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"Ego in Dei nomine […] rex gentis Langobardorum". Rotharis und Liutprands Mittel der königlichen Machtsicherung im Vergleich

Titel: "Ego in Dei nomine […] rex gentis Langobardorum". Rotharis und Liutprands Mittel der königlichen Machtsicherung im Vergleich

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2023 , 29 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Ruben Schapke (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie gelang es jenen zwei Herrschern, ihre königliche Stellung so lange behaupten zu können? Wodurch zeichnete sich ihre Herrschaft aus? Welche Quellen geben uns über ihre Herrschaft Auskunft?
All jenen Fragen soll in dieser Arbeit nachgegangen werden, sodass sich schließlich ein möglichst umfassendes Bild dieser zwei Königsherrschaften ergibt, welches vor allem auf die Aspekte der Herrschaftssicherung und des Herrschaftsausbaus hin ausgerichtet sein soll.

Zu Beginn dieser Arbeit werden drei Quellen, die in Bezug auf die Langobarden im Frühmittelalter von großer Bedeutung sind, vorgestellt und quellenkritisch eingeordnet. Diese Quellen sind zum einen die Historia Langobardorum des Paulus Diaconus sowie zwei Rechtsquellen, nämlich das Edictum Rothari und die Novellen König Liutprands.

Nachdem jene Quellen hinsichtlich ihres Aussagewertes untersucht wurden, folgt eine inhaltliche Zusammenfassung der beiden Bereiche, die sich von der Zeit Rotharis bis zur Herrschaft Liutprands am stärksten wandeln würden: das religiöse Leben und die gesellschaftliche Ordnung des Langobardenreichs. Dabei liegt der Fokus vor allem auf den Situationen zu Zeit der beiden Könige, wobei für die dazwischenliegenden Jahre nur die bedeutungsvollsten Ereignisse in Bezug auf die langfristigen Entwicklungsprozesse betrachtet werden. Durch das Herausstellen der dort beobachteten grundlegenden Entwicklungen, soll der historische Kontext im Hintergrund der zu untersuchenden Aspekte besser verständlich werden, um in Hinblick auf spätere Betrachtungen als Argumentationsbasis hinzugenommen werden zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Quellen

2.1 Paulus Diaconus' Historia Langobardorum

2.1.1 Äußere Quellenkritik

2.1.2 Innere Quellenkritik

2.2 Das Edictum Rothari

2.2.1 Äußere Quellenkritik

2.2.2 Innere Quellenkritik

2.3 Die Novellen König Liutprands

2.3.1 Äußere Quellenkritik

2.3.2 Innere Quellenkritik

3. Das Langobardenreich im Zeitraum von 636 bis 744

3.1 Die Religion

3.2 Die Gesellschaft

4. Die Mittel langobardischer Königsmacht

4.1 [Rex] ex genere

4.2 Fuit […] belli praepotens

4.3 Si quis gastaldius vel actor curtem regiam habens

4.4 [Rex] in [nomine] Dei

4.5 Fuit […] nutritor gentis [et] legum augmentator

5. Ergebnisse und Ausblick

6. Anhang

Zielsetzung & Forschungsthemen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herrschaftsabläufe und Machtsicherungsmethoden von König Rothari und König Liutprand. Das primäre Ziel besteht darin, durch einen quellenkritischen Vergleich der Historia Langobardorum und zentraler Rechtsquellen zu beleuchten, wie diese beiden Herrscher ihre königliche Position festigten und ihre Herrschaft ausbauten.

  • Analyse und Quellenkritik ausgewählter langobardischer Quellentexte.
  • Untersuchung des Wandels von religiöser und gesellschaftlicher Ordnung im Reich.
  • Vergleich der Machtsicherungsstrategien anhand von fünf zentralen Themenbereichen.
  • Identifikation der Rolle von Gesetzgebung und Kriegsführung für das Königtum.
  • Deutung der königlichen Selbstdarstellung im Kontext historischer Entwicklungen.

Auszug aus dem Buch

4.2 Fuit […] belli praepotens

Die Stellung des langobardischen Königtums scheint seit je her durch militärische Motive legitimiert worden zu sein. So beschreibt Paulus, dass König Agilmund ad ceterarum instar gentium zum König gemacht wurde. Agilmunds Nachfolger werden in der Historia Langobardorum maßgeblich durch militärische und kriegerische Attribute dargestellt und auch Autharis Königserhebung stand im Licht der bedrohlichen militärischen Lage, in der sich die Langobarden befanden und aus welcher sie der neue König befreien sollte. Jarnut teilt diese Beobachtungen in Hinblick auf die militärische Komponente des Königtums und Stefanie Dick weist ergänzend für die Zeit der Langobarden in Pannonien, darauf hin, dass die Institution des Königtums auch durch das germanische Heerkönigtum und die von Byzanz verliehene Königswürde legitimiert wurde. In Hinblick auf die Zeit des Interregnums in Italien teilt sie die Dringlichkeit der Königserhebung im Kontext der militärischen Bedrohungen durch das Frankenreich und Byzanz.

Gestützt auf die hier erbrachten Beobachtungen lohnt es sich, die Regierungen Rotharis und Liutprand dahin nähergehend zu untersuchen. König Rothari führte Krieg gegen Byzanz und eroberte infolgedessen Ligurien, wodurch fast ganz Norditalien unter langobardischer Kontrolle stand. Dass es für einen langobardischen König wichtig war, Krieg zu führen und dementsprechend dem Heer große Bedeutung zukam, ist auch anhand des Edictum Rothari zu erkennen, in welchem Rothari angibt, dass jenes Gesetzbuch pari consilio parique consensum […] exercitum nostrum entstanden sei. Teilt man die Auffassung, dass das Edikt im unmittelbaren Kontext eines Feldzugs gegen Byzanz entstanden sei, so würde die Formulierung, dass unumquemque [liceat], salva lege et iustitia quiete vivere et […] seque suosque defendere fines weitere Indizien für die Wichtigkeit des Heeres in Bezug auf die königliche Stellung liefern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung formuliert die Forschungsfrage nach den Mitteln der Machtsicherung bei König Rothari und Liutprand und stellt die methodische Vorgehensweise vor.

2. Quellen: In diesem Kapitel werden die Historia Langobardorum, das Edictum Rothari und die Novellen Liutprands quellenkritisch auf ihre Entstehung, Glaubwürdigkeit und Intention hin untersucht.

3. Das Langobardenreich im Zeitraum von 636 bis 744: Das Kapitel skizziert die religiösen Entwicklungen zur Dominanz des Katholizismus und den gesellschaftlichen Wandel der Langobarden hin zu einer stabileren, administrativ geprägten Gesellschaft.

4. Die Mittel langobardischer Königsmacht: Dieses Hauptteilkapitel vergleicht anhand von fünf Bereichen – Dynastiegedanke, Krieg, Verwaltung, Religion und Gesetzgebung – die Herrschaftspraxis der beiden Könige.

5. Ergebnisse und Ausblick: Das Kapitel fasst zusammen, dass eine Kombination aus militärischer Machtbasis und aktiver Gesetzgebung der Schlüssel zum Erfolg der beiden Herrscher war.

6. Anhang: Enthält die vollständigen Verzeichnisse der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Langobarden, König Rothari, König Liutprand, Edictum Rothari, Machtsicherung, Historia Langobardorum, Paulus Diaconus, Frühmittelalter, Königtum, Gesetzgebung, Kirchengeschichte, Sozialstruktur, Heer, Byzanz, Herrschaftssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herrschaftspraxis der beiden bedeutenden langobardischen Könige Rothari und Liutprand und ihren Umgang mit der Machtsicherung in einem sich wandelnden historischen Umfeld.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Wechselwirkung zwischen militärischer Macht, gesellschaftlicher Transformation, der Rolle der Kirche sowie der königlichen Gesetzgebung als Instrument zur Festigung der Herrschaft.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, wie es König Rothari und König Liutprand gelang, ihre königliche Stellung über lange Perioden zu behaupten, und welche spezifischen Mittel sie dafür einsetzten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine quellenkritische Analyse durchgeführt, bei der historiographische Aufzeichnungen wie die Historia Langobardorum mit zeitgenössischen Rechtsquellen wie den Edikten und Novellen verglichen und in den historischen Kontext eingeordnet werden.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Religion und Gesellschaft sowie eine detaillierte Gegenüberstellung von Dynastiegedanken, Kriegsführung, Kontrolle über Herzöge und Amtsträger sowie der strategischen Nutzung des Rechts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Langobardische Geschichte, Königliche Machtsicherung, Rechtsquellenanalyse, Frühmittelalter und Herrschaftslegitimation beschreiben.

Wie unterscheidet sich die Gesetzgebung unter Rothari von der unter Liutprand?

Während unter Rothari die Etablierung des Rechts als Mittel der Distinktion und Machtsicherung im Vordergrund stand, nutzt Liutprand die Gesetzgebung vermehrt, um soziale Spannungen zu regulieren und seine Rolle als christlicher, wohlwollender Fürst zu stärken.

Inwiefern spielte das Heer eine Rolle für die Macht der Könige?

Das Heer bildete laut der Arbeit den wirksamsten Machtfaktor; der König definierte seine Stellung als militärischer Anführer, der über Kriegseinsätze und die Bewaffnung seiner Gefolgsleute die loyalen Strukturen im Reich sicherte.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Ego in Dei nomine […] rex gentis Langobardorum". Rotharis und Liutprands Mittel der königlichen Machtsicherung im Vergleich
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Hauptseminar Mittelalter
Note
1,3
Autor
Ruben Schapke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
29
Katalognummer
V1442423
ISBN (PDF)
9783964876690
ISBN (Buch)
9783964876706
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Langobarden Italien Frühmittelalter Liutprand Rothari
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ruben Schapke (Autor:in), 2023, "Ego in Dei nomine […] rex gentis Langobardorum". Rotharis und Liutprands Mittel der königlichen Machtsicherung im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1442423
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Leseprobe aus  29  Seiten
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