Die Erstellung der Diplomarbeit erfolgte in Zusammenarbeit mit der Firma DS Druck-Strom GmbH Leipzig. Ziel der Arbeit ist es, eine Optimierung der bestehenden Prozessabläufe zu entwickeln unter Einbeziehung eines system- und plattformübergreifenden PDF-Workflows. PDF entwickelt sich zu einem bedeutenden Format nicht nur für die Druckvorstufe. Deshalb besteht für mittelständische Firmen, die mit Datenformaten und Datenaustausch sowie großem Datenumfang im Druckvorstufenbereich arbeiten, neben der Einführung eines geschlossenen PDF-basierenden Workflows alternativ mit denen auf dem Software-Markt angebotenen Anwendungen die Möglichkeit, das Format in bestehende Prozesse zu integrieren und diese damit zu optimieren. Kein Unternehmen der grafischen Branche sollte darauf verzichten, sich mit dem plattform- und systemunabhängigen Datenaustauschformat PDF zu befassen, das sich bei korrektem Umgang durchaus für die Erzeugung und Produktion von Druckprodukten eignet. Andererseits lassen sich mit PDF nicht alle Probleme lösen, da mit dem Format einige wichtige Funktionen nicht realisiert werden können bzw. nur durch teuere Software oder über Umwege.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Ziel der Arbeit und Vorgehensweise
1.2 Thesen und Fragestellungen
1.3 Allgemeine Informationen über die DS Druck-Strom GmbH
1.3.1 Gründung und Entwicklung
1.3.2 Leistungen und Produkte
1.3.3 Kundenkreis
2. Bestandsaufnahme
2.1 Datenerstellung
2.1.1 Eingabe
2.1.1.1 Personal Computer
2.1.1.2 Scanner
2.1.2 Basiselemente
2.1.2.1 Text und Fonts
2.1.2.2 Vektorgrafik
2.1.2.3 Pixelbilder
2.1.2.4 Auflösung
2.1.2.5 Farbe
2.1.3 Layout
2.2 Datenlieferung, -kontrolle und –aufbereitung
2.2.1 Auftragstasche
2.2.2 Datenlieferung
2.2.2.1 Speichermedien
2.2.2.2 Datentransfer
2.2.2.3 Netzwerk
2.2.3 Dateneingangskontrolle
2.2.3.1 Probleme und deren Ursache
2.2.4 Korrekturen
2.2.5 Überfüllung
2.2.6 Separation
2.2.7 Color-Management
2.2.8 Bogenmontage
2.2.9 Druckfreigabe
2.3 Datenausgabe und Druckformherstellung
2.3.1 Datenformate
2.3.1.1 Native Daten
2.3.1.2 System- und plattformunabhängige Formate
2.3.2 Ausgabemöglichkeiten und Ausgabegeräte
2.3.2.1 Drucker
2.3.2.2 Datenausgabe für die interne Weiterverwendung
2.3.2.3 Datenausgabe für die externe Weiterverwendung
2.3.2.4 Kontrolle der eingehenden Filme und Druckplatten
2.3.2.5 Plattenbelichtung
2.3.3 Proof
2.3.4 Raster Image Processor (RIP)
2.3.5 Druckformherstellung
2.3.5.1 Computer to film (CtF)
2.3.5.2 Computer to plate (CtP)
2.3.5.3 Computer to Press
2.3.6 Datenarchivierung
2.4 Druck
2.4.1 Konventioneller Bogenoffsetdruck
2.4.2 Digitaler Offsetdruck
2.5 Weiterverarbeitung
2.6 Das Format PDF in der Druckvorstufe
2.7 Weitere Komponenten
2.7.1 Kalkulation
2.7.2 Mitarbeiter
3. Grundlagen der Datenerstellung
3.1 Eingabe
3.1.1 Personal Computer
3.1.2 Scanner
3.1.3 Digitalkamera
3.1.4 Tastatur
3.2 Basiselemente und deren Anwendung
3.2.1 Text
3.2.2 Fonts
3.2.2.1 Einteilung der Fonts
3.2.2.2 Darstellung von Type-1-Fonts
3.2.2.3 Software zur Schriftverwaltung
3.2.3 Vektorgrafik
3.2.4 Pixelbilder und -grafiken
3.2.5 Auflösung
3.2.6 Farbe
3.2.6.1 Kurze Farbtheorie
3.2.6.2 Farbraum
3.2.6.3 Praxis
3.3 Layout
3.3.1 Layoutprogramme
3.4 Fehlervermeidung bei der Datenerstellung
3.4.1 Fehlerursachen und Lösung
3.4.1.1 Probleme
3.4.1.2 Lösungsvorschläge
4. Soll-Analyse eines Druckvorstufen-Workflows für den Offsetdruck
4.1 Datenkontrolle und -aufbereitung
4.1.1 Dateneingangskontrolle
4.1.1.1 Datenübernahmeformular und Übergabe eigener Parameter
4.1.1.2 Preflight
4.1.1.3 Preflight-Software
4.1.1.4 Automatisierte Dateneingangskontrolle
4.1.1.5 Software zur Preflight Automatisierung
4.1.1.6 Fazit
4.1.2 Separation
4.1.2.1 Vorsepariert
4.1.2.2 Composite und In-RIP-Separation
4.1.2.3 Software für die Ausgabe von separierten und Composite-Daten
4.1.3 Überfüllung
4.1.3.1 Funktionsweise
4.1.3.2 Vektor- und pixelorientiertes Überfüllen
4.1.3.3 In-RIP-Trapping
4.1.3.4 Software
4.1.4 Color Management
4.1.4.1 Funktionsweise
4.1.4.2 Color Management Software
4.1.4.3 Farbmanagement und Proof
4.1.5 Bogenmontage
4.1.5.1 Ausschießprogramme
4.1.5.2 Software
4.1.6 Zusammenfassung und Empfehlung
4.2 Von der Datenausgabe bis zur Druckformherstellung
4.2.1 Datenformate
4.2.1.1 Native Formate
4.2.1.2 Austauschformate
4.2.1.3 PostScript
4.2.1.4 PDF
4.2.2 Digitaler Datenfluss
4.2.2.1 Netzwerk-Technik
4.2.2.2 Windows und Macintosh in einem Netzwerk
4.2.2.3 Open Prepress Interface
4.2.2.4 Datentransfer
4.2.3 Proof
4.2.3.1 Proof-Varianten
4.2.3.2 Proof-Systeme
4.2.3.3 Remote Proof
4.2.4. Raster Image Processor (RIP)
4.2.4.1 RIP-Vorgang
4.2.4.2 PostScript-Level und Unterstützung
4.2.4.3 Abbruch durch PostScript-Fehler
4.2.4.4 RIP-Konzepte
4.2.4.5 RIP-Arten
4.2.5 Ausgabemöglichkeiten und Ausgabegeräte
4.2.5.1 Proofdrucker
4.2.5.2 Computer to Film (CtF)
4.2.5.3 Computer to Plate (CtP)
4.2.5.4 Computer to Press / Direct Imaging
4.2.6 Datenarchivierung
4.2.7 Empfehlungen
4.3 Der Druckprozess aus Sicht der Druckvorstufe
4.3.1 Konventioneller Offsetdruck
4.3.2 Offsetdruck mit Direct-Imaging-Technologie
4.3.3 Non Impact Printing
4.3.4 Verknüpfung der Produktionsstufen
4.4 Weiterverarbeitung aus Sicht der Druckvorstufe
4.5 Sonstige Komponenten
4.5.1 Kalkulation
4.5.2 Mitarbeiter
5. Workflow-Management in der Druckvorstufe
5.1 Entwicklung des Workflows und der Digitalisierung in der Druckvorstufe
5.1.1 Digitalisierungsprozess in der Druckvorstufe
5.1.2 Workflow und Automatisierungsgrad
5.2 Workflow-Arten
5.2.1 Individueller Workflow
5.2.1.1 PostScript-Workflow
5.2.1.2 PDF-Workflow
5.2.2 Geschlossener Workflow
5.3 Faktoren des Workflow-Management
5.3.1 Aufgaben des Workflow-Management
5.3.2 Anforderungen an das Workflow-Management
5.3.3 Vorteile des Workflow-Management
5.4 Die vernetzte Druckerei - (k)eine Zukunftsvision
5.4.1 Job Tickets
5.4.1.1 Portable Job Ticket Format (PJTF)
5.4.1.2 CIP3 und das Print Production Format (PPF)
5.4.1.3 CIP4 und das Job Definition Format (JDF)
6. Das Portable Document Format in der Druckvorstufe
6.1 Grundlagen
6.1.1 Einsatzgebiete
6.1.2 Unterschiede von PostScript und PDF
6.1.3 Die Komponenten von Adobe Acrobat
6.1.4 Vorteile von PDF
6.1.5 Nachteile von PDF
6.1.6 Entwicklung von PDF
6.1.7 Zukunft von PDF
6.2 Der Umgang mit PDF in der Druckvorstufe
6.2.1 Erzeugung von HighEnd-PDF
6.2.1.1 Erst PostScript – dann PDF
6.2.1.2 Joboptions
6.2.1.3 Erzeugung aus den Anwendungsprogrammen heraus
6.2.1.4 Weitere Möglichkeiten zum Erzeugen von HighEnd-PDF
6.2.2 Kontrollieren von PDF-Daten
6.2.2.1 Visuelle Kontrolle
6.2.2.2 Preflight-Software
6.2.3 Editierung und Korrekturen
6.2.3.1 Last-Minute-Korrekturen
6.2.3.2 Korrektur-Werkzeuge
6.2.3.3 Korrektur-Software
6.2.4 Überfüllungen
6.2.4.1 Software
6.2.5 Bogenmontage
6.2.5.1 Ausschießprogramme
6.2.5.2 Software
6.2.6 Separation
6.2.6.1 Software
6.2.7 Ausgabe von PDF-Daten
6.2.8 Archivierung
6.3 Ansätze zum standardisierten Umgang mit PDF in der Druckvorstufe
6.3.1 PDF-X
6.3.1.1 Entwicklung
6.3.1.2 PDF/X-Versionen 1, 1a und 2
6.3.1.3 PDF/X-3
6.3.2 Certified PDF von Enfocus
6.2 PDF-Workflow in der DRuckvorstufe
6.4.1 Software zum Automatisieren im offenen PDF-Workflow
6.4.1.1 pdfToolbox
6.4.1.2 MadeToPrint
6.4.1.3 AutoPilot für Acrobat
6.4.1.4 PitStop Server
6.4.1.5 CaslonFlow
6.4.2 Geschlossene PDF-Workflow-Systeme
6.4.2.1 Agfa Apogee
6.4.2.2 Brisque Extreme
6.4.2.3 Prinergy
6.4.2.4 Printready
7. Empfehlungen zur praktischen Einführung eines PDF-Workflows in die Druckvorstufe
7.1 Einführung neuer Software-Komponenten
7.1.1 Erzeugung von PDF
7.1.2 Preflight, Korrekturen und Editierung
7.1.2.1 Empfehlung
7.1.2.2 Offene Daten
7.1.2.3 Datenkontrolle
7.1.3 Bogenmontage
7.1.4 Farbseparation und Ausgabe
7.1.4.1 Anforderungen an die Separation und die Ausgabe
7.1.4.2 Empfehlung
7.1.4.3 Farbauszüge zusammenfügen
7.1.5 Automatisierung
7.1.6 Korrektur-Workflow
7.2 Ausgabekomponenten
7.2.1 RIP / Heidelberg Quickmaster DI 46
7.2.2 Externe Datenverwendung
7.3 Personal
7.4 Weitere Empfehlungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Diplomarbeit zielt auf die Optimierung der bestehenden Prozessabläufe in der Druckvorstufe der DS Druck-Strom GmbH ab, insbesondere durch die Entwicklung und Implementierung eines system- und plattformübergreifenden PDF-Workflows.
- Analyse der Ist-Situation bestehender Arbeitsprozesse in der Druckvorstufe
- Gegenüberstellung eines idealen Soll-Workflows unter Berücksichtigung moderner Methoden
- Theoretische Untersuchung von PDF-basierten Workflow-Komponenten
- Empfehlungen zur praktischen Einführung von PDF-Prozessen
- Kritische Reflektion der Möglichkeiten und Grenzen des PDF-Formats
Auszug aus dem Buch
3.1 Eingabe
Die Digitalisierung einer Seite wird hauptsächlich über Eingabegeräte wie Personal Computer (PCs), Scanner und Digitalkameras realisiert. Analoge Informationen, wie Manuskripte oder Fotografien, werden durch Eingabe und Abtastung in digitale Informationen gewandelt, damit sie zusammenhängend an einem PC-Arbeitsplatz bearbeitet und für die digitale Bogenmontage vorbereitet werden können.
In den 80er Jahren entstand mit der Entwicklung grafikfähiger Personal Computer (z.B. Apple Macintosh), professioneller Layout-, Grafik- und Bildbearbeitungssoftware, der Seitenbeschreibungssprache PostScript und hochauflösender Laserbelichter mit Raster-Image-Prozessoren (RIPs) das Desktop Publishing (DTP) und wurde „zu einer ernstzunehmenden Alternative in der professionellen Druckvorstufe“, „setzte sich [...] zu Beginn der 90er Jahre fast schlagartig durch und hat heute die spezialisierten Satz- und Bildbearbeitungssysteme sowie die fotomechanische Reproduktion fast völlig verdrängt.“ Computer haben sich zum digitalen Handwerkszeug eines Mitarbeiters der Druckvorstufe entwickelt und sind nicht mehr aus dem Arbeitsprozess wegzudenken.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Dieses Kapitel stellt das Ziel der Arbeit dar, die Optimierung der Prozessabläufe in der Druckvorstufe der DS Druck-Strom GmbH durch die Einführung eines PDF-Workflows.
2. Bestandsaufnahme: Hier erfolgt eine detaillierte Ist-Analyse der bestehenden Technik, Software und Arbeitsabläufe in der Druckvorstufe.
3. Grundlagen der Datenerstellung: Die technischen Grundlagen zur Digitalisierung von Text, Bild und Grafik werden erläutert, um die Qualitätssicherung bereits im Vorfeld der Produktion zu ermöglichen.
4. Soll-Analyse eines Druckvorstufen-Workflows für den Offsetdruck: Dieses Kapitel beschreibt moderne Druckvorstufenabläufe, inklusive Datenkontrolle, Preflight, Farbmanagement und Ausgabe, und leitet daraus Verbesserungsvorschläge ab.
5. Workflow-Management in der Druckvorstufe: Hier werden die theoretischen Aspekte des Workflow-Managements sowie verschiedene Automatisierungskonzepte und die Rolle von Jobtickets und Standards wie CIP4/JDF behandelt.
6. Das Portable Document Format in der Druckvorstufe: Die tiefgehende Betrachtung des PDF-Formats, seiner Vorteile, Herausforderungen und der Werkzeuge zu seiner Erzeugung, Kontrolle und Korrektur bildet den Schwerpunkt dieses Kapitels.
7. Empfehlungen zur praktischen Einführung eines PDF-Workflows in die Druckvorstufe: Zusammenfassende praktische Handlungsempfehlungen für die schrittweise Einführung von Software-Komponenten, die Automatisierung und die Personalschulung.
Schlüsselwörter
Druckvorstufe, PDF-Workflow, Offsetdruck, Datenkontrolle, Preflight, Farbmanagement, Digitalisierung, Workflow-Management, PostScript, Raster Image Processor, Bogenmontage, Computer to Plate, Automatisierung, Druckerei, Datenarchivierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Optimierung der Prozessabläufe in der Druckvorstufe einer mittelständischen Druckerei durch die Einführung und den standardisierten Umgang mit einem PDF-basierten Workflow.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Ist-Analyse der Druckvorstufenprozesse, die Grundlagen der digitalen Datenerstellung, das Workflow-Management, der praktische Einsatz des Portable Document Formats (PDF) und die Automatisierung der Produktion.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, ein Konzept für einen effizienten, system- und plattformübergreifenden PDF-Workflow zu entwickeln, der die bestehenden Arbeitstechniken der DS Druck-Strom GmbH verbessert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit verwendet eine IST-Soll-Analyse, bei der der derzeitige Stand der Technik und die Arbeitsabläufe untersucht und mit modernen, digitalen Anforderungen verglichen werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Grundlagen, die Soll-Konzeption moderner Workflows, das Management dieser Workflows und eine umfassende Untersuchung der Werkzeuge für PDF-Erzeugung, -kontrolle und -korrektur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Druckvorstufe, PDF-Workflow, Preflight, Farbmanagement, Automatisierung und Raster Image Processor (RIP).
Welche Bedeutung hat das PDF/X-Format für die Arbeit?
PDF/X dient als ISO-standardisierte Teilmenge des PDF-Formats, welche die Einhaltung spezifischer Regeln für eine fehlerfreie Druckausgabe sicherstellt und somit für einen standardisierten Workflow essenziell ist.
Warum ist der Einsatz von Preflight-Software entscheidend?
Da in modernen Workflows die klassische Filmbelichtung entfällt, ist eine automatisierte und objektive Kontrolle der Daten direkt bei der Annahme notwendig, um kostspielige Fehler vor der Plattenbelichtung zu vermeiden.
- Quote paper
- Anita Naumann (Author), 2002, Optimierung der Druckvorstufe einer mittelständischen Druckerei und Einführung eines PDF-Workflows, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14419