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Steuerpolitik Österreichs zur Krisenbewältigung. Finanzkrise 2008 vs. Corona-Krise

Titel: Steuerpolitik Österreichs zur Krisenbewältigung. Finanzkrise 2008 vs. Corona-Krise

Bachelorarbeit , 2021 , 68 Seiten , Note: 1

Autor:in: Sandra Apfelthaler (Autor:in)

BWL - Review of Business Studies
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist es, die eingeführten steuerlichen Maßnahmen zur Krisenbewältigung in den Betrachtungszeiträumen der Finanzkrise und der Corona-Krise miteinander zu vergleichen. Die Forschungsfrage lautet: Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten lassen sich bei den steuerlichen Hilfsmaßnahmen in Österreich zur Bewältigung der Finanzkrise 2008 und der Corona-Krise feststellen?

Der österreichische Gesetzgeber hat sowohl in Zeiten der Finanzkrise 2008 als auch während der Corona-Krise konjunkturpolitische Maßnahmen gesetzt, um den Wirtschaftsstandort zu stärken und um ein Gleichgewicht nach einem solchen ökonomischen Schock wiederherzustellen. Ein Teil dieser Maßnahmen waren der Steuerpolitik zuzuordnen – sogenannte steuerliche Maßnahmen.

Um diese Forschungsfrage gewissenhaft beantworten zu können, werden nach allgemeinen Begriffsdefinitionen und Theorien die einzelnen steuerlichen Maßnahmen der jeweiligen Krise im Genauen beschrieben, bevor sie einer vergleichenden Analyse unterzogen werden. Als Vergleichskriterien wurden die Steuertechnik und die Anspruchsberechtigten aufgestellt, mit denen nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten der steuerlichen Maßnahmen zur Krisenbewältigung gesucht wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Ein historischer Überblick

1.1.1 Corona-Krise global und in Österreich

1.1.2 Finanzkrise global und in Österreich

1.2 Hintergründe der Problemstellung

1.3 Forschungsfrage und Forschungsziel

1.4 Aktueller Forschungsstand

2 Darstellung der Methodik

2.1 Methodische Vorgehensweise

2.2 Begründung der gewählten Vorgehensweise

2.3 Vorstellung Hauptliteratur und Verfahren des Datenzugangs

3 Theoretischer Rahmen

3.1 Wirtschaftspolitik Österreichs

3.2 Stabilitätspolitik Österreichs

3.3 Begriffsdefinition „steuerliche Maßnahmen“

3.4 Begriffsdefinition „Krise“ und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft

4 Steuerliche Maßnahmen im Detail

4.1 Corona-Krise

4.1.1 Betroffenheitssektor

4.1.2 Steuerliche Maßnahmen

4.1.2.1 Steuerbefreiungen

4.1.2.2 Absenkung der Steuerbemessungsgrundlage

4.1.2.2.1 Degressive Abschreibung und beschleunigte Gebäudeabschreibung

4.1.2.2.2 Verlustrücktrag

4.1.2.3 Steuersatzänderungen

4.1.2.3.1 Umsatzsteuer

4.1.2.3.2 Einkommensteuer

4.1.2.4 Zahlungserleichterungen im Abgabeverfahren

4.2 Finanzkrise 2008

4.2.1 Betroffenheitssektor

4.2.2 Steuerliche Maßnahmen

4.2.2.1 Absenkung der Steuerbemessungsgrundlage

4.2.2.1.1 Vorzeitige Abschreibung

4.2.2.1.2 Gewinnfreibetrag

4.2.2.1.3 Abzugsfähigkeit bestimmter Spenden

4.2.2.1.4 Steuerentlastungen für Familien mit Kindern

4.2.2.2 Steuersatzänderung: Einkommensteuer

5 Vergleichende Analyse

5.1 Vergleichskriterium Steuertechniken: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

5.2 Vergleichskriterium Anspruchsberechtigte: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

6 Schlussfolgerung / Fazit

6.1 Beantwortung der Forschungsfrage

6.2 Limitationen der eigenen Arbeit

6.3 Weitere Forschungsmöglichkeiten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht und vergleicht die durch den österreichischen Gesetzgeber eingeführten steuerlichen Maßnahmen zur Krisenbewältigung während der globalen Finanzkrise 2008 und der Corona-Krise. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Fragestellung, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten sich in Bezug auf die angewandten Steuertechniken und die Anspruchsberechtigten bei den jeweiligen Hilfsmaßnahmen identifizieren lassen.

  • Vergleichende Analyse der steuerlichen Hilfsmaßnahmen in zwei unterschiedlichen Krisenszenarien
  • Identifikation von Steuertechniken wie Steuerbefreiungen, Anpassungen der Bemessungsgrundlage und Steuersatzänderungen
  • Untersuchung der Zielgruppenorientierung bzw. der Anspruchsberechtigten bei den steuerlichen Instrumenten
  • Beurteilung der Effektivität und Systematik der Krisenbewältigung durch den Staat
  • Einordnung in den theoretischen Kontext der österreichischen Wirtschaftspolitik und Stabilitätspolitik

Auszug aus dem Buch

4.1.2.2.1 Degressive Abschreibung und beschleunigte Gebäudeabschreibung

Um dem Konjunktureinbruch entgegenzuwirken, führte Österreich mit dem Konjunkturstärkungsgesetz 2020 eine degressive Absetzung für Abnutzung ein. Diese degressive Abschreibung wurde eingeführt, um mit den davon resultierenden Liquiditätsvorteilen Investitionsanreize für UnternehmerInnen zu schaffen. In der Betriebswirtschaftslehre gibt es mehrere Methoden, um den Wert des Anlagevermögens zu mindern. Aus dem Unternehmensrecht sind dabei hauptsächlich die lineare Abschreibung, die degressive Abschreibung, die digitale Abschreibung, die progressive Abschreibung, die Leistungsabschreibung und sämtliche Mischmethoden bekannt. Nach dem österreichischen Steuerrecht ist hingegen nur die lineare Abschreibung legitim. Jedoch kam es schon mehrmals zu befristeten Investitionsförderungen, die eine vorzeitige degressive Abschreibung erlaubten, wie es nun auch in der Corona-Krise der Fall war.

Das Konjunkturstärkungsgesetz 2020 führte mit § 7 Abs 1a EstG eine Alternative zur bisherigen gesetzlich normierten linearen Abschreibung ein – die degressive Abschreibung. Somit konnte die Abschreibung mit einem gleichbleibenden Prozentsatz von maximal 30% erfolgen. Diesen Prozentsatz multiplizierte man mit dem entsprechenden (Rest-)Buchwert, woraus sich dann der entsprechende Jahresbetrag ergab. Es ist zu erwähnen, dass dabei die degressive Abschreibung im Konjunkturstärkungsgesetz 2020 nicht befristetet wurde und somit ein Dauerrecht darstellt. In dem eingeführten § 7 Abs 1a EStG ging es um ein Wahlrecht für die Steuerpflichtigen, ob die degressive Abschreibung in Anspruch genommen wird, und falls sie sich dafür entschieden, auf welches Wirtschaftsgut sie angewendet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangssituation, die Forschungsfrage, das Ziel der Arbeit sowie den aktuellen Forschungsstand im Kontext der Krisenbewältigung.

2 Darstellung der Methodik: Hier wird die Vorgehensweise der Literaturarbeit dargelegt, die Datengrundlage erläutert und die Strukturierung der Untersuchung begründet.

3 Theoretischer Rahmen: Es werden grundlegende Begriffe, die österreichische Wirtschaftspolitik sowie das Konzept der Stabilitätspolitik definiert, um das Verständnis der steuerlichen Eingriffe zu ermöglichen.

4 Steuerliche Maßnahmen im Detail: Dieser Hauptteil beschreibt detailliert die steuerlichen Hilfsmaßnahmen, unterteilt in Corona-Krise und Finanzkrise, inklusive der angewandten Steuertechniken wie Abschreibungen, Steuerfreibeträgen und Stundungen.

5 Vergleichende Analyse: Hier erfolgt die Gegenüberstellung der Krisenmaßnahmen nach Steuertechniken und Anspruchsberechtigten, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten.

6 Schlussfolgerung / Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage, reflektiert Limitationen der Arbeit und bietet einen Ausblick auf weitere Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Steuerpolitik, Finanzkrise 2008, Corona-Krise, Krisenbewältigung, steuerliche Maßnahmen, Abschreibung, Gewinnfreibetrag, Verlustrücktrag, Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Steuerbemessungsgrundlage, Österreich, Konjunkturstärkungsgesetz, Liquidität, Steuerentlastung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert und vergleicht die steuerlichen Maßnahmen, die der österreichische Staat während der globalen Finanzkrise 2008 und der Corona-Krise 2020/2021 zur Unterstützung der Wirtschaft und zur Krisenbewältigung eingesetzt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Steuerpolitik des Bundes, die angewandten Steuertechniken wie Abschreibungsmodelle, Steuersatzanpassungen sowie Zahlungserleichterungen und deren Auswirkungen auf betroffene Sektoren.

Welches primäre Ziel bzw. welche Forschungsfrage wird verfolgt?

Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten sich bei den steuerlichen Hilfsmaßnahmen in Österreich zur Bewältigung der Finanzkrise 2008 und der Corona-Krise feststellen lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit ist als reine Literaturarbeit konzipiert. Es wurde eine Primär- und Sekundärforschung durchgeführt, ergänzt durch eine kritische Auseinandersetzung mit Fachliteratur sowie eine vergleichende Analyse der gesetzlichen Regelungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die steuerlichen Maßnahmen beider Krisen im Detail beschrieben, wobei diese nach Steuertechnik und Krisenzeitraum gegliedert sind, um die Datengrundlage für den anschließenden Vergleich zu bilden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Steuerpolitik, Krisenbewältigung, degressive Abschreibung, Gewinnfreibetrag, Verlustrücktrag und Konjunkturpakete aus.

Wie unterschied sich die Anzahl der angewandten Steuertechniken zwischen den beiden Krisen?

Die Forschung zeigt, dass in der Corona-Krise eine wesentlich größere Artenvielfalt an steuerlichen Maßnahmen genutzt wurde, während sich der Gesetzgeber in der Finanzkrise stärker auf die Anpassung der Steuerbemessungsgrundlage fokussierte.

Welche Rolle spielt die Zielgerichtetheit der Maßnahmen?

In der Corona-Krise wurden viele Maßnahmen gezielt auf hart betroffene Branchen (z.B. Gastronomie) ausgerichtet, wohingegen die Entlastungsmaßnahmen in der Finanzkrise tendenziell eher für die breite Masse der Steuerpflichtigen angelegt waren.

Ende der Leseprobe aus 68 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Steuerpolitik Österreichs zur Krisenbewältigung. Finanzkrise 2008 vs. Corona-Krise
Hochschule
FHWien der WKW  (Finanz-, Rechnungs-, & Steuerwesen)
Note
1
Autor
Sandra Apfelthaler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
68
Katalognummer
V1445926
ISBN (eBook)
9783963551857
ISBN (Buch)
9783963551864
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Steuerpolitik Steuermaßnahmen Krise Österreich Steuern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Apfelthaler (Autor:in), 2021, Steuerpolitik Österreichs zur Krisenbewältigung. Finanzkrise 2008 vs. Corona-Krise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1445926
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Leseprobe aus  68  Seiten
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