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Entwicklung der Logos-Christologie zur Sohn-Gottes-Christologie von Nizäa. Eine Überblickanalyse

Titel: Entwicklung der Logos-Christologie zur Sohn-Gottes-Christologie von Nizäa. Eine Überblickanalyse

Seminararbeit , 2022 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Martinus de Germareskauuensis (Autor:in)

Theologie - Sonstiges
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Die vorliegende Arbeit setzt es sich zum Ziel überblicksartig die einzelnen Schritte in der Entwicklung der christologischen Reflexion, die schließlich zur Sohn-Gottes-Christologie des Konzils von Nizäa führten, nachzuzeichnen. Ausgehend von der Logos-Theologie, ihrer Rezeption und ihren jüdischen Denkvoraussetzungen, wird in einem weiteren Kapitel näher auf den sogenannten arianischen Disput eingegangen, sowie unter Rekurs auf ausgewählte Theologen, seine theologischen und christologischen Verstehenshintergründe näher beleuchtet.

Ferner soll ein Überblick über das Konzil von Nizäa sowie seine Vorgeschichte gegeben werden, bevor sich das dritte Kapitel der auf diesem Konzil festgelegten Christologie widmet. Abschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse rekapituliert und der Versuch einer kritischen Würdigung des Konzils von Nizäa sowie seiner Christologie unternommen werden.

In den ersten drei Jahrhunderten beschäftigten sich Theologen der Urkirche intensiv mit der Frage, wie die Rede vom Sohn Gottes mit dem Glauben an einen einzigen Gott vereinbar ist. Dies führte zur Entstehung verschiedener christologischer Modelle, die diese Fragestellung näher untersuchten. Schließlich wurde im Mehrheitschristentum die Logos-Christologie übernommen, die eine klare Trennung zwischen Jesus Christus als dem Sohn Gottes und Gott dem Vater vorsah, wobei das Verhältnis zwischen beiden subordinatianisch betrachtet wurde.

Der Bezug auf Philosophen wie Philo von Alexandrien und andere Denker sowie auf pagane und jüdische Vorstellungen von göttlichen Instanzen und unterschiedlichen philosophischen Konzepten des Logos ermöglichte jedoch gleichzeitig die Annahme einer engen Verbindung zwischen Gott dem Vater und dem göttlichen Logos, der explizit mit Jesus Christus identifiziert wurde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Logos-Christologie: Denkvoraussetzungen und Rezeption einer frühen christologischen Konzeption

1.1. jüdische Auffassungen des Logos-Gedankens

1.1.1. Die Hypostase der Weisheit und der Logos

1.1.2. Philo von Alexandrien und seine Logoslehre

1.2. Frühchristliche Rezeption anhand ausgewählter christlicher Autoren

1.2.1. Justin der Märtyrer

1.2.2.Tertullian

1.2.3. Christologie und Soteriologie bei Origenes

2. Der arianische Streit und seine Verstehensvoraussetzungen

2.1. Theologie und Christologie bei Arius

2.2. Vom arianischen Streit zum Konzil von Nizäa

3. Nizänische Christologie

4. Von der Logos-Christologie zur nizänischen Sohn-Gottes-Christologie – ein Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die historische Entwicklung der christologischen Reflexion von der frühen Logos-Christologie bis zur Sohn-Gottes-Christologie des Konzils von Nizäa nachzuzeichnen und kritisch zu würdigen.

  • Jüdische und hellenistische Denkvoraussetzungen des Logos-Begriffs
  • Frühchristliche Rezeption der Logos-Lehre bei Autoren wie Justin, Tertullian und Origenes
  • Theologische Ursachen und argumentative Hintergründe des arianischen Streits
  • Entwicklung des nizänischen Dogmas zur Wesensgleichheit von Vater und Sohn
  • Kritische Analyse der terminologischen Schwierigkeiten und politischen Implikationen des Konzils von Nizäa

Auszug aus dem Buch

1.2.3. Christologie und Soteriologie bei Origenes

Für Origenes bilden Vater, Sohn und Geist drei distinkte Hypostasen, die zwar nicht eins hinsichtlich ihres Wesens sind, allerdings eins durch Harmonie und Willensübereinstimmung sind. Origenes zufolge zeichnet sich der Vater dadurch aus, dass „er der ursprungslose Ursprung aller [Dinge] ist“ und alles dadurch erhält, dass er dieses an „seiner […] vollkommene[n] Seinsfülle [und] an […] seinem vollkommenen Gottsein“ partizipieren lässt, sodass die Bezeichnung „Gott“ exklusiv dem Vater, dem „sich alles […] verdankt“, vorbehalten ist, wohingegen „[d]er Sohn […] zwar [als] θεός“, bezeichnet werden kann, diesen Status aber „einzig und allein […] seiner Teilhabe an der Gottheit [des] Vaters“ verdankt.

Der Sohn existierte, so Origenes, vor aller Schöpfung und wurde aus dem Vater geboren. Er ist derjenige, durch den alles geschaffen wurde, und wird von Origenes dezidiert „mit dem Logos“ gleichgesetzt So kann dieser „de[n absolut transzendenten] Vater, der […] unsichtbar und unaussprechlich bleibt, […] ahnbar“ werden lassen, bleibt aber diesem trotz „eine[r] wesenhafte[n] Verwandtschaft“ eindeutig untergeordnet, sodass er „seine[] Würde durch und durch [dem] Vater“ verdankt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung definiert das Spannungsfeld der Urkirche zwischen der Rede vom Sohn Gottes und der Anerkennung eines einzigen Gottes sowie die Zielsetzung der Arbeit.

1. Logos-Christologie: Denkvoraussetzungen und Rezeption einer frühen christologischen Konzeption: Dieses Kapitel arbeitet die jüdischen Wurzeln sowie die Rezeption der Logos-Lehre durch bedeutende frühchristliche Denker heraus.

2. Der arianische Streit und seine Verstehensvoraussetzungen: Hier wird die Theologie des Arius und die daraus resultierende Krise analysiert, die zum Konzil von Nizäa führte.

3. Nizänische Christologie: Das Kapitel behandelt die dogmatische Neudefinition auf dem Konzil von Nizäa und die Herausforderungen durch den Begriff "homoousios".

4. Von der Logos-Christologie zur nizänischen Sohn-Gottes-Christologie – ein Fazit: Das Fazit fasst die Entwicklungslinien zusammen und würdigt die Bedeutung der nizänischen Konzilsbeschlüsse kritisch.

Schlüsselwörter

Logos-Christologie, Sohn-Gottes-Christologie, Nizäa, Arius, Origenes, Justin, Tertullian, Wesensgleichheit, Homoousios, Hypostase, Trinität, Subordinatianismus, Inkarnation, Kirchengeschichte, Dogmengeschichte

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Wandlung der frühchristlichen Christologie, insbesondere den Übergang von der Logos-Christologie zur nizänischen Sohn-Gottes-Christologie.

Welche theologischen Denker stehen im Fokus der Analyse?

Besonderes Augenmerk liegt auf Philo von Alexandrien, Justin, Tertullian, Origenes sowie Arius und deren Bedeutung für die dogmatische Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Entwicklungsschritte nachzuzeichnen, die auf dem Konzil von Nizäa zu der Formel der Wesensgleichheit (homoousios) zwischen Vater und Sohn führten.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit verfolgt eine ideengeschichtliche Methode, die theologische Texte und Konzepte in ihren jeweiligen historischen und philosophischen Kontext einordnet.

Was bildet den inhaltlichen Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung frühchristlicher Logos-Vorstellungen, die Analyse der arianischen Kontroverse und die kritische Würdigung der nizänischen Konzilsentscheidungen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit zusammenfassen?

Wichtige Begriffe sind Logos-Christologie, Arianismus, Wesensgleichheit, Hypostase und die dogmatische Entwicklung im vierten Jahrhundert.

Warum war der Begriff "homoousios" historisch so umstritten?

Der Begriff war hochgradig polysem und führte aufgrund unterschiedlicher Auslegungen im Osten und Westen sowie drohender Nähe zum Sabellianismus oder Tritheismus zu lang anhaltenden theologischen Disputen.

Welche Funktion erfüllte der Begriff "homoousios" nach Ansicht des Verfassers zusätzlich?

Der Verfasser argumentiert, dass der Begriff vor allem auch als eine Art "publizistische Waffe" zur Durchsetzung kirchlicher Einheit unter kaiserlicher Protektion von Konstantin und später Athanasius genutzt wurde.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Entwicklung der Logos-Christologie zur Sohn-Gottes-Christologie von Nizäa. Eine Überblickanalyse
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Katholisch Theologische Fakultät)
Note
1,3
Autor
Martinus de Germareskauuensis (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
24
Katalognummer
V1446846
ISBN (PDF)
9783963554155
ISBN (Buch)
9783963554162
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Christologie Nizäa Nikaia Arius Arianismus Arianer Logos Philo von Alexandrien Justin der Märtyrer Tertullian
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martinus de Germareskauuensis (Autor:in), 2022, Entwicklung der Logos-Christologie zur Sohn-Gottes-Christologie von Nizäa. Eine Überblickanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1446846
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Leseprobe aus  24  Seiten
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