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Krankenversicherung auf dem Weg in eine neue Zukunft?

Was bringen Bürgerversicherung oder Kopfpauschale? - Ein Vergleich

Title: Krankenversicherung auf dem Weg in eine neue Zukunft?

Seminar Paper , 2006 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Brigitte Krumfuß (Author)

Sociology - Medicine and Health
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Das deutsche Gesundheitssystem wurde schon seit den letzten Jahren umfänglichen Reformen ausgesetzt. Das Ziel bestand überwiegend darin, die Ausgaben zu senken sowie die Wirksam-keit und Wirtschaftlichkeit des Versorgungsgeschehens zu erhöhen. Zugleich aber ist mit den Reformen auch beabsichtigt, das Gesundheitssystem an neue gesellschaftliche Anforderungen wie eine immer älter werdende Bevölkerung oder die differenzierenden Krankheitsbilder an-zupassen. Um diesem Vorgang schlüssig folgen zu können erscheint es mir Zweckmäßig mit der Historie der Krankenversicherung zu Beginnen und die verschiedenen Veränderungen und Reformen und ihrer Wirksamkeit zu betrachten. Hiernach werde ich kurz auf das System der Krankenversicherung eingehen und die wichtigsten Unterschiede der gesetzlichen Kranken-kasse und Private Krankenkasse herausarbeiten. Anbei werde ich auch auf die Finanzierung selbst und den Risikostrukturausgleich als „Finanzumverteiler“ eingehen um auch die ver-schiedenen Probleme die diese Form mit sich bringt aufzuzeigen. Da aber weit reichend die Finanzierung des Gesundheitssystems nicht gewährleistet scheint, werde ich mir als Ab-schluss ansehen was uns die neuen Reformvorschläge „Bürgerversicherung“ und „Kopfpau-schale“ als mögliche Lösungswege aufzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die historische Entwicklung des deutschen Gesundheitssystems

2.1. Bismarcksche Sozialgesetzgebung

2.2. Die Reichsversicherungsordnung von 1911

2.3. Die gesetzliche Krankenversicherung 1933 - 1969

2.4. Im Zeichen der Reform: 1970 - 2000

2.5. Gesundheitsreform 2000 bis heute

3. Die Krankenversicherungen

3.1. Die Finanzierung und der Risikostrukturausgleich

3.2. Die Bürgerversicherung

3.3. Vor und Nachteile der Bürgerversicherung

3.4. Die Kopfpauschale

3.5. Vor und Nachteile der Kopfpauschale

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung des deutschen Krankenversicherungssystems sowie die aktuelle Problematik steigender Kosten und demografischer Veränderungen. Ziel ist es, die Konzepte der „Bürgerversicherung“ und der „Kopfpauschale“ als alternative Lösungsansätze für eine nachhaltige Finanzierung des Gesundheitssystems vergleichend zu analysieren und kritisch zu bewerten.

  • Historische Evolution der deutschen Sozialgesetzgebung
  • Struktur und Funktionsweise des aktuellen Finanzierungssystems und Risikostrukturausgleichs
  • Detaillierte Analyse des Modells der Bürgerversicherung
  • Detaillierte Analyse des Modells der Kopfpauschale
  • Vergleich der Auswirkungen auf Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Staat

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Finanzierung und der Risikostrukturausgleich

Die GKV hat gegenüber dem Gesetzgeber viele einzuhaltende Aufgaben wie Prävention, Kuration und auch Rehabilitation (Werner et al. 1994, S.134) die es zu finanzieren gilt. Das Gesundheitssystem bzw. die Krankenkassen werden überwiegend durch Versicherungsbeiträge finanziert, die (mit einigen Ausnahmen) paritätisch von Arbeitnehmern und Arbeitgebern aufgebracht werden. Die Beiträge werden „als Prozentsatz der beitragspflichtigen Einnahmen erhoben“ (Simon 2005, S.11) und sind somit von der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit abhängig, nicht aber risikoäquivalent wie in der PKV. Das gegenwärtige GKV-System sieht sich mit zunehmenden Finanzierungsproblemen konfrontiert, da einerseits eine anhaltende Erosion der Einnahmen und andererseits ein stetiger Anstieg der Gesundheitsausgaben zu verzeichnen sind.

Medizinischer Fortschritt, unterproportionales „Wachstum der Löhne und Gehälter“ (Simon 2005, S.117) durch z.B. Arbeitslosigkeit und eine immer älter werdende Bevölkerung, damit verbunden eine zunehmende Erkrankungshäufigkeit, lassen die Kosten im Bereich der Medizin steigen. Eine zunehmende Anzahl an so genannten schlechten Risiken ist daher vorprogrammiert und der Kampf um die guten Risiken auch. Um dem entgegenzuwirken wurde „ab 1994 ein so genannter Risikostrukturausgleich (RSA) zwischen den Krankenkassen eingeführt“ (a.a.O., S.120). Mit dem RSA sollen die über Jahrzehnte verfestigte Verwertung in den Krankenkassenstrukturen jener Risikofaktoren, auf die die einzelnen Krankenkassen keinen Einfluss haben, abgebaut werden. Er soll dafür sorgen, dass auch eine Kasse mit besonders ungünstiger Versichertenstruktur - die zwangsläufig höhere Ausgaben mit sich bringt - die ganze Bandbreite der medizinisch notwendigen Leistungen für alle ihre Versicherten erbringen kann (Oberender 1994, S.89).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Notwendigkeit gesundheitspolitischer Reformen vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung und stellt die Analyseziele sowie die untersuchten Reformmodelle vor.

2. Die historische Entwicklung des deutschen Gesundheitssystems: Dieses Kapitel zeichnet den Weg von antiken Wurzeln über die Bismarcksche Sozialgesetzgebung bis hin zu den zahlreichen Gesundheitsreformen des späten 20. Jahrhunderts nach.

3. Die Krankenversicherungen: Das Kapitel erläutert die Strukturen von GKV und PKV, den Finanzierungsmechanismus und den Risikostrukturausgleich, bevor es detailliert auf die Reformmodelle Bürgerversicherung und Kopfpauschale eingeht.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und bewertet die vorgestellten Reformoptionen hinsichtlich ihrer sozialen Verträglichkeit und Nachhaltigkeit für das deutsche Gesundheitssystem.

Schlüsselwörter

Krankenversicherung, GKV, PKV, Bürgerversicherung, Kopfpauschale, Risikostrukturausgleich, Gesundheitsreform, Sozialgesetzgebung, Solidaritätsprinzip, Finanzierung, Lohnzusatzkosten, Demografie, Gesundheitswesen, Reformoptionen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Zukunftssicherheit des deutschen Krankenversicherungssystems und den verschiedenen Ansätzen, dieses vor dem Hintergrund wirtschaftlicher und demografischer Herausforderungen nachhaltig zu finanzieren.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der Sozialversicherungen, die Funktionsweise der aktuellen Finanzierung über Beiträge sowie eine vergleichende Betrachtung der Reformvorschläge Bürgerversicherung und Kopfpauschale.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Untersuchung der Frage, wie das deutsche Gesundheitssystem reformiert werden kann, um sowohl effizient als auch solidarisch auf neue gesellschaftliche Anforderungen wie eine alternde Bevölkerung zu reagieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Untersuchung bestehender Reformmodelle und deren ökonomischen Auswirkungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der historischen Entwicklung, die Erläuterung der Versicherungsstrukturen und eine detaillierte Analyse der Konzepte Bürgerversicherung und Kopfpauschale sowie deren Vor- und Nachteile.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Krankenversicherung, Bürgerversicherung, Kopfpauschale, Risikostrukturausgleich, Solidaritätsprinzip, Beitragsfinanzierung und Gesundheitsreform.

Welche Rolle spielt der Risikostrukturausgleich bei der Finanzierung?

Er dient als „Finanzumverteiler“ zwischen den Krankenkassen, um Nachteile auszugleichen, die durch unterschiedliche Versichertenstrukturen entstehen, und soll einen fairen Wettbewerb sowie die flächendeckende Versorgung sicherstellen.

Was unterscheidet die Bürgerversicherung von der Kopfpauschale?

Während die Bürgerversicherung auf eine Einbeziehung aller Bürger und Einkunftsarten nach dem Leistungsfähigkeitsprinzip setzt, basiert die Kopfpauschale auf einkommensunabhängigen Beiträgen und folgt eher dem Äquivalenzprinzip.

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Details

Title
Krankenversicherung auf dem Weg in eine neue Zukunft?
Subtitle
Was bringen Bürgerversicherung oder Kopfpauschale? - Ein Vergleich
College
University of Duisburg-Essen
Grade
2,0
Author
Brigitte Krumfuß (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V144555
ISBN (eBook)
9783640555734
ISBN (Book)
9783640555574
Language
German
Tags
Krankenversicherung Zukunft Bürgerversicherung Kopfpauschale Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Brigitte Krumfuß (Author), 2006, Krankenversicherung auf dem Weg in eine neue Zukunft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144555
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