Unterhaltungskultur verdeutlicht.

Warum stellt das Zeugenschutzprogramm im Film einen Wendepunkt dar?

Es dient als narrative Vorrichtung, um die Charaktere in einen ungewollten Konfessionstausch zu zwingen, wodurch ihre Vorurteile gegenüber der jeweils anderen Gruppe auf die Probe gestellt werden.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Regierung im Filmkontext?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Film – obwohl er den Dialog fördert – tendenziell die offizielle staatliche Sichtweise aufrechterhält, indem er soziale Spannungen primär Extremisten zuschreibt.

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Résumé des informations

Titre
Konfessionelle Spannungen zwischen Christen und Muslimen in Ägypten. Analyse des Films "Hasan wa Murqus"
Université
LMU Munich  (Institut für den Nahen und Mittleren Osten)
Cours
Vertiefungsmodul Arabische Welt
Note
1,7
Auteur
Sherina Beha (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
14
N° de catalogue
V1438936
ISBN (PDF)
9783346998026
ISBN (Livre)
9783346998033
Langue
allemand
mots-clé
konfessionelle spannungen christen muslimen ägypten analyse films hasan murqus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sherina Beha (Auteur), 2021, Konfessionelle Spannungen zwischen Christen und Muslimen in Ägypten. Analyse des Films "Hasan wa Murqus", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1438936
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Extrait de  14  pages
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