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Chancengleichheit innerhalb der Schulausbildung im Hinblick auf die Kategorie Geschlecht

Titel: Chancengleichheit innerhalb der Schulausbildung im Hinblick auf die Kategorie Geschlecht

Hausarbeit , 2008 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christof Kaczmarkiewicz (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Zuge der Zunahme von Qualifikation und Wissen in unserer Gesellschaft kam es in der Vergangenheit häufiger zu angeregten Diskussionen über deren Erreichbarkeit und Verteilung auf Personen verschiedener Kategorien innerhalb der Gesellschaft.
Formaler Startpunkt nahezu jeder Bildungskarriere ist die Schule, welche Kenntnisse vermittelt und Abschlüsse vergibt, die dann zumeist wegweisend für den weiteren gesellschaftlichen und bildungstechnischen Werdegang einer Person sind. Auf
Grundlage dieser Schlüsselfunktion der Schule soll ihr auch in dieser Arbeit das Hauptinteresse gelten. Durch einen Artikel von Allan Guggenbühl in der NZZ (Neue Züricher Zeitung) wurde der Autor im Speziellen auf die Kategorie Geschlecht aufmerksam.
In seinem Artikel 'Böse Buben' sieht Allan Guggenbühl eine deutliche Benachteiligung der männlichen Schülerschaft gegenüber der weiblichen als gegeben an (vgl. Guggenbühl; August; 2001; „Böse Buben“- NZZ-Folio). Diese Position formuliertder Autor in der Hypothese:
Für weibliche Schüler ist es in deutschen Schulen wahrscheinlicher einen höherwertigen Abschluss zu erreichen, als für männliche.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Schulsystem

2.1 Schule und Koedukation

2.2 Welche Aufträge hat die Schule?

3 Empirie

3.1 Beschaffenheit der Schulen und ihres Personals

3.2 Ursachen

3.3 Möglichkeiten

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hypothese einer systematischen Benachteiligung männlicher Schüler in deutschen Schulen im Hinblick auf den Erwerb höherwertiger Bildungsabschlüsse. Ziel der Arbeit ist es, auf Basis empirischer Daten die aktuelle Diskrepanz zwischen den Geschlechtern zu beleuchten, Ursachen für dieses Ungleichgewicht zu identifizieren und mögliche pädagogische Lösungsansätze zu diskutieren.

  • Analyse der geschlechtsspezifischen Verteilung von Bildungsabschlüssen
  • Untersuchung der Auswirkungen der Lehrerinnen-Dominanz im Grundschulbereich
  • Diskussion des Konzepts der Koedukation und deren Einfluss auf Lernverhalten
  • Reflektion über soziokulturelle Erwartungen und das traditionelle Männerbild
  • Evaluation von Ansätzen zur Förderung der Chancengleichheit

Auszug aus dem Buch

3.2 Ursachen

Bei der Frage nach den Ursachen für eine solche Entwicklung gibt es eine ganze Reihe von Erklärungsansätzen, hier sollen nur einige ausgewählte Erwähnung finden, da sie aus Sicht des Autors einen guten Überblick über das Themenfeld bieten. Der erste Ansatz wird uns von Guggenbühl geliefert. Dieser sieht eines der Kernprobleme darin, dass sich männliche Schüler anders in die Schulsituation einfügen und auch ein anderes Denken als die weiblichen Schüler haben. Die Sozialisation läuft also auch gänzlich verschieden ab, die weiblichen Schüler können nach Guggenbühl „stundenlang über das Wer-was-mit-wem-hat reden“(Guggenbühl; 2001; S.1), während sich die männlichen Schüler „mehr auf motorische Aktivität“(ebd.) erpicht seien. Weibliche Schüler seien also kommunikativer und „nähern sich einer Person oder einer Gruppe über das Gespräch“(ebd.), männliche Schüler hingegen „über gemeinsame Aktivitäten, Provokationen und Auseinandersetzungen“(ebd.).

Das Verhalten der männlichen Schüler führe dann dazu, dass sie „in allen schulischen Problemsituationen dominieren“(ebd.). Die durchschnittlich besseren Leistungen der weiblichen Schüler seien aber auch dem Umstand geschuldet, dass „Mädchen über eine differenziertere sprachliche Ausdrucksfähigkeit, höhere schriftliche Kompetenz… eine überlegene rezeptive Intelligenz“(ebd.) verfügen und das sie „aufmerksamer“(ebd.) sind. So lassen männliche Schüler „den Unterricht über sich ergehen, während Mädchen aufstrecken und den Kontakt mit der Lehrperson suchen“(ebd.). Laut Guggenbühl „haben sich [Anmerkung Autor: die Schulen] schleichend zu einem Biotop entwickelt, das den Bedürfnissen der Knaben kaum mehr gerecht wird“(ebd.) zusätzlich werde diese „Feminisierung der Pädagogik durch die Dominanz des weiblichen Lehrpersonals“(ebd.) verstärkt. Da nach Guggenbühl „Der persönliche Eindruck der Lehrkraft und die Leistungen im Schulalltag… die Basis einer Schulkarriere“(ebd.) bilden ist dies also ein sehr interessanter Ansatz.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der geschlechtsspezifischen Bildungsdiskrepanz ein und formuliert die Hypothese, dass Jungen gegenüber Mädchen beim Erreichen höherwertiger Abschlüsse benachteiligt sind.

2 Das Schulsystem: Dieses Kapitel erläutert den gesetzlichen Auftrag der Schule sowie die historische Entwicklung und die verschiedenen Phasen der Koedukation in Deutschland.

3 Empirie: Hier wird die personelle Zusammensetzung der Lehrerschaft sowie die statistische Verteilung von Schulabschlüssen und Wiederholerquoten untersucht und in Bezug auf geschlechtsspezifische Ursachen analysiert.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Eingangshypothese und diskutiert bildungspolitische sowie schulpraktische Maßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit.

Schlüsselwörter

Chancengleichheit, Schulausbildung, Kategorie Geschlecht, Koedukation, männliche Schüler, weibliche Schüler, Bildungsabschluss, Sozialisation, Lehrerinnen-Dominanz, Schulerfolg, Gender-Problematik, pädagogische Ansätze, Lehrpersonal, Genderreport, Notenvergabe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob es in deutschen Schulen eine systematische Benachteiligung männlicher Schüler gegenüber weiblichen Schülern bei der Erlangung qualifizierter Bildungsabschlüsse gibt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Analyse des aktuellen Bildungssystems, der Einfluss der geschlechtsspezifischen Zusammensetzung des Lehrkörpers sowie die soziokulturellen Ursachen für unterschiedliche Schulleistungen von Jungen und Mädchen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Hypothese einer männlichen Benachteiligung zu überprüfen, die Ursachen zu benennen und auf Basis theoretischer und empirischer Ansätze Möglichkeiten für einen geschlechtergerechten Unterricht aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung empirischer Daten, insbesondere des Gender-Datenreports und statistischer Erhebungen des Statistischen Bundesamtes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der schulischen Rahmenbedingungen, die empirische Analyse von Bildungsstatistiken und eine intensive Ursachenforschung, die unter anderem Verhaltensmuster und das soziale Umfeld betrachtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt?

Wichtige Begriffe sind Chancengleichheit, Koedukation, Bildungsabschluss, Feminisierung der Pädagogik, Notenvergabe und geschlechtergerechter Unterricht.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der Lehrerschaft?

Der Autor konstatiert eine deutliche Überpräsenz weiblicher Lehrkräfte und diskutiert, inwiefern dies zu einer bewussten oder unbewussten Benachteiligung von Jungen führt.

Was bedeutet der "Dreisatz" im Kontext der Lösungsansätze?

Es handelt sich um das Modell „Dramatisierung-Reflektion-Entdramatisierung“, das helfen soll, Geschlechterunterschiede zunächst zu erkennen, zu hinterfragen und anschließend konstruktiv aufzulösen, ohne neue Stereotypen zu zementieren.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Chancengleichheit innerhalb der Schulausbildung im Hinblick auf die Kategorie Geschlecht
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
1,0
Autor
Christof Kaczmarkiewicz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
16
Katalognummer
V144085
ISBN (eBook)
9783640526383
ISBN (Buch)
9783640525935
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildung Frauen Männer Gleichberechtigung Schule Geschlechtergerechtigkeit Chancengleichheit Hausarbeit Bildungszugang
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christof Kaczmarkiewicz (Autor:in), 2008, Chancengleichheit innerhalb der Schulausbildung im Hinblick auf die Kategorie Geschlecht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144085
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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