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Das Moseltal. Geographie, Landschaftsbild und Tourismus

Title: Das Moseltal. Geographie, Landschaftsbild und Tourismus

Seminar Paper , 2009 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Daniel Hamann (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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1. Einleitung
„Trotz der Nähe des stolzeren Rheines hat das Moseltal schon immer eine ganz besondere Anziehungskraft auf die Reisenden und Ferienfahrer ausgeübt. Jeder Besucher der Mosel wird verstehen, wenn er die überwältigende Schönheit des Landschaftsbildes – stetig wechselnd durch die zahllosen Windungen des Mosellaufes - , das milde Klima und die wohltuende Stille dieses Nebentales des lebendigeren Rheinstromes erlebt hat. Wie sich diese Anziehungskraft durch die Jahrhunderte erhalten hat, davon gibt die Überfülle von geschichtlichen Zeugnissen, die in fast jedem Städtchen und Dörfchen des Moseltales zu finden sind, eine lebendige Vorstellung. Kein deutscher Strom, selbst der Rhein nicht, haben so früh schon begeisterte Lobsänger aufzuweisen, wie die Mosel.“ (STOLLFUß 1952: 13)
Dies ist die Einleitung des Reiseführers „Mosel, Führer und Wanderbuch“ aus dem Jahre 1952 von Dr. Erich STOLLFUß, in dem der Leser Tipps und Anregungen erhält, um durch das Moseltal von Koblenz bis Trier zu wandern. Er beschreibt darin, dass diese Region eines der beliebtesten Wanderziele dieser Zeit ist. Zudem ist das Moseltal eine der ältesten Kulturlandschaften Deutschlands. Schon die Römer pflanzten an ihren Hängen Wein an. Heute, wie zur Zeit des Wanderbuches, zählt die Mosel zu den beliebtesten touristischen Zielen in Deutschland. Einige Höhepunkte an ihren Ufern sind das Deutsche Eck in Koblenz, die Burg Elz oder die Porta Nigra in Trier, um nur einige von ihnen zu nennen. Doch wie steht das Moseltal in Zeiten der Wirtschaftskrise da?
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Thema Tourismus im Moseltal. Speziell mit der Frage: Welche Potenziale hat der Tourismus im Moseltal – sind sie schon ausgereizt oder ist es eventuell möglich neues Potenzial zu gewinnen?
Da es heutzutage kaum ein Phänomen gibt das unsere Gesellschaft mehr beeinflusst als die Globalisierung, soll die Theorie der Globalisierung bemüht werden. Alles ist miteinander vernetzt, das gilt speziell für den Tourismus. Denn eine Region konkurriert in der heutigen Zeit mit vielen Orten auf der ganzen Welt.
...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Globalisierung

3. Das Moseltal

3.1 Geomorphologische Entstehung des Moseltals

3.2 Klima

3.3 Hunsrück

3.4 Eifel

4.Landwirtschaft, der Weinbau

5. Tourismus

5.1 Die Dachmarke Mosel

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht den Tourismus im Moseltal und analysiert, inwieweit das bestehende touristische Potenzial der Region ausgeschöpft ist oder Raum für neue Entwicklungen bietet. Dabei wird die Region vor dem Hintergrund theoretischer Konzepte zur Globalisierung und Glokalisierung betrachtet, um ihre Wettbewerbsfähigkeit und ihre spezifischen Herausforderungen zu verstehen.

  • Analyse der touristischen Potenziale der Moselregion als Kultur- und Weinlandschaft.
  • Anwendung der Theorie der Globalisierung auf eine spezifische, strukturschwache Region.
  • Untersuchung der Bedeutung der Regionalinitiative "Dachmarke Mosel" für die touristische Vermarktung.
  • Bewertung der Auswirkungen des Rückgangs der Weinindustrie auf das Landschaftsbild und den Tourismus.
  • Identifikation von Strategien zur Stärkung der regionalen Identität und Wettbewerbsfähigkeit.

Auszug aus dem Buch

3.1 Geomorphologische Entstehung des Moseltals

Das Moseltal ist Teil des rheinischen Schiefergebirges. Das rheinische Schiefergebirge ist als geographische und geologische Einheit ein Mittelgebirge, welches sich durch Deutschland, Luxemburg, Frankreich und Belgien zieht. Die höchste Erhebung des Gebirges ist der Große Feldberg im Taunus mit einer Höhe von 881,5 m über NN.

Das Rheinische Schiefergebirge als mitteleuropäische Naturlandschaft hat eine mittlere Höhe von etwa 500 m und wird vom Rhein in zwei Teile getrennt. Die Form des Gebirges ähnelt einem Schmetterling und wird vom Rhein in zwei Teile geteilt, deshalb spricht man vom linksrheinischen und vom rechtsrheinischen Schiefergebirge. Der linksrheinische Teil des Schiefergebirges wird von der Mosel durchschnitten, südlich von ihr liegt der Hunsrück, nördlich davon liegen die Eifel und die Ardennen (LESER 2003: 192ff).

Das rheinische Schiefergebirge entstand am Ende des Devons, es war Teil des Variscischen Gebirges. Am Ende des Devons und hauptsächlich im Karbon wurden auch die südlichen Kontinentalplatten Europas durch den seitlichen Druck der ozeanischen Platten weiter zusammengeschoben. Dabei wurde der schwerere Ozeanboden unter die Kontinentalplatten gedrückt. Zugleich wurden die abgelagerten Sedimente an den Rändern der Kontinentalplatten zusammengepresst und zu einem neuen Gebirge aufgefaltet: Dem Variscischen Gebirge, das sich vom Norden Portugals über die Bretagne in Nordfrankreich und das französische Zentralmassiv, die Vogesen, den Schwarzwald und das Rheinische Schiefergebirge bis zum Bayerischen Wald und den Sudeten nach Osten ausdehnte. Das Gebirge erreichte an manchen Stellen die Höhe der heutigen Alpen (LIEDTKE/ MARCINEK 1995:324ff).

Doch schon zu dieser Zeit begann die Witterung am gerade neugeschaffenen Gebirge zu nagen. Am Ende des Karbons war vom Variscischen Gebirge nur noch eine wellige Hochfläche übrig geblieben. Das Gebirge wurde bis zum Ende des Perm weitgehend abgetragen und so entstand ein kaum über die Umgebung herausragendes Flachland. Im Laufe der Zeit haben sich die Flüsse in das Gebiet eingeschnitten, so wie auch die Mosel, der längste Nebenfluss des Rheins, die sich mäandrierend in die devonischen Gesteine geschnitten hatte (LIEDTKE /MARCINEK 1995:324ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung des Moseltals als Reiseziel ein und definiert die Forschungsfrage, ob der Tourismus an der Mosel sein Potenzial bereits voll ausgeschöpft hat.

2. Globalisierung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Globalisierung und Glokalisierung, um das Phänomen der räumlichen Vernetzung und die daraus resultierende kulturelle Angleichung zu verstehen.

3. Das Moseltal: Hier werden die geographischen, geomorphologischen und klimatischen Rahmenbedingungen der Moselregion sowie ihre angrenzenden Gebiete, Hunsrück und Eifel, beschrieben.

4.Landwirtschaft, der Weinbau: Das Kapitel befasst sich mit der Bedeutung des Weinbaus für die Kulturlandschaft und analysiert den aktuellen Flächenrückgang und seine Gründe.

5. Tourismus: Dieses Kapitel analysiert den Tourismus als zentralen Wirtschaftsfaktor der Moselregion und diskutiert die Rolle der Dachmarke Mosel bei der Vermarktung.

6. Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Forschungsfrage und kommt zu dem Schluss, dass die Region durch den Prozess der Glokalisierung und eine gemeinsame regionale Strategie neue Potenziale nutzen kann.

Schlüsselwörter

Moseltal, Tourismus, Globalisierung, Glokalisierung, Weinbau, Regionalentwicklung, Kulturlandschaft, Dachmarke Mosel, Strukturwandel, Wirtschaftsgeographie, Tourismuspotenzial, Rheinland-Pfalz, Geomorphologie, Standortmarketing, Tourismuswirtschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wirtschaftsgeographischen Analyse des Moseltals, wobei der Schwerpunkt auf der Entwicklung des Tourismus und dessen Rolle als Wirtschaftsfaktor liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die theoretische Einordnung der Globalisierung, die physisch-geographischen Grundlagen des Moseltals, die Bedeutung der Landwirtschaft (Weinbau) und die touristische Vermarktungsstrategie der Region.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Der Autor geht der Frage nach, welche Potenziale der Tourismus im Moseltal bietet und ob diese bereits vollständig ausgereizt sind oder neues Wachstum ermöglicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Anwendung raumtheoretischer Konzepte (Wallerstein, Robertson) auf die spezifische Region, ergänzt durch die Betrachtung statistischer Daten des Landes Rheinland-Pfalz.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Diskussion der Globalisierung, eine geographische Bestandsaufnahme des Moseltals, eine Analyse des Weinbaus als Identitätsmerkmal sowie eine detaillierte Untersuchung der Tourismuswirtschaft und der Regionalinitiative "Dachmarke Mosel".

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die "Glokalisierung", der Strukturwandel im Weinbau, das Landschaftsbild als touristisches Kapital und die strategische Zusammenarbeit unter der "Dachmarke Mosel".

Warum ist der Rückgang des Weinbaus ein Problem für den Tourismus?

Da der Weinbau das identitätsstiftende Merkmal der Mosel ist, führt sein Rückgang zur Verbuschung und Vernachlässigung der Steilhänge, was das Landschaftsbild schädigt und somit das touristische Kernprodukt beeinträchtigt.

Welche Bedeutung hat der Flughafen Hahn für die Moselregion?

Der Flughafen Hahn wird als Instrument zur Stärkung des Tourismus gesehen, da er durch seine internationale Anbindung versucht, Touristen zur Übernachtung im Moseltal zu bewegen und somit einen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung leistet.

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Details

Title
Das Moseltal. Geographie, Landschaftsbild und Tourismus
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Geographisches Institut)
Grade
1,7
Author
Daniel Hamann (Author)
Publication Year
2009
Pages
16
Catalog Number
V144644
ISBN (eBook)
9783640557394
ISBN (Book)
9783640557653
Language
German
Tags
Moseltal Geographie Landschaftsbild Tourismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Hamann (Author), 2009, Das Moseltal. Geographie, Landschaftsbild und Tourismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144644
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