Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wo Chancen und Grenzen beim Einsatz von elektronischen Hilfsmitteln für Kinder mit einer ASS liegen. Zunächst gehe ich auf die ASS im Allgemeinen ein, gefolgt von der Erklärung der Unterstützten Kommunikation. Bezogen auf den Aspekt der Kommunikation wird nachgehend der aktuelle Forschungsstand erläutert. Anschließend folgt die Untersuchungsbeschreibung mit näheren Erklärungen zu meinem Forschungsprojekt. Im Anschluss nehme ich Bezug auf die fachlichen Hintergründe und meiner gewonnen Erkenntnisse. Zum Abschluss finden ein Ausblick und eine Zusammenfassung der Forschungsarbeit statt.
Das empirische Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Kommunikation von Kindern mit einer Autismus-Spektrum-Störung mithilfe eines Hilfsmittels. Dabei richtet sich das Projekt schwerpunktmäßig auf die Unterstützte Kommunikation mit Einbezug eines elektronischen Hilfsmittels. Für das Forschungsprojekt beziehe ich mich auf das elektronische Kommunikationshilfsmittel, den Talker.
In der empirischen Forschungsarbeit geht es um die Möglichkeiten autistischer Kinder, mithilfe eines elektronischen Hilfsmittels kommunikativ zu fördern. Aufgrund eines Arbeitsgeberwechsels wurden erste Erfahrungen mit autistischen Kindern und dessen Krankheitsbild gesammelt.
Aufgrund der großen Neugier und Interesse meinerseits wird das Thema in dem Empirischen Forschungsprojekt aufgegriffen und thematisiert. Ziel der Forschungsarbeit ist es, herauszufinden, welche Chancen und Grenzen elektronische Hilfsmittel bei Kindern mit einer ASS haben. Aufgrund des digitalen Zeitalters, werden immer mehr elektronische Meiden bevorzugt, ganz gleich, ob das Kind eine Behinderung hat, oder nicht. Medien sind bei allen Kindern täglich präsent und gelten als alltäglicher Begleiter. Auch im Bezug zu der Unterstützten Kommunikation werden elektronische Hilfsmittel deutlich präsenter und nehmen mehr Platz ein.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Beschreibung des themenbezogenen fachlichen Diskurses und Darstellung des Stands der Forschung zum gewünschten Themenfeld
2.1 Autismus
2.2 Unterstützte Kommunikation (UK)
3 Untersuchungsbeschreibung
3.1 Analyse der Ergebnisse
3.2 Ergebnisse der Erhebung mit Bezug zu fachlichen Hintergründen
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen beim Einsatz elektronischer Kommunikationshilfsmittel (Talker) bei Kindern mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS), um deren soziale Interaktion und Spracherwerb zu fördern.
- Grundlagen der Autismus-Spektrum-Störung und ihrer Auswirkungen auf die Kommunikation.
- Einsatzmöglichkeiten und Methoden der Unterstützten Kommunikation (UK).
- Empirische Analyse durch Experten-Leitfadeninterviews.
- Chancen und Anforderungsbereiche beim Einsatz elektronischer Hilfsmittel im heilpädagogischen Alltag.
Auszug aus dem Buch
2.1 Autismus
Im Jahr 1911 wurde das Wort „Autismus“ von dem Psychiater Eugen Bleuler durch die Definition einer Störung des Realitätsbezuges der eigenen psychischen Welt, erklärt. Diese Definition bezog sich laut Bleuler auf autistische Personen, sowie auf schizophrene Personen. Im Jahr 1943 wurde das Störungsbild durch den Psychiater Leo Kanner erklärt.
Der Kinderarzt Hans Asperger differenziert das Störungsbild „Autismus“, sodass zwei unterschiedliche Störungsbilder, Frühkindlichen Autismus (Kanner-Syndrom) und dem Asperger-Syndrom, zum Vorschein kamen. Aufgrund der zwei unterschiedlich definierten Störungsbilder, welche beide als Autismus betitelt werden, wird die Spektrums Störung mit dem Begriff, der „Autismus-Spektrum-Störung“ definiert. Darunter fallen somit auch die Kategorien des Atypischen Autismus (F84.1), Frühkindlichen Autismus (F84.0) und Asperger-Autismus (F84.5). Das Störungsbild wird damit durch den Begriff „Autismus-Spektrum-Störung“, kurz „ASS“, vereinfacht (vgl. Kamp-Becker, I. & Bölte, S.,2011).
Autismus beschreibt eine komplexe und vielgestaltige neurologische Entwicklungsstörung. Merkmale einer ASS zeigen sich in besonderer Form bereits vor dem dritten Lebensjahr. Merkmale einer Autismus-Spektrum-Erkrankung im frühen Alter sind das Fehlen oder die Verzögerung der Sprachentwicklung und damit einhergehend einer eventuellen Störung der Intelligenzentwicklung (vgl. Kamp-Becker, I. & Bölte, S.,2011).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Kommunikation bei Kindern mit ASS ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Chancen und Grenzen elektronischer Hilfsmittel.
2 Beschreibung des themenbezogenen fachlichen Diskurses und Darstellung des Stands der Forschung zum gewünschten Themenfeld: Dieses Kapitel erläutert das Störungsbild Autismus sowie die theoretischen Grundlagen und methodischen Ansätze der Unterstützten Kommunikation (UK).
3 Untersuchungsbeschreibung: Hier wird das methodische Vorgehen der qualitativen Sozialforschung mittels eines Leitfadeninterviews dargelegt und die Teilnehmer vorgestellt.
3.1 Analyse der Ergebnisse: Dieser Abschnitt visualisiert und strukturiert die erhobenen Daten aus den Experteninterviews.
3.2 Ergebnisse der Erhebung mit Bezug zu fachlichen Hintergründen: Abschließend werden die empirischen Ergebnisse diskutiert und mit dem aktuellen fachlichen Wissensstand in Einklang gebracht.
Schlüsselwörter
Autismus-Spektrum-Störung, ASS, Kommunikation, Unterstützte Kommunikation, UK, Talker, elektronische Hilfsmittel, Sprachförderung, soziale Interaktion, Inklusion, Teilhabe, Sozialpädagogik, empirische Forschung, Leitfadeninterview, Entwicklungsstörung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Kommunikation von Kindern mit einer Autismus-Spektrum-Störung und der Frage, wie elektronische Hilfsmittel (Talker) diesen Prozess unterstützen können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Verständnis von Autismus sowie der Anwendung und den methodischen Aspekten der Unterstützten Kommunikation im Alltag.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die spezifischen Chancen und Grenzen beim Einsatz von elektronischen Kommunikationshilfsmitteln bei autistischen Kindern aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin führte eine qualitative Sozialforschung in Form von Leitfadeninterviews mit Fachkräften aus der Autismustherapie durch.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema und eine praktische Auswertung von Experteninterviews zur Anwendung von Talkern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind Begriffe wie ASS, Unterstützte Kommunikation, Talker, soziale Interaktion und Inklusion.
Warum ist das Umfeld bei der Einführung eines Talkers so entscheidend?
Laut den Interviews ist ein vertrautes Umfeld essenziell, da die Einführung eines Hilfsmittels ein langer Prozess ist, der Konsequenz und Empathievermögen von allen Beteiligten erfordert.
Wie gehen Fachkräfte damit um, wenn ein Kind das Gerät nur als Spielzeug nutzt?
Es wird empfohlen, dran zu bleiben, das Verhalten zu beobachten und gegebenenfalls zu prüfen, ob die diagnostische Auswahl des Geräts korrekt war oder ob andere Hilfsmittel erprobt werden sollten.
Welche Kostenträger übernehmen die Finanzierung solcher Hilfsmittel?
Die Kosten werden in der Regel nach einer entsprechenden Verordnung durch einen Arzt von der Krankenkasse übernommen.
- Arbeit zitieren
- Lena Gretenkord (Autor:in), 2023, Einsatz elektronischer Hilfsmittel bei Kindern mit einer Autismus-Spektrum-Störung. Chancen und Grenzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1442896