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Abbildung von Credit Default Swaps nach HGB und IFRS

Title: Abbildung von Credit Default Swaps nach HGB und IFRS

Seminar Paper , 2009 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Benjamin Burghardt (Author)

Business economics - Revision, Auditing
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Summary Excerpt Details

CDS stellen die am weitesten verbreitete Form von Kreditderivaten dar. Mit diesen Finanzinstrumenten können schuldnerspezifische Ausfallrisiken auf Dritte übertragen werden. Sie sind etablierte Instrumente zur Absicherung von Kreditrisiken, dennoch bestehen Unklarheiten ihrer bilanziellen Abbildung nach IFRS. Diese Arbeit soll auf Grundlage der aktuellen Rechnungslegungsvorschriften der IRFS und des HGB untersuchen, ob diese Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der Funktion des entsprechenden Rechnungslegungssystems entsprechen. Einführend soll die Grundstruktur und Funktionsweise von Credit Default Swaps vorgestellt werden, gefolgt von einer Darstellung der bilanziellen Abbildung von CDS nach den IFRS und dem deutschen HGB. Anschließend wird diskutiert, ob die Rechnungslegungsvorschriften der IFRS und des HGB für CDS hinreichend ausgestaltet sind, um der Zielsetzung und Funktion des jeweiligen Rechnungslegungssystems gerecht zu werden. Die Arbeit schließt dann mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse und einem Ausblick auf mögliche Entwicklungen der Bilanzierungs- und Bewertungsnormen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1. Problemstellung

1.2. Gang der Untersuchung

2. Grundstruktur von Credit Default Swaps

3. Bilanzielle Abbildung von Credit Default Swaps

3.1 Bilanzierung nach IFRS

3.1.1 Abgrenzung von Finanzgarantien und derivativen Finanzinstrumenten

3.1.2 Bilanzierung eines CDS als Finanzgarantie

3.1.3 Bilanzierung eines CDS als derivatives Finanzinstrument

3.2. Bilanzierung nach HGB

4. Kritische Würdigung

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die bilanzielle Behandlung von Credit Default Swaps (CDS) nach den Rechnungslegungsvorschriften von IFRS und HGB. Das primäre Ziel besteht darin, zu analysieren, ob die aktuellen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften dieser Systeme der wirtschaftlichen Funktion von CDS hinreichend gerecht werden.

  • Grundlegende Funktionsweise und Struktur von Credit Default Swaps.
  • Differenzierung zwischen Finanzgarantien und derivativen Finanzinstrumenten unter IFRS.
  • Bilanzielle Erfassung und Bewertung beim Sicherungsgeber und Sicherungsnehmer.
  • Anwendung der GoB und handelsrechtliche Bilanzierung nach HGB.
  • Kritische Würdigung der bilanzpolitischen Spielräume und Regelungslücken.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Abgrenzung von Finanzgarantien und derivativen Finanzinstrumenten

Für die Bilanzierung von CDS nach IFRS sind die Vorschriften des IAS 39 einschlägig, Ein derivatives Finanzinstrument liegt nach den Definitionskriterien des IAS 39.9 vor, wenn sich der Marktwert des Vertrages infolge einer Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer anderen Variablen (auch Basisobjekt oder underlying genannt) verändert18. Zusätzlich erfordern die Derivatekriterien des IAS 39.9, dass keine oder eine im Vergleich zu anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren, geringe Nettoinvestitionen erforderlich ist und dass ihr Erfüllungszeitpunkt in der Zukunft liegt19. Kreditderivate erfüllen grundsätzlich diese Derivate-Definition der IFRS20, denn die Wertänderung eines Kreditderivates hängt vom Kreditrisiko eines Basisobjektes bzw. Referenzaktivums ab und die Prämie, die der Sicherungsnehmer dem Sicherungsgeber für die Übernahme des Kreditrisikos entrichtet, entspricht im Verhältnis zum Sicherungsbetrag einer geringen Nettoinvestition21.

Des Weiteren erfolgt die Begleichung der Ansprüche zwischen dem Sicherungsnehmer und Sicherungsgeber in der Zukunft22. Ein CDS transferiert ausschließlich das reine Ausfallrisiko, sodass für dieses Instrument auch die Kriterien einer Finanzgarantie erfüllt sein können23, denn nach der Definition in IAS 39.9, ist eine Finanzgarantie ein Vertrag24, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen (Entschädigungszahlung) verpflichtet ist, die den Garantienehmer für einen Verlust entschädigen, der entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gemäß den ursprünglichen oder geänderten Bedingungen eines Schuldinstrumentes25 nicht fristgemäß nachkommt26. Folglich muss bei in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallenden Finanzgarantien ein Dreiecksverhältnis zwischen dem Garantiegeber, dem Garantie

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung der bilanziellen Unklarheiten bei CDS und beschreibt den methodischen Aufbau der Arbeit.

2. Grundstruktur von Credit Default Swaps: Hier werden die Funktionsweise und die ökonomischen Eigenschaften von Kreditderivaten sowie deren bilaterale Charakteristik dargelegt.

3. Bilanzielle Abbildung von Credit Default Swaps: Dieses zentrale Kapitel analysiert die komplexen Bilanzierungsvorschriften nach IFRS (unter Berücksichtigung von IAS 39) sowie die handelsrechtliche Handhabung nach HGB.

4. Kritische Würdigung: Es wird diskutiert, inwiefern die aktuellen Normen die wirtschaftliche Realität widerspiegeln und welche Probleme sich durch Regelungslücken oder Wahlrechte ergeben.

5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse und ein Ausblick auf zukünftige regulatorische Entwicklungen, insbesondere vor dem Hintergrund der Finanzkrise.

Schlüsselwörter

Credit Default Swaps, CDS, Kreditderivate, IFRS, IAS 39, Bilanzierung, Finanzgarantie, Derivate, HGB, Hedge Accounting, Risikokapital, Fair Value, Bilanzpolitik, Rechnungslegung, Finanzinstrumente

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die komplexe bilanzielle Behandlung von Credit Default Swaps (CDS) innerhalb der Rechnungslegung nach IFRS und dem deutschen HGB.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Abgrenzung von CDS als Finanzgarantie versus Derivat sowie der praktischen Bewertung und Bilanzierung bei den beteiligten Vertragsparteien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu beurteilen, ob die bestehenden Rechnungslegungsvorschriften in der Lage sind, CDS sachgerecht abzubilden und die geforderte Transparenz für Investoren zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse der internationalen (IFRS) und nationalen (HGB) Rechnungslegungsnormen unter Einbeziehung relevanter Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundstruktur von CDS, die detaillierte Prüfung der IFRS-Bilanzierungskriterien und die Anwendung der GoB unter dem HGB.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Credit Default Swaps, IAS 39, Finanzgarantie, Hedge Accounting, HGB, Fair Value und bilanzielle Abbildung.

Welche Probleme ergeben sich bei der IFRS-Bilanzierung von CDS?

Es bestehen erhebliche Unklarheiten bei der Abgrenzung zwischen Derivat und Finanzgarantie, zudem erschweren zahlreiche Wahlrechte und fehlende explizite Standardisierungen die Vergleichbarkeit.

Wie werden CDS nach HGB behandelt?

Mangels spezifischer Normen für Derivate erfolgt die Bilanzierung nach den allgemeinen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB), wobei die Zuordnung zum Anlage- oder Umlaufvermögen nach dem Verwendungszweck erfolgt.

Welchen Einfluss hatte die Finanzkrise auf die behandelte Thematik?

Die Finanzkrise hat die Kritik an den IFRS-Bewertungsvorschriften verschärft und dazu geführt, dass im deutschen BilMoG auf eine Ausweitung der Fair-Value-Bewertung verzichtet wurde.

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Details

Title
Abbildung von Credit Default Swaps nach HGB und IFRS
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Betriebswirtschaftliches Institut - Lehrstuhl für Rechnungslegung/Wirtschaftsprüfung)
Course
SBWL Seminar
Grade
2,0
Author
Benjamin Burghardt (Author)
Publication Year
2009
Pages
18
Catalog Number
V144233
ISBN (eBook)
9783640534494
ISBN (Book)
9783640534302
Language
German
Tags
CDS Derivat Finanzprodukt IAS 39 Swap Bilanzierung Burghardt derivatives Finanzinstrument Finanzgarantie Ausfallrisiko IFRS 4 IAS 37 IAS 18 Sicherungsnehmer Sicherungsgeber Kreditausfallversicherung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Burghardt (Author), 2009, Abbildung von Credit Default Swaps nach HGB und IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144233
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