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Nietzsche und das Ende der Metaphysik. Nihilismus, Umwertung der Werte und Dialog mit Heidegger

Titre: Nietzsche und das Ende der Metaphysik. Nihilismus, Umwertung der Werte und Dialog mit Heidegger

Essai , 2005 , 14 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Gabriela Bara (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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Die metaphysische Tradition der abendländische Philosophie ist durch die Philosophie Platons vorgegeben: Einheit bezieht sich auf die ideale Welt, Vielheit dagegen umfasst die phänomenale Welt, wobei die ideale, wahre Welt positiv und die scheinbare Welt der Phänomene negativ konnotiert ist.

Aufgrund eines Ressentiments gegen die Wirklichkeit, wegen des Hasses gegen eine Welt des Leidens, haben die Metaphysiker eine „wahre“ Welt des Unbedingten geschaffen. Nietzsches Aufgabe wird es, die Welt der Metaphysik abzuschaffen, und dabei das Werden als einzige Realität wiederherzustellen.

Die Vielheit ist nicht mehr von der Einheit abhängig, und das Werden auch nicht von dem Sein. Die Einheit erhält einen neuen Sinn durch das Spiel der ewigen Wiederkehr. Das Hasard wird das Objekt der Bejahung. Es wird die Eins des Mehrfachen, und das Sein des Werdens wird bejaht. In der Nietzscheschen Intuition des Werdens wird das Sein als ewige Wiederkehr hergestellt.

Der Nietzschesche Gedanke, der das ganze Seiende zu dieser Welt und zu dieser Wirklichkeit reduziert, soll auch die Idee der Gottheit ersetzen. Die Doktrin der ewigen Wiederkehr ist für Nietzsche wichtig, weil nur durch sie der Tod Gottes endgültig wird und die Nichtigkeit übertroffen werden kann.

Die Aussage „Gott ist tot“ symbolisiert nicht nur die Wirkungslosigkeit des christlichen Gottes, sondern auch das Ende der Metaphysik, indem die traditionellen Werte der Philosohie das Dasein nicht mehr stützen können. Der Glaube an die Kategorien der Vernunft, die sich auf eine rein imaginäre Welt bezogen, ging durch Nietzsche zu Ende. Der Geist des Philosophen hypostasiert nicht mehr das Wissen, sondern das Leben.

Die Untreue zur Erde verursachte das Zerreißen des Menschen in die Antithese des Sinnlichen und Übersinnlichen, in die Opposition Körper-Seele. Der Übermensch soll diese Kluft heilen; er soll alles, was der Erde genommen und gestohlen wurde, wiedergeben. Der Übermensch ist der Schöpfer schlechthin, und sein schöpferischer Geist befindet sich im Spiel. In seiner Unschuld erschafft und zerstört sich das Spiel selbst immer wieder; das Spiel ist ewige Wiederkehr.

Durch seine Kritik an dem Optimismus des theoretischen Menschen, durch seine Kritik an Moral und Christentum und seinen Versuch, einen Ausweg aus dem Nihilismus zu finden, bildet Nietzsches Philosophie eine Mittelstelle zwischen Metaphysik und Technik.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Das Ende der Metaphysik: Das Werden als Wirklichkeit

II. Der Nihilismus: das fundamentale Ereignis der Metaphysik

III. Versuch einer Umwertung der Werte

IV. Dialog Nietzsche-Heidegger

V. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht Nietzsches Philosophie als radikale Überwindung der abendländischen Metaphysik. Dabei wird analysiert, wie Nietzsche das traditionelle, auf dem Sein basierende Denken durch das Prinzip des Werdens ersetzt und welche Rolle der Nihilismus sowie die Konzepte des „Willens zur Macht“ und der „ewigen Wiederkehr“ in diesem Prozess spielen.

  • Die Auflösung der metaphysischen Unterscheidung zwischen Sein und Werden.
  • Die Genese und Überwindung des Nihilismus als Folge des „Todes Gottes“.
  • Die Rolle der „ewigen Wiederkehr“ als selektive Doktrin und bejahendes Lebensprinzip.
  • Die Funktion des „Übermenschen“ als Sinnstifter einer neuen, erdgebundenen Ordnung.
  • Die kritische Auseinandersetzung Heideggers mit Nietzsches Denken.

Auszug aus dem Buch

I. Das Ende der Metaphysik: Das Werden als Wirklichkeit

Ausgehend von Platon hat die traditionelle Metaphysik eine Unterscheidung zwischen einer Welt des Seins, der Wahrheit, und einer Welt des Werdens, des Scheins, gemacht, wobei diese Unterscheidung zugunsten der Einheit zur Verurteilung der Vielheit und zur Negierung des Werdens geführt hat. Wegen des scheinbaren und widersprüchlichen Charakters der Welt des Werdens hat die Metaphysik durch logisches Denken eine wahre, unbedingte, unwidersprüchliche Welt des Seins kreiert.

Nietzsche beendet die Metaphysik durch Aufhebung des „wahren“ Seins und proklamiert die scheinbare Welt des Werdens als einzige Welt. Die Kultur des metaphysischen Denkens hat ihre Möglichkeiten ausgeschöpft. Die Zeit der Metaphysik ist am Ende.

Sein Leben lang hat Nietzsche Heraklits Philosophie hoch geschätzt.

Sehr früh wird Heraklit für ihn der einzige Philosoph des Werdens, da dessen Philosophie auf den Ideen des Kampfes der Gegensätze, der Notwendigkeit, der Gerechtigkeit und der Unschuld des Werdens beruht.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Das Ende der Metaphysik: Das Werden als Wirklichkeit: Dieses Kapitel analysiert Nietzsches Abkehr vom platonischen Dualismus und die Etablierung des Werdens als einzig wahre Realität ohne finales Ziel.

II. Der Nihilismus: das fundamentale Ereignis der Metaphysik: Hier wird der Nihilismus als Folge des „Todes Gottes“ und der Entwertung der transzendenten Weltbegriffe beschrieben, die den Menschen zur Reflexion seiner Selbstrealität zwingt.

III. Versuch einer Umwertung der Werte: Das Kapitel behandelt die positive Befreiungsfunktion des Nihilismus, die eine aktive Neubewertung der Realität durch den Willen zur Macht und die ewige Wiederkehr ermöglicht.

IV. Dialog Nietzsche-Heidegger: Dieser Abschnitt erörtert Heideggers Kritik an Nietzsche, der zufolge Nietzsches Philosophie trotz ihrer revolutionären Züge in der metaphysischen Tradition der Seinsvergessenheit verhaftet bleibt.

V. Schlussfolgerungen: Die Zusammenfassung verdeutlicht, wie Nietzsches Denken eine Mittelstelle zwischen Metaphysik und Technik einnimmt und den Menschen als Schöpfer einer neuen, erdverankerten Welt etabliert.

Schlüsselwörter

Nietzsche, Metaphysik, Werden, Nihilismus, Wille zur Macht, ewige Wiederkehr, Übermensch, Tod Gottes, Heidegger, Umwertung der Werte, Bejahung, Realität, Philosophie, Vernunft, Existenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Dekonstruktion der klassischen Metaphysik durch Friedrich Nietzsche und untersucht den Übergang vom Denken des Seins zum Denken des Werdens.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Nihilismus, die Kritik an traditioneller Moral, der Wille zur Macht sowie die ewige Wiederkehr als Instrument der Lebensbejahung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Nietzsche durch die Umwertung aller Werte und die Proklamation des Übermenschen einen Ausweg aus der metaphysischen Sinnlosigkeit anbietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgreifende textkritische Analyse der Schriften Nietzsches sowie auf die philosophische Interpretation von Denkern wie Gilles Deleuze und Martin Heidegger.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Phasen des Nihilismus, die Funktion des Übermenschen als Erbe der metaphysischen Vernunft und den Dialog zwischen Nietzsche und Heidegger.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind das Werden, der Nihilismus, der Wille zur Macht und die ewige Wiederkehr.

Warum betrachtet Heidegger Nietzsches Philosophie weiterhin als metaphysisch?

Heidegger argumentiert, dass Nietzsche die Frage nach dem Seienden als Willen zur Macht stellt und somit die fundamentale Fragestellung der traditionellen Metaphysik lediglich intensiviert, statt sie vollständig zu verlassen.

Welche Bedeutung hat die „ewige Wiederkehr“ in diesem Kontext?

Sie fungiert als selektive Doktrin, die den „letzten Menschen“ zerstört und den starken Menschen dazu zwingt, das Leben bedingungslos zu bejahen.

Wie verändert der „Übermensch“ das Verständnis der Welt?

Der Übermensch löst die dualistische Trennung von Körper und Seele auf und ermöglicht eine Ordnung der Werte, die das Leben auf der Erde feiert, anstatt es transzendenten Idealen zu opfern.

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Titre
Nietzsche und das Ende der Metaphysik. Nihilismus, Umwertung der Werte und Dialog mit Heidegger
Université
Technical University of Braunschweig  (Seminar für Philosophie)
Cours
Vortragszyklus Enden
Note
2,0
Auteur
Gabriela Bara (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
14
N° de catalogue
V144319
ISBN (ebook)
9783668208995
ISBN (Livre)
9783668209008
Langue
allemand
mots-clé
nietzsche heidegger metaphysik
Sécurité des produits
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Citation du texte
Gabriela Bara (Auteur), 2005, Nietzsche und das Ende der Metaphysik. Nihilismus, Umwertung der Werte und Dialog mit Heidegger, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144319
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Extrait de  14  pages
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