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Didier Eribons Autobiographie „Rückkehr nach Reims“. Interpretation als Geschichte eines Habituswandels

Titel: Didier Eribons Autobiographie „Rückkehr nach Reims“. Interpretation als Geschichte eines Habituswandels

Essay , 2020 , 8 Seiten

Autor:in: Laura Kuschel (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Habitus und der Herkunft in Bezug auf soziale Mobilität, basierend auf Didier Eribons Autobiografie "Rückkehr nach Reims".

Eribons Aufstieg von einem Arbeiterkind zum Professor zeigt, dass soziale Mobilität nicht nur durch Bildung und ökonomisches Kapital bestimmt wird, sondern auch durch den Habitus, der tief in der sozialen Prägung verwurzelt ist. Die Autobiografie wirft wichtige Fragen zur Bildungsungleichheit und Chancengleichheit in der Gesellschaft auf und zeigt, wie die Herkunft weiterhin den Bildungsweg eines Individuums beeinflusst. Die Arbeit betont die Notwendigkeit von Bildungsgleichheit unabhängig von der Herkunft und plädiert für eine breitere Anerkennung der Vermischung verschiedener sozialer Milieus, um die Reproduktion der Klassengesellschaft zu durchbrechen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Rahmen

2.1 Begriffsdefinitionen

2.2 Konzepte der Sozialisation

3. Untersuchung des Habituswandels bei Didier Eribon

3.1 Habitus als soziales Konstrukt

3.2 Der soziale Aufstieg als Identitätsbildung

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand Didier Eribons Autobiografie „Rückkehr nach Reims“, inwiefern ein signifikanter Habituswandel als Folge eines sozialen Aufstiegs aus dem Arbeitermilieu in eine intellektuelle Schicht interpretiert werden kann und welche Rolle dabei die soziale Herkunft spielt.

  • Die soziologische Fundierung des Habitus-Begriffs nach Pierre Bourdieu.
  • Die Analyse des persönlichen Aufstiegsprozesses von Didier Eribon.
  • Der Konflikt zwischen der Herkunft aus der Arbeiterklasse und dem Streben nach intellektueller Anerkennung.
  • Die Bedeutung von Bildung und sozialem Kapital für die individuelle Identitätsentwicklung.

Auszug aus dem Buch

Kann Didier Eribons Autobiografie als Geschichte eines Habituswandels interpretiert werden?

Der Habitus beschreibt teils bewusste, wie auch unbewusste Dispositionen des Verhaltens, Denkens und Handelns eines Subjektes. Das Subjekt eignet sich den Habitus über die sozialen Prägungen während seines Lebens an (vgl. Baumgart 2000: 202). Erfahrungen, die über Sozialisationsinstanzen wie z.B. der Familie gemacht werden, formen die Attitüde und die Lebensform eines Subjektes so, dass es sich genau seiner Herkunft respektive seiner Klasse entsprechend verhält (vgl. ebd.). Sodann ist es der Habitus, der dem Subjekt seine Herkunft widerspiegelt. Der Prozess der Habitualisierung darf somit „Vergesellschaftungsprozess“ verstanden werden (vgl. ebd.: 203). Das Konzept des Habitus wurde von dem Soziologen Pierre Bourdieu entwickelt. Es dient der Erklärung der Homogenität im Verhalten der Akteure, die aus ähnlichen sozialen Milieus stammen (vgl. Koller 2009: 22f). Nach Bourdieu ist der Habitus ebenso ein entscheidender Faktor dafür, dass es überhaupt ein Klassenbewusstsein wie auch eine Klassengesellschaft gibt. Denn der Habitus dient ebenso als Distinktionsmittel anderen Klassen gegenüber und ist somit entscheidend für die Akzeptanz im jeweiligen sozialen Feld des Subjektes (vgl. Eickelpasch 1999: 104).

Didier Eribon wächst als Arbeiterkind in absoluter Armut auf (vgl. Eribon 2019: 73ff). Schon als Kind ist sich Eribon seiner Klassenzugehörigkeit bewusst (vgl. ebd.: 94). So beschreibt Eribon seine Vorstellung eines „gesellschaftlichen Spiegelstadiums“, indem einem der Habitus dem Subjekt seine klassenspezifische Situation vorhält (vgl. ebd.: 89).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung ein und formuliert die zentrale Fragestellung in Bezug auf Eribons autobiografische Erfahrungen.

2. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel erläutert die soziologischen Grundlagen und definiert die zentralen Begriffe wie Habitus und Sozialisation für den weiteren Verlauf der Arbeit.

3. Untersuchung des Habituswandels bei Didier Eribon: Das Hauptkapitel analysiert Eribons Lebensgeschichte vor dem Hintergrund der Bourdieu’schen Theorie und untersucht den Prozess seiner sozialen Distanzierung und Neupositionierung.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung der sozialen Herkunft im Kontext des modernen Bildungssystems.

Schlüsselwörter

Habitus, Sozialisation, Didier Eribon, Pierre Bourdieu, Klassenbewusstsein, soziale Mobilität, Distinktion, Kapital, Arbeitermilieu, Identitätsbildung, Bildungsaufstieg, soziale Herkunft, soziale Ungleichheit, Rückkehr nach Reims.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Autobiografie „Rückkehr nach Reims“ von Didier Eribon unter soziologischen Gesichtspunkten, insbesondere im Hinblick auf die Veränderung des sozialen Habitus nach einem Aufstieg aus der Arbeiterklasse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Theorie der sozialen Ungleichheit, die Entwicklung der persönlichen Identität durch Bildung und der Einfluss milieuspezifischer Prägungen auf das Verhalten und Denken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu ergründen, ob Eribons Lebensweg als vollständiger Habituswandel gewertet werden kann oder ob die Herkunft das Subjekt dauerhaft prägt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch gestützte Text- und Inhaltsanalyse auf Basis der soziologischen Konzepte von Pierre Bourdieu.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die habituellen Prägungen, den Bruch mit dem Arbeitermilieu durch intellektuelle Bildung und die kritische Auseinandersetzung des Autors mit seiner eigenen Geschichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Habitus, soziale Mobilität, Distinktion, Klassenzugehörigkeit und Sozialisation definiert.

Wie definiert Eribon seinen sozialen Aufstieg laut der Arbeit?

Eribon beschreibt den Aufstieg als einen bewusst forcierten Prozess der Distanzierung von seinem Herkunftsmilieu, was er unter anderem durch das Erlernen neuer Codes und Verhaltensweisen erreicht.

Welche Rolle spielt die Familie in Eribons Entwicklung?

Die Familie fungiert in der Arbeit als primäre Sozialisationsinstanz, deren Prägungen Eribon einerseits hinter sich lassen möchte, die aber dennoch tief in seinem frühen Habitus verankert bleiben.

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Details

Titel
Didier Eribons Autobiographie „Rückkehr nach Reims“. Interpretation als Geschichte eines Habituswandels
Hochschule
Universität Münster  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Autor
Laura Kuschel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
8
Katalognummer
V1446150
ISBN (PDF)
9783963551710
ISBN (Buch)
9783963551727
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Reims Habitus Eribon Bourdieu Habituswandel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Kuschel (Autor:in), 2020, Didier Eribons Autobiographie „Rückkehr nach Reims“. Interpretation als Geschichte eines Habituswandels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1446150
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Leseprobe aus  8  Seiten
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