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Körpersprache und Gesten verstehen. Die Bedeutung der nonverbalen Kommunikation und ein interkultureller Vergleich

Ein GRIN-Sammelband

Titel: Körpersprache und Gesten verstehen. Die Bedeutung der nonverbalen Kommunikation und ein interkultureller Vergleich

Sammelband , 2024 , 78 Seiten

Autor:in: GRIN Verlag (Hrsg.) (Herausgeber:in), Marcel Kling (Autor:in), Franziska Kreisel (Autor:in), Laura Volkmann (Autor:in), Michelle Spilling (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Interpersonale Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieser Sammelband enthält vier Hausarbeiten.

Der erste Text befasst sich mit der Bedeutung von Gesten. Zu welchem Grad sind Gesten ein verkörperlichter, räumlicher Ausdruck kognitiver Repräsentationen? Hierzu werden Studien berichtet, die sich mit der Gestenproduktion in Bezug auf zeitliche Konzepte, Valenzen und affektive Präferenzen beschäftigen. Außerdem wird die Frage diskutiert, inwiefern sich Gesten darauf auswirken, wie Beobachter einen Sprecher wahrnehmen. Damit wird der kommunikativen Bedeutung, die Gesten zukommt, Rechnung getragen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Untersuchungen zum Einfluss der Händigkeit auf Gestenproduktion und Präferenzurteile, um zu zeigen, wie die individuelle Gestenproduktion von der Körperstruktur abhängt.

Ziel der zweiten Arbeit ist es, speziell auf die Kommunikation von Kindern einzugehen, da sich Körpersprache bereits im Kindesalter entwickelt und dadurch der Grundstein für spätere Kommunikation gelegt wird. Des Weiteren geht es darum, wie Körpersprache in der Schule eingesetzt werden kann. Wo, wann und wie äußert sich Körpersprache im Unterricht? Kann sie verfeinert werden und wenn ja, welche Möglichkeiten gibt es hierfür?

Was sind die Merkmale einer guten Präsentation? Für das Gelingen eines Vortrags spielen viele Faktoren eine Rolle. Die Aufbereitung und Beherrschung des Themas sind wichtig. Ebenso muss der Umgang mit den Medien, die zum Einsatz kommen, beherrscht werden. Das größte Hindernis ist jedoch nicht selten und ganz natürlich man selbst. Wohin mit den Händen? Wie stehe ich am besten? Wen schaue ich an? Mit diesen und noch viel mehr Fragen sehen sich Referenten konfrontiert. Deshalb ist es von enormer Bedeutung, sich seiner Körpersprache bewusst zu sein. Die dritte Arbeit geht der Frage nach, welche Anforderungen dabei an Schüler und Lehrkräfte im Unterricht gestellt werden.

Missverständnisse sind als Fremder in einer anderen Kultur fast unvermeidbar. Ein Handzeichen kann in Ländern wie China, in welchem andere Sitten und Normen gelten als in Deutschland, schnell zum alltäglichen Problem werden. Im ersten Teil der vierten Arbeit beschäftigt sich die Autorin mit der grundlegenden Frage, was Kommunikation überhaupt ist. Des Weiteren befasst sie sich mit dem Thema der nonverbalen Kommunikation, ehe sie im letzten Teil der Arbeit einige ausgewählte nichtsprachliche Mittel der Kommunikation zwischen Deutschland und China vergleicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Gesten, kognitive Repräsentationen und Sprache. Wenn der Körper ein Wörtchen mitzureden hat

Warum sind Gesten wichtig?

Die räumliche Metapher von Zeit

Temporale Gesten und der mentale Zeitstrahl

Wieso benutzen wir laterale Gesten?

Räumliche Valenzmetaphern und Annäherung vs. Vermeidung

Die körperspezifische Hypothese

Links ist schlecht und rechts ist gut?

Gestengebrauch in Links- und Rechtshändern

Wie Gesten unser Sprachverständnis beeinflussen

Zusammenfassung und Ausblick

Die nonverbale Welt der Kinder. Körpersprache als Kommunikationsinstrument

1. Einleitung

2. Körpersprache theoretisch betrachtet

2.1 Nonverbales Kommunikationsmodell

2.2 Die Kommunikationsformen der Nonverbalen Kommunikation

3. Körpersprache praktisch betrachtet

3.1 Körpersprache bei Kindern

3.2 Nonverbale Kommunikation - von Anfang an

3.3 Körpersprache von Kindern

4. Körpersprache und Schule

4.1 Exemplarische Beispiele zum Thema Körpersprache im Unterricht

4.2 Möglicher Unterrichtsentwurf zum Thema Körpersprache entdecken

5. Schluss

Körpersprache als Kompetenz in der Schule. Anforderungen hinsichtlich Mimik, Gestik und Haltung während einer Präsentation

1. Einleitung

2. Die Frage nach einheitlichen Vorgaben

2.1 Die KMK-Bildungsstandards

2.2 Die Lehrpläne der Bundesländer

3. Merkmale einer guten Körpersprache

3.1 Blickkontakt, Mimik und Gestik

3.2 Haltung und Raum

4. Das Referat und die anschließende Aufarbeitung

4.1 Videoanalyse eines Vortrags

4.2 Bewertung und Feedback

5. Fazit

Probleme nonverbaler Kommunikation im kulturellen Vergleich. Andere Länder, andere Gesten oder: Wie ein Deutscher dabei versagt, in China ein Taxi zu rufen

1. Einleitung

2. Aktueller Forschungsstand

3. Menschliche Kommunikation

3.1 Was ist menschliche Kommunikation?

3.2 Axiome der Kommunikation nach Paul Watzlawick

4. Was ist nonverbale Kommunikation?

4,1 Mimik

4.2 Gestik

4.3. Körperhaltung

4.4 Abstand

4.5 Tonfall

5. Interkulturelle nonverbale Kommunikation im Vergleich

5.1 Was ist Kultur?

5.2 Ein Deutscher in China - wie einige deutsche Gesten am anderen Ende der Welt missverstanden werden

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Forschungsthemen

Die vorliegende Sammlung wissenschaftlicher Beiträge untersucht die vielschichtige Bedeutung nonverbaler Kommunikation in verschiedenen Kontexten, angefangen bei kognitiven Repräsentationen durch Gestik, über die Entwicklung kindlicher Körpersprache bis hin zu interkulturellen Missverständnissen und Anforderungen an professionelles Präsentieren in der Schule.

  • Bedeutung von Gestik für Spracherwerb und kognitive Prozesse
  • Entwicklung nonverbaler Kommunikation im Kindes- und Jugendalter
  • Anforderungen an Mimik, Gestik und Haltung bei schulischen Präsentationen
  • Einfluss der individuellen Körperstruktur auf Kognition und Gestengebrauch
  • Interkulturelle Differenzen in der nonverbalen Kommunikation zwischen Deutschland und China

Auszug aus dem Buch

Warum sind Gesten wichtig?

Noch bevor Kinder ihr erstes identifizierbares Wort sprechen, setzen sie Gesten ein, um mit ihrer Umwelt zu kommunizieren (Behne, Liszkowski, Carpenter & Tomasello, 2012). Um auf ein Objekt zu referenzieren, wird die sogenannte Zeigegeste ausgeführt, insbesondere ist diese im Wechsel mit dem Blickkontakt zu einer signifikanten anderen Person, z.B. einem Elternteil, zu beobachten. Die Zeigegeste ist eine speziell menschliche Bewegung, die es erlaubt, etwas Interessantes oder Bedeutungsvolles ins visuelle Zentrum einer anderen Person zu rücken.

Behne et al. (2012) konnten im Rahmen einer Studie mit 29 Kindern im Alter von 12 Monaten zeigen, dass die Probanden der Zeigegeste eines Erwachsenen bei einer Such-Aufgabe zum einen folgen, um das versteckte Objekt zu finden, zum anderen aber auch selbst die Geste produzieren, um einer anderen Person beim Suchen zu helfen. Die Autoren gehen deshalb davon aus, dass Kinder dieses Alters bereits in der Lage sind, die kommunikative Funktion der Zeigegeste zu verstehen und für sich zu nutzen. Die wichtige Rolle, die Gesten für Kommunikation und Spracherwerb spielen, konnte auch in einer anderen Untersuchung bestätigt werden. Rowe und Goldin-Meadow (2009) analysierten die Gestenproduktion von Kindern im Alter von 14 Monaten aus Elternhäusern mit hohem oder niedrigem sozioökonomischem Status (SES). Kinder und Eltern mit höherem SES produzierten mehr Gesten unterschiedlichen Typs als Familien mit niedrigerem SES. Des Weiteren wurde der Wortschatz im Alter von 54 Monaten erhoben, wobei ein positiver Zusammenhang festgestellt wurde zwischen dem SES und dem späteren Wortschatz, mediiert durch die Gestenproduktion der Kinder im Alter von 14 Monaten.

Zusammenfassung der Kapitel

Gesten, kognitive Repräsentationen und Sprache. Wenn der Körper ein Wörtchen mitzureden hat: Untersucht den Zusammenhang zwischen Gestik, räumlichen Metaphern (insbesondere Zeitkonzepten) und kognitiven Prozessen sowie den Einfluss der Händigkeit auf Präferenzentscheidungen.

Die nonverbale Welt der Kinder. Körpersprache als Kommunikationsinstrument: Beleuchtet die Entwicklung der Körpersprache vom Säuglings- bis zum Vorschulalter und diskutiert didaktische Methoden, um Körpersprache im Unterricht als Ausdrucksmittel und zur Förderung des Sozialverhaltens zu nutzen.

Körpersprache als Kompetenz in der Schule. Anforderungen hinsichtlich Mimik, Gestik und Haltung während einer Präsentation: Analysiert Anforderungen an Schüler bei Präsentationen, beleuchtet Bewertungskriterien in Lehrplänen und diskutiert Ansätze zur objektiven Leistungsbeurteilung durch Feedback und Videoanalysen.

Probleme nonverbaler Kommunikation im kulturellen Vergleich. Andere Länder, andere Gesten oder: Wie ein Deutscher dabei versagt, in China ein Taxi zu rufen: Erörtert theoretische Grundlagen menschlicher Kommunikation nach Watzlawick und vergleicht interkulturelle Unterschiede in Körpersprache und Gestik, speziell am Beispiel zwischen Deutschland und China.

Schlüsselwörter

Körpersprache, Nonverbale Kommunikation, Gestik, Mimik, Interkulturelle Kommunikation, Schulpädagogik, Präsentationskompetenz, Kognitive Repräsentation, Händigkeit, Mentaler Zeitstrahl, Sprechen vor anderen, Kommunikationstheorie, Pädagogik, Feedback, Verhaltensanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung nonverbaler Signale – wie Gestik, Mimik und Körperhaltung – in verschiedenen Lebensbereichen, von der frühkindlichen Entwicklung über das schulische Präsentieren bis hin zu interkulturellen Austauschsituationen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der kognitiven Fundierung von Gesten, der Bedeutung nonverbaler Kommunikation für Kinder und Lehrkräfte sowie den Fallstricken interkultureller Kommunikation bei kulturell unterschiedlich kodierten Körpersignalen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie wesentlich nonverbale Kommunikation für menschlichen Kontakt ist, wie sie erlernt und eingesetzt wird und warum ein bewusster Umgang damit – insbesondere in Bildung und interkulturellem Austausch – unverzichtbar ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung und Synthese psychologischer und pädagogischer Studien sowie linguistischer Kommunikationstheorien (z.B. von Watzlawick). Ergänzend finden Transkript- und Videoanalysen zur Untersuchung von Präsentationskompetenzen statt.

Was wird im Hauptteil der verschiedenen Beiträge behandelt?

Die Beiträge untersuchen individuell, ob Gesten körperliche Abbilder kognitiver Repräsentationen sind, vergleichen Anforderungen an Schülerpräsentationen anhand von Lehrplänen und analysieren konkrete interkulturelle Missverständnisse zwischen Deutschland und China.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Körpersprache, nonverbale Kommunikation, Gestik, interkulturelles Missverständnis, Präsentationskompetenz und Embodiment-Effekte.

Ist Körpersprache im kulturellen Kontext universell?

Nein. Eine Geste, die in einer Kultur als positiv oder gar als Standard gilt, kann in einer anderen Kultur missverstanden werden, beleidigend wirken oder vollkommen andere Bedeutungen haben, wie etwa bei der Darstellung von Zahlen oder dem Winken in China gegenüber Deutschland.

Wie können Schüler ihre Körpersprache bei Präsentationen verbessern?

Durch die Bewusstmachung des eigenen Körperverhaltens, Feedback durch die Lehrkraft, Videoanalysen des eigenen Vortrags und die Nutzung strukturierter Beobachtungsbögen, die dabei helfen, Fehlerquellen wie das Verstecken hinter Notizen oder mangelnden Blickkontakt zu identifizieren.

Ende der Leseprobe aus 78 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Körpersprache und Gesten verstehen. Die Bedeutung der nonverbalen Kommunikation und ein interkultureller Vergleich
Untertitel
Ein GRIN-Sammelband
Autoren
GRIN Verlag (Hrsg.) (Herausgeber:in), Marcel Kling (Autor:in), Franziska Kreisel (Autor:in), Laura Volkmann (Autor:in), Michelle Spilling (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
78
Katalognummer
V1440949
ISBN (eBook)
9783346997401
ISBN (Buch)
9783346997418
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesten Mentaler Zeitstrahl Räumliche Metaphern Annäherung & Vermeidung Sprachverständnis welt kinde körpersprache kommunikationsinstrument kompetenz schule anforderungen mimik gestik haltung präsentation Interkulturelle nonverbale Kommunikation Nonverbale Kommunikation Interkulturelle Kommunikation Mimik und Gestik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
GRIN Verlag (Hrsg.) (Herausgeber:in), Marcel Kling (Autor:in), Franziska Kreisel (Autor:in), Laura Volkmann (Autor:in), Michelle Spilling (Autor:in), 2024, Körpersprache und Gesten verstehen. Die Bedeutung der nonverbalen Kommunikation und ein interkultureller Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1440949
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  78  Seiten
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