Planung Steuerung und Kontrolle der liquiden Mittel


Hausarbeit, 2003

15 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Bedeutung liquider Mittel im Unternehmen

2 Planung, Steuerung und Kontrolle als Aufgabe des Finanzmanagements
2.1 Planung der liquiden Mittel
2.2 Steuerung der liquiden Mittel
2.3 Kontrolle der liquiden Mittel

3 Resümee

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Unternehmensinsolvenzen in Deutschland

Abb. 2: Aufgaben des Finanzmanagements

Abb. 3: Grundstruktur des Finanzplans

Abb. 4: Beispiel der Ermittlung der laufenden Ein- und Auszahlungen

Abb. 5: Beispiel eines Finanzplans

Abb. 6: Zeitliche Einteilung der Finanzpläne

Abb. 7: Maßnahmenkatalog

1 Bedeutung liquider Mittel im Unternehmen

Die Planung, Steuerung und Kontrolle der liquiden Mittel stellt einen der wichtigsten Bereiche der betrieblichen Finanzwirtschaft dar. Zu Beginn ist zu klären, was im Rah- men dieser Arbeit unter liquiden Mitteln zu verstehen ist, bzw. was unter die liquiden Mittel fällt. Darunter fallen Kassenbestände der Unternehmen sowie Sichteinlagen bei Kreditinstituten, Schecks, Bundesbank- und Postgiroguthaben. Liquidität ist lt. Gräfer, Scheld und Beike „die Fähigkeit einer Unternehmung, ihren fälligen Zahlungsverpflich- tungen in jedem Zeitpunkt betragsgenau nachzukommen oder - anders ausgedrückt - ständig über ausreichende Zahlungsmittelbestände zu verfügen, um den Ausgleich der Ein- und Auszahlungen bewirken zu können.“1 Die Liquidität stellt eine fundamentale Existenzbedingung für jede Unternehmung dar, die zu jedem Zeitpunkt auch kurzfristig gesichert sein muss. Wenn die Sicherung der Liquidität nicht gewährleistet ist, folgt die Illiquidität als Konsequenz. Dies wiederum hätte den Konkurs des Unternehmens zur Folge. § 17 InsO2 besagt:

(1) Allgemeiner Eröffnungsgrund ist die Zahlungsunfähigkeit.

(2) Der Schuldner ist zahlungsunfähig, wenn er nicht in der Lage ist, die fälligen Zah- lungspflichten zu erfüllen. Zahlungsunfähigkeit ist in der Regel anzunehmen, wenn der Schuldner seine Zahlungen eingestellt hat.

Nicht nur Illiquidität ist eine Ursache der Insolvenz, sondern auch die Überschuldung der Unternehmen, d.h., wenn das Vermögen die bestehenden Verbindlichkeiten des Un- ternehmens nicht deckt. Insolvent werden lt. Däumler3 vor allem neue Unternehmen innerhalb der ersten fünf Jahre. Er sieht die hauptsächlichen Insolvenzgründe in Eigen- kapitalmangel, Forderungsausfällen, Marktschwächen und Missmanagement. Missma- nagement definiert Däumler als schlechte Geschäftsführung und Organisation, Fehlin- vestitionen und falsche Produktionsprogramme, Fehler im Rechnungswesen und schlechte Finanzplanung. Die folgende Grafik zeigt die Insolvenzentwicklung der Jahre 1991 bis 2001 und soll noch mal verdeutlichen, wie wichtig ein gut funktionierendes Finanzmanagement in einem Unternehmen ist. Seine Planungs-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben werden im nächsten Kapitel dieser Arbeit näher erläutert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Unternehmensinsolvenzen in Deutschland

Quelle: Monatsbericht 10.2002 des Bundesministeriums der Finanzen (2002, S. 47)

Eine vorübergehende Zahlungsunfähigkeit, d.h. eine Zahlungsstockung, muss zwar nicht unmittelbar zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens führen, hat aber schwerwiegende Konsequenzen, wenn sie von Geschäftspartnern, wie Banken und Lieferanten, erkannt wird.4 Banken verlangen höhere Sicherheiten und Lieferanten Vorkasse. Des Weiteren versuchen die Lieferanten ihr Risiko durch höhere Preisforderungen zu kompensieren.5 Daher ist es die Aufgabe des Finanzmanagements es erst gar nicht zu solchen Liquiditätsengpässen kommen zu lassen.

2 Planung, Steuerung und Kontrolle als Aufgabe des Finanzmanagements

Die Aufgaben des Finanzmanagements lassen sich in drei Gebiete unterteilen: Planung, Steuerung und Kontrolle. Die nachstehende Abbildung 2 liefert zunächst einen Überblick über die verschiedenen Aufgabenkomponenten. Im Rahmen dieser Arbeit wird auf die wichtigsten Punkte für das Liquiditätsmanagement eingegangen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Aufgaben des Finanzmanagements Quelle: Vollmuth (1994, S. 31)

2.1 Planung der liquiden Mittel

Bei der Planung der liquiden Mittel werden alle zukünftigen zahlungsrelevanten Vor- gänge im Unternehmen (Ein- und Auszahlung) erfasst und in einem Finanzplan gegen- übergestellt. So werden mögliche Liquiditätsengpässe sichtbar und eventuelle Überli- quiditäten aufgedeckt. Der Finanzplan stellt also die zukünftige Liquidität des Unter- nehmens dar. Somit können frühzeitig geeignete Maßnahmen getroffen werden, um die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und Überliquidität rentabel anzulegen.

[...]


1 Vgl. Gräfer/Scheld/Beike: Finanzierung, Hamburg 1994, S. 19

2 Insolvenzordnung (InsO), vom 5.10.1994 (BGBl. I S. 2866), idF vom 14.3.2003 (BGBl. I S. 345)

3 Däumler: Betriebliche Finanzwirtschaft, Berlin 1997, S. 35

4 Vgl. Spremann: Wirtschaft, Investition und Finanzierung, München 1996, S. 197

5 Vgl. ter Horst,: Engpass Finanzwirtschaft, in: Krisenbewusstes Management, Berlin 2000, S. 87

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Planung Steuerung und Kontrolle der liquiden Mittel
Hochschule
Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg
Note
1,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
15
Katalognummer
V144584
ISBN (eBook)
9783640555772
ISBN (Buch)
9783640556403
Dateigröße
417 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Planung, Steuerung, Kontrolle, liquide Mittel, Kassenbestände, Sichteinlagen, Schecks, Bundesbank- und Postgiroguthaben, Illiquidität, Insolvenz, Finanzmanagement, Finanzplan, Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung, Liquiditätsmanagement, Cashflow
Arbeit zitieren
Simone Eter (Autor), 2003, Planung Steuerung und Kontrolle der liquiden Mittel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144584

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