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Betriebliche Flexibilisierung von Flächentarifverträgen durch Betriebliche Bündnisse zur Beschäftigungssicherung

Theorie - Empirie und Fallbeispiele - Analyse

Title: Betriebliche Flexibilisierung von Flächentarifverträgen durch Betriebliche Bündnisse zur Beschäftigungssicherung

Seminar Paper , 2008 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Volkswirt Alexander Hilger (Author)

Economics - Case Scenarios
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Die Hausarbeit hat folgende Zielsetzungen: Zunächst gilt es den Begriff „BBBS“ ausreichend innerhalb der aktuellen Diskussionslage zu präzisieren und zu charakterisieren (Abschnitt 2). Sodann wird ein ökonomisch luzides Erklärungsmodell präsentiert, welches die Kerngedanken und auch die Vorteilhaftigkeit von BBBS widerspiegelt (Abschnitt 3), wobei zwischen einer Ex-post-Betrachtung (Abschnitt 3.1) und einer erweiternden Ex-ante-Variante differenziert werden wird (Abschnitt 3.2). Im Weiteren sollen Ergebnisse und Beobachtungen aus der praktischen Umsetzung zusammengefasst wer-den (Abschnitt 4); in diesem Zusammenhang kann auf die allgemeine Unverzichtbarkeit von empirischen Analysen und von akkuraten Ergebnissen aus ihnen als Nageltest für theoretische Modelle verwiesen werden. Die Ergebnisse speisen sich einerseits aus empirischen Befunden verschiedener Autoren (Abschnitt 4.1) und andererseits aus einzelnen ausgewählten Fallbeispielen (Abschnitt 4.2); beides zusammen garantiert ein umfassenderes Bild der praktischen Ausgestaltung von BBBS jenseits von Modellprämissen. Abschnitt 5 liefert nachfolgend eine Zusammenführung der Theorie mit der Ergebnislage – indem die theoretisch zu erwartenden Effekte geprüft werden. Ferner werden weitere Aspekte ausgebaut. Abschließen wird die Hausarbeit mit einer Kurzzusammenfassung aller gewonnen Erkenntnisse nebst eines Versuchs einen Ausblicks bzgl. BBBS zu geben (Abschnitt 6). – Die Hausarbeitkonzeption mit den einzelnen oben skizzierten Zielsetzungen folgt hiermit einer inneren Logik, die schlagwortartig mit den auf sich beziehenden Begriffen „Definition und Verortung“ (Abschnitt 2), „Modell“, das die Nützlichkeit zu beweisen sucht (Abschnitt 3), „reale Beobachtungen“ bzw. „Empirie“ (Ab-schnitt 4) sowie „Prüfung des Modells“ (Abschnitt 5) via Vergleich von Abschnitt 4 mit 3 beschrieben werden kann und die Zweckmäßigkeit und den Wirkmechanismus der BBBS im Fokus hat. Zusätzlich soll jeweils am Ende der einzelnen Abschnitte das weitere konzeptionelle Vorgehen im Folgenden wiederholt erläutert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Begründung der Gliederungskonzeption nebst Einordnung des Themas

2 Präzisierung des Begriffs „BBBS“

3 Theoretisches Erklärungsmodell

3.1 BBBS als effiziente Kontrakte

3.2 Modellmodifikation: Gewinnbeteiligung

4 Befunde und Erfahrungen aus der Praxis

4.1 Empirische Datenlage

4.2 Konkretisierung mittels Fallbeispielen

5 Zusammenführende Analyse und Kritik

6 Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht betriebliche Bündnisse zur Beschäftigungs- und Standortsicherung (BBBS) als Instrument zur Flexibilisierung von Flächentarifverträgen. Dabei wird das Ziel verfolgt, ein theoretisches Erklärungsmodell für die Vorteilhaftigkeit solcher Bündnisse zu präsentieren und dieses anhand empirischer Daten sowie konkreter Fallbeispiele kritisch zu analysieren, um den Nutzen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu bewerten.

  • Präzisierung des Begriffs „BBBS“ in der aktuellen Diskussion
  • Entwicklung eines theoretischen Modells auf Basis effizienter Kontrakte
  • Analyse praktischer Erfahrungen und Wirkungsmechanismen
  • Reflektion der rechtlichen Rahmenbedingungen und des Flächentarifvertrags

Auszug aus dem Buch

3.1 BBBS als effiziente Kontrakte

Die BBBS können theoretisch gedeutet werden als effiziente bzw. optimale Verträge zwischen AN-Vertretung (in Gestalt des jeweiligen BRs, nicht der Gewerkschaft als solcher!) und Unternehmensleitung eines konkreten Betriebs. Dabei kommt es zu einem paretoeffizienten Ex-post-Verhandlungsergebnis bzgl. einer aktuellen Krisensituation (vgl. ebd., 12) durch internes Auffangen von Anpassungslasten (vgl. ebd., 4). Fußen tut dies auf dem Gedanken des Coase-Theorems, wie Berthold selbst anmerkt (vgl. ebd., 3 sowie 11 f.), welches besagt, dass die von einer Externalität Betroffenen eine effiziente Lösung durch Verhandlungen finden können, wenn Eigentumsrechte eindeutig verteilt sind und es keine Transaktionskosten gibt, unabhängig von der Zuteilung der Eigentumsrechte (vgl. Bannier 2005, 11 f.). Letztlich bedeutet dies, dass bei einem gelungenen betrieblichen Bündnis die Nutzen beider (!) Vertragsparteien erhöht werden im Vergleich zur Lösung in einem (inflexiblen) FTVssystems; eine grafische Theorieerklärung ist in der Lage dies zu illustrieren (vgl. Abbildung 2, Falttafel auf letzter Seite!).

Ehe jedoch eine Erläuterung der Abbildung 2 erfolgt, sei festgehalten, dass trotz der vielfältigen Maßnahmen, die sowohl AG als auch AN sich gegenseitig zusagen können (vgl. Abschnitt 2), eine Simplifizierung in dem Effiziente-Kontrakte-Modell vorgenommen wird: Egal, welche AN-Zusagen gemacht werden, sie stellen letztlich nur eine Entgeltabsenkung dar, und analog wird jede AG-Zusage als ein Beschäftigungssicherungseffekt aufgefasst. Damit reduziert sich das Modell auf das Wesentliche eines Tauschs „Entgelt gegen Beschäftigungs- und letztlich Standortsicherheit“ (vgl. Berthold/Brischke/Stettes 2003a, 12).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Begründung der Gliederungskonzeption nebst Einordnung des Themas: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau der Arbeit und ordnet betriebliche Bündnisse zur Beschäftigungs- und Standortsicherung (BBBS) in den Kontext von Lohn- und Entgeltsystemen ein.

2 Präzisierung des Begriffs „BBBS“: Hier erfolgt eine Definition von BBBS als befristete, betriebsspezifische Verträge sowie eine Kategorisierung verschiedener Ausgestaltungstypen.

3 Theoretisches Erklärungsmodell: In diesem Kapitel wird das theoretische Konzept der BBBS als effiziente Verträge hergeleitet und um die dynamische Variante der Gewinnbeteiligung erweitert.

4 Befunde und Erfahrungen aus der Praxis: Dieses Kapitel fasst empirische Forschungsergebnisse zusammen und analysiert konkrete Fallbeispiele, um die reale Wirksamkeit der Bündnisse zu prüfen.

5 Zusammenführende Analyse und Kritik: Hier werden Theorie und Praxis verglichen sowie die kritische Auseinandersetzung mit dem rechtlichen Rahmen und der Rolle des Flächentarifvertrags geführt.

6 Resümee und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der BBBS.

Schlüsselwörter

Betriebliche Bündnisse zur Beschäftigungs- und Standortsicherung, BBBS, Flächentarifvertrag, FTV, Flexibilisierung, Tarifautonomie, Entgeltsysteme, Beschäftigungssicherung, Krisenmanagement, Gewinnbeteiligung, Arbeitszeitkonten, Pareto-Effizienz, Betriebliche Mitbestimmung, Standortvorteil, Tariföffnungsklausel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit betrieblichen Bündnissen zur Beschäftigungs- und Standortsicherung (BBBS) als Mittel zur Flexibilisierung von Flächentarifverträgen in deutschen Betrieben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung der BBBS, ihre empirische Verbreitung und die Auswirkungen auf die Arbeitsbeziehungen sowie das Spannungsfeld zwischen betrieblicher Flexibilität und dem Flächentarifvertrag.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den ökonomischen Wirkungsmechanismus von BBBS zu analysieren und zu prüfen, inwieweit diese Bündnisse tatsächlich einen wechselseitigen Nutzen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer stiften können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Herleitung auf Basis mikroökonomischer Modelle (effiziente Kontrakte) sowie eine empirische Auswertung vorliegender Studien und Fallbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Modellbildung, die Darstellung empirischer Befunde aus der Unternehmenspraxis und eine kritische Diskussion der rechtlichen Rahmenbedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind BBBS, Flächentarifvertrag, Beschäftigungssicherung, Tarifautonomie, Flexibilisierung, Effiziente Kontrakte und betriebliche Mitbestimmung.

Warum ist das "Günstigkeitsprinzip" für BBBS rechtlich problematisch?

Da das Günstigkeitsprinzip vorschreibt, dass vom Flächentarifvertrag abweichende Regelungen nur zu Gunsten der Arbeitnehmer erfolgen dürfen, ist der Tausch von Lohn gegen Beschäftigungssicherung rechtlich oft nicht gedeckt.

Inwieweit kann eine Gewinnbeteiligung die Situation verbessern?

Die Gewinnbeteiligung ermöglicht eine Ex-ante-Vereinbarung, die eine automatische Anpassung an exogene Schocks erlaubt, wodurch kostspielige Nachverhandlungen und Entlassungen vermieden werden können.

Können Unternehmen BBBS missbrauchen?

Ja, die Arbeit weist darauf hin, dass Unternehmen nach dem Abschluss eines Bündnisses trotz getätigter Lohnzugeständnisse der Arbeitnehmer entlassen können, um ihre eigene Gewinnsituation zu optimieren.

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Details

Title
Betriebliche Flexibilisierung von Flächentarifverträgen durch Betriebliche Bündnisse zur Beschäftigungssicherung
Subtitle
Theorie - Empirie und Fallbeispiele - Analyse
College
University of Trier
Grade
1,3
Author
Dipl.-Volkswirt Alexander Hilger (Author)
Publication Year
2008
Pages
28
Catalog Number
V144504
ISBN (eBook)
9783640554508
ISBN (Book)
9783640554720
Language
German
Tags
Betriebliche Bündnisse für Arbeit Flexibilisierung effiziente Kontrakte VWL Tarifvertrag Öffnungsklausel Arbeitsökonomik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Volkswirt Alexander Hilger (Author), 2008, Betriebliche Flexibilisierung von Flächentarifverträgen durch Betriebliche Bündnisse zur Beschäftigungssicherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144504
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