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Bodyshaming auf Social Media. Hate Speech und Bodypositivity

Title: Bodyshaming auf Social Media. Hate Speech und Bodypositivity

Term Paper , 2023 , 19 Pages

Autor:in: Svenja Cremers (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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Welche Arten von Hate Speech gibt es und was charakterisiert überhaupt Hate Speech? Darüber hinaus wird die Frage gestellt, wie Social Media Posts, die für Positivität stehen, so viel Hass erzeugen können und wie man dagegen vorgehen kann.
Dazu werden zunächst erstmal die essentiellen Begriffe wie ‚Hate Speech‘, ‚Bodyshaming‘ und ‚Bodypositivity‘ definiert. Anschließend wird näher auf den allgemeinen Aspekt ‚Bodyshaming‘ eingegangen. Im Zuge dessen wird Bodyshaming in Sozialen Medien generell diskutiert. Hier werden drei virale, bodyshamende Posts aufgezeigt, analysiert sowie kategorisiert. Anschließend geht es um Bodyshaming auf der Plattform Instagram. Dies wird anhand einer beispielhaften Bodypositivity-Influencerin namens Zoe Potter verdeutlicht. In diesem Kapitel werden, neben einer Vorstellung der Werte von Zoe Potter, auch die verschiedenen Arten von Hasskommentaren dargestellt und analysiert. In dem darauffolgenden Kapitel werden dann die möglichen Ursachen von Hate Speech, auch im Kontext von Bodyshaming, beleuchtet. Hier liegt der Fokus vor allem auf den Hintergründen, der Verbreitung und den Vorgehensweisen gegen Hate Speech. Die erläuterten Fragen und ihre Ergebnisse werden abschließend in einem Fazit zusammengetragen.

Social Media ist inzwischen fest in unserem Alltag verankert. Das neue Medium ist vielseitig und entwickelt sich stets weiter. Die formgebenden Charakteristiken sind die interpersonalen Kommunikationsmöglichkeiten. Diese breitgefächerte Anwendungsvielfältigkeit bringt aber auch erhebliche Probleme mit sich. Durch die Anonymität fühlen sich die Menschen geschützt. Social Media Plattformen werden als rechtsfreier Raum gesehen, wo man jegliche Äußerungen ohne Konsequenzen tätigen darf. Dieses Phänomen der angeblichen Anonymität führt unteranderem zu Hate Speech und Trolling. Die folgende Hausarbeit beschäftigt sich insbesondere mit Hate Speech gegen Körperformen. Denn Bodyshaming ist nicht nur im realen Kontext verbreitet, sondern lässt sich auch in den sozialen Medien beobachten. Einige Influencer*innen haben sich auf Bodypositivity spezialisiert und wollen Akzeptanz für die verschiedensten Körperformen schaffen. Und werden dabei in den Kommentaren verbal attackiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Begriffsdefinitionen

2.1 Was ist Hate Speech?

2.2 Was ist Bodyshaming?

2.3 Was ist Bodypositivity?

III. Soziale Medien und die verschiedenen Arten von Bodyshaming

IV. Entstehung von Bodyshaming anhand eines spezifischen Beispiels

4.1 Die Influencerin Zoe Potter

4.2 Bodyshaming auf Zoe Potters Instagramaccount

4.3 Wie Hate Speech auf Social Media entsteht

4.4 Vorgehensweise gegen Hate Speech in sozialen Medien

V. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Erscheinungsformen und Hintergründe von Hate Speech in den sozialen Medien, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Bodyshaming im Kontext der Bodypositivity-Bewegung. Ziel ist es, die Mechanismen hinter der Verbreitung von Hasskommentaren zu verstehen und Interventionsmöglichkeiten zu beleuchten.

  • Charakterisierung von Hate Speech und Bodyshaming als digitale Phänomene
  • Analyse der Rolle von Anonymität und kollektiver Identitätsbildung
  • Fallbeispielanalyse der Influencerin Zoe Potter
  • Diskussion von Ursachen wie Persönlichkeitsstörungen und sozialen Dynamiken
  • Bewertung von Strategien gegen Hass wie die "Counter Speech"

Auszug aus dem Buch

4.2 Bodyshaming auf Zoe Potters Instagramaccount

Die verschiedenen Formen von Hassrede, beziehungsweise Bodyshaming, lassen sich auch in den Kommentaren auf Zoe Potters Instagramaccount wiederfinden. Vier verschiedene Beispielkommentare werden im Folgenden dargelegt und analysiert.

Der erste Kommentar stammt von der Nutzerin a_plamadeala17 . Sie sagt als Antwort auf ein ‚what i eat in a day as a fat person, who is not on a diet‘-Video, dass Zoe aber auf einer Diät sein sollte, da es falsch und toxisch sei (Abb. 4). Dieser Kommentar lässt sich als Hate Speech klassifizieren. Wenn man erneut nach Meibauers Kategorisierungen von Hassrede geht, ist diese Hassrede direkt an Zoe Potter gerichtet („Linguistik und Hassrede“ 25f.). Diese Form von Hassrede kann jedoch nicht als offen beschrieben werden (ebd.). Denn um offene Hassrede handelt es sich nur, wenn diese in explizit dafür geschaffenen Räumen geschieht. Beispielsweise in ausländerfeindlichen Facebook Gruppen (Schwertberger und Rieger 64). Da Zoe Potters Instagramseite nicht zur offenen Hate Speech einläd, sondern genau das Gegenteil vertritt, handelt es sich hier um verdeckte Hassrede. Der Emoji, der verwendet wird, unterstützt die direkte Hate Speech.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, definiert die Problematik von Hate Speech gegen Körperformen in sozialen Medien und stellt die zentrale Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen dar.

II. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Termini ‚Hate Speech‘, ‚Bodyshaming‘ und ‚Bodypositivity‘ theoretisch fundiert definiert und in den aktuellen wissenschaftlichen Kontext eingeordnet.

III. Soziale Medien und die verschiedenen Arten von Bodyshaming: Es wird untersucht, wie soziale Plattformen als digitale Räume fungieren und welche spezifischen Arten von bodyshamenden Aussagen, etwa durch Memes oder Humor getarnte Angriffe, dort verbreitet werden.

IV. Entstehung von Bodyshaming anhand eines spezifischen Beispiels: Anhand des Fallbeispiels der Influencerin Zoe Potter werden reale Instanzen von Hasskommentaren analysiert sowie die zugrundeliegenden psychologischen und soziologischen Faktoren wie Anonymität und Gruppenbildung diskutiert.

V. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, betont die Notwendigkeit von Medienkompetenz und Aufklärung sowie die Bedeutung einer "digitalen Zivilisierung", um gegen Hass und Bodyshaming im Netz vorzugehen.

Schlüsselwörter

Hate Speech, Bodyshaming, Bodypositivity, Soziale Medien, Anonymität, digitale Kommunikation, Influencer, Stigmatisierung, Hasskommentare, Counter Speech, Internetkultur, Medienwissenschaft, Schönheitsideale, digitale Zivilisierung, Online-Diskurs

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen der wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Bodyshaming als eine spezifische Ausprägung von Hate Speech innerhalb der sozialen Medien und analysiert, wie diese Form von Hass gegen Körpernormen entsteht und verbreitet wird.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Publikation behandelt?

Die Themen umfassen die medientheoretische Einordnung von Hate Speech, die Entstehung der Bodypositivity-Bewegung sowie eine detaillierte Analyse digitaler Interaktionsformen und der Hintergründe von Hass gegen Personen, die von Schönheitsidealen abweichen.

Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Mechanismen des Bodyshamings zu entschlüsseln, die oft durch Humor oder Anonymität verschleiert werden, und aufzuzeigen, wie Aufklärung und zivilisierte Kommunikation dagegen wirken können.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin verwendet eine Kombination aus Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung der Begriffe und eine qualitative Analyse von Fallbeispielen und Kommentarspalten unter Beiträgen der Influencerin Zoe Potter.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte bilden den Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Definition von Hate Speech, die Kategorisierung von Bodyshaming, eine Fallstudie zu Zoe Potter sowie die Analyse soziopsychologischer Faktoren wie Deindividuation und kollektive Identitätsbildung in sozialen Netzwerken.

Welche Keywords fassen die Arbeit am besten zusammen?

Die zentralen Schlagworte sind Hate Speech, Bodyshaming, Bodypositivity, Soziale Medien, Anonymität, Stigmatisierung und Counter Speech.

Warum spielt die Anonymität im Netz eine so zentrale Rolle für die Entstehung von Hass?

Die Autorin argumentiert, dass Anonymität es Nutzern ermöglicht, sich von ihrer physischen Identität zu lösen und geschützt durch Pseudonymität Hemmschwellen abzubauen, was den rechtsfreien Diskurs und Hass fördert.

Inwiefern ist das Fallbeispiel Zoe Potter repräsentativ für das Thema?

Zoe Potter eignet sich als Fallbeispiel besonders gut, da sie als Bodypositivity-Influencerin bewusst gesellschaftliche Schönheitsideale herausfordert und somit exemplarisch das gesamte Spektrum von Hasskommentaren – von direkten Beleidigungen bis hin zu verdeckter, humorvoll getarnter Hassrede – in ihren Kommentarspalten sichtbar macht.

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Details

Title
Bodyshaming auf Social Media. Hate Speech und Bodypositivity
College
University of Marburg  (Institut für Medienwissenschaft)
Author
Svenja Cremers (Author)
Publication Year
2023
Pages
19
Catalog Number
V1442706
ISBN (PDF)
9783964876102
ISBN (Book)
9783964876119
Language
German
Tags
Social Media Bodyshaming Hate Speech Body Positivity Instagram Hasskommentare soziale Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Svenja Cremers (Author), 2023, Bodyshaming auf Social Media. Hate Speech und Bodypositivity, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1442706
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