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Möglichkeiten der Internalisierung negativer externer Effekte privatwirtschaftlicher Tätigkeit am Beispiel von Emissionen

Title: Möglichkeiten der Internalisierung negativer externer Effekte privatwirtschaftlicher Tätigkeit am Beispiel von Emissionen

Term Paper , 2003 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Simone Eter (Author)

Business economics - Supply, Production, Logistics
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Grundsätzlich unterscheidet man zwischen positiven externen Effekten (sprich „Externer Nutzen“), und zwar wenn Auswirkungen günstig für andere Individuen oder Unternehmen sind, und negativen externen Effekten (sprich „Externe Kosten“), wenn es sich um negative Auswirkungen handelt. Im Rahmen dieser Hausarbeit wird hier jedoch nur auf die negativen externen Effekte der Produktion eingegangen, und untersucht, wie diese zu internalisieren sind.

Negative externe Effekte der Produktion sind immer dann geben, wenn die Produktion eines Gutes x durch ein bestimmtes Unternehmen Einfluss auf eine andere Wirtschaftseinheit hat. Es kann z.B. sein, dass die Produktionskosten eines Gutes z bei einem anderen Unternehmen beeinflusst werden und sich dieser Einfluss nicht über den Markt vollzieht und damit bei der Entscheidung über die Produktion des Gutes x unberücksichtigt bleibt. Des Weiteren kann die Produktion des Gutes x für die Allgemeinheit ein Nutzeneinbußen dadurch erzeugen, dass bei der Produktion z.B. die Luft durch Emissionen verunreinigt wird und damit die Umwelt negativ beeinflusst wird. Die Produktion des Gutes x erzeugt also nicht nur die ihm direkt zugeordneten internen Kosten (private Kosten), sondern auch externe Kosten, so genannte soziale Kosten, die nicht in die Kostenkalkulation einfließen. Diese sozialen Kosten sind oft Kosten infolge von Umweltverschmutzung, da das Gut Umwelt, welches alle Charakteristika eines öffentlichen Guts aufweist, den Unternehmen unentgeltlich zur Verfügung steht.

Es kommt folglich aufgrund der externen Effekte zu einem Auseinanderfallen von privaten und insgesamt entstehender Kosten, da sich die gesamten Kosten aus der Summe der privaten (internen) und sozialen (externen) Kosten ergeben. Daher wird durch die Internalisierung versucht, die externen Kosten zu internen zu transformieren, so dass alle Kosten vom Unternehmen in die Kostenkalkulation miteinbezogen werden.

Der Preis- und Marktmechanismus, der nur die privaten, nicht aber die sozialen Kosten erfasst, führt daher zur Fehlallokation von Ressourcen. Werden die externen Kosten nicht internalisiert, werden die Preise für die produzierten Güter, gemessen an den tatsächlich entstandenen Kosten, zu gering kalkuliert. Diese Preisverzerrung hat zur Folge, dass die produzierten Güter in zu großen Mengen produziert werden. Somit ist das ökonomische Prinzip und damit die Allokation, d.h. die Bereitstellung von Gütern in einer Volkswirtschaft nicht optimal.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Überblick

3 Ausgewählte Instrumente der Internalisierung

3.1 Steuern / Abgaben

3.2 Umweltzertifikate

3.3 Internalisierung durch Verhandlungen

4 Ausblick in die Zukunft

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Möglichkeiten, negative externe Effekte privatwirtschaftlicher Tätigkeiten – insbesondere Emissionen – durch verschiedene ordnungspolitische und ökonomische Instrumente zu internalisieren. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen privaten und sozialen Kosten zu überbrücken und Mechanismen aufzuzeigen, die Unternehmen zu umweltverträglicherem Handeln anreizen.

  • Grundlagen externer Effekte und das Ziel der Internalisierung
  • Staatliche Instrumente wie Steuern, Abgaben und Haftungsrechte
  • Marktbasierte Ansätze wie das Umweltzertifikate-Modell
  • Private Lösungsansätze nach dem Coase-Theorem
  • Entwicklungen im Bereich des EU-weiten CO2-Emissionshandels

Auszug aus dem Buch

3.1 Steuern / Abgaben

Eine weitere Möglichkeit der Internalisierung besteht in der Besteuerung der durch die Unternehmen verursachten negativen externen Effekte. Diese Art von Steuer ist als Pigou-Steuer bekannt. Durch die Besteuerung wird gewissermaßen das nachgeholt, was der Markt versäumt hat. Sie belegt den Kostenverursacher mit einer Steuer, die im Idealfall exakt den Kosten entspricht, die tatsächlich extern entstehen. Das zuvor kostenlose Gut Umwelt bekommt nun einen Preis. Die Steuer soll für die Nutzung natürlicher Ressourcen die Rahmenbedingung für Produzenten und Konsumenten ändern, um so den Verbrauch effizienter und sparsamer zu gestalten und neuen umweltfreundlichen Produktionen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Das Problem bei der Pigou-Steuer ist, dass das optimale Verschmutzungsniveau bekannt sein muss und der Staat die Grenzvermeidungskosten- und Grenzschadensfunktionen kennen muss, um die Steuer in optimaler Höhe festzusetzen. Endres (2000a, S.114) weist darauf hin, dass die praktische Bedeutung der Pigou-Steuer darin liegt, dass sie Pate bei einer Reihe von politiknäheren Varianten der Besteuerung externer Effekte stand. Insbesondere die Emissionssteuer nach dem Preis-Standard-Ansatz ist aus der Pigou-Steuer hervorgegangen. „Im Gegensatz zu der Pigou-Steuer wird beim Preis-Standard-Ansatz auf die Ermittlung eines Optimums verzichtet; vielmehr unterstellt man von vornherein, dass ein bestimmtes Internalisierungsziel von der Politik vorgegeben wird.“ (Fritsch, Wein, Ewers 1999, S. 126) Beim Preis-Standard-Ansatz muss der Verursacher eines negativen externen Effektes pro Schadenseinheit (z.B. pro Tonne CO2) eine Abgabe entrichten. Jeder Schädiger steht nun vor der Wahl, ob er die Abgabe zahlt oder die negativen externen Effekte vermeidet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Dieses Kapitel definiert externe Effekte und erörtert, warum das Auseinanderfallen von privaten und sozialen Kosten zu einer Fehlallokation von Ressourcen führt.

2 Überblick: Der Abschnitt erläutert die ökonomische Zielsetzung der Internalisierung und bietet eine Übersicht über verschiedene Instrumentenkategorien zur Korrektur externer Effekte.

3 Ausgewählte Instrumente der Internalisierung: In diesem Hauptteil werden spezifische Mechanismen wie Pigou-Steuern, das handelbare Zertifikate-System sowie Verhandlungslösungen nach Coase detailliert analysiert.

4 Ausblick in die Zukunft: Das Kapitel widmet sich der praktischen Umsetzung aktueller umweltpolitischer Instrumente, insbesondere dem geplanten EU-weiten Treibhausgas-Emissionshandelssystem.

Schlüsselwörter

Externe Effekte, Internalisierung, Pigou-Steuer, Emissionshandel, Umweltzertifikate, Coase-Theorem, Marktversagen, Nachhaltigkeit, soziale Kosten, Grenzvermeidungskosten, Umweltpolitik, Emissionsminderung, Verursacherprinzip, Cap-and-trade, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Problematik negativer externer Effekte, die durch privatwirtschaftliche Produktion entstehen, und untersucht Ansätze zu deren Korrektur.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen Marktversagen, die ökonomische Bewertung von Umweltschäden sowie verschiedene staatliche und marktwirtschaftliche Steuerungsinstrumente.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie externe Kosten in die Kalkulation von Unternehmen transformiert werden können, um eine optimale Allokation von Ressourcen in der Volkswirtschaft zu erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie die mikroökonomische Modellierung zur Veranschaulichung der Internalisierungseffekte.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf eine detaillierte Analyse der Instrumente Steuern/Abgaben, Umweltzertifikate sowie die Verhandlungslösungen nach Ronald Coase.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Internalisierung, Externe Effekte, Emissionshandel, Pigou-Steuer und Pareto-Effizienz.

Wie unterscheidet sich die "Mengenlösung" bei Zertifikaten von der "Preislösung" bei Steuern?

Bei der Preislösung (Steuer) wird ein Preis für den Schadstoff vorgegeben, während die Menge flexibel bleibt. Bei der Mengenlösung (Zertifikate) wird die zulässige Emissionsmenge fixiert und der Marktpreis bildet sich über das Angebot und die Nachfrage der Rechte.

Welche Rolle spielt das Coase-Theorem bei der Internalisierung?

Das Coase-Theorem postuliert, dass externe Effekte durch Verhandlungen zwischen den beteiligten Parteien internalisiert werden können, sofern Eigentumsrechte klar definiert sind und Transaktionskosten keine Rolle spielen.

Was bedeutet das "Grandfathering-Prinzip" im Kontext des Emissionshandels?

Es bezeichnet die anfängliche, zumeist kostenlose Zuteilung von Emissionsrechten an Unternehmen basierend auf historischen Emissionswerten oder anderen Kriterien.

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Details

Title
Möglichkeiten der Internalisierung negativer externer Effekte privatwirtschaftlicher Tätigkeit am Beispiel von Emissionen
College
University of Applied Sciences Bonn-Rhein-Sieg
Grade
1,0
Author
Simone Eter (Author)
Publication Year
2003
Pages
25
Catalog Number
V144601
ISBN (eBook)
9783640556151
ISBN (Book)
9783640556540
Language
German
Tags
Internalisierung externe Effekte Emissionen Umweltverschmutzung Umweltgüter Emissionsminderung Emissionsreduzierung Verursacherprinzip Gemeinlastprinzip Vorsorgeprinzip Kooperationsprinzip Ordnungsrechtliche Instrumente Ökonomische Instrumente Umweltzertifikate Coase-Theorem Emissionsauflagen Haftungsrechte Subventionen Pigou-Steuer Preis-Standard-Ansatz Emissionssteuer Emissionszertifikate Umweltbörse Laissez-faire-Regel Pareto Cap-and-trade-System
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simone Eter (Author), 2003, Möglichkeiten der Internalisierung negativer externer Effekte privatwirtschaftlicher Tätigkeit am Beispiel von Emissionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144601
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