Fallbeispiele als Vorlage für Rollenspiele um Mobbing in der Schule einzudämmen
In der folgenden Ausarbeitung versuche ich, die Frage zu klären, wie man anhand eines Fallbeispiels, welches mit der Methode des Rollenspiels dargestellt wird, Mobbing in der Schule eindämmen kann.
Zunächst wird eine Definition des Begriffs Mobbing gegeben. Anschießend werden mögliche Erscheinungsformen, u.a. anhand von Fallbeispielen, aufgezeigt.
Im Resümee nehme ich Bezug auf eine mögliche Umsetzung des Fallbeispieles und auf Erkenntnisse, die man daraus gewinnen kann und zeige Verwendungsmöglichkeiten der Methode des Rollenspiels und des Fallbeispiels zur präventiven Gewaltvorbeugung in der Schule auf.
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Mobbing
3. Fallbeispiel zum Mobbing
4. Rollenspiele
5. Resümee
6. Quellenverzeichnis
Literaturverzeichnis
Internetquellen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Methode des Rollenspiels genutzt werden kann, um Mobbing-Vorfälle im schulischen Kontext konstruktiv aufzuarbeiten und präventiv Gewalt entgegenzuwirken.
- Definition und Erscheinungsformen von Mobbing
- Analyse eines konkreten Fallbeispiels aus der Schulpraxis
- Die pädagogische Methode des Rollenspiels und Rollentauschs
- Lehrerverhalten in Konfliktsituationen
- Möglichkeiten zur präventiven Gewaltvorbeugung in der Schule
Auszug aus dem Buch
4. Rollenspiele
Es stellen sich die Fragen, wie sich dieses Fallbeispiel interaktiv und mit welchen Personen in einem Rollenspiel umsetzen lässt und welche Prozesse bei diesem Rollenspiel ablaufen? Zunächst gehe ich auf den Sinn und Zweck der Methode Rollenspiel und seine Anwendungsmöglichkeiten ein.
Unter einem Rollentausch wird ein „Wechsel von Aufgaben und Pflichten zwischen Personen meist zur Verbesserung der Fähigkeit zur Rollenübernahme oder des gegenseitigen Verständnisses“ bezeichnet. Die „Rollenübernahme bezeichnet die Fähigkeit, die Rolle einer Person, des ´Gegenübers`, selbst gedanklich zu repräsentieren; sei es um das eigene Verhalten an der Rolle des anderen auszurichten, oder um das Verhalten des anderen besser zu verstehen“(Tenorth, Tippelt, 2007, S.607-608).
Hieran wird deutlich, dass eine Rollenübernahme einen Perspektivenwechsel voraussetzt: Ich muss zuerst geistig eine andere Sichtweise nachvollziehen, um diese anschließend in einem Rollenspiel darstellen zu können.
In dem Buch „Unterricht verstehen – planen – gestalten – auswerten“ werden fünf Anlässe für ein Rollenspiel in der Schule genannt.
1. Situation klären
2. Möglichkeiten ausprobieren
3. Konflikte lösen
4. Theater aufführen
5. Einüben von Gesprächsmustern im Fremdsprachenunterricht
(Grunder, u.a. 2007, S.195)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Fragestellung der Arbeit, die sich mit der methodischen Aufarbeitung von Mobbing-Fällen mittels Rollenspielen im schulischen Alltag befasst.
2. Mobbing: Dieses Kapitel definiert Mobbing als physische und psychische Gewalt, erläutert das Täter-Opfer-Verhältnis und beschreibt typische Rollenmuster sowie die negativen Auswirkungen auf Betroffene.
3. Fallbeispiel zum Mobbing: Hier wird ein konkretes, während eines Praktikums beobachtetes Ereignis in einer 7. Klasse geschildert und theoretisch als Fallbeispiel verortet.
4. Rollenspiele: Das Kapitel beleuchtet den pädagogischen Nutzen von Rollenspielen und Rollentausch als Simulationsplattform, um Verhaltensweisen in Konfliktsituationen zu erproben und Perspektivwechsel zu fördern.
5. Resümee: Im Resümee werden die theoretischen Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen aus einem Seminar für Lehramtsstudierende verknüpft, um verschiedene Interventionsmöglichkeiten von Lehrkräften zu bewerten.
6. Quellenverzeichnis: Dieses Kapitel listet die für die Ausarbeitung herangezogene Fachliteratur sowie die verwendeten Internetquellen auf.
Schlüsselwörter
Mobbing, Schule, Rollenspiel, Gewaltprävention, Täter-Opfer-Verhältnis, Fallbeispiel, Rollentausch, Lehrverhalten, Konfliktlösung, Perspektivenwechsel, Simulation, soziale Kompetenz, Schulalltag, pädagogische Methoden, Interaktion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht, wie Mobbing im schulischen Umfeld durch den Einsatz von Fallbeispielen und Rollenspielen als pädagogische Interventionsmethode bearbeitet werden kann.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Mobbing, der Analyse von Täter-Opfer-Dynamiken sowie der praktischen Anwendung von Rollenspielen zur Konfliktbearbeitung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Handlungsoptionen für Lehrkräfte aufzuzeigen, wie sie Mobbing-Situationen nicht nur unterbinden, sondern durch gezielte Reflexion und Rollenarbeit langfristig pädagogisch bearbeiten können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung sowie der Analyse eines konkreten, empirisch beobachteten Fallbeispiels aus der schulischen Praxis.
Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Mobbing-Begriffs, eine Fallstudie und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Methode des Rollenspiels.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wesentlichen Begriffe sind Mobbing, Rollenspiel, Gewaltprävention, Lehrerhandeln und Perspektivwechsel.
Warum ist das Täter-Opfer-Verhältnis laut der Autorin so entscheidend?
Weil Mobbing kein isoliertes Ereignis ist, sondern von einem Machtgefälle lebt, das durch das Verhalten der Lehrkraft entweder durchbrochen oder unbewusst aufrechterhalten werden kann.
Welches Ergebnis zeigt das Rollenspiel-Experiment mit den Studierenden?
Es zeigt, dass rein autoritäres Eingreifen oft zu Ausweichverhalten der Täter führt, während eine gezielte, moderierte Auseinandersetzung mit den Tätern und Opfern produktivere Lernprozesse ermöglicht.
- Quote paper
- Eva Starke (Author), 2008, Mobbing in der Schule - Rollenspiele als Lösungsansatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144515