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Bewertung ästhetischer Präferenzen und ökonomische Quantifizierung in der Verkehrsinfrastruktur. Die Waldschlösschenbrücke

Title: Bewertung ästhetischer Präferenzen und ökonomische Quantifizierung in der Verkehrsinfrastruktur. Die Waldschlösschenbrücke

Diploma Thesis , 2010 , 116 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Mario Stirl (Author)

Economy - Transport Economics
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Ausarbeitung beschäftigt sich mit verkehrsästhetischen Aspekten. Um diese wirtschaftlich erfassen zu können, erfolgt eine empirische Untersuchung am Beispiel der Dresdner Waldschlösschenbrücke. Im Speziellen handelt es sich um drei verschiedene Brückenentwürfe, wobei zusätzlich eine Tunnellösung und Nullvariante Berücksichtigung finden. Dafür werden unter anderem die Zahlungsbereitschaften, Kompensationsforderungen sowie die bevorzugte Alternative mittels einer Umfrage erfasst und ausgewertet. Neben grundlegender statistischer Auswertungen kommt ein multinomiales Logit-Modell zur Anwendung, um mögliche Einflüsse auf die Wahlentscheidung erklären zu können. Damit wird sich der grundsätzlichen Frage genähert, ob Bürger bereit sind für, schöne/ ästhetische Verkehrsinfrastruktur zu bezahlen bzw. ob sie unästhetische Verkehrsinfrastruktur gegen eine Kompensation "ertragen". In einem größeren Zusammenhang gedacht, stellt sich die Frage, ob Infrastrukturästhetik bei Kosten-Nutzen-Analysen als Größe Eingang finden kann und soll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINFÜHRUNG

1.1 MOTIVATION

1.2 AUFBAU DER ARBEIT

1.3 EINORDNUNG DES UNTERSUCHUNGSGEGENSTANDES

2 GRUNDLAGEN DER ÄSTHETIK

2.1 PHILOSOPHISCHES BEGRIFFSVERSTÄNDNIS

2.2 NEUROLOGISCHE ERKENNTNISSE

2.2.1 OBJEKTMERKMALE ALS INDIKATOREN FÜR SCHÖNHEIT

2.2.2 EXPERTEN VERSUS LAIEN

3 METHODEN DER PRÄFERENZMESSUNG

3.1 INDIREKTE VERFAHREN

3.1.1 BETRACHTUNG AUS WIRTSCHAFTLICHER PERSPEKTIVE

3.1.1.1 ANALYSE DER BEZIEHUNG ZWISCHEN PRIVATEN UND ÖFFENTLICHEN GÜTERN

3.1.1.2 AUFWANDMETHODE

3.1.1.3 MARKTPREISMETHODE (MPM)

3.1.1.4 WANDERUNGSANALYSE (TIEBOUT-HYPOTHESE)

3.1.2 BETRACHTUNG AUS POLITISCHER PERSPEKTIVE

3.1.2.1 MEDIANWÄHLERANSATZ (MWA)

3.1.2.2 ANALYSE VON VOLKSABSTIMMUNGEN

3.2 DIREKTE VERFAHREN

3.2.1 QUANTITATIVE PRÄFERENZÄUßERUNG

3.2.1.1 ERFASSUNG DER ZAHLUNGSBEREITSCHAFT UNTER KONTROLLIERTEN BEDINGUNGEN

3.2.1.2 FELDEXPERIMENTE ZUR ERFASSUNG DER ZAHLUNGSBEREITSCHAFT

3.2.1.3 MARKTSIMULATION FÜR ÖFFENTLICHE GÜTER

3.2.2 QUALITATIVE PRÄFERENZÄUßERUNG

3.2.2.1 INTERPRETATION VON MEINUNGSUMFRAGEN

3.2.2.2 SCHÄTZUNG INDIVIDUELLER WOHLFAHRTSFUNKTIONEN

4 THEORIE DES DISKRETEN WAHLMODELLS

4.1 FORMULIEREN DER GRUNDANNAHMEN

4.2 DAS MULTINOMIALE LOGIT-MODELL

4.2.1 GENERIEREN DER AUSWAHLWAHRSCHEINLICHKEIT

4.2.2 KRITISCHE BETRACHTUNG DER EIGENSCHAFTEN

4.2.3 PARAMETERSCHÄTZUNG

4.2.4 GÜTEKRITERIEN DER MODELLSCHÄTZUNG

5 EMPIRISCHE ANALYSE

5.1 DATENGEWINNUNG

5.1.1 VORÜBERLEGUNGEN

5.1.2 KONKRETE FRAGESTELLUNG UND WAHLENTSCHEIDUNG

5.2 DATENBEHANDLUNG

5.2.1 AGGREGATION UND PLAUSIBILITÄTSPRÜFUNG

5.2.2 MODELLGERECHTE VARIABLENAUFBEREITUNG

5.3 AUSWERTUNG DER AGGREGIERTEN DATEN UND ZAHLUNGSBEREITSCHAFTEN

5.3.1 BESCHREIBUNG EINZELNER KENNZAHLEN

5.3.2 IDENTIFIZIERUNG GRUPPENSPEZIFISCHER ZAHLUNGSDIFFERENZEN UND MITTELWERTE

5.4 ERGEBNISSE DER MODELLSCHÄTZUNG

5.4.1 MODELL 1 (VARIANTE 1)

5.4.2 MODELL 2

5.4.2.1 VARIANTE 2A (GESAMTPOPULATION)

5.4.2.2 VARIANTE 2B (NICHTTOURISTEN)

5.4.3 MODELL 3

5.4.3.1 VARIANTE 3A (GESAMTPOPULATION)

5.4.3.2 VARIANTE 3B (NICHTTOURISTEN)

5.4.4 VERGLEICHENDE ZUSAMMENFASSUNG DER SCHÄTZERGEBNISSE

5.4.5 EXPLIZITE DARSTELLUNG UND MARKTSIMULATION DER VORZUGSVARIANTE 2A

5.5 KRITIK AN DER UNTERSUCHUNGSMETHODIK UND VORSCHLÄGE ZUR VERBESSERUNG

6 ERGEBNISIMPLEMENTIERUNG

7 FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die ästhetischen Präferenzen der Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf die Dresdner Waldschlösschenbrücke (WSB) empirisch zu erfassen und ökonomisch zu quantifizieren. Der Fokus liegt dabei auf der Ermittlung der individuellen Zahlungsbereitschaft sowie der Identifizierung von Faktoren, die Wahlentscheidungen zwischen unterschiedlichen Infrastrukturvarianten (Brücke, Tunnel, Nullvariante) beeinflussen.

  • Methoden zur Erfassung von Präferenzen für öffentliche Güter
  • Theoretische und philosophische Grundlagen der Ästhetik
  • Modellierung von Wahlentscheidungen (Multinomiales Logit-Modell)
  • Empirische Analyse zur ästhetischen Bewertung am Beispiel der WSB
  • Marktsimulation zur Vorhersage von Nutzerpräferenzen

Auszug aus dem Buch

1.1 Motivation

Streben nach Fortschritt und Weiterentwicklung ist ein ständiger Begleiter des menschlichen Daseins und erschöpft sich nicht allein in der Technik. Schönheit und damit im Zusammenhang stehende Ideale werden anscheinend immer gegenwärtiger. Im Alltag lassen sich leicht Beispiele dafür finden: Die Zahnmedizin trägt hohen Schönheitsansprüchen Rechnung, Wohnungen werden im Feng-Shui-Stil eingerichtet, Webseiten bestechen durch ein immer anspruchsvoller werdendes Design und selbst der Klang von zuschlagenden Autotüren muss einer akustischen Ästhetik standhalten.

Auch im öffentlichen Bereich, gleich ob es sich beispielsweise um Telekommunikations-, Verkehrsinfrastruktur oder das Wohnungsbauwesen handelt, ist die tägliche Konfrontation mit dem Erscheinungsbild nahezu unumgänglich. Viele Bausünden vor allem aus den sechziger und siebziger Jahren prägen in Teilen noch heute deutsche Stadtbilder und gelten allgemein als „unschön“. Hervorragende Beispiele sind überdimensional angelegte Straßen oder die sogenannten „Plattenbauten“. Umso wichtiger scheint demzufolge eine stadtverträgliche Bauweise im Sinne der Ästhetik.

Spielt das Erscheinungsbild beispielsweise in der Telekommunikationsinfrastruktur eher eine sekundäre Rolle, so ist dieses im Verkehrsraum weitaus ausgeprägter und relevanter. Daher ist neben der Frage der Notwendigkeit eines konkreten Projektes auch die ästhetische Realisierung von großer Bedeutung. Zum einen bezogen auf sich selbst und zum anderen hinsichtlich der Integration in die räumliche und architektonische Umgebung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINFÜHRUNG: Einleitung in das Thema der verkehrsästhetischen Bewertung sowie Erläuterung der Motivation und des Aufbaus der Arbeit.

2 GRUNDLAGEN DER ÄSTHETIK: Philosophische und neurologische Grundlagen werden dargelegt, um das Verständnis für ästhetische Urteilsprozesse und Einflussfaktoren zu schaffen.

3 METHODEN DER PRÄFERENZMESSUNG: Vorstellung direkter und indirekter Verfahren zur ökonomischen Bewertung öffentlicher Güter.

4 THEORIE DES DISKRETEN WAHLMODELLS: Herleitung und Erklärung des Multinomialen Logit-Modells als Analysewerkzeug für Entscheidungsverhalten.

5 EMPIRISCHE ANALYSE: Durchführung der empirischen Untersuchung mittels Befragung sowie Modellschätzung und Kritische Reflexion.

6 ERGEBNISIMPLEMENTIERUNG: Diskussion der Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Projekte und Ansätze zur weiteren Verwendung.

7 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse sowie Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Waldschlösschenbrücke, Verkehrsästhetik, Zahlungsbereitschaft, Kontingente Bewertung, Multinomiales Logit-Modell, Infrastrukturplanung, Wohlfahrtsökonomie, Präferenzmessung, Bürgerbeteiligung, Städtebau, empirische Untersuchung, Nutzentheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Es geht um die ökonomische Messbarkeit ästhetischer Empfindungen von Bürgern am Beispiel einer konkreten Infrastrukturmaßnahme, der Waldschlösschenbrücke in Dresden.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit verknüpft philosophische und neurologische Erkenntnisse zur Ästhetik mit ökonomischen Methoden der Präferenzmessung und dem Einsatz diskreter Wahlmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Zahlungsbereitschaft der Bürger für Ästhetik zu quantifizieren und Einflussfaktoren auf Akzeptanz und Wahlentscheidungen bei Infrastrukturprojekten zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Zur Anwendung kommt eine kombinierte Methode aus Choice-Based-Conjoint-Analyse (CBCA) und dem Contingent Valuation Method (CVM), deren Ergebnisse mittels eines Multinomialen Logit-Modells ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Überprüfung der Präferenzmessung, die Präsentation des mathematischen Wahlmodell-Modells und eine detaillierte empirische Analyse der gesammelten Daten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Wichtige Begriffe sind insbesondere ökonomische Quantifizierung, ästhetische Präferenzen, infrastrukturelle Projekte und diskrete Wahlmodelle.

Was ist das Ergebnis der Analyse der Vorzugsvariante?

Die Modellschätzung zeigt, dass neben soziodemografischen Merkmalen vor allem die explizite Landschaftsbeurteilung einen signifikanten Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit hat, eine bestimmte Alternative zu wählen.

Welche Kritik äußert der Autor an seiner Untersuchung?

Der Autor kritisiert unter anderem die Komplexität der Thematik für die Befragten, die potenzielle Verwirrung durch verschiedene Szenarien und weist auf die Einschränkung hin, dass die Befragung erst nach Beginn der Realisierung stattfand.

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Details

Title
Bewertung ästhetischer Präferenzen und ökonomische Quantifizierung in der Verkehrsinfrastruktur. Die Waldschlösschenbrücke
College
Dresden Technical University  (Institut für Verkehrswirtschaft und internationale Verkehrspolitik)
Grade
1,3
Author
Mario Stirl (Author)
Publication Year
2010
Pages
116
Catalog Number
V1442106
ISBN (PDF)
9783964878182
ISBN (Book)
9783964878199
Language
German
Tags
Verkehr Infrastruktur Zahlungsbereitschaft Willingness to pay Präferenzmessung Multinomiales Logit-Modell Diskretes Wahlmodell Ästhetik Infrastrukturästhetik Waldschlösschenbrücke Verkehrsinfrastruktur Kosten-Nutzen-Analyse Willingness to accept
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mario Stirl (Author), 2010, Bewertung ästhetischer Präferenzen und ökonomische Quantifizierung in der Verkehrsinfrastruktur. Die Waldschlösschenbrücke, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1442106
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