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Die Einsatzmöglichkeiten der Plansprache Esperanto als Interlingua in der maschinellen Übersetzung

Titel: Die Einsatzmöglichkeiten der Plansprache Esperanto als Interlingua in der maschinellen Übersetzung

Hausarbeit , 2009 , 29 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Luise Ihlo (Autor:in)

Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll untersucht werden, ob sich bei der Interlingua-Methode, einer speziellen indirekten Form der Übersetzung der maschinellen Übersetzung, die Plansprache Esperanto als Zwischensprache einsetzen lässt. Die einzige in einer Sprachgemeinschaft funktionierende Plansprache, Esperanto, weist viele Eigenschaften auf, die sie als neutrale Zwischensprache geeignet macht. Sie vereint die Eigenschaften einer natürlichen Sprache, wie Autonomie, Ausdrucksstärke und Flexibilität und weist auch die Vorteile eines künstlich geschaffenen Sprachsystems auf: Morphologie und Syntax des Esperanto sind sehr klar und einfach, es weist eine hohe Regelmäßigkeit in der Grammatik und Wortbildung auf und lässt sich gut zerlegen und analysieren. Die Betrachtung dazu erfolgt im letzten Kapitel dieser Arbeit.

Kapitel Eins gibt eine Übersicht über die Geschichte und die gängigen Methoden der Maschinellen Übersetzung (MÜ). In welchen Bereichen kann die MÜ eingesetzt werden und ist sie überhaupt in der Lage, qualitativ hochwertige Ergebnisse zu liefern?

Im zweiten Kapitel wird der Begriff der Plansprachen geklärt, welcher den meisten Menschen eher unter Hilfssprachen, Universalsprachen oder künstliche Sprachen bekannt sind. Es wird der Frage nachgegangen, ob es eine Illusion ist, mit der Erschaffung einer künstlichen Sprache Brücken über Landes- und Sprachgrenzen hinaus schlagen zu wollen oder ob ein solches Vorhaben tatsächlich funktionieren kann. Diese Sprachen vereinen in sich die Eigenschaft, für jeden schnell und leicht erlernbar zu sein, aber trifft dies wirklich gleichermaßen auf alle Sprecher verschiedener Sprach- und Kommunikationsgemeinschaften zu?

Im dritten Kapitel wird speziell auf die Plansprache Esperanto eingegangen. Dabei wird erläutert, wieso sich Esperanto als einzige Plansprache gegenüber hunderten von anderen Plansprachenprojekten durchsetzen konnte und noch bis heute gesprochen wird. Es wird hervorgehoben, was Esperanto von anderen plansprachlichen Systemen unterscheidet, wobei sowohl sprachstrukturelle als auch außersprachliche Aspekte betrachtet werden.

Im letzten Kapitel wird ein Projekt vorgestellt, das gegen Ende der 80er Jahre als erstes und bisher einziges Modell Erfahrungen mit dem Einsatz von Esperanto als Interlingua in der MÜ sammelte. Dabei wird vor allem der Anspruch der Autonomie bei der Wahl einer Zwischensprache erläutert und geklärt, ob Esperanto in der Lage ist, diese Ansprüche ausreichend zu erfüllen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Maschinelle Übersetzung

1.1 Motive

1.2 Begriff

1.3 Historischer Abriss

1.3.1 SYSTRAN

1.3.2 TITUS

1.3.3 METEO

1.3.4 METAL

1.4 Die wichtigsten Ansätze

1.4.1 Wort für Wort

1.4.2 Satzteile

1.4.3 Transfer

1.4.4 Interlingua

1.4.5 EBMT

1.4.6 SBMT

1.4.7 HAMT

1.5 Fazit

2 Plansprachen

2.1 Motive

2.2 Begriff

2.3 Interlinguistik

2.4 Eigenschaften

2.5 Klassifikation der Plansprachen

2.5.1 Traditionelle Klassifikation nach Moch/ Couturat/ Leau

2.5.2 Klassifikation nach realer kommunikativer Rolle

3 Esperanto

3.1 Entstehung

3.2 Esperantologie

3.3 Gründe für den relativen Erfolg des Esperanto

3.3.1 Sprachstrukturelle Gründe

3.3.2 Außersprachliche Gründe

3.4 Kritik

4 Esperanto als Interlingua

4.1 Das Projekt DLT

4.2 Warum Esperanto als Interlingua?

4.2.1 Autonomie der Zwischensprache

4.2.2 Autonomie bei Esperanto

4.3 Vorteile des Esperanto als Interlingua

4.4 Nachteile und Ausbesserungen

Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung der Plansprache Esperanto als neutrale Zwischensprache (Interlingua) für Systeme der maschinellen Übersetzung. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern Esperanto aufgrund seiner sprachstrukturellen Regelmäßigkeit und Autonomie die Anforderungen an eine Interlingua erfüllen kann.

  • Grundlagen und Geschichte der maschinellen Übersetzung (MÜ)
  • Klassifikation und Wesen von Plansprachen
  • Sprachwissenschaftliche Analyse des Esperanto (Esperantologie)
  • Anwendungsbeispiele und das Forschungsprojekt DLT

Auszug aus dem Buch

1.4.4 Interlingua

Auch bei der Interlingua-Methode handelt es sich um eine indirekte Form der MÜ. Im Gegensatz zur Transfer-Methode geht die Analyse des ausgangssprachigen Textes so tief, dass man sprachenunabhängige Bedeutungsstrukturen erhält, die eine Art „Mittlersprache“ darstellen, von der aus die Generierung des Textes in die gewünschte Zielsprache erfolgt. Dieser Vorgang läuft im Wesentlichen in zwei Schritten ab: zuerst erfolgt die Analyse bzw. Übersetzung der Ausgangssprache in die Mittlersprache, in der die grammatischen Informationen des Ausgangstextes zunächst in einer neutralen Zwischensprache, der so genannten Interlingua, ausgedrückt werden. Diese enthält alle notwendigen Informationen, die zur Generierung eines Zieltextes nötig sind, ohne Rückblick auf den Ausgangstext. Bei der Synthese der Zielsprache wird also nicht mehr auf die sprachliche Struktur des Ausgangstextes zurückgegriffen, es entsteht eine Repräsentation, die von der Ausgangs- und Zielsprache unabhängig ist. Im zweiten Schritt erfolgt die Generierung bzw. Übersetzung aus der Mittlersprache in die Zielsprache, wobei die grammatischen und inhaltlichen Informationen nur aus der Mittlersprache und nicht aus dem Quelltext entnommen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Umriss der Zielsetzung, die Eignung von Esperanto als Interlingua in der maschinellen Übersetzung zu prüfen.

1 Maschinelle Übersetzung: Überblick über die historische Entwicklung, gängige Methoden und die Leistungsfähigkeit der maschinellen Übersetzung.

2 Plansprachen: Definition und Klassifikation von Plansprachen sowie deren Rolle und Motive in der Sprachgeschichte.

3 Esperanto: Untersuchung der Entstehung, Struktur und Gründe für den relativen Erfolg des Esperanto sowie Auseinandersetzung mit geübter Kritik.

4 Esperanto als Interlingua: Analyse des DLT-Projekts und Bewertung von Esperanto hinsichtlich seiner Autonomie und Eignung als Zwischensprache.

Zusammenfassung: Fazit zur Eignung des Esperanto als morphologisch und syntaktisch ambiguitätsfreie Interlingua in der maschinellen Übersetzung.

Schlüsselwörter

Maschinelle Übersetzung, Plansprache, Esperanto, Interlingua, Zwischensprache, DLT, Sprachwissenschaft, Interlinguistik, Sprachstruktur, Automatisierung, Sprachgemeinschaft, Linguistische Disziplin, Übersetzungsprozess, Informativübersetzung, Autonomie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Plansprache Esperanto erfolgreich als neutrale Zwischensprache in Systemen der maschinellen Übersetzung eingesetzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Bereiche maschinelle Übersetzung, die Theorie der Plansprachen und die linguistische Analyse des Esperanto im Kontext von Informatik und Sprachwissenschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu klären, ob Esperanto die strukturellen Anforderungen an eine Interlingua erfüllt, insbesondere im Hinblick auf Autonomie und Regelmäßigkeit.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Untersuchung, die Fachliteratur sowie historische Erfahrungen, insbesondere aus dem DLT-Projekt, auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der MÜ, die Systematik von Plansprachen, eine detaillierte Esperanto-Analyse und eine Bewertung als Interlingua.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Maschinelle Übersetzung, Esperanto, Interlingua, Zwischensprache, DLT, Interlinguistik und Autonomie.

Was zeichnet Esperanto als Interlingua aus?

Esperanto bietet eine hohe morphologische Regelmäßigkeit, eine klare Syntax und eine seit über hundert Jahren gewachsene Sprachgemeinschaft, was eine hohe Autonomie ermöglicht.

Welche Rolle spielte das Projekt DLT?

Das DLT-Projekt (Distributed Language Translation) diente als praktischer Prototyp, der den Einsatz von Esperanto als Zwischensprache in der maschinellen Übersetzung erfolgreich demonstrierte.

Warum ist die Autonomie der Zwischensprache wichtig?

Eine autonome Zwischensprache ist notwendig, um Übersetzungen zwischen beliebigen Sprachpaaren zu ermöglichen, ohne dass die Analyse direkt von der Ausgangs- zur Zielsprache erfolgen muss.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Einsatzmöglichkeiten der Plansprache Esperanto als Interlingua in der maschinellen Übersetzung
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für angewandte Linguistik und Translatologie)
Veranstaltung
Übersetzungswissenschaft
Note
1,7
Autor
Luise Ihlo (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
29
Katalognummer
V144666
ISBN (eBook)
9783640554560
ISBN (Buch)
9783640554874
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Plansprache Esperanto Hilfssprache Interlingua Maschinelle Übersetzung MÜ Welthilfssprache Zwischensprache
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Luise Ihlo (Autor:in), 2009, Die Einsatzmöglichkeiten der Plansprache Esperanto als Interlingua in der maschinellen Übersetzung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144666
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  29  Seiten
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