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Medienerziehung im Fach Politik und Wirtschaft

Titel: Medienerziehung im Fach Politik und Wirtschaft

Essay , 2009 , 8 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Tim Conrads (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Wahlkampf Barack Obamas, die Piratenpartei und die Online-Petition gegen eine „Indizierung und Sperrung von Internetseiten“ zeigen, dass es in der Zukunft immer häufiger zu Überschneidungen zwischen dem politischen Geschehen und den neuen Medien geben wird.
Und auch im Bereich der Schulen nehmen die Medien eine immer wichtigere Rolle ein. Mittlerweile nutzen in der Altersgruppe von 10 bis 11 Jahren 87 Prozent der Jungen und 84 Prozent der Mädchen den Computer regelmäßig, in der Altergruppe von 12 bis 13 Jahren sind es bereits 91 Prozent.1
Diese Entwicklung hat sowohl positive als auch negative Folgen für den Unterricht. Informationen werden mittlerweile nicht mehr aus gedruckten Lexika gesammelt, Recherchen finden kaum noch in Bibliotheken statt und an Diskussionen über aktuelle nationale und internationale Politik beteiligen sich Menschen aus ganz Deutschland und der ganzen Welt. Neben den massiven zeitlichen Einsparungen, können Diskussionen über aktuelle politische Ereignisse ein Grad an Komplexität erreichen, wie es in einer Schulklasse alleine nicht möglich ist.
Dem gegenüber steht die Tatsache, dass die Vernetzung der Schüler negative Folgen haben kann. Durch die Bereitstellung von Hausaufgaben im Internet wird den SchülerInnen in den Geisteswissenschaften die Möglichkeit genommen, eigene Standpunkte zu entwickeln. Die kritische Reflexion der fremden Standpunkte und Quellen erfolgt dabei selten.
Betrachtet man die Aufgaben und Ziele des Unterrichtsfaches „Politik und Wirtschaft“, so wird deutlich, dass genau dies eine der Grundanforderungen an den Unterricht darstellt:
„Aufgabe des Faches Politik und Wirtschaft ist es, die Kenntnisse und Einsichten zu vermitteln, die zum Verständnis politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Sachverhalte erforderlich sind und die Grundlage eines politischen
Urteils bilden sollen.“2
Das Ziel des Unterrichtes sollte es also sein, den SchülerInnen neben der Vermittlung von Kenntnissen auf fachlicher Ebene, einen kritischen Umgang mit den Inhalten von Medien zu vermitteln und sie im Hinblick auf Medienkompetenz zu schulen.

Im Rahmen dieser Ausarbeitung wird kurz erläutert, was unter dem Begriff der Medienkompetenz zu verstehen ist und aus welchem Grund es sinnvoll ist die Vermittlung in den Politik- und Wirtschaftsunterricht zu integrieren. Dies erfolgt anhand einer Orientierung am Rahmenlehrplan des Hessischen Kultusministeriums für das Gymnasium.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Medienkompetenz

3. Integration von Medienkompetenz in Politik- und Wirtschaftsunterricht

4. UE: „Internationale Zusammenarbeit und Friedenssicherung“

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Medienkompetenz sinnvoll in den Politik- und Wirtschaftsunterricht integriert werden kann, um Schülern einen kritischen Umgang mit digitalen Informationsquellen zu ermöglichen und den fachlichen Kompetenzerwerb zu fördern.

  • Definition und Dimensionen der Medienkompetenz nach Dieter Baacke
  • Integration von Medienkompetenz in den Lehrplan des Faches Politik und Wirtschaft
  • Praktische Umsetzung durch einen Unterrichtsentwurf zur „Internationalen Zusammenarbeit und Friedenssicherung“
  • Reflexion des kritischen Umgangs mit Online-Inhalten im schulischen Kontext

Auszug aus dem Buch

4. UE: „Internationale Zusammenarbeit und Friedenssicherung“

Der Unterrichtsentwurf findet in einer Doppelstunde der 10. Klasse des Gymnasiums statt. Die Klasse umfasst 25 Schüler bei 12 Jungen und 13 Mädchen. Das Thema der Unterrichtseinheit ist „Frieden in Europa – Stationierung eines Raketenabwehrsystems“ (gemäß Lehrplan), das inhaltliche Ziel ist ein kritischer Umgang mit Online-Inhalten.

Als Vorbereitung wird die Klasse per Zufallsverfahren in Kleingruppen á 5 SchülerInnen eingeteilt. Jede der Gruppen erhält hierbei die Aufgabe, die Position eines politischen Akteurs im Internet zu recherchieren, pro Kleingruppe stehen zwei Computer zur Verfügung.

Die Akteure sind

- Vereinigten Staaten von Amerika,

- Russland,

- Nato,

- Friedensforum / Friedensbewegung,

- Deutschland.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung digitaler Medien im politischen Diskurs und Schulalltag sowie die Notwendigkeit, Medienkompetenz als zentrale Anforderung im Politikunterricht zu verankern.

2. Medienkompetenz: Dieses Kapitel definiert Medienkompetenz nach Dieter Baacke und gliedert sie in die vier zentralen Dimensionen Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung.

3. Integration von Medienkompetenz in Politik- und Wirtschaftsunterricht: Der Abschnitt erläutert die curriculare Verankerung der Medienkompetenz im hessischen Lehrplan und betont die Notwendigkeit eines prozessbezogenen Kompetenzerwerbs.

4. UE: „Internationale Zusammenarbeit und Friedenssicherung“: Es wird ein konkreter Unterrichtsentwurf für die 10. Klasse vorgestellt, in dem Schüler durch Internetrecherche zu verschiedenen Akteuren einen kritischen Umgang mit Informationen erproben.

5. Fazit: Das Fazit resümiert den Nutzen der Medienintegration im Unterricht und hebt den Gewinn für die Sozialisation der Schüler sowie die Aktualität des Lernmaterials hervor.

Schlüsselwörter

Medienkompetenz, Politikunterricht, Wirtschaftsunterricht, Dieter Baacke, Medienkritik, Mediennutzung, Unterrichtsentwurf, Medienbildung, Internetrecherche, politische Bildung, Lehrplan, digitale Medien, Informationsverarbeitung, kritische Reflexion, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration von Medienkompetenz in den Politik- und Wirtschaftsunterricht an Gymnasien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die theoretische Einordnung von Medienkompetenz nach Baacke und die praktische Umsetzung im Rahmen des hessischen Lehrplans.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Schüler durch den gezielten Einsatz digitaler Medien im Unterricht fachliche Lernziele erreichen und gleichzeitig einen kritischen Umgang mit Quellen erlernen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung sowie eine didaktische Konzeption in Form eines Unterrichtsentwurfs.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung der Medienkompetenz und deren Verknüpfung mit den inhaltlichen Anforderungen des Politik- und Wirtschaftsunterrichts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Medienkompetenz, politische Bildung, Medienkritik und prozessbezogener Kompetenzerwerb.

Welches konkrete Fallbeispiel wird im Unterrichtsentwurf genutzt?

Die Unterrichtseinheit thematisiert die „Stationierung eines Raketenabwehrsystems“ als Teil des Themas „Frieden in Europa“.

Warum ist laut Autor die Nutzung des Internets im Unterricht vorteilhaft?

Der Autor argumentiert, dass das Internet den Schülern den Zugriff auf aktuelleres Informationsmaterial ermöglicht als statische Schulbücher und sie zudem auf einen verantwortungsvollen, nicht rein konsumorientierten Computergebrauch vorbereitet.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Medienerziehung im Fach Politik und Wirtschaft
Hochschule
Universität Kassel
Note
2,0
Autor
Tim Conrads (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
8
Katalognummer
V144511
ISBN (eBook)
9783640548385
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medien Medienerziehung Politik Wirtschaft Politik und Wirtschaft Erziehung Pädagogik Unterricht Unterrichtsentwurf
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tim Conrads (Autor:in), 2009, Medienerziehung im Fach Politik und Wirtschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144511
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Leseprobe aus  8  Seiten
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