Wissensmanagement in modernen Organisationen

Wissensmanagement als Instrument der Strukturierung von Rahmenbedingungen für die Formalisierung von kontinuierlichen und systematischen Lernprozessen in Arbeitsorganisationen


Magisterarbeit, 2009
231 Seiten, Note: sehr gut (1)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Eigenständigkeitserklärung

Danksagung

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK DER ARBEIT

ZENTRALE FRAGESTELLUNG UND FORSCHUNGSANLIEGEN

FORSCHUNGSDESIGN UND AUFBAU DER ARBEIT

STAND DER FORSCHUNG ZUM WISSENSMANAGEMENT

I. THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN

1 RESSOURCE WISSEN IN ARBEITSORGANISATIONEN DER WISSENSGESELLSCHAFT
1.1 Relevanz von sozialen Dimensionen des Umgangs mit Wissen
1.2 Veränderte Rahmenbedingungen der Wissensgesellschaft
1.3 Wissen und Lernen in der Wissensgesellschaft

2 GRUNDLAGEN UND CHARAKTERISTIKA DES UNTERSUCHUNGSGEGENSTANDES
2.1 Definition von Wissensmanagement
2.2 Zentrale Kategorien des Wissensmanagements
2.3 Instrumente und Funktionen des Wissensmanagements
2.3.1 Instrumente, Prozesse und Methoden zum Management von Wissen
2.3.2 Zentrale Strategien und Zielsetzung des Wissensmanagements
2.4 Überblick und Klassifikation der Wissensmanagementansätze
2.4.1 Das Modell der Wissensspirale
2.4.2 Wissensmanagement-Bausteine
2.4.3 Das Münchener Modell
2.5 Zusammenfassung: Zum Konstrukt des Wissensmanagements

3 SPEZIFIZIERUNG DES UNTERSUCHUNGSGEGENSTANDES
3.1 Lokalisierung des Wissensmanagements in der Weiterbildungslandschaft
3.2 Pädagogische Kommunikation im Umgang mit Wissen
3.2.1 Formen der pädagogischen Wissensvermittlung
3.2.2 Charakteristika der pädagogischen Kommunikation

4 DAS ERWACHSENENPÄDAGOGISCH RELEVANTE IM WISSENSMANAGEMENT
4.1 Wissensmanagement und Etablierung des Pädagogischen
4.2 Pädagogische Aspekte von Wissensmanagement-Konzepten

5 RESÜMEE DER THEORETISCH GELEITETEN ERFORSCHUNG

II. EMPIRISCHE STUDIE

6 UNTERSUCHUNGSDESIGN UND AUFBAU DER EMPIRISCHEN STUDIE

7 METHODISCHE VORGEHENSWEISE UND FORSCHUNGSPROZESS
7.1 Methodisches Vorgehen und Datenerhebung: Experteninterview
7.1.1 Felderschließung und Festlegung des Materials
7.1.2 Methode der Erhebung und Charakteristika des Datenmaterials
7.1.3 Beschreibung der Expertenprofile
7.2 Methode der Datenauswertung: Qualitative Inhaltsanalyse

8 KONZEPTIONELLE GESTALTUNG DER QUALITATIVEN UNTERSUCHUNG
8.1 Erkenntnisinteresse und Differenzierung der Fragestellung
8.2 Konstruktion eines Kategoriesystems
8.3 Definitionen der Kategorien

9 DATENAUSWERTUNG MITTELS QUALITATIVER INHALTSANALYSE
9.1 Sozial-organisationale Dimension des Wissensmanagements
9.1.1 Grundkonzept und Allgemeines zum Wissensmanagement
9.1.2 Akteure des Wissensmanagements
9.1.3 Spezifizierung des Aufgabenspektrums der Wissensmanager
9.1.4 Zwischenresümee
9.2 Operative Dimension - Strukturierung des Umgangs mit Wissen
9.2.1 Zur Vermittlung von Wissen im Wissensmanagement
9.2.2 Zur Selbstreflexion in Kommunikationskontexten
9.2.3 Zur Aneignung von Wissen im Rahmen des Wissensmanagements
9.2.4 Zur Überprüfung im Wissensmanagement
9.2.5 Zwischenresümee
9.3 Strategische Dimension des Wissensmanagements
9.3.1 Methodische Konditionierung des Wissensmanagements
9.3.2 Strategische Etablierung des Wissensmanagements
9.3.3 Vorstellungen zur Zukunft des Wissensmanagements

III. ERGEBNISSE UND SCHLUSSBETRACHTUNG

10 ZUSAMMENFÜHRUNG DER ERGEBNISSE AUS THEORIE UND EMPIRIE
10.1 Zum Konstrukt und den Grundannahmen des Wissensmanagements
10.2 Subprozesse des Wissensmanagements
10.2.1 Wissensidentifikation durch Ermittlung von Wissensquellen
10.2.2 Wissenskollektivierung durch Vermittlung
10.2.3 Wissensnutzung durch Aneignung
10.2.4 Nachhaltige Überprüfung durch Modifikationsprozesse
10.2.5 Resümee: Zur Strukturierung des Wissensmanagements
10.3 Pädagogische Kommunikation als Medium des Wissensmanagements
10.4 Etablierung pädagogischer Kommunikation im Wissensmanagement
10.5 Wissensmanagement und Universalisierung des Pädagogischen
10.6 Wissensmanagement als erwachsenenpädagogisches Handlungsfeld

11 SCHLUSSBETRACHTUNG: ZUR UNTERSUCHUNG DES WISSENSMANAGEMENTS

12 FAZIT

LITERATURVERZEICHNIS

ANHANG
ANHANG I ANSCHREIBEN AN DIE INTERVIEWPARTNER
ANHANG II INTERVIEWLEITFADEN
ANHANG III TRANSKRIPTIONEN DER EXPERTENINTERVIEWS

Eigenständigkeitserklärung

Hiermit versichere ich die vorliegende Magisterarbeit selbstständig und ohne fremde Hilfe verfasst und nur die angegebenen Quellen verwendet zu haben.

Die Arbeit wurde bisher in gleicher oder ähnlicher Form keiner anderen Prüfungsbehörde vorgelegt.

Frankfurt am Main, 11.11.2009

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Danksagung

Während den letzten sechs Monaten durfte ich mich mit verschiedenen Aspekten von spannenden Gebieten des Wissensmanagements intensiver beschäftigen.

Im Laufe der Entstehung dieser Magisterarbeit haben mich viele Personen unterstützt, denen ich folgend einen schönen Dank aussprechen will.

Mein besonderer Dank geht an Herrn Prof. Dr. JOCHEN KADE, der es mir ermöglichte, meine Magisterarbeit am Institut für Sozialarbeit und Erwachsenenbildung der Johann Wolfgang Universität in Frankfurt am Main zu erarbeiten. An dieser Stelle möchte ich mich bei ihm für die Betreuung und hilfreiche Unterstützung bedanken.

Ein großes Dankeschön geht auch an Frau Dr. BIRTE EGLOFF für die entgegenkommende Hilfestellung sowie an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Diplomandenkolloquiums im Sommersemester 2009, die durch viele wertvolle Diskussionen, Anregungen und Kommentare zur Qualitätssteigerung der Arbeit beigetragen haben.

Ein herzliches Dankeschön gebührt allen Interviewpartnern, die sich innerhalb meines em- pirischen Forschungsteils für ein Gespräch zum Wissensmanagement in ihren Organisatio- nen zur Verfügung gestellt haben. Durch ihr entgegengebrachtes Vertrauen und Engage- ment war es mir erst möglich, meine Arbeit durch Meinungen aus der Praxis bereichern und vertiefen zu können.

Schließlich möchte ich meinen lieben Eltern und Freunden danken, die mich in dieser intensiven Zeit immer wieder unterstützt und motiviert haben. Am meisten möchte ich meinem Verlobten Andrzej Pioro einen großen Dank aussprechen, der meine Forschungserlebnisse tagtäglich miterlebt und mitgetragen und den Wert meiner Arbeit immer wieder neu in den Vordergrund gestellt hat.

Frankfurt am Main, 11.11.2009

Abbildungsverzeichnis

ABBILDUNG 1: Aufbau der Magisterarbeit

ABBILDUNG 2: Instrumente zum Austausch und Erwerb von Wissen

ABBILDUNG 3: Vier Formen der Wissensumwandlung

ABBILDUNG 4: Kernprozesse des Wissensmanagements

ABBILDUNG 5: Das Münchener Modell

ABBILDUNG 6: Allgemeines inhaltsanalytisches Ablaufmodell

Tabellenverzeichnis

TABELLE 1: Überblick über die interviewten Experten

TABELLE 2: Kategoriensystem zur Analyse des Datenmaterials

TABELLE 3: Definition der Kategorien des Kategoriensystems

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Einführung in die Thematik der Arbeit

Die Begriffsbildung der Wissensgesellschaft ist stark durch die wissenschaftlichen Diskussionen und Studien der 1960er Jahre zur wirtschaftlich relevanten Rolle von Wissen beeinflusst.1 In der modernen Gesellschaft ist nicht nur die Tendenz erkennbar, diese zur Wissensgesellschaft zu erklären, sondern es wird auch dementsprechend eine systematische Entwicklung realisiert, indem bestimmte Strukturen und Dynamiken zur Entstehung von wissensorientierten Umgebungen entfaltet und etabliert werden.

Vor diesem Hintergrund wird allgemein der Umgang mit Wissen als eine grundlegende Voraussetzung für weitere Entwicklungen in der Wissensgesellschaft betrachtet, die sich nicht nur auf die individuelle Biographie, Kompetenz- und Persönlichkeitsentwicklung, sondern auch auf die wirtschaftlichen Arbeitsprozesse und organisationale Handlungsstrategien im Unternehmensalltag beziehen. Angesichts der Dynamiken einer wissensbasierten Wirtschaft im Zuge des derzeitigen betrieblich-ökonomischen Wandels gewinnt der intelligente Umgang mit Wissen zunehmend an Bedeutung.

Es kann angenommen werden, dass zukünftig die Notwendigkeit einer weiterführenden Qualifizierung - im Sinne eines am konkreten Bedarf orientierten Wissenserwerbs - steigt. Das stellt auch neue Anforderungen an das betriebliche Lernen. Für die Betriebe heißt dies, Wege zu finden, um berufliches Know-how und geschäftsrelevantes Wissen gezielt zu er- weitern und zu vermitteln sowie seine Verteilung und Nutzung bestmöglich zu ermöglichen und zu unterstützen. Dabei ist davon auszugehen, dass durch die Implementierung strategi- scher Methoden und Instrumente, die auf verbesserte und effiziente Wissensprozesse abzie- len, der Wert und das Potenzial einer modernen Organisation gefördert werden können. Im Vordergrund steht hierbei, für die Wertschöpfung des Unternehmens die Wissensprozesse auf Seiten der Betriebsmitglieder2 durch die Schaffung von organisationalen Rahmenbe- dingungen zu beeinflussen und Wissensprozesse zu initiieren und zu regulieren. Ein solcher systematischer Umgang mit der Ressource Wissen in der betriebswirtschaftlichen Praxis wird als Wissensmanagement bezeichnet.3

Die zentralen Aufgaben des Wissensmanagements sind, einerseits die Rahmenbedingungen einer Organisation4 so zu gestalten und zu steuern und andererseits Wissensträger derart zu fördern, dass ein intelligenter und verantwortungsvoller Umgang mit Informations- und Handlungswissen wahrscheinlich wird.5

Der Begriff des Wissensmanagements verweist also auf einen veränderten Umgang mit Wissen, der im Zusammenhang mit der Diskussion um die Wissensgesellschaft als Reaktion auf die Veränderungen in der Wirtschaft und die ökonomische Bedeutung von Wissen als intellektuelles Kapital moderner Organisationen zu charakterisieren ist.6 In diesem Kontext bietet es sich an, die Stellungnahme von NOLDA in den Vordergrund der Auseinandersetzung mit der Thematik des Wissensmanagements zu stellen. Die Autorin macht darauf aufmerksam, dass Wissen als entscheidende Wertschöpfungsquelle in der Wissensgesellschaft nicht nur als Garant fundamentaler Innovationen gilt, sondern gleichzeitig auch als pädagogisches Forschungsfeld betrachtet werden soll.7

Generell stellt sich in diesem Kontext die Frage, inwiefern pädagogische Strukturen, Implikationen und Interventionen in Unternehmen praktiziert, reflektiert und vor allem als relevant für den Umgang mit Wissen angesehen werden. In diesem Sinne fokussiert sich das Forschungsinteresse der vorliegenden Arbeit auf eine Erweiterung und Vertiefung von Dimensionen des Wissensmanagements um erziehungswissenschaftliche Sichtweisen und pädagogisch definierte Kategorien des Umgangs mit Wissen.

Als Untersuchungsgegenstand wird Wissensmanagement im Rahmen dieser Magisterarbeit als ein Instrument gesehen, das den arbeitsplatznahen Wissenserwerb der Individuen in der organisationalen Umgebung fördert und reguliert. Zu diesem Zweck wird ein ganzes Spekt- rum von Arrangements konzipiert und implementiert, damit die Wissens- und Lernpotenzi- ale aktiviert werden können. Das Ziel ist ein kontinuierlicher, strukturierter und systemati- scher Umgang mit Wissen. In diesem Kontext wird hier das Wissensmanagement als ein raffiniertes kommunikationsorientiertes Organisationskonzept definiert, welches in Unternehmen entworfen, implementiert und entwickelt wird, um die kontinuierliche Erneuerung von Wissen und somit auch die Entwicklung von Arbeitsorganisationen in modernen und dynamischen Gesellschaften nicht dem Zufall individueller Entscheidungen zu überlassen. In diesem Zusammenhang betonen diese Wissensprozesse die Aneignung von Wissen und den Erwerb von Kompetenzen und Fähigkeiten, welche in einem bestimmten Kontext stattfinden. Diese Rahmenbedingungen repräsentieren die hauptsächlichen Arrangements des Wissensmanagements und schaffen Möglichkeiten, um die Lernprozesse auf der Ebene des Individuums in Gang zu setzen. Dies ist kein eindimensionales Ereignis, sondern setzt einen Prozess kontinuierlicher Kommunikation voraus.

Im Fokus dieser Arbeit liegen diejenigen Aspekte des Managements von Wissen, die mit der Wissenskommunikation und der Gestaltung der Rahmenbedingungen und Strukturen für den Umgang mit Wissen zusammenhängen. Somit sind bestimmte Fragen wie bei- spielsweise eine ganzheitliche Betrachtung der Wissensmanagementkonzepte, Prozesse der Implementierung und Qualitätskontrolle sowie technologische Aspekte des Informations- managements ausgeklammert. Auf diese Art und Weise wird das Untersuchungsspektrum eingegrenzt; es werden ausschließlich die Struktur, die Intention und erwachsenenpädago- gische Kategorien des Wissensmanagements in Bezug auf den Umgang mit Wissen berück- sichtigt. Es wird angenommen, dass so eine intensive Annäherung an das Konstrukt des Wissensmanagements aus der erwachsenenpädagogischen Sicht und eine erste Reflexion von dessen implizit pädagogischen Komponenten neue Perspektiven für eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Wissensmanagement eröffnen.

Die Motivation zur Bearbeitung des Themas Wissensmanagement aus dieser wissenschaft- lichen Sicht resultiert vorrangig aus meinem Interesse an der Thematik des Umgangs mit Erfahrungswissen in Arbeitsorganisationen und an technologischen Innovationen auf die- sem Themengebiet. Mein Interesse hat sich sowohl durch theoretische Auseinandersetzung mit dem Umgang mit Wissen im Rahmen meines Studiums der Erwachsenenbildung, als auch aus praktischen Erfahrungen in kommerziellen Weiterbildungsinstitutionen entwi- ckelt. Zudem haben sowohl meine studentische Tätigkeiten in diesen Dienstleistungsunter- nehmen als auch zahlreiche Besuche von fachspezifischen und thematischen Veranstaltun- gen meine Hintergrundkenntnisse auf diesem Themengebiet vertieft und meine Neugier auf andere wissenschaftliche Aspekte des Wissensmanagements geweckt.

Zentrale Fragestellung und Forschungsanliegen

Als Untersuchungsraum dient für die Fragestellung der vorliegenden Magisterarbeit Gestal- tung des Wissensmanagements und sich daraus entwickelnde Dynamiken. So werden in Organisationen verschiedene Settings eingesetzt, um Wissensaustausch sowie Lern- und Aneignungsprozesse der Mitarbeiter zu initiieren oder wahrscheinlicher zu machen. In Bezug auf die in dieser Arbeit untersuchten Dimensionen des organisationalen Wissens- managements stellt sich die zentrale Frage, wie unternehmensinterne Umgebungen für den Wissenstransfer8 und Wissensaustausch entwickelt und strukturiert werden.

Vor diesem Hintergrund ist zu untersuchen, ob sich die Vermittlungs- und Aneignungspro- zesse von Personen und Organisationen mit Wissenskommunikationskonzepten überhaupt sichern und managen lassen, wie der Begriff es suggeriert. Somit wird in dieser Magister- arbeit das Anliegen verfolgt, die für die Etablierung von betriebswirtschaftlich konzipierten Prozessen des Wissensmanagements unter pädagogischen Aspekten zu perspektivieren und theoretisch erziehungswissenschaftlich zu strukturieren bzw. diese Strukturen zu erkennen und zu identifizieren. In einem weiter gefassten Kontext handelt es sich hierbei um die A- nalyse des Wissensaustauschs und der diesem zugrunde liegenden Kommunikationsprozes- se. Diese werden hauptsächlich aus der Perspektive der Wissensvermittlung und der Kon- zeptualisierung der Rahmenbedingungen für den Umgang mit Wissen angegangen. Es soll veranschaulicht werden, auf welche Art und Weise die Wissensvermittlung als zentrale Funktion des Wissensmanagements umgesetzt wird und ob die Intention der Aneignung der vermittelten (Lern-)Inhalte beim Wissenstransfer im Vordergrund steht.

Konkret scheint in diesem Zusammenhang die Frage relevant zu sein, welche Settings a- daptiert werden, um den Wissensaustausch zu arrangieren, zu ermöglichen und zu intensivieren. Aus dieser Perspektive sollen die Pädagogisierungsprozesse bei der Strukturierung von Rahmenbedingungen für den Umgang mit Wissen erforscht und deren Umsetzungsstrategien aufgezeigt werden.

Durch die Fokussierung auf diese Dimensionen von Wissensmanagement sowie die Wahl dieser Fragestellung wird sichtbar, dass die vorliegende Magisterarbeit ihren Gegenstand aus der (erwachsenen-)pädagogischen Perspektive untersucht und speziell das Konstrukt der pädagogischen Kommunikation9 als Orientierungs- und Bezugspunkt nimmt. Die Hypothese der vorliegenden Untersuchung lautet, dass die Formen des Umgangs mit Wissen in unterschiedlicher Weise durch den Bezug auf pädagogische Denk- und Hand- lungsmuster konditioniert und in diesem Sinne auch pädagogisch strukturiert sein können.10 Am Beispiel des Wissensmanagements wird das Ziel verfolgt, das Lernen Erwachsener in Arbeitsorganisationen der Wissensgesellschaft zu charakterisieren sowie die Universalisie- rungstendenzen11 und Potenziale des Pädagogischen zu analysieren und zu verdeutlichen. Durch die Untersuchung von originär betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wel- che die Lernprozesse in Organisationen unterstützen, nähert sich die vorliegende Arbeit der universellen These der Entgrenzung des Pädagogischen von KADE und SEITTER an, die ei- ne zunehmende pädagogische Strukturierung des Lernens im Vollzug der Arbeit und in In- teraktionen in arbeitsmarkt-, sozialpolitischen und geselligen Dimensionen definiert.12 Durch das Verständnis des Unternehmens als Interaktionsfeld bzw. Kommunikationswelt besteht die Möglichkeit, das Konzept des Managements von Wissen (erwachsenen-) pädagogisch zu analysieren. Um das erwachsenenpädagogisch Relevante des Wissensma- nagements präzisieren zu können, wird der theoretische Bezugsrahmen um die auf Wis- senskommunikation bezogenen Kategorien der Pädagogik erweitert. Dazu werden die ak- tuellsten Ansätze zum Umgang mit Wissen in der Wissensgesellschaft vorgestellt und dar- auf aufbauend die pädagogisch relevanten Elemente im Wissensmanagement definiert. Das Konstrukt des Wissensmanagements wird von den institutionell und organisatorisch bestimmten Rahmenbedingungen her analysiert. So liegen einerseits Institution und Sub- jekt und andererseits Vermittlung und Aneignung als die zentralen Referenzpunkte der Er- wachsenenbildungstheorien im Fokus der vorliegenden Untersuchung.13 Diese Herangehensweise ermöglicht einen Blick auf die Strukturen von pädagogischen O- perationen in Organisationen.

Bezüglich der erwachsenenpädagogischen Theorie orientiert sich die Arbeit an den aktu- ellsten Studien und Forschungsarbeiten zu pädagogischer Kommunikation im Rahmen der Studie Umgang mit Wissen. Recherchen zu Empirie des Pädagogischen14 und greift die As- pekte der Strukturierung der pädagogischen Kommunikation und der Wissenskommunika- tion heraus.

Als Ziel der vorliegenden Arbeit wird entsprechend den vorangegangenen Ausführungen eine Strukturierung organisationalen Wissensmanagements erwartet. Es wird das Vorhaben verfolgt, die betrieblichen Formen des Pädagogischen zu identifizieren und zu beschreiben sowie das Zusammenspiel von pädagogisch relevanten Logiken im Umgang mit Wissen im Rahmen des Wissensmanagements zu schildern.

Die folgenden Abschnitte sollen die methodische Vorgehensweise dieser Arbeit veranschaulichen sowie den Aufbau und das Forschungsdesign erläutern.

Forschungsdesign und Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Magisterarbeit ist in drei Teile untergliedert: die Darstellung des theoretischen Bezugsrahmens, die empirische Studie und den Ergebnisteil mit einer Schlussbetrachtung, welche die Ergebnisse der Arbeit analysiert und dokumentiert sowie einen Ausblick für zukünftige Fragestellungen vorsieht.

Ein konzeptioneller theoretischer Bezugsrahmen soll das Verständnis von wesentlichen Begriffen und Konzepten aus dem Bereich des Wissensmanagements ermöglichen und bil- det das Fundament für die anschließende empirische Untersuchung. Im Rahmen dieser Ar- beit ist es notwendig, in diesem theoretischen Abschnitt den Blick auf zwei grundlegende und für die Fragestellung wesentliche Aspekte zu richten. Zum einem werden in diesem Teil die Grundlagen und Konzeptualisierung des Wissensmanagements dargestellt, zum an- deren wird der und Untersuchungsgegenstand im Kontext einer erwachsenenpädagogischen Betrachtung spezifiziert.

Um Anhaltspunkte für eine Gestaltung betrieblichen Wissensmanagements entwickeln zu können, soll zunächst die Rolle der Ressource Wissen und ihre Problematik in ihrer Bedeu- tung für betriebliche Zielfunktionen präzisiert werden. Im nächsten Abschnitt der Arbeit wird ein Überblick über die Instrumente des Wissensmanagements gegeben. Dem folgt ei- ne Auseinandersetzung mit drei verschiedenen Modellen des Wissensmanagements. Im nächsten Kapitel wird zum einen das Ziel verfolgt, einen Einblick in das Lernen Er- wachsener am Arbeitsplatz in betrieblichen Umgebungen zu geben, zum anderen die Not- wendigkeit der Etablierung institutioneller Lernsettings zu verdeutlichen, die das Lernen Erwachsener ermöglichen und auch kontinuierlich sichern können. Im Weiteren wird sich die Arbeit ausführlich mit der pädagogischen Kommunikation unter besonderer Berück- sichtigung von Formen der Wissensvermittlung befassen. Diese Auseinandersetzung ist als eine Grundlage und ein Bezugsrahmen für die weitere Untersuchung des Konstruktes von Wissensmanagement zu betrachten.

Auf der Basis dieser komplexen literaturgeleiteten Auseinandersetzung mit dem Untersu- chungsgegenstand wird ein Grunddesign für den empirischen Teil der Arbeit entwickelt. Im Rahmen der Einführung in die empirische Studie wird das Erkenntnisinteresse erläutert und die methodische Vorgehensweise spezifiziert. Im Weiteren erfolgt eine Exploration und Er- gänzung der durch die Literaturanalyse gewonnenen Erkenntnisse über arbeitsintegriertes und interaktionsorientiertes Wissensmanagement mithilfe einer Variante der empirischen Forschungsstrategie: dem Experteninterview.15 In Form von leitfadengestützten Interviews mit Wissensmanagern aus vier modernen, dienstleistungsorientierten Unternehmen wird das Wissensmanagement auf der praktischen Seite erforscht und analysiert.16 Diese Inter- views haben das Ziel, das Konstrukt des Wissensmanagements an sich sowie die Dynamik des Umgangs mit Wissen in betrieblichen Umgebungen aus der Sicht von Wissensmana- gern näher zu beleuchten.17

Im Hauptteil des empirischen Teils erfolgt die Auswertung der erhobenen Daten mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse18 nach MAYRING. Zu diesem Zweck wird ein thematisches Kategoriensystem entwickelt, welches der Erforschung des Untersuchungsgegenstandes im Rahmen von drei entwickelten Dimensionen dient. So werden sozial-organisationale, ope- rative und strategische Aspekte des Wissensmanagements anhand der Expertenaussagen be- leuchtet.

Im dritten Abschnitt werden die Ergebnisse der empirischen Untersuchung unter Rückgriff auf den zuvor ausgearbeiteten theoretischen Bezugsrahmen präsentiert. In diesem Kapitel werden die Befunde der beiden ersten Teile mit Blick auf die Differenzierung der These von der Universalisierung des Pädagogischen diskutiert. Im Rahmen der Schlussbetrach- tung wird die Untersuchung in einen Gesamtkontext gestellt und eine aus der Arbeit her- vorgegangene These zur Strukturierung von Wissensmanagementprozessen vorgestellt. Im Weiteren wird der Nutzen der Magisterarbeit im Hinblick auf die pädagogischen Poten- ziale für die entstehende Wissensgesellschaft und die damit einhergehende Ausdifferenzie- rung von Lernarrangements erörtert. Abschließend wird auf weitere Fragestellungen im Rahmen des modernen Konzeptes von Wissensmanagement und andere aufschlussreiche Aspekte, Problematiken und zu behandelnde Themen hingewiesen.

Aus der Aufgabenstellung und Zielsetzung der Arbeit ergibt sich demnach im Überblick folgender Aufbau:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Aufbau der Magisterarbeit (Quelle: eigene Abbildung)

Stand der Forschung zum Wissensmanagement

In der Literatur gibt es zum Wissensmanagement eine Reihe von Studien mit unterschiedli- chen Schwerpunkten.19 Die Auseinandersetzung mit diesem Konstrukt scheint sehr aktuell und derzeit en vogue zu sein. In diesem Kapitel sollen selektiv Forschungsarbeiten vorge- stellt werden, die sich mit dem Einsatz von Wissensmanagement in Organisationen befas- sen.

Aus Befunden von KNOBLAUCH ergibt sich, dass die Thematik und Problematik des Wis- sensmanagements Mitte der 1980er Jahre entstand; in Verbindung mit der Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien und den Versuchen, menschliches Wissen in Computersystemen abzubilden, entwickelte sich der Ansatz der Organisationsentwick- lung.20

Eine Recherche nach Forschungsarbeiten zum Thema Wissensmanagement ergibt eine Fül- le von Resultaten. Im Folgenden wird eine empirische Untersuchung zum Status Quo des Wissensmanagements vorgestellt, um einen Überblick über Wissensmanagement-Praxis in modernen Unternehmen zu verschaffen. Ziel des Forschungsprojektes des Bundesinstituts für Berufsbildung mit dem Titel Wissensmanagement und betriebliche Bildungsarbeit21 war, den aktuellen Stand der Umsetzung von Konzepten und Instrumenten des Wissensma- nagements in der Praxis zu ermitteln. Dieses Forschungsprojekt ging mithilfe einer schrift- lichen Befragung sowie einer Reihe persönlicher Interviews mit Experten und Akteuren aus Wissenschaft und Praxis der Frage nach, in welchem Ausmaß und mit welchen Instrumen- ten Wissensmanagement in deutschen Unternehmen zur Unterstützung der betrieblichen Aus- und Weiterbildung eingesetzt wird.22 Die Studie wurde im Jahr 2006 in 622 Ausbil- dungsbetrieben durchgeführt.

Die folgende Abbildung veranschaulicht den erhobenen Einsatz von Instrumenten zum systematischen Wissensaustausch.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Instrumente zum Austausch und Erwerb von Wissen in Betrieben unterschiedlicher Größe (Quelle: Bundesministerium für Berufsbildung, RBS-Umfrage 2/2003, in: ZINNEN 2006, S. 51)

Trotz in fast allen befragten Unternehmen fehlender Prozessbeschreibungen lassen sich einige wichtige Aspekte bezüglich der Erhaltung und Schaffung unternehmensinternen Wissens festhalten: Bei den Transformationsprozessen stehen der Austausch von Informationen und das Einrichten von IT-Infrastrukturen im Vordergrund.23

Über die Hälfte der Unternehmen nutzen Suchmaschinen und Portale bzw. Newsgroups sowie Mailsysteme. Als weitere Informationssysteme kommen Dokumenten- bzw. Content- Management-Systeme zum Einsatz.24 Vor diesem Hintergrund sind Wissensmanagement- systeme auf IT-Basis in erster Linie als Informationssysteme zu betrachten. Diese erlauben, Informationen effektiv und effizient zu bewirtschaften. Der Wissensaustausch findet außer- dem im Rahmen klassischen Workshops, Besprechungen, Seminare und Beiträge in Mitar- beiterzeitschriften statt.25

In der Literatur wird Wissensmanagement sowohl als Gestaltungs- als auch als Analysegegenstand behandelt. Daran sind verschiedene Disziplinen beteiligt, z.B. die Betriebswirtschaft,26 die Soziologie27 und die Psychologie.28

Insbesondere auf dem Gebiet der Betriebswirtschaft wurden diverse Forschungsarbeiten zu diesem Thema veröffentlicht,29 welche meist die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für Wissensmanagement thematisiert bzw. pragmatische Modelle dafür entwickelt haben. Bei diesen Studien besteht häufig die Tendenz, lediglich Unternehmensprogramme, Planungsvorhaben und Visionen zu präsentieren, während kritische Aspekte sowie operationale und strategische Dimensionen eines systematischen Umgangs mit Wissen nicht detailliert analysiert werden oder ganz unreflektiert bleiben.

Der Thematik dieser institutionellen Bedingungen und Gestaltungsformen von solchen Wissens- und Lernprozessen in Unternehmen widmet sich aus der erwachsenenpädagogischen Perspektive die vorliegende Arbeit. Aus dieser Sicht soll die Strukturierung von Rahmenbedingungen für den Umgang mit Wissen erforscht werden.

I. THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN

1 Ressource Wissen in Arbeitsorganisationen der Wissensgesellschaft

Wissensmanagement ist eng verknüpft mit der Debatte um die Informations- und Wissensgesellschaft, welche die Veränderungen von Wirtschaft und die neue ökonomische Bedeutung von Wissen betont.30 Der Begriff der Wissensgesellschaft bildet den gesellschaftstheoretischen Rahmen der vorliegenden Arbeit und soll hier kurz umrissen werden.31 Ziel ist es zu verdeutlichen, unter welchem Gesellschaftskonzept Bildungsprozesse im Zusammenhang mit modernen Entwicklungen in der Arbeitswelt diskutiert werden.

Als Wissensgesellschaft wird in der Literatur eine Gesellschaft definiert, in der Wissen als Voraussetzung für die Verständigung auf gemeinsame Ziele und für die Sicherung der wirt- schaftlichen Entwicklung angesehen wird.32 Auf der einen Seite gibt es eine rasche Ent- wicklung neuer Kommunikations- und Informationstechnologien, die es ermöglichen, im- mer schneller Informationen zu gewinnen und weiterzuverarbeiten, und so zu einem großen Informationszuwachs führen. Auf der anderen Seite müssen diese neuen Informationen in die Wissensbestände integriert und das vorhandene Wissen an sich ständig verändernde Wissensbedarfe angepasst werden.

Dieser stetige Wandel, der das zentrale Merkmal der Wissensgesellschaft ist, führt zu einer starken Betonung von Weiterbildung und lebenslangem Lernen und ist zu einer gesell- schaftlichen Leitidee einer kulturellen Grundorientierung avanciert.33 Im unternehmeri- schen bzw. organisationalen Kontext besteht ein deutlich erkennbares Interesse an Wissens- themen. Zwar war Wissen schon immer die Grundlage unternehmerischen Handelns, aber aufgrund der zunehmenden Globalisierung, der Verkürzung der Produktlebenszyklen und des steigenden Konkurrenzdrucks wird Wissen immer stärker zu einem bestimmenden Fak- tor in Industrie und Handel. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass Wissen zu- nehmend wichtiger wird und die Aufmerksamkeit der Unternehmen gewinnt.

1.1 Relevanz von sozialen Dimensionen des Umgangs mit Wissen

Im Kontext der Debatte um die Wissensgesellschaft hat sich ein spezielles Wissensver- ständnis entwickelt, nämlich im Wesentlichen eines, das Wissen als ökonomische Ressour- ce entwirft. In modernen, als Wissensgesellschaften gedeuteten Gesellschaften richtet sich die Aufmerksamkeit aber nicht nur auf die inhaltliche, sondern insbesondere auf die soziale Dimension von Wissen und damit auf die Formen des Umgangs damit.34 Der primäre Wert des Wissens besteht nicht in seiner Anhäufung und Lagerung, sondern in seiner Nutzung. Die Wissensnutzung und Wissenserneuerung in Unternehmen beschränkt sich konzeptio- nell und im praktischen Managementhandeln auf eine Erneuerung der individuellen Quali- fikationen dadurch, dass einzelne Organisationsmitglieder sich im Zuge individueller Lern- prozesse neues Wissen aneignen.

KADE und SEITTER weisen darauf hin, dass angesichts der Ausbreitung digitalisierter elektronischer Informations- und Kommunikationstechnologien die soziale Dimension des Wissens theoretisch und praktisch an Bedeutung gewinnt.35 Besonders stark ausgeprägt ist dies den Autoren zufolge in betrieblichen und organisationalen Kontexten. In diesen Umgebungen kristallisiert sich auch das Thema des Wissensmanagements heraus, das sich als Impuls zu einem verbesserten Umgang mit Wissen im Sinne einer pragmatischen und ökonomisch orientierten Effektivierung manifestiert.

Vor diesem Hintergrund ist das Thema Wissen ein aktuelles und recht offenes Themenge- biet in der Erziehungswissenschaft und liegt an der Schnittstelle zu vielen weiteren wissen- schaftlichen Disziplinen. Im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Veränderungen reagiert auf die komplexen Anforderungen der Wissensgesellschaft nicht nur das Bildungssystem und insbesondere die Weiterbildung, sondern auch die Berufs- und Arbeitswelt. Vor allem werden auf diesen Organisationsfeldern bestimmte Umstrukturierungen realisiert, die mit einer Erweiterung des Spektrums von Bildungsangeboten in den Arbeitsorganisationen re- sultieren.

1.2 Veränderte Rahmenbedingungen der Wissensgesellschaft

Ein zentraler Aspekt eines modernen Unternehmens ist ein Umgang mit Wissen und Struk- turen, der einen maximalen Wissensfluss ermöglicht. Ein solches Unternehmen zeichnet sich laut NORTH durch die Fähigkeit aus, Wissen marktorientiert aufzubauen, abzusichern und optimal zur Generierung von Geschäftserfolgen zu nutzen.36 Damit dies effektiv reali- siert werden kann, muss das Unternehmen sowohl eine Atmosphäre des Vertrauens und der Offenheit in Bezug auf Neues schaffen als auch seine Mitarbeiter bei der Suche nach krea- tiven Lösungen unterstützen.37

Diesen Überlegungen folgend werden Lernen und der effektive Umgang mit der Ressource Wissen zum Schlüsselfaktor für den Erfolg von Organisationen. Es werden Lernsysteme benötigt, die die Mitarbeiter auf der Wissens- und auf der Handlungsebene auf die veränderten Anforderungen vorbereiten.38

In traditionellen Unternehmen findet Wissenstransfer über verschiedene Kanäle statt, auch ungeplant und informell, zum Beispiel in Mitarbeitergesprächen, Telefongesprächen oder sogar in der Freizeit oder beim Mittagessen. Bei größeren, oft international tätigen Unter- nehmen ermöglichen die zahlreichen Kommunikationsbarrieren keinen ungestörten, flüssi- gen Wissenstransfer. Es gibt noch viele andere Faktoren, die den Wissensaustausch verhin- dern oder nicht ermöglichen, wie z.B. Angst vor Machtverlust (nach dem Motto Wissen ist Macht), Wettbewerb und Konkurrenz unter den Mitarbeitern, Zeitprobleme (Zeitmanage- ment, Zeitmangel) oder auch Sprachbarrieren auf der internationalen Ebene. Anders als vor einigen Jahrzehnten bleiben Mitarbeiter eine immer kürzere Zeitspanne beim gleichen Ar- beitgeber und nehmen bei einem Wechsel (z.B. durch Pensionierung oder Kündigung) ihr wertvolles Wissen mit. Auf die Dringlichkeit des Problems der Wissenskommunikation und Wissensbewahrung haben mittlerweile einige Autoren reagiert.39

Aufgrund der zunehmenden Dynamisierung der Arbeitswelt stehen Unternehmen und auch öffentliche Organisationen vor der Herausforderung, das wertvolle Expertenwissen nicht nur zu bewahren, sondern es auch möglichst effizient an neue Mitarbeiter zu vermitteln und damit die Qualität ihrer Arbeit und Leistungen zu gewährleisten und die Einarbeitungskos- ten zu minimieren.40 Dabei wird angenommen, dass im Übergang von der Industrie- zur Wissensgesellschaft das Lernen in der Arbeit immer notwendiger wird und - bei aller Dif- ferenziertheit und Ambivalenz - an Qualität zunimmt.41 Die Umstrukturierungen der be- trieblichen Weiterbildung orientieren sich verstärkt an den Arbeitsprozessen im Betrieb, was sich laut DEHNBOSTEL in einer Renaissance des Lernens am Arbeitsplatz nieder- schlägt.42

Diese Reflexionen und Denkweisen werden in dieser Arbeit detaillierter aufgegriffen. Dabei ist anzumerken, dass in dieser auf das Lernen orientierten Hinsicht die Debatte um Wissensmanagement bisher kaum rezipiert worden ist.

1.3 Wissen und Lernen in der Wissensgesellschaft als erwachsenenpädagogi- sches Forschungsfeld

Einige betriebswirtschaftliche Studien liefern Hinweise darauf, dass die Mehrzahl der Un- ternehmen nur einen Bruchteil des ihnen zur Verfügung stehenden Wissens nutzt.43 Die Wissensnutzung wird im Rahmen dieser Arbeit als eine der wichtigsten Herausforderungen im Wissensmanagement verstanden; damit sind sowohl die Wissensvermittlungsarrange- ments als auch die Wissenserwerbsprozesse in Organisationen gemeint. Eine zentrale Auf- gabe des Unternehmens ist in diesem Zusammenhang die Schaffung von Rahmenbedin- gungen, die eine Strukturierung der Wissensprozesse auf der Organisationsebene ermögli- chen. BERGMANN nennt im Bezug auf die Wandlungsprozesse in der Arbeitswelt einen wei- teren relevanten Aspekt. Laut der Autorin stellen diese Prozesse hohe Lernanforderungen an die Akteure, d.h. die Arbeitenden. So ist das Fach- und Methodenwissen ständig zu er- neuern.44

Mit Blick auf die in diesem Abschnitt genannten Aspekte und Komponenten des Wissens- managements kann festgehalten werden, dass das Management von Wissen nicht nur ein relevantes Thema der Betriebswirtschaft ist, sondern auch auf genuin pädagogische Kom- ponenten verweist - es hat aber auch stets mit Persönlichkeitsentwicklung und grundlegenden pädagogischen Aspekten zu tun. Vor dem Hintergrund der oben geführten Auseinandersetzung wird deutlich, dass Wissen eine dynamische Größe ist. Wie GEIßLER konstatiert, ist Wissen immer in Bewegung und Veränderung: „[…]Wissen existiert nur dann, wenn es genutzt wird, wobei Benutzung auch Veränderung bedeutet“.45 Diese Veränderung wird von GEIßLER als Lernen bezeichnet.

Wenn man diesen Überlegungen folgt, ergibt sich die Forderung, Wissen und Lernen stets im Zusammenhang zu sehen. So stellt LUHMANN fest, dass Wissen zugleich Bedingung und Regulativ für Lernvorgänge ist, wie auch umgekehrt eine enge Beziehung zwischen Lernen und Wissen besteht.46 Der Autor stellt folgende These auf: „Sollen Lernmöglichkeiten aus- gebaut werden, muss also die Wissenslage entsprechend vorbereitet werden.“47 Vor diesem Hintergrund muss Wissen und Lernen in einem Kontext gesehen werden, da das Wissen des Subjekts als eine wesentliche Voraussetzung für Weiterbildung angesehen werden muss. Die skizzierte Herangehensweise eröffnet eine (erwachsenen-)pädagogische Perspektive auf das Management von Wissen.

2 Grundlagen und Charakteristika des Untersuchungsgegenstandes

Angesichts der skizzierten Charakteristika eines Strukturwandels der Wissensgesellschaft und der Weiterentwicklung traditioneller und der Entstehung neuer Formen der Wissenshandhabung und -erneuerung in Unternehmungen sollen zunächst die theoretischen Grundlagen für organisationales Wissensmanagement dargestellt werden. Im Vordergrund steht dabei eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Untersuchungsgegenstand und mit Konzepten des Wissensmanagements.

Obwohl Wissensmanagement eine relativ junge Forschungsdisziplin ist, existiert mittlerweile eine Fülle von Konzepten und Ansätzen zu diesem Thema. Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, wird auf eine umfassende Darstellung der einzelnen Ansätze verzichtet. Drei zentrale Modelle, die eine starke Resonanz in der Literatur gefunden haben, werden im Weiteren detailliert beleuchtet.

Im folgenden Kapitel werden zuerst die für den Kontext dieser Arbeit wesentlichen Begriffe aus dem Themengebiet des Wissensmanagements erklärt.

2.1 Definition von Wissensmanagement

In diesem Unterkapitel werden einige allgemeine Definitionen von Wissensmanagement komprimiert dargestellt und diskutiert sowie das dieser Arbeit zugrunde liegende Verständnis von Wissensmanagement präsentiert.

Wissensmanagement ist ein Konzept, mit dem Unternehmen angesichts der im Informati- onszeitalter und in der Wissensgesellschaft sehr schnell wachsenden Ressource Wissen ver- suchen, ihre Mitarbeiter bestmöglich mit den für die tägliche Arbeit erforderlichen Infor- mationen und Kenntnissen zu versorgen. Mit dem Thema Wissensmanagement beschäfti- gen sich unterschiedliche Forschungsdisziplinen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Erkenntniszielen. Dementsprechend heterogen sind die zahlreichen Auslegungen zum Wis- sensmanagement.

Wissensmanagement hat keine genuin pädagogische Wurzel. Aus der Tradition der Wirt- schaftswissenschaften wurde der Begriff Management übernommen,48 der allgemein auf ökonomische Rationalitäten verweist. Durch diese Begriffsbildung wird deutlicht, dass der Umgang mit Wissen nicht zufällig sein soll, sondern geplant, organisiert und kontrolliert werden soll. In diesem Sinne bedeutet die Initiation, Strukturierung, Regulation und Begleitung von Lern- und Entwicklungsprozessen der Mitarbeiter die Gestaltung von Arbeitsund Lernumgebungen sowie Coaching und Beratung.49

Das Wissensmanagement ist wissenschaftlich nicht klar definiert. Diese Ausgangsposition wird auch von DEUTSCHMANN vertreten: „Für den Begriff des Wissensmanagements exis- tiert bis dato keine verbindliche Definition“.50 Es werden diverse Aspekte des Konstruktes beleuchtet, um eine Definition vorzuschlagen. So entwickelt beispielsweise WILLKE eine übergreifende Definition von Wissensmanagement. Nach seiner Auffassung kann als Wis- sensmanagement die Gesamtheit der organisationalen Strategien zur Schaffung einer intel- ligenten Organisation bezeichnet werden.51 Für WILLKE findet Wissensmanagement auf drei Ebenen statt: auf der Ebene des Individuums, der Organisation und der technologi- schen Unterstützung.52

REINMANN-ROTHMEIER und MANDL gehen einen Schritt weiter und bezeichnen Wissens- management als einen bewussten und systematischen Umgang mit der Ressource Wissen und den zielgerichteten Einsatz von Wissen in Organisationen.53 Bei dieser Bestimmung wird auf Aspekte des Umfeldes von Lernen und auf das Individuum eingegangen. Für diese Autoren ist die Lernfähigkeit jedes Mitarbeiters ein grundlegendes Element von Wissens- management. Ihrer Meinung nach hat Wissensmanagement zum Ziel, vorhandenes Wissen optimal zu nutzen, weiterzuentwickeln und in neue Produkte, Prozesse und Geschäftsfelder umzusetzen.54

Bei PROBST, RAUB und ROMHARDT wird Wissensmanagement aus der Interventionsper- spektive betrachtet und ist „[…] ein integriertes Interventionskonzept, das sich mit den Möglichkeiten zur Gestaltung der organisationalen Wissensbasis befasst.“55 Gemäß den Autoren beschäftigt sich Wissensmanagement mit der zielorientierten Nutzung und Ent- wicklung von Wissen und Fähigkeiten, die für den Organisationszweck als notwendig beur- teilt werden. Vor diesem Hintergrund steuert Wissensmanagement die Vermittlung, den Er- werb, die Entwicklung und die Nutzung von Kenntnissen und Fähigkeiten in modernen Un-ternehmen. Diese Definition von Wissensmanagement und seiner Zielsetzung wird im Folgenden zugrunde gelegt. Damit sind bereits die zentralen Prozesse des Wissensmanagements beschrieben; sie werden in den folgenden Abschnitten näher untersucht und im Hinblick auf die Fragestellung der Arbeit analysiert.

2.2 Zentrale Kategorien des Wissensmanagements

Als Einstieg in die Thematik des Wissensmanagements erscheint eine Klärung des Wis- sensbegriffs sinnvoll. Auf eine semantisch-geschichtliche Herleitung des Wissensbegriffs wird allerdings in dieser Arbeit verzichtet.56 In diesem Kapitel werden diese Aspekte von Wissen beleuchtet, die für die Thematik der Arbeit relevant zu sein scheinen. Vor dem Hintergrund der aufgezeigten Veränderungen auf dem Wege zur Wissensgesell- schaft gewinnt Wissen einen immer größeren Stellenwert in Wirtschaft und Gesellschaft. In der Literatur finden sich zahlreiche Antworten auf die Frage, was Wissen ist und wie es entsteht. Beschäftigt man sich näher mit dem Wissensbegriff, so eröffnet sich ein weites Feld philosophischer und wissenssoziologischer Betrachtungsweisen zum Wesen und Inhalt von Wissen. Um die Komplexität der Wissensprozesse erfassen zu können, bietet es sich im ersten Schritt an, den Wissensbegriff weiter auszudifferenzieren. Dabei wird ein spezifi- scher Blickwinkel auf Wissen entwickelt, der auf der Unterscheidung von Dimensionen und Arten des Wissens basiert und einen möglichen Zugang zu verschiedenen Analysen von Wissensprozessen eröffnet.

Es gibt in der Literatur unzählige Auffassungen über mögliche Wissensdimensionen. Dar- über hinaus findet man in der pädagogischen Literatur eine Vielzahl an Differenzierungs- möglichkeiten. Unterschieden werden etwa das reflexiv verfügbare (explizite) und das in- korporierte (implizite) Wissen.57 Nach POLANYI wird unter explizitem Wissen das so ge- nannte formale und systemische Faktenwissen verstanden, das sich problemlos in Daten- banken speichern und von dort aus anwenden lässt.58 Das implizite Wissen umfasst Hand- lungswissen, Problemlösestrategien und Erfahrungswissen, also Kompetenzen zur Auswahl und zum Einsatz der richtigen Problemlösestrategie. Es handelt sich um das persönliche und kontextspezifische Wissen, das sich nur schwer kommunizieren lässt.59 Zusammenfas- send lässt sich festhalten, dass das explizite Wissen beispielsweise in Form von Konzepten, Modellen, Berichten, Arbeitsanweisungen oder auch elektronisch gespeichert werden kann. Das implizite Wissen hingegen ist personengebunden und besitzt die folgenden Merkmale: schwierige Verbalisierbarkeit, schwierige Formalisierbarkeit und Erfahrungsgebundenheit. Aus dieser Sichtweise entsteht subjektives Wissen in Abhängigkeit von jeweils zugrunde liegenden Erfahrungen in einem sozialen Kontext, in welchem es auch kollektiviert werden kann.

Diese Relativierung verweist wiederum auf die Betrachtung der Wissensprozesse aus der sozialen Kommunikationsperspektive und lenkt den Blick auf das Management von Wissen in Zusammenhang mit den zugrunde liegenden Kommunikationsaktivitäten.

2.2.1 Wissensmanagement im Lichte der verschiedenen Dimensionen von Wissen

Im Folgenden werden die Implikationen beleuchtet, die das hier entfaltete Verständnis der wechselseitig aufeinander bezogenen Dimensionen von Wissen für Wissensmanagement hat. Wissen kann nicht als Objekt betrachtet werden, das problemlos und direkt zugänglich wäre. KOCH und MANDL verweisen in diesem Zusammenhang darauf, dass es nicht aus- reicht, das Wissen von einzelnen Personen isoliert zu betrachten: „Entscheidend ist viel- mehr, den Sprung von der individuellen auf die Gruppenebene zu schaffen.“60 Es reicht also nicht aus, eine große Anzahl von Wissensträgern in einem Unternehmen zu beschäftigen, sondern es ist viel relevanter, dass es zwischen allen involvierten Organisationsmitgliedern zu einem Wissensaustausch kommt. Vor dem Hintergrund des entfalteten Wissensverständ- nisses verschiebt sich also die Problematik des Wissensmanagements weg von Fragen der Speicherung und Verteilung von Wissen hin zu Fragen der Kommunikation und des Ler- nens in Organisationen.61

Anhand der präsentierten Überlegungen wird deutlich, dass Entwicklung und Fortschritt in Organisationen durch ständige Kommunikationsprozesse sowie durch individuelle und kol- lektive Lernprozesse erreicht werden können. Deshalb erscheint für die ganzheitliche Be- trachtung des Wissensmanagements aus der (erwachsenen-)pädagogischen Perspektive plausibel, den Blick auf Kommunikationsprozesse und speziell auf Vermittlungsweisen zu lenken und diese im Rahmen des Wissensmanagements zu identifizieren und zu analysie- ren.

2.2.2 Wissensmanagement in Kommunikationskontexten

In diesem Kapitel wird das Thema Wissenskommunikation fokussiert. Zuallererst wird die Bedeutung der Kommunikation für Organisationen hervorgehoben und anschließend wird generell der Begriff der Kommunikation beleuchtet und in Verbindung mit pädagogischen Aspekten und Operationen betrachtet.

LEMBKE, MÜLLER und SCHNEIDEWIND weisen darauf hin, dass es für Organisationen wich- tig ist, im Rahmen der Wissensprozesse das implizite Wissen des Einzelnen den Organisa- tionsmitgliedern zugänglich zu machen.62 Besonders bedeutsam erscheint diese Umwand- lung im Zuge personeller Veränderungen durch Kündigung, Ruhestand, Versetzung usw. Während prozedurales, tätigkeitsbezogenes Fach- und Handlungswissen durch gezielte Personalsuche oder entsprechende Schulungsmaßnahmen ersetzt werden kann, ist mit dem Weggang von Mitarbeitern deren deklaratives, konzeptuelles Wissen, d.h. ihre Erfahrungen und ihre Expertise, also das implizite und nur reflexiv verfügbare Wissen, für die Organisa- tion verloren.63

Eine zentrale Aufgabe des ganzheitlichen Wissensmanagements ist darum, das verteilte Wissen zu integrieren und implizites Know-how einzelner Wissensträger zum Nutzen des Unternehmens in explizites, zweckorientiertes Organisationswissen umzuwandeln.64 Somit kann als Ziel des Wissensmanagements die Umwandlung von implizitem in explizites Wis- sen durch Wissensaustausch formuliert werden. In diesem Zusammenhang ist vor allem der Aspekt der Wissenskommunikation von Bedeutung. Eine Voraussetzung für den Wissens- austausch ist die Ermöglichung und Unterstützung von Kommunikation. Dies erfordert Strukturen und Prozesse, die den Kontakt zwischen Nichtwissenden und Wissenden, zwi- schen Wissensbedarf und Wissensangebot vermitteln und die Kommunikation ermögli- chen.65 LUHMANN zufolge ist die Kommunikation das Grundelement, aus dem alle sozialen Systeme bestehen.66

Um weitere Betrachtungen des Wissensmanagements aus der pädagogischen Perspektive zu ermöglichen, wird in dieser Arbeit davon ausgegangen, dass die Kommunikation im Mittelpunkt aller Dynamiken des Wissensmanagements steht, welche im Rahmen der fol- genden Auseinangersetzungen mit dem Untersuchungsgegenstand identifiziert und charak- terisiert werden.

2.3 Instrumente und Funktionen des Wissensmanagements

Die Ausgangsthese des vorliegenden Kapitels lässt sich folgendermaßen skizzieren: Zur Bewältigung von komplexen und dynamischen (Wissens-)Umwelten sind Organisationen in zunehmendem Maße gefordert, die Ressourcen Wissen, Kenntnisse und Qualifikationen verfügbar zu machen und kontinuierlich zu erneuern. Die Frage, wie dies erfolgt und wel- che Strategien zu diesem Zweck eingesetzt werden, könnte als zentrale Aufgabe eines Wis- sensmanagements formuliert werden. Dieser Abschnitt dient der Vorstellung einiger kon- kreter Instrumente für den systematischen Umgang mit Wissen. Dabei soll auch der Bezug zu Kommunikationsaspekten des Wissensmanagements hergestellt werden.

2.3.1 Instrumente, Prozesse und Methoden zum Management von Wissen

Es gibt ein ganzes Spektrum von Instrumenten für das Wissensmanagement. Im Mittel- punkt des Wissensmanagementkonzeptes steht die Frage, wie organisationales Wissen ge- plant und gesteuert, generiert, erworben, verteilt und genutzt werden kann. Diese Prozesse werden durch verschiedene organisatorische Maßnahmen wie Kommunikationsforen, Da- tenbanken und moderne Informations- und Kommunikationstechnologie gesteuert.67 In Or- ganisationen wird ein ganzes Spektrum von Wissensmanagementarrangements konzeptua- lisiert und implementiert, um die Wissens- und Lernpotenziale zu aktivieren. Die unter- schiedlichen Methoden und Instrumente des Wissensmanagements adaptieren die oben ge- nannten Prozesse auf unterschiedliche Weise.

Die klassische Funktion der Informationsübermittlung übernehmen technische Medien. Laut WIATER richtet sich der Blick beim technischen Wissensmanagement vorrangig auf die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien. Diese bieten diverse Möglich- keiten zur Präsentation und Interaktion, zur lokalen und globalen Vernetzung, zur dreidi- mensionalen Realitätsdarstellung und zu synchroner und asynchroner Kommunikation.68 Die technologischen Lösungen ermöglichen bessere Kommunikation, schaffen und bestimmen die virtuell-soziale Realität und gestalten die Rahmenbedingungen für den Wis- sensaustausch.69

ZINNEN gibt in ihrer Studie zum Wissensmanagement in modernen Organisationen einen Überblick über die bekanntesten und am meisten genutzten formalen Instrumente zum Ma- nagement des Wissens.70 Diese werden im Folgenden zusammengefasst und exemplarisch dargestellt.

Wissenslandkarten

Die Wissenslandkarten dienen zur systematischen Darstellung des innerhalb einer Organisation vorhandenen Wissens. Sie sollen die Wissenslandschaft transparent machen.71 Wissenslandkarten beinhalten nur Informationen über die Orte, an denen das Wissen zu finden ist. Als detailliert aufbereitetes Metawissen sollen sie den Zugang zu relevantem Wissen beschleunigen und eventuelle Wissenslücken aufdecken. Auf Wissenslandkarten werden alle wichtigen Themen dargestellt und zu jedem Thema die Wissensquellen und in diesem Bereich erfahrene Experten genannt.72

Diese Instrumente des Wissensmanagements dienen nicht dazu, Wissen inhaltlich darzu- stellen und zu bewerten, sondern liefern nur Verweise auf Wissensträger und erleichtern dadurch eine schnelle Kontaktaufnahme und Kommunikation mit der Wissensquelle bzw. einen gezielten Wissensaustausch. Wissenslandkarten schaffen eine primär auf die Kom-munikation bezogene Basis für ein organisationsinternes bzw. standortübergreifendes Wissensmanagement.73

Lessons Learned

Ziel der Methode Lessons Learned ist das systematische Lernen aus Erfahrungen - aus Er- folgen wie auch aus Misserfolgen.74 Dazu müssen Erfahrungen, etwa aus Projekten, aufbe- reitet und dokumentiert werden. LEHNER und SEIDEL thematisieren die Tendenz der Steige- rung der Lernpotenziale im Rahmen dieses Instrumentes zum Wissensmanagement. Durch das Dokumentieren und Reflektieren solcher Erfahrungen wird das Erfahrungswis- sen zur Verfügung gestellt, daraus ergeben sich Potenziale für Lernprozesse (bzw. Lernef- fekte) für die Beteiligten sowie für andere Mitarbeiter, die diese Erfahrungen nutzen kön- nen.75 Auf diese Weise wird innerhalb der Organisation das Erfahrungswissen von Mitar- beitern allgemein zur Verfügung gestellt. Eine entscheidende Rolle bei diesem Verfahren spielen die Personen, die ihr eigenes Wissen aufarbeiten, verschriftlichen und kommunizie- ren.76

Ziel dieser Methode ist es, das Wissen über mögliche Lösungen sowie erfolgreiche Vorgehensweisen strukturiert darzustellen und in der Organisation zu vermitteln. Lessons Learned umfasst die Aufbereitung, die Weitergabe und den Austausch sowie die Weiterentwicklung optimaler Lösungen für bestimmte Problemstellungen.77

Community of Practices

In der Regel wird von Communities of Practices als von Wissensgemeinschaften gespro- chen. Diese Online-Communities werden in Unternehmen vielfach als Wissensmanage- ment-Maßnahme zur Förderung des Wissensaustauschs über den normalen Face-to-face- Austausch hinaus eingerichtet. Auch im Zusammenhang mit der Installation von unterneh- mensweiten Lernplattformen spielen Online-Communities eine wesentliche Rolle. Darunter sind informelle Personengruppen oder -netzwerke zu verstehen, die aufgrund ge- meinsamer Interessen oder Problemstellungen über einen längeren Zeitraum hinweg über wiegend virtuell via Internet oder Intranet miteinander kommunizieren, kooperieren, Wis- sen und Erfahrungen austauschen, neues Wissen generieren und dabei voneinander ler- nen.78

REINMANN-ROTHMEIER sieht einen großen Vorteil von Online-Communities gegenüber anderen Datenbanken in der Möglichkeit, nicht nur explizites Wissen, sondern insbesondere praktische Erfahrungen auszutauschen und zu dokumentieren. Die Dokumentation von Erfahrungswissen kann dabei helfen, im Unternehmen die jeweiligen Fachexperten für ein Wissens- bzw. Kompetenzfeld zu identifizieren. Das zentrale Ziel von Online-Communities ist also der Austausch von Erfahrungswissen.79

2.3.2 Zentrale Strategien und Zielsetzung des Wissensmanagements

Aus der Aufgabenstellung und Funktionalität der vorgestellten formalen Wissensmanage- ment-Instrumente resultiert zunächst einmal ein noch unscharfes Bild von den globalen Strategien und Intentionen der Steuerung des Umgangs mit Wissen. Mit Wissensmanage- ment machen Betriebe es sich zur Aufgabe, relevantes Wissen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort verfügbar zu machen. Wissen der Mitarbeiter in Organisationen soll - so die Idee des Wissensmanagements - gefunden, ausgetauscht, vernetzt und weiterentwickelt werden. Strategien des Wissensmanagements zielen darauf ab, systematisch Wissensbe- stände zu definieren, zu kommunizieren, Wissen permanent zu revidieren und neues Wis- sen zu generieren. Der Hauptfokus des Wissensmanagements besteht darin, das Zusam- menspiel von personalem und organisationalem Wissen zu organisieren und weiterzuentwi- ckeln.

Wissensinhalte werden den Mitarbeitern zur Nutzung und Weiterentwicklung zur Verfü- gung gestellt. Auf diese Weise wird das Wissen zu Lernzwecken aufbereitet. Diese Lernin- halte unterliegen allerdings generell keinen Regeln und Gestaltungskriterien. Grundsätzlich geht es in diesem Zusammenhang um die Frage, ob und wie Fakten, Erfahrungen von Mit- arbeitern, komplexe Zusammenhänge, Abläufe, Prozesse etc. aufzubereiten sind, damit die- ses Wissen genutzt werden kann und eventuell Lernprozesse stattfinden können. Zum ande- ren stellt sich die Frage, wie dieser Prozess des Sammelns, Strukturierens, Austausches und der Kommunikation organisiert wird.

[...]


1 In seinem einflussreichen Werk „Die Zukunft bewältigen: Aufgaben und Chancen im Zeitalter der Ungewissheit“ hat DRUCKER die Problematik der Wissensarbeit und des Umgangs mit den Diskontinuitäten durch die neuen Informationstechnologien beschrieben (vgl. hierzu DRUCKER 1969).

2 In der vorliegenden Arbeit wird versucht, geschlechtsneutral zu formulieren. An Stellen, an denen dies schwer möglich ist, wird zugunsten der Einfachheit und Übersichtlichkeit die männliche Schreibweise für beide Geschlechter verwendet, die verwendeten männlichen Bezeichnungen schließen also weibliche Personen ein.

3 Vgl. REINMANN-ROTHMEIER 2002, S. 12.

4 Eine Organisation ist ein soziales Gebilde, das eine formale Struktur aufweist, mit deren Hilfe die Aktivitäten der Mitglieder auf das verfolgte Ziel ausgerichtet werden (vgl. KIESER/KUBICEK 1992, S. 4). In dieser Arbeit wird keine Unterscheidung zwischen Unternehmen, Betrieben und Arbeitsorganisationen vorgenommen, diese Begriffe werden synonym verwendet. Es wird davon ausgegangen, dass in all diesen Organisationen Wissen als Ressource in gleichem Maße relevant ist.

5 Vgl. REINMANN-ROTHMEIER 2002, S. 15.

6 Vgl. KNOBLAUCH 2005, S. 335.

7 Vgl. NOLDA 2001, S. 100.

8 Der Begriff des Wissenstransfers befasst sich mit technologischen, betriebswirtschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Aspekten der Kommunikation. Unter Wissenstransfer wird die einseitige Wissensübermittlung verstanden, also der Wissensfluss in eine Richtung von einem Sender zu einem Empfänger. Ein Beispiel für Wissenstransfer ist die Wissensübermittlung von Fachexperten zu den Mitarbeitern, indem über ein Wissensportal Unterlagen elektronisch be- reitgestellt werden, da die Leser dabei nicht mit dem Experten direkt kommunizieren und die- ser keine Rückmeldung über die Aufnahme des Wissens erhält (vgl. hierzu REINMANN- ROTHMEIER 2001, S. 2).

9 Vgl. zum Medium der pädagogischen Kommunikation LUHMANN 2002; KADE 2004; KADE/SEITTER 2007A, B.

10 Vgl. KADE/SEITTER 2007C, S. 184.

11 Vgl. zur Debatte um die Universalisierung und Entgrenzung des Pädagogischen KADE 1994; KADE/LÜDERS/HORNSTEIN 1995; KADE/SEITTER 2004B.

12 Vgl. hierzu KADE/SEITTER 2004B.

13 Vgl. KADE/SEITTER 1999, S. VII-XIII.

14 Es handelt sich um eine umfangreiche Studie von JOCHEN KADE und WOLFGANG SEITTER zum Umgang mit Wissen in modernen Gesellschaften am Beispiel eines Unternehmens und eines Vereins für Sozialarbeit (vgl. KADE/SEITTER 2007A, B).

15 Zur Aufbereitung, Auswertung und Analyse der Daten wird die qualitative Inhaltsanalyse nach MAYRING angewendet, die sich zur Strukturierung von Experteninterviews eignet (vgl. hierzu MAYRING 2009).

16 Es handelt sich hierbei um national und international tätige Großunternehmen aus der Dienst- leistungsbranche, in denen das Wissensmanagement in Organisationsstrukturen bereits einge- führt bzw. implementiert wurde.

17 Die Transkriptionen der einzelnen Interviews können im Anhang nachgelesen werden.

18 Vgl. dazu MAYRING 2009.

19 Da eine systematische Untersuchung sämtlicher Wissensmanagementansätze und -Instrumente den Rahmen jeder Studie sprengen würde, muss sich die vorliegende Untersuchung in diesem Punkt notwendigerweise beschränken.

20 Vgl. KNOBLAUCH 2005, S. 334.

21 Vgl. hierzu ZINNEN 2006.

22 Vgl. ebd., S. 51 f.

23 Vgl. ZINNEN 2006, S. 50.

24 Vgl. ebd., S. 51 f.

25 Vgl. ebd., S. 50.

26 Vgl. beispielsweise NONAKA/TAKEUCHI 1997, PROBST/RAUB/ROMHARDT 2006.

27 Vgl. beispielsweise WILLKE 2001; PAWLOWSKY 1998.

28 Vgl. beispielsweise REINMANN-ROTHMEIER/ MANDL 2000.

29 Aktuellere Beispiele sind etwa das Forschungsprogramm „Integratives Wissensmanagement“ der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der TU Chemnitz, wo derzeit auch ein berufsbe- gleitender Modellstudiengang entwickelt wird (vgl. hierzu PAWLOWSKY 1998), sowie die Er- hebungen des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) zum Stand des Wissensmanagements in Forschung und Praxis (vgl. hierzu BULLINGER 1997, S. 6 ff.).

30 Vgl. hierzu KNOBLAUCH 2005, S. 335.

31 Eine ausführliche Darstellung der Debatte um die Wissensgesellschaft kann an dieser Stelle nicht geleistet werden, daher sei hier auf die Arbeiten von WILLKE (vgl. WILLKE 2001) und NITTEL und VÖLZKE (vgl. NITTEL/VÖLZKE 2002) verwiesen.

32 Vgl. BRINKMANN 2001, S. 65.

33 Vgl. SEITTER 2001, S. 93.

34 Bereits im Jahre 1969 prognostizierte DRUCKER den gesellschaftlichen Strukturwandel hin zur „knowledge society“, in der der entscheidende Faktor für die erfolgreiche soziale Entwicklung einer Gesellschaft darin liegt, praxisrelevantes und anwendungsorientiertes wissenschaftliches Wissen systematisch zu produzieren und nutzen (vgl. DRUCKER 1969).

35 Vgl. KADE/SEITTER 2007D, S. 148.

36 Vgl. NORTH 1999, S. 25.

37 Vgl. ebd., S. 26 ff.

38 Vgl. NÜBEL 2005, S. 5-8.

39 Vgl. hierzu NONAKA/TAKEUCHI 1997; PROBST/RAUB/ROMHARDT 2006; REINMANN- ROTHMEIER 2001; WIATER 2007.

40 Besonders deutlich ist diese Veränderung im Dienstleistungssektor im Gange, da Dienstleis- tungen in neuerer Zeit zunehmend notwendig werden und sich außerdem zunehmend auf den Umgang mit Daten, Statistiken, Informationen und Wissen beziehen.

41 Vgl. DEHNBOSTEL 2002, S. 37.

42 Vgl. ebd.

43 Vgl. hierzu BULLINGER 1997.

44 Vgl. BERGMANN 2004, S. 17.

45 GEIßLER 1999, S. 53.

46 Vgl. LUHMANN 1984, S. 448 f.

47 Ebd. S. 448.

48 Der Begriff Management löst vor allem Assoziationen wie Lenken, Steuern und Kontrollieren z. B. von personellen und materiellen Ressourcen aus. Management wird im Rahmen der Pädagogik als eher unüblich und entsprechend schwer vermittelbar betrachtet (vgl. REINMANNROTHMEIER/MANDL 2000, S. 15-16).

49 Vgl. REINMANN-ROTHMEIER/MANDL 2000, S. 15-16.

50 DEUTSCHMANN 2003, S. 30.

51 Vgl. WILLKE 2001, S. 39.

52 Vgl. ebd.

53 Vgl. REINMANN-ROTHMEIER/MANDL 2000, S. 9.

54 Vgl. ebd.

55 PROBST/RAUB/ROMHARDT 2006, S. 29.

56 Eine ausführliche Abhandlung dazu ist bei NONAKA und TAKEUCHI zu finden (vgl. NONAKA/ TAKEUCHI 1997).

57 Vgl. ALHEIT 2000, S. 11.

58 Vgl. POLANYI 1958, S. 37.

59 Vgl. POLANYI 1958, S. 37.

60 KOCH/MANDL 1999, S. 9.

61 Es geht dann weniger um die Fragen, welches und wie viel Wissen in eine Projektarbeit oder eine fachliche Präsentation eingebracht werden kann, als vielmehr darum, wie Beschäftigte mit dem Projekt oder mit der Präsentation fruchtbar arbeiten können.

62 Vgl. LEMBKE/MÜLLER/SCHNEIDEWIND 2006, S. 26.

63 Vgl. ebd.

64 Vgl. PAWLOWSKY 1998, S. 12 ff.

65 Vgl. LEMBKE/MÜLLER/SCHNEIDEWIND 2006, S. 27.

66 Vgl. LUHMANN 1988, S. 266.

67 Vgl. NORTH 1999, S. 32 ff.

68 Vgl. WIATER 2007, S. 230-248.

69 E-Mail-Kommunikation, Chat- und Diskussionsforen, Newsgroups und Newsletters sind heu- te viel genutzte und allgemein bekannte Kommunikationsformen. Bei allen diesen Kommuni- kationsformen handelt es sich um asynchrone Kommunikation, die weder die Anwesenheit noch die Interaktion der Teilnehmer voraussetzt. Elektronische Datenbanken ermöglichen die Speicherung von Strukturdaten auf der Basis mehrerer Variablen. Durch die ständige Verfüg- barkeit ist das Internet eine Quelle für die Deckung eines spontanen Wissensbedarfs. Neben seiner allgemeinen Nutzung als „weltweites Nachschlagwerk“ bietet er einen technischen Hin- tergrund für andere Wissensmanagement-Instrumente.

70 Vgl. hierzu WEIS/ZINNEN 2004.

71 Als einfache Variante einer Wissenslandkarte kann ein gemeinsam mit allen Wissensträgern erstelltes Mind-Map oder eine Excel-Tabelle benutzt werden. Veröffentlicht wird sie auf dem zentralen Server oder im Intranet der Organisation.

72 Vgl. ZINNEN 2006 S. 51; siehe auch Abbildung 2.

73 Vgl. ZINNEN 2006 S. 51.

74 Vgl. LEHNER/SEIDEL 2000, S. 12 f.

75 Vgl. ebd.

76 Vgl. ebd.

77 Vgl. REINMANN-ROTMEIER 2001, S. 94.

78 Vgl. NORTH 1999, S. 32 f.

79 Dabei geht es vor allem darum, die Intensität der Wiederverwendung von bereits geschaffe- nem unternehmensinternem Wissen zu erhöhen. Dadurch soll vermieden werden, dass mehr- fach mit großem Aufwand das gleiche Wissen entwickelt wird.

Ende der Leseprobe aus 231 Seiten

Details

Titel
Wissensmanagement in modernen Organisationen
Untertitel
Wissensmanagement als Instrument der Strukturierung von Rahmenbedingungen für die Formalisierung von kontinuierlichen und systematischen Lernprozessen in Arbeitsorganisationen
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Sozialarbeit und Erwachsenenbildung)
Note
sehr gut (1)
Autor
Jahr
2009
Seiten
231
Katalognummer
V144030
ISBN (eBook)
9783640538997
ISBN (Buch)
9783640538591
Dateigröße
2522 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wissensmanagement, Wissen, Lernende Organisation, Wissensaneignung, Wissensvermittlung, Lernarrangement, Pädagogische Kommunikation, Pädagogisches Handeln, Wissensgesellschaft, betriebliche Erwachsenenbildung, Umgang mit Wissen, Wissenserwerb, Arbeitsorganisation
Arbeit zitieren
Edyta E. Borys (Autor), 2009, Wissensmanagement in modernen Organisationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144030

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