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Der Vermisstenfall "Peggy Knobloch". Tatablaufhypothese und Lehren für zukünftige Ermittlungen

Title: Der Vermisstenfall "Peggy Knobloch". Tatablaufhypothese und Lehren für zukünftige Ermittlungen

Term Paper , 2023 , 21 Pages , Grade: 15,0

Autor:in: Kristin Wassermann (Author)

Law - Criminal process, Criminology, Law Enforcement
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Im Rahmen dieser Hausarbeit werden zunächst Erkenntnisse zum Vermisstenfall "Peggy Knobloch" geschildert. Anhand dieser Fakten wird eine möglichst schlüssige und nachvollziehbare Tatablaufhypothese erstellt. Die Ermittlungsarbeit der Polizei wurde zunehmend durch die Öffentlichkeit kritisiert. Nach der Tatablaufhypothese folgt ein Überblick über die Fehler, welche die Polizei während ihren Ermittlungstätigkeiten gemacht hat. Dies soll zukünftig eine verbesserte Bearbeitung anderer Vermisstenfälle gewährleisten.

In Deutschland waren am 01.01.2022 im Informationssystem der Polizei (INPOL) insgesamt 8.800 Fälle vermisster Personen registriert. Etwa 200 bis 300 Vermisstenfahndungen werden täglich neu erfasst sowie wegen Erledigung gelöscht. Etwa die Hälfte der Vermisstenfälle erledigt sich innerhalb der ersten Woche. Nur ein kleiner Anteil von drei Prozent bleibt länger als ein Jahr vermisst.

So auch in dem Fall Peggy Knobloch, ein damals neunjähriges Mädchen aus Lichtenberg, welches am 07.05.2001 auf dem Heimweg von der Schule verschwand. Insgesamt befasste sich die Polizei mit circa 6.400 Ermittlungsspuren und führte rund 3.600 Vernehmungen durch. Die Skelettteile des Mädchens wurden 2016 in einem Waldstück bei Rodacherbrunn in Thüringen gefunden.

Minderjährige gelten gemäß Punkt 2.1.2 der Polizeidienstvorschrift (PDV) 389 als vermisst, "wenn sie ihren gewohnten Lebenskreis verlassen haben und ihr Aufenthalt unbekannt ist. Bei ihnen muss grundsätzlich eine Gefahr für Leib oder Leben angenommen werden, solange Erkenntnisse oder Ermittlungen nichts anderes ergeben".

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Erkenntnisse zum Vermisstenfall Peggy

2.1 Vorgeschichte

2.2 Tag des Verschwindens

2.3 Verdächtige

2.4 Skelettfund

3 Tatablaufhypothese

3.1 Vortatphase

3.2 Haupttatphase

3.3 Nachtatphase

4 Kritik an der Polizei

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit analysiert den Vermisstenfall Peggy Knobloch, um auf Basis der bekannten Ermittlungsfaktoren eine konsistente Tatablaufhypothese zu entwickeln und die rechtsstaatlich kritische Polizeiarbeit in diesem Fall aufzuarbeiten.

  • Rekonstruktion des Verschwindens von Peggy Knobloch im Jahr 2001
  • Detaillierte Untersuchung verschiedener Tatverdächtiger und deren Alibis
  • Erstellung einer hypothetischen Tatablaufskizze unter Berücksichtigung der Umstände
  • Kritische Reflexion polizeilicher Ermittlungsmethoden und Fehler

Auszug aus dem Buch

3.2 Haupttatphase

Holger sammelte Peggy in der Nähe des Henri-Marteau-Platz ein. Peggy stieg ohne Bedenken zu ihm ins Fahrzeug, da sie ihn kannte und ihm vertraute. Gemeinsam mit Holger und dem anderen Mädchen verbrachte Peggy den Nachmittag. Wenn die Zeugen, die Peggy noch nach dem 07.05.2001 gesehen haben wollen, die Wahrheit gesagt haben, dann hat Holger Peggy nicht an diesem Tag umgebracht. In den darauffolgenden Tagen hat Holger Peggy versteckt gehalten. Wenn der Spaziergänger am 10.05.2001 tatsächlich in dem Waldstück ein lebloses Mädchen auf dem Boden liegen sehen hat, dann liegt die Vermutung nahe, dass er Peggy in diesem Waldstück versteckt gehalten hat. Vielleicht war Peggy zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht tot, eventuell war sie nur bewusstlos. Holger hatte wohl mitbekommen, dass ein Spaziergänger kam und sich in der Nähe versteckt. Als der Spaziergänger wieder ging, nahm Holger Peggy wieder mit und verließ das Waldstück. Holger missbrauchte Peggy mehrfach, bis er sie schließlich erwürgte. Vermutlich war es anfangs gar nicht der Plan von Holger, Peggy umzubringen, aber er hat keine andere Möglichkeit gesehen, nachdem er Peggy derart missbraucht hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangssituation bei Vermisstenfällen in Deutschland und führt in den konkreten Fall Peggy Knobloch ein.

2 Erkenntnisse zum Vermisstenfall Peggy: Liefert den biografischen Kontext, den Verlauf des Verschwindungstages sowie eine Analyse der Verdächtigen und der Umstände des Skelettfundes.

3 Tatablaufhypothese: Entwirft ein theoretisches Szenario, das die Ereignisse vor, während und nach der Tat auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse strukturiert.

4 Kritik an der Polizei: Hinterfragt kritisch die Ermittlungsarbeit, insbesondere in Bezug auf fragwürdige Vernehmungsmethoden und fehlerhafte Annahmen der SOKO.

5 Fazit: Fasst den ungelösten Status des Falls zusammen und reflektiert über die Bedeutung von Ermittlungsfehlern für den Ausgang des Verfahrens.

Schlüsselwörter

Peggy Knobloch, Kriminalfall, Vermisstenfall, Ermittlungsfehler, Tatablaufhypothese, Holger Eckert, Ulvi Kulac, Polizeiarbeit, SOKO, Kindesmissbrauch, Zeugenaussagen, Spurensicherung, Kriminalistik, Rechtsstaatlichkeit, forensische Ermittlungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der juristischen und faktischen Aufarbeitung des Vermisstenfalls Peggy Knobloch, einem der aufsehenerregendsten Kriminalfälle Deutschlands.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die chronologische Aufarbeitung des Falls, die Prüfung unterschiedlicher Tatverdächtiger sowie die kritische Reflexion polizeilicher Ermittlungsprozesse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, auf Grundlage der Faktenlage eine nachvollziehbare Tatablaufhypothese zu formulieren und systemische Fehler bei der Polizeiarbeit zu identifizieren, um Erkenntnisse für zukünftige Fälle zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine deskriptive und analytische Aufarbeitung von Akten, Zeugenaussagen und Medienberichten im Rahmen einer Fallstudie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Erkenntnisse, die Entwicklung eines hypothetischen Tathergangs und eine detaillierte Kritik an den polizeilichen Methoden.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kriminalistik, Missbrauch, Ermittlungsversagen, Justizirrtum und Vermisstenfahndung charakterisiert.

Warum stand der Verdächtige Ulvi Kulac so stark im Fokus der Polizei?

Ulvi Kulac geriet in den Fokus aufgrund seines geistigen Gesundheitszustandes, exhibitionistischer Auffälligkeiten und eines letztlich widerrufenen Geständnisses, das nach nicht-konformen Vernehmungsmethoden zustande kam.

Welche Rolle spielt die Person Holger Eckert in der Hypothese?

Aufgrund seiner pädophilen Neigungen, seiner Vorgeschichte und der nachgewiesenen Lügen dient Holger Eckert in dieser Arbeit als Hauptbezugspunkt für die aufgestellte Tatablaufhypothese.

Was hat es mit der sogenannten "Trugspur" im Fall Peggy auf sich?

Hierbei handelt es sich um DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt (NSU), die zwar am Fundort der Leiche gefunden wurden, jedoch laut Staatsanwaltschaft in keinem tatsächlichen Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt an Peggy Knobloch stehen.

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Details

Title
Der Vermisstenfall "Peggy Knobloch". Tatablaufhypothese und Lehren für zukünftige Ermittlungen
Grade
15,0
Author
Kristin Wassermann (Author)
Publication Year
2023
Pages
21
Catalog Number
V1445735
ISBN (PDF)
9783964879493
ISBN (Book)
9783964879509
Language
German
Tags
Vermisstenfall missing person peggy knobloch polizei police Tatablaufhypothese Vermisstenfälle in Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristin Wassermann (Author), 2023, Der Vermisstenfall "Peggy Knobloch". Tatablaufhypothese und Lehren für zukünftige Ermittlungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1445735
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