Gaius Julius Caesar war ein Mann der Tat und man kennt ihn in erster Linie dank seiner Taten. Er war einer der hervorragendsten Feldherren aller Zeiten und hinterließ glänzende Aufzeichnungen über seine Kriegsstrategien. Zudem war er ein geehrter Politiker und Staatsmann, außerdem sehr rede- und literaturbegabt.
Die Zeit der Katilinarischen Verschwörung erwischte ihn, als er sich gerade den Weg zum Prätor verschaffte. Diese Zeit hinterließ ihre Spuren auf seinem weiteren Weg zum Konsulat. Aber Caesar war berühmt für seine Fähigkeit, sich schnell von den Niederlagen zu erholen und der neuen Situationen anzupassen.
Ich habe mir als Ziel dieser Arbeit vorgenommen, einige Tatsachen und Ereignisse als Beweise für Caesars Nichtbeteiligung an dieser Verschwörung aufzuführen. Ich werde nicht seine politische Laufbahn bis zum Zeitpunkt der Verschwörung darlegen und auch nicht das Geschehen danach. Als Einstieg wähle ich zwei konkrete Zeitpunkte, nämlich die Zeit von 66 v. Chr. und die Zeit von 63 v. Chr. Ich möchte mich besonders auf Caesars Vorgehensweise konzentrieren und versuchen zu deuten, wie und warum er so handelte. Die in dieser Arbeit beschriebenen Personen und deren Verhältnisse sollen auch dafür Klarheit schaffen. Als Unterstützung dienten mir bei dieser Ausarbeitung die schriftlichen Quellen von Sallust, Sueton und Plutarch.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Politische Ereignisse in Rom – die Situation von 66 v. Chr.
2.1 Der Konflikt
2.2 Die Rache
2.3 Catilina und Piso
2.4 Caesar und Crassus
3 Handlungen Caesars nach 66 v. Chr. und deren Auswirkung in der Katilinarischen Verschwörung von 63 v. Chr.
3.1 Das Verfahren gegen Piso
3.2 Der Prozess um Rabirius
3.3 Caesar als Pontifex maximus
4 Die Katilinarische Verschwörung
4.1 Catilina
4.2 4Der Beginn
4.3 Cicero handelt
4.4 Die Allobroger
4.5 Caesars Position
4.6 Caesars Rede
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Gaius Julius Caesar während der Katilinarischen Verschwörung. Ziel ist es, anhand historischer Tatsachen und Ereignisse die Nichtbeteiligung Caesars an diesem Umsturzversuch zu belegen, indem seine politische Handlungsweise und Motivation im Kontext der Jahre 66 v. Chr. und 63 v. Chr. analysiert werden.
- Politische Rahmenbedingungen in Rom vor der Verschwörung.
- Analyse der Verdachtsmomente gegen Caesar und deren Widerlegung.
- Untersuchung von Caesars Verhalten in spezifischen Prozessen wie dem Prozess um Rabirius.
- Die Rolle Caesars als Pontifex maximus.
- Die kritische Auseinandersetzung mit antiken Quellen wie Sallust, Sueton und Plutarch.
Auszug aus dem Buch
3.3 Caesar als Pontifex maximus
Im Jahre 63, als sich Caesar um seine Wahl zum Prätor bemühte, wurde das Amt des Pontifex maximus frei. Caesar kandidierte und rief dadurch bei den Senatoren Entsetzen hervor. Denn das war eine unglaubliche Frechheit, dass der erst knapp 37-jährige Caesar, der noch nicht einmal Prätor war, gegen zwei zwanzig Jahre ältere Konsulare, Quintus Lutatius Catulus und Publius Servilius Isauricus, antrat. Doch Caesar kandidierte und gewann die Wahlen. Plutarch schreibt, dass er mit einem geringen Abstand vorne war, während Sueton äußert, dass der Sieg sehr deutlich ausgefallen ist: atque ita potentissimos duos competitores multumque et aetate et dignitate antecedentes superauit, ut plura ipse in eorum tribubus suffragia quam uterque in omnibus tulerit.
Der Pontifex maximus war der Ranghöchste im Priesterkollegium der pontifices im Römischen Reich. Viele bedeutende Staatsmänner strebten danach, dieses Amt anzutreten. Der Amtsinhaber hatte die Oberaufsicht über alle sakralen Angelegenheiten in Rom, insbesondere über die Priesterinnen der Vesta. Seit Sulla lag die Wahl des Pontifex maximus auf den Schulten des Senats, doch Labienus etablierte in dieser Sache ein Plebiszit, das die Abstimmung des Volkes bei dieser Wahl mitberücksichtigte. Im Verlauf des Wahlkampfes wurde dem Gegenkandidaten Caesars Catulus klar, dass der junge Caesar eine ernsthafte Konkurrenz darstellte, weil die Wähler immer noch seine Großzügigkeit während seiner Zeit als Ädil vor den Augen hatten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, Caesars Nichtbeteiligung an der Katilinarischen Verschwörung durch die Analyse historischer Ereignisse von 66 v. Chr. bis 63 v. Chr. zu belegen.
2 Politische Ereignisse in Rom – die Situation von 66 v. Chr.: Dieses Kapitel beleuchtet den politischen Hintergrund, insbesondere die gescheiterte Konsulatskandidatur von Sulla und Autronius sowie den daraus resultierenden Konflikt.
3 Handlungen Caesars nach 66 v. Chr. und deren Auswirkung in der Katilinarischen Verschwörung von 63 v. Chr.: Hier werden Caesars Handlungen wie der Prozess gegen Piso und die Wahl zum Pontifex maximus analysiert, um seine Rolle und Motive im Kontext der späteren Ereignisse zu deuten.
4 Die Katilinarische Verschwörung: Dieses Kapitel behandelt den Verlauf der Verschwörung unter Catilina, das Handeln Ciceros, die Rolle der Allobroger und Caesars kontrovers diskutierte Position während der Senatsverhandlung.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Caesars Handeln im Prozess gegen die Verschwörer Ausdruck seiner Prinzipien war und keine Hinweise auf eine tatsächliche Beteiligung am Putsch liefert.
Schlüsselwörter
Caesar, Katilinarische Verschwörung, Rom, Sallust, Cicero, Catilina, Pontifex maximus, Senat, Republik, Politik, Geschichte, Verschwörung, Prozess, Macht, Krise.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die historische Frage, ob Gaius Julius Caesar an der Katilinarischen Verschwörung beteiligt war, und beleuchtet dazu sein politisches Verhalten in dieser Zeit.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind die politischen Konflikte in Rom im Jahr 66 v. Chr., die Rolle Catilinas und die Handlungsweise Caesars in den Prozessen gegen Piso und Rabirius.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Beweise gegen eine Beteiligung Caesars an der Verschwörung zu finden und zu zeigen, dass sein Handeln stets auf legalen Wegen und eigenen Prinzipien beruhte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Analyse und Interpretation antiker schriftlicher Quellen, insbesondere von Sallust, Sueton und Plutarch, um die historischen Ereignisse nachzuvollziehen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die politische Ausgangslage, die konkreten Handlungen Caesars in den Jahren vor und während der Verschwörung sowie eine detaillierte Betrachtung des Verschwörungsverlaufs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Caesar, Katilinarische Verschwörung, Rom, Republik, Cicero, Catilina und politische Machtkämpfe.
Warum wird der Prozess um Rabirius besonders hervorgehoben?
Der Prozess ist zentral, um zu erklären, warum Caesar konsequent gegen die Todesstrafe für die Verschwörer argumentierte, da er hiermit seine eigenen Prinzipien zur Unverletzlichkeit der Volkstribune verteidigte.
Welche Bedeutung hatte Caesars Wahl zum Pontifex maximus?
Die Wahl zum Pontifex maximus unterstrich Caesars Streben nach legaler politischer Macht und Ansehen, was gegen die Annahme eines Umsturzinteresses spricht.
Wie positionierte sich Caesar in der Senatsdebatte über das Schicksal der Verschwörer?
Caesar plädierte in einer rhetorisch geschickten Rede gegen die Todesstrafe und schlug stattdessen eine lebenslange Verbannung vor, um den Senat vor voreiligen Entscheidungen aus Rache zu bewahren.
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- Swetlana Doljenko (Author), 2010, Cäsars Rolle in der Katilinarischen Verschwörung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144444