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Sozialpsychologische Prävention von Terrorismus. Analyse und Maßnahmen

Title: Sozialpsychologische Prävention von Terrorismus. Analyse und Maßnahmen

Term Paper , 2024 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andreas Summereder (Author)

Psychology - Social Psychology
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Die vorliegende Hausarbeit untersucht die sozialpsychologischen Möglichkeiten zur Prävention von Terrorismus. Angesichts der Bedrohung durch Terroristen und Extremisten ist es entscheidend, vorbeugende Maßnahmen zu entwickeln, um potenzielle Anhänger von extremistischen Organisationen abzuhalten. Die Forschungsfrage lautet: "Welche sozialpsychologischen Möglichkeiten der Prävention von Terrorismus gibt es?" Die Arbeit beginnt mit einer Begriffserklärung von Terrorismus und Extremismus und analysiert dann verschiedene Faktoren, die extremistisches Verhalten fördern können. Anhand einer Studie werden Faktoren des sozialen Kontextes von Tätern isoliert. Präventive Maßnahmen werden beschrieben und ihre Brauchbarkeit für den praktischen Umgang erläutert. Des Weiteren werden Konzepte der Resozialisierung von ehemaligen Terroristen erklärt und bewertet. Abschließend wird ein Fazit zur sozialpsychologischen Prävention gezogen und Denkanstöße zu zukünftigen Forschungen gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinition: Terrorismus und Extremismus

2.1 Definition: Terrorismus

2.1.1 Arten von Terrorismus

2.2 Definition: Extremismus

2.2.1 Arten von Extremismus

3 Sozialpsychologische Ansätze zur Entstehung von Terrorismus und Extremismus

3.1 Sozialer Kontext der Täter

3.2 Sozialpsychologische Radikalisierungsfaktoren

4 Entwicklung von Präventionsmaßnahmen auf Grundlage sozialpsychologischen Wissens

4.1 Maßnahmen zur Prävention

4.1.1 Primär

4.1.2 Sekundär

4.2 Bewertung der Wirksamkeit von Präventionsprogrammen

5 De-Radikalisierung und Reintegration

5.1 Programm zur Deradikalisierung

5.2 Herausforderungen der sozialen Reintegration von ehemaligen Extremisten

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die Möglichkeiten der sozialpsychologischen Prävention im Kontext von Terrorismus und Extremismus, um präventive Handlungsansätze zur Vermeidung ideologisch motivierter Gewalt zu identifizieren.

  • Sozialpsychologische Ursachen für Radikalisierung bei Straftätern
  • Differenzierung von Präventionsstrategien (primär, sekundär, tertiär)
  • Die Rolle des sozialen Umfelds und individueller Lebenskrisen
  • Methoden der Deradikalisierung und soziale Reintegration
  • Wirksamkeitsbewertung bestehender Interventionsprogramme

Auszug aus dem Buch

3.1 Sozialer Kontext der Täter

Durch eine im Jahr 2017 veröffentlichte Studie der Universität Tilburg in den Niederlanden, mit dem Thema Radikalisierung und Viktimisierung, konnte durch die Befragung von insgesamt 130 ehemaliger Extremisten ein guter Einblick in deren soziale Vergangenheit geworfen und folgende Ergebnisse gezogen werden:

Mehr als die Hälfte der befragten Personen wuchs in zerrütteten Familienverhältnissen auf, genauer gesagt gaben 66% an das ihre Eltern sich schon früh in ihrer Kindheit trennten oder sie Opfer von häuslicher Gewalt wurden. Etwas weniger als die Hälfte gab an, den Tod eines Familienmitgliedes, meist der Vater, miterlebt zu haben. Ein Drittel der Befragten gab an, unterschiedliche Lebenskrisen erlebt zu haben, sei es die Trennung vom Partner oder der Verlust des eigenen Kindes, sowie die Arbeitsstelle. Meistens traten diese einschneidenden Erlebnisse kurz vor der Radikalisierung auf. Experten glauben, dass diese Erlebnisse eine Person anfangen lassen den Sinn des eigenen Lebens in Frage zu Stellen und somit offener für ein neues Weltbild zu werden.

Drogenkonsum und die dadurch verbundenen sozialen Probleme spielten bei 22 Personen eine entscheidende Rolle. Eine psychische Erkrankung, wie ADHS, lag bei 74 Personen vor von den 29 stationär behandelt werden mussten, hierbei geht man aber eher von einer Folgewirkung als von einer Ursache aus. Diskriminierende Erlebnisse waren für 33 Personen auschlaggebend. Ob diese nun in der Kindheit oder im Erwachsenenalter getroffen wurden, spielte für die Befragten keine Rolle, sie merkten nur an, dass extremistische Organisationen vor allem auf diese Wert legen würden (Arten, Mulder, & Pemberton, 2017).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Terrorismus als menschengemachtes Phänomen ein und benennt die Forschungsfrage nach den Möglichkeiten einer sozialpsychologisch fundierten Prävention.

2 Begriffsdefinition: Terrorismus und Extremismus: Hier werden die zentralen Begriffe Terrorismus und Extremismus sowie deren vielfältige Erscheinungsformen und die zugrunde liegenden Ideologien definiert.

3 Sozialpsychologische Ansätze zur Entstehung von Terrorismus und Extremismus: Das Kapitel beleuchtet den sozialen Kontext von Tätern sowie psychologische Faktoren, die Radikalisierungsprozesse begünstigen oder auslösen können.

4 Entwicklung von Präventionsmaßnahmen auf Grundlage sozialpsychologischen Wissens: Hier werden präventive Strategien in primäre und sekundäre Maßnahmen unterteilt und deren Wirksamkeit sowie praktische Umsetzung diskutiert.

5 De-Radikalisierung und Reintegration: Dieser Abschnitt behandelt die tertiäre Prävention, fokussiert auf Aussteigerprogramme und die Hürden bei der sozialen Wiedereingliederung ehemals radikalisierter Personen.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine erfolgreiche Prävention das Verständnis sozialer Kontexte voraussetzt und der weiteren Forschung bedarf, um Methoden zur Unterstützung zu optimieren.

Schlüsselwörter

Terrorismus, Extremismus, Sozialpsychologie, Prävention, Radikalisierung, Deradikalisierung, Reintegration, soziale Identität, Push-Faktoren, Viktimisierung, soziale Ungerechtigkeit, Intervention, Gewaltprävention, Mentoring, Ideologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert terroristische und extremistische Bewegungen aus einer sozialpsychologischen Perspektive und untersucht, wie präventive Maßnahmen diese Strömungen eindämmen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Radikalisierung, der Identifikation von Risikofaktoren in der Biografie von Tätern sowie auf Strategien zur Deradikalisierung und Wiedereingliederung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fokussiert auf die Frage: Welche sozialpsychologischen Möglichkeiten der Prävention von Terrorismus gibt es?

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es werden Literaturanalysen und eine Auswertung bestehender Studien, wie beispielsweise der Universität Tilburg zur Radikalisierung und Viktimisierung, als wissenschaftliche Grundlage herangezogen.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die Analyse von Push-Faktoren der Radikalisierung, die Darstellung präventiver Stufenmodelle (primär, sekundär, tertiär) sowie die Bewertung von Ausstiegskonzepten.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Radikalisierung, Sozialpsychologische Prävention, Deradikalisierung, soziales Milieu, soziale Identität und effektive Interventionsmethoden.

Welche Rolle spielt die Familie im Radikalisierungsprozess laut der zitierten Studie?

Die Studie deutet darauf hin, dass ein signifikanter Teil der Extremisten in zerrütteten Familienverhältnissen aufgewachsen ist und traumatische Erlebnisse wie Trennungen oder häusliche Gewalt die Offenheit für neue, radikale Weltbilder erhöhen können.

Warum betont die Arbeit die Bedeutung von Mentoring-Programmen?

Mentoring wird als effektives Instrument der sekundären Prävention hervorgehoben, da hier ehemalige Extremisten als Mentoren ihr Wissen teilen und an das soziale Gewissen und die Vernunft der Gefährdeten appellieren.

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Details

Title
Sozialpsychologische Prävention von Terrorismus. Analyse und Maßnahmen
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1,0
Author
Andreas Summereder (Author)
Publication Year
2024
Pages
12
Catalog Number
V1446763
ISBN (PDF)
9783963553516
ISBN (Book)
9783963553523
Language
German
Tags
Extremismus Sozialpsychologie Terrorismusbekämpfung Terrorismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Summereder (Author), 2024, Sozialpsychologische Prävention von Terrorismus. Analyse und Maßnahmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1446763
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