Public Health Nutrition
Ziel von Public Health Nutrition ist es, durch gezielte Präventionsmaßnahmen Krankheiten, die mit bestimmten Ernährungsmustern zusammenhängen in der Bevölkerung zu vermeiden.
Über viele Jahre hin entwickelte sich die Disziplin Public Health Nutrition aus den Wissenschaften Biologie, Biochemie, Physiologie, Ernährungswissenschaften sowie den Sozialwissenschaften. Die Besonderheit dieses relativ neuen Wissenschaftszweiges ist das multidisziplinäre Vorgehen. Durch das Einbeziehen der unterschiedlichen Disziplinen können Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und besser beurteilt werden. [Barry M Margetts, S.1]
Health Nutriton wird in der Fachliteratur auf verschiedenste Weise definiert. Eine kurze und prägnante Definition von Agneta Yngve aus dem Jahre 1999 lautet wie folgt: „Public Health Nutrition focuses on the promotion of good health through nutrition and physical activity and the prevention of related illness in the population” [Yngve, Public Health Nutrition, S. 449-452]
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Public Health Nutrition
1.2 Public Health Nutrition Interventionen
1.3 Forschungsziele
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Herz-Kreislauf-Erkrankungen
2.1.1 Erstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
2.1.2 Zahlen zur Mortalität in Deutschland
2.1.3 Todesumstände bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
2.1.4 Risikofaktoren für die Krankheitsentstehung
2.1.5 Monica Kora Studie
2.1.2 Zahlen zur Mortalität in Finnland
2.1.3 Mortalitätszahlen im Vergleich
2.2 Gesundheitsinterventionen in Finnland und Deutschland
2.2.1 Public Health Nutrition Interventionen in Finnland
2.2.1.1 Nord Karelien Projekt
2.2.1.2 Development Programme for the Prevention and Care of Diabetes
2.2.1.3 Food and Nutrition Programme ERA 2004-2008
2.2.1.4 Smart Snacks Project
2.2.1.5 Heart Symbol
2.2.1.6 Food Science Project
2.2.1.7 Berry cluster
2.2.2 Public Health Nutrition Interventionen in Deutschland
2.2.2.1 Die Kieler Adipositas-Präventionsstudie
2.2.2.2 5 am Tag
2.2.2.3 kritische Betrachtung der Interventionen
2.3 Gesundheitssystem in Deutschland
2.3.1 Struktureller Aufbau des deutschen Gesundheitssystems
2.3.2 Gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland
2.3.2.1 Aufgaben der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland
2.3.3 Private Krankenversicherung in Deutschland
2.3.4 Finanzierung der Gesundheitsleistungen
2.3.5 Betriebliche Gesundheitsförderung in Deutschland
2.4 Das finnische Gesundheitssystem
2.4.1 Allgemeine Strukturen des finnischen Gesundheitssystems
2.4.2 Die Krankenversicherung in Finnland
2.4.3 Betriebliche Gesundheitsleistungen in Finnland
2.4.4 Finanzierung der Gesundheitsleistungen
2.4.5 Diskussion der beiden Gesundheitssysteme im Vergleich
3 Empirische Daten
3.1 Datengewinnung
3.1.1 Methoden
3.1.2 Qualitative Inhaltsanalyse
3.2 Entwicklung eines Interview Leitfaden
3.3 Durchführung der Experteninterviews
3.4 Datenauswertung
3.4.1 Transkriptionsregeln
3.5 Systematische Strukturierung und Auswertung
4 Beschreibung der Ergebnisse
4.1 Ergebnisbeschreibung Kategorie A
4.2 Ergebnisbeschreibung Kategorie B
4.3 Ergebnisbeschreibung Kategorie C
4.4 Ergebnisbeschreibung Kategorie D
4.5 Ergebnisbeschreibung Kategorie E
4.6 Ergebnisbeschreibung Kategorie F
4.7 Ergebnisbeschreibung Kategorie G
4.8 Ergebnisbeschreibung Kategorie H
4.9 Ergebnisbeschreibung Kategorie I
4.10 Ergebnisbeschreibung Kategorie J
5 Bedeutung der Ergebnisse für Public Health Nutrition
5.1 Ist ein präventiv arbeitendes Gesundheitssystem gesundheitsförderlicher?
5.2 Effizienz eines präventiv ausgerichtetes Gesundheitssystems
5.3 Wie verhalten sich die veränderten Mortalitätszahlen im Verhältnis?
5.4 Wie sinnvoll ist eine Modifikation des deutschen Gesundheitssystems?
5.5 Selbstkritische Beurteilung der Interviews
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Masterarbeit analysiert und bewertet Public Health Nutrition Interventionen in Finnland im Vergleich zu Deutschland, mit einem besonderen Fokus auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, um erfolgreiche Konzepte zur Gesundheitsförderung zu identifizieren.
- Vergleichende Analyse von Public Health Nutrition Strategien in Finnland und Deutschland
- Untersuchung der gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen und Gesundheitssysteme
- Fokus auf Präventionsmaßnahmen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Qualitative Experteninterviews zur Bewertung der Wirksamkeit von Interventionen
- Diskussion über die Übertragbarkeit finnischer Erfolgsmodelle auf das deutsche Gesundheitssystem
Auszug aus dem Buch
2.1 Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Krankheiten des Herzens und des Blutkreislaufsystems. Unter diesem Sammelbegriff werden Herzinfarkt, Schlaganfall, Bluthochdruck, periphere arterielle Verschlusskrankheit, rheumatisches Fieber mit Herzbeteiligung, Herzfehler und Herzinsuffizienz mit eingeschlossen. Krankheiten des Kreislaufsystems sind nach dem ICD10-Schlüssel unter I00 bis I99 definiert. Desweiteren ist der Begriff ischämische Herzerkrankungen ein Sammelbegriff, bei dem es sich um die freie Übersetzung des englischen Begriffs „ischaemic heart disease“ handelt. Gemeint sind damit alle Erkrankungen, die nach dem ICD10-Schlüssel unter die Erkrankungen I20-I25 fallen (siehe unten). [DIMDI, 2008]
Der Sammelbegriff „ischaemic heart disease“ wurde ausgewählt, da die Erkrankungen KHK (Koronare Herzerkrankung) und Herzinfarkt in der HFA-Datenbank der WHO nicht differenziert werden. Unter die Erkrankungen I20-I25 fallen die Angina Pectoris, der akute und rezidivierende Myokardinfarkt, Komplikationen nach Myokardinfarkt, sowie akute und chronische sonstige ischämische Herzkrankheiten. [DIMDI, 2008]
Bedingt durch das häufige Auftreten stellen Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine hohe medizinische und gesundheitspolitische Brisanz dar. Sie sind weltweit die häufigsten Todesursachen und oft der Grund für Frühinvalidität. [WHO, 2008]
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Definiert Public Health Nutrition und legt den Grundstein für die vergleichende Analyse der Interventionsansätze zwischen Finnland und Deutschland.
2 Theoretische Grundlagen: Bietet einen Überblick über Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Mortalitätsdaten sowie spezifische Präventionsprojekte und Gesundheitssysteme in den beiden Vergleichsländern.
3 Empirische Daten: Beschreibt die methodische Vorgehensweise der qualitativen Experteninterviews und die Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse.
4 Beschreibung der Ergebnisse: Präsentiert und gliedert die gewonnenen Expertenmeinungen in verschiedene Kategorien zur Bewertung der finnischen Interventionen.
5 Bedeutung der Ergebnisse für Public Health Nutrition: Diskutiert die Wirksamkeit präventiver Gesundheitssysteme und reflektiert die Übertragbarkeit der Erkenntnisse auf das deutsche System.
Schlüsselwörter
Public Health Nutrition, Interventionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Prävention, Gesundheitsförderung, Finnland, Deutschland, Gesundheitssystem, Mortalität, qualitative Experteninterviews, Ernährungsgewohnheiten, Diabetes-Prävention, Nord-Karelien-Projekt, Gesundheitsaufklärung, Lebensstilmodifikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht den Erfolg und die Struktur von Public Health Nutrition Maßnahmen in Finnland und vergleicht diese mit den Gegebenheiten in Deutschland.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf Präventionsprogrammen gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, der Rolle der Ernährung und den strukturellen Unterschieden der nationalen Gesundheitssysteme.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Das Ziel ist die qualitative Bewertung finnischer Präventionsstrategien, um potenzielle Impulse für das deutsche Gesundheitswesen zu gewinnen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine vergleichende Studie, die quantitative Mortalitätsdaten mit qualitativen Experteninterviews kombiniert, welche nach der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil analysiert?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den theoretischen Grundlagen der Erkrankungen, spezifischen finnischen Projekten wie dem Nord-Karelien-Projekt und der Diabetes-Präventionsstudie sowie der Analyse der deutschen Gesundheitssystemstrukturen.
Welche Schlüsselwörter kennzeichnen die Arbeit?
Public Health Nutrition, Gesundheitsprävention, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gesundheitsförderung und Systemvergleich sind die zentralen Begriffe.
Wie schneidet Finnland bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ab?
Finnland konnte durch strukturierte, multidisziplinäre Programme seit den 1970er Jahren einen signifikanten Rückgang der Mortalität verzeichnen und gilt international als Vorbild.
Was ist das Haupthindernis für eine Übertragung finnischer Konzepte nach Deutschland?
Die Arbeit identifiziert insbesondere die strukturellen Unterschiede im Gesundheitssystem und die stärkere lokale statt nationale Ausrichtung von Projekten in Deutschland als zentrale Hürden.
- Quote paper
- Eva Theresa Weismueller (Author), 2008, Public Health Nutrition Interventionen in Finnland und Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144651