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Lauretanische Litanei als Kompendium der Mariologie

Eine dogmatische Analyse der Typologien in den Anrufungen Mariens

Title: Lauretanische Litanei als Kompendium der Mariologie

Diploma Thesis , 2009 , 165 Pages , Grade: 1

Autor:in: Fr. Augustinus Gejdos (Author)

Theology - Systematic Theology
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Summary Excerpt Details

Ich würde diese Arbeit als „das kleine Kompendium der Mariologie“ bezeichnen. Es gibt nämlich eine Vielzahl von Büchern, die nur eine theologische, spezifische Frage aus dem Bereich der Mariologie herausgreifen. Bei dieser Arbeit ist es aber anders. In diesen Anrufungen, die uns die Kirche zum Heil anbietet, verbirgt sich praktisch die ganze Mariologie. Es gibt schon beinah kein Gebiet der Mariologie, das ich in diesem Aufsatz nicht erörtert hätte. Darüber hinaus liegt dieser Arbeit die Heilige Schrift zugrunde, womit wir auch die Biblistik nicht übergehen können. Der Mariologie liegt auch die Apostolischen Tradition zugrunde, ohne die es heute gewiss keine Mariologie gäbe. Wir dürfen auch nicht den Bereich der Kirchengeschichte vergessen, die eine nicht zu unterschätzende Rolle auf die Entwicklung der Kirche selbst oder auf die Lehre der Kirche hat. Das letzte Element, auf das ich diese Arbeit aufgebaut habe, ist die ursprüngliche Sprache, in der diese Invocationes entstanden sind. Auf der einen Seite habe ich mich bemüht, alle überschwänglichen pseudo – wunderlichen Vorfälle und den Aberglauben hinsichtlich Maria zu vermeiden, die nicht im Einklang mit der Lehre der katholischen Kirche sind. Auf der anderen Seite wollte ich keinen marianischen Minimalismus. Im Jahre 1987 hat die theologische Konferenz der asiatischen Frauen Maria diese Worte zugeschrieben: „Was habt ihr mir getan? Was habt ihr mit mir getan? Ich kann mich in dieser Frau nicht erkennen, die ihr wollt, dass ich so wäre“. Deshalb war der goldene Mittelweg für mich inspirierend. Es geht mir hier nicht nur um die Mariologie. Maria ist von Christus, von der ganzen Trinität oder von der Kirche nicht separiert, sondern außerordentlich fest verbunden. Die Mariologie bereichert die Christologie! Diesen Aspekt hatte ich immer vor den Augen. Wer Maria kennt, kennt auch Christus und seine Kirche besser. Die Stellungnahme von Papst Paulus VI., die er anläßlich des dritten Konzilsabschnittes kundgegeben hat, ist sehr aussagekräftig, und sie sagt an und für sich alles: „Die Erkenntnis der echten katholischen Lehre von Maria ist der Schluss zur echten Erkenntnis des Geheimnisses Christi und der Kirche“. Diese Aspekte waren für mich tatsächlich maßgebend.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

SANCTA MARIA

SANCTA DEI GENITRIX

SANCTA VIRGO VIRGINUM

MATER CHRISTI

MATER ECCLESIAE

MATER DIVINAE GRATIAE

MATER PURISSIMA

MATER CASTISSIMA

MATER INVIOLATA

MATER INTEMERATA

MATER AMABILIS

MATER ADMIRABILIS

MATER BONI CONSILII

MATER CREATORIS

MATER SALVATORIS

VIRGO PRUDENTISSIMA

VIRGO VENERANDA

VIRGO PRAEDICANDA

VIRGO POTENS

VIRGO CLEMENS

VIRGO FIDELIS

SPECULUM IUSTITIAE

VAS INSIGNE DEVOTIONIS

ROSA MYSTICA

TURRIS DAVIDICA

TURRIS EBURNEA

DOMUS AUREA

FOEDERIS ARCA

IANUA CAELI

STELLA MATUTINA

SALUS INFIRMORUM

REFUGIUM PECCATORUM

CONSOLATRIX AFFLICTORUM

AUXILIUM CHRISTIANORUM

REGINA ANGELORUM

REGINA PATRIARCHARUM

REGINA PROPHETARUM

REGINA APOSTOLORUM

REGINA MARTYRUM

REGINA CONFESSORUM

REGINA VIRGINUM

REGINA OMNIUM SANCTORUM

REGINA SINE LABE ORIGINALI CONCEPTA

REGINA IN CAELUM ASSUMPTA

REGINA SACRATISSIMI ROSARII

REGINA PACIS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit unternimmt eine dogmatische Analyse der Lauretanischen Litanei, um deren Anrufungen Mariens als ein umfassendes Kompendium der Mariologie zu erschließen und theologische Typologien verständlich zu machen. Das Ziel ist es, die tiefe Verwurzelung dieser traditionellen Gebetsform in der Heiligen Schrift, der Tradition und der Kirchengeschichte aufzuzeigen.

  • Dogmatische Herleitung und Analyse der mariologischen Anrufungen.
  • Untersuchung der christologischen Bezüge innerhalb der Marienverehrung.
  • Erforschung der biblischen Wurzeln und patristischen Grundlagen einzelner Anrufungen.
  • Harmonisierung von Glaube und Vernunft bei der Interpretation marianischer Geheimnisse.
  • Bedeutung der marianischen Frömmigkeit für die christliche Lebensführung und Kirche.

Auszug aus dem Buch

SANCTA MARIA

Das Griechische kennt drei verschiedene Wortgruppen zur Kennzeichnung des Heiligen; ἱερός (hieros), mit seinen zahlreichen Ableitungen bezeichnet das an sich Heilige, das Tabu, die göttliche Macht. Demgegenüber legt ἅγιος (hagios), die im NT häufigste Wortgruppe, den Akzent auf die Verpflichtung zur Verehrung des Heiligen. In die gleiche Richtung weist auch ὅσιος (hosios).

Das lateinische Wort sanctus ist Particip Perfect Passiv und leitet sich von dem Verb sancire her. Im klassischen Latein wird dieses Wort einmal passiv angewandt, ein andermal aktiv. Im ersten Fall hat es die Bedeutung: eingeweiht, abgegeben der Göttlichkeit, heilig machen, gestellt unter den Schutz der Götter, unantastbar; in dem zweiten Fall: ehrenhaft, gewissenhaft, unschuldig, hervorragend bezüglich der Sitten. Die Wurzel dieses Wortes können wir auch beim Wort sanus finden und damit konstatieren, dass, was gesund für den Körper ist, die Heiligkeit für die Seele ist. Die Heiligkeit ist also der starke, gesunde Zustand der Seele; es geht um eine Eigenschaft, die der Seele fest zugehörig ist.

Zusammenfassung der Kapitel

SANCTA MARIA: Einführung in die Begrifflichkeit des Heiligen im Griechischen und Lateinischen, die als Grundlage für das Verständnis von Mariens Heiligkeit dient.

SANCTA DEI GENITRIX: Analyse des Titels "Gottesgebärerin" mit Fokus auf das Konzil von Ephesus und die christologische Bedeutung der Menschwerdung.

SANCTA VIRGO VIRGINUM: Erläuterung der dreifachen Jungfräulichkeit Mariens und deren dogmatische Verteidigung gegen historische Irrlehren.

MATER CHRISTI: Untersuchung des Titels "Mutter Christi" als Bezugnahme auf die Priester-, Königs- und Prophetenwürde Jesu.

MATER ECCLESIAE: Darlegung der tiefen Verbundenheit zwischen Maria und der Kirche sowie Maria als Prototyp und Mutter der Gläubigen.

MATER DIVINAE GRATIAE: Erläuterung von Maria als Vermittlerin der Gnade und ihre Rolle in der Heilsordnung.

MATER PURISSIMA: Untersuchung der körperlichen Reinheit Mariens als Ausdruck ihrer unbefleckten Mutterschaft.

MATER CASTISSIMA: Fokus auf die geistige Attributierung Mariens und die moralische Reinheit ihres Herzens.

MATER INVIOLATA: Analyse der physiologischen Unversehrtheit Mariens in Verbindung mit der geistigen Unberührtheit.

MATER INTEMERATA: Betrachtung der geistigen Unbeflecktheit Mariens und ihrer Vorbildfunktion für die geweihte Jungfräulichkeit.

MATER AMABILIS: Darstellung Mariens als würdiges Objekt göttlicher und menschlicher Liebe.

MATER ADMIRABILIS: Reflexion über Maria als das staunenswerte Wunder der Allgewalt Gottes.

MATER BONI CONSILII: Untersuchung der mütterlichen Fürsorge Mariens als Beraterin im Glauben.

MATER CREATORIS: Theologische Klärung, wie Maria Mutter des Schöpfers genannt werden kann, ohne die Trinität zu separieren.

MATER SALVATORIS: Fokus auf die Rolle Mariens als Mutter des Erlösers im Heilsplan.

VIRGO PRUDENTISSIMA: Analyse der Tugend der Weisheit in Maria und ihrer Lebensführung.

VIRGO VENERANDA: Darstellung der theologischen Notwendigkeit und Pflicht zur Verehrung Mariens.

VIRGO PRAEDICANDA: Begründung für die Notwendigkeit, Maria öffentlich zu bekennen und zu verkünden.

VIRGO POTENS: Reflexion über die Macht Mariens als Abglanz der Allgewalt Gottes.

VIRGO CLEMENS: Untersuchung der Milde und Barmherzigkeit Mariens gegenüber den Gläubigen.

VIRGO FIDELIS: Darlegung der unerschütterlichen Treue Mariens im Glauben als Vorbild für die Kirche.

SPECULUM IUSTITIAE: Analyse Mariens als Spiegel der göttlichen Gerechtigkeit und vollkommenes Abbild Gottes.

VAS INSIGNE DEVOTIONIS: Betrachtung Mariens als exzellentes Gefäß wahrer Andacht.

ROSA MYSTICA: Symbolische Deutung Mariens als mystische Rose der Liebe und Schönheit.

TURRIS DAVIDICA: Untersuchung Mariens als starker Turm der Zuflucht für die streitende Kirche.

TURRIS EBURNEA: Erläuterung des Symbols des Elfenbeinturms für Reinheit und Unversehrtheit.

DOMUS AUREA: Betrachtung Mariens als heiliges Haus, in dem Gott Wohnung genommen hat.

FOEDERIS ARCA: Deutung Mariens als neue Bundeslade, die das Allerheiligste in sich trug.

IANUA CAELI: Analyse Mariens als Pforte des Himmels, durch die Christus in die Welt kam.

STELLA MATUTINA: Deutung Mariens als Morgenstern, der den Aufgang des Heils ankündigt.

SALUS INFIRMORUM: Betrachtung Mariens als Trösterin und Retterin der Kranken und Schwachen.

REFUGIUM PECCATORUM: Analyse Mariens als Zuflucht für Sünder, die Umkehr suchen.

CONSOLATRIX AFFLICTORUM: Fokus auf Maria als Trösterin derer, die unter irdischen Nöten leiden.

AUXILIUM CHRISTIANORUM: historische Betrachtung Mariens als Helferin und Schutzpatronin der Christenheit.

REGINA ANGELORUM: Darlegung der Würde Mariens als Königin über alle Engelchöre.

REGINA PATRIARCHARUM: Untersuchung Mariens als Königin und Vollendung des Glaubens der Patriarchen.

REGINA PROPHETARUM: Begründung für den Titel Mariens als Königin, die die Zeit der Propheten zur Vollendung bringt.

REGINA APOSTOLORUM: Reflexion über Maria als Lehrerin und Königin der Apostel.

REGINA MARTYRUM: Untersuchung der geistigen Leiden Mariens, die sie zur Königin der Märtyrer machen.

REGINA CONFESSORUM: Begründung Mariens als Königin der Bekenner durch ihren beständigen Glauben.

REGINA VIRGINUM: Darlegung Mariens als Vorbild und Königin aller Jungfrauen.

REGINA OMNIUM SANCTORUM: Zusammenfassende Betrachtung Mariens als Königin aller Heiligen.

REGINA SINE LABE ORIGINALI CONCEPTA: Theologische Erläuterung des Dogmas der unbefleckten Empfängnis.

REGINA IN CAELUM ASSUMPTA: Analyse des Dogmas der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel.

REGINA SACRATISSIMI ROSARII: Historische und spirituelle Entwicklung des Rosenkranzgebetes als marianisches Gebet.

REGINA PACIS: Betrachtung Mariens als Königin des Friedens und geistiges Ziel des Pilgerlebens.

Schlüsselwörter

Mariologie, Lauretanische Litanei, Dogmatik, Gottesgebärerin, Jungfräulichkeit, Gnadenvermittlung, Unbefleckte Empfängnis, Himmelfahrt Mariens, Christologie, Heiligenverehrung, Glaube, Spiritualität, Kirchenlehre, Tradition, Rosenkranz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine tiefgehende dogmatische Analyse der verschiedenen Anrufungen der Lauretanischen Litanei und zeigt auf, wie diese die gesamte christliche Lehre über Maria abdecken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt Themen wie die Gottesmutterschaft, die Jungfräulichkeit, Maria als Mittlerin der Gnade, die unbefleckte Empfängnis, die Aufnahme in den Himmel sowie die Rolle Mariens als Königin der Heiligen und Helferin der Gläubigen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch philologische und theologische Erläuterungen das Verständnis für die Lauretanische Litanei zu vertiefen und aufzuzeigen, dass sie ein "kleines Kompendium der Mariologie" darstellt, das untrennbar mit Christus und der Kirche verbunden ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine philologische Analyse der Begriffe, kombiniert mit biblischen Bezügen, der Lehre der Kirchenväter, päpstlichen Enzykliken und der kirchlichen Tradition, um eine dogmatisch fundierte Auslegung der Anrufungen zu bieten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Abhandlung der verschiedenen Anrufungen – angefangen bei "Sancta Maria" bis hin zu "Regina Pacis" – wobei jede Anrufung einzeln auf ihre biblische, theologische und historische Bedeutung hin untersucht wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mariologie, Lauretanische Litanei, Dogmatik, Gottesgebärerin, Vermittlung aller Gnaden und die Einbettung Mariens in die Heilsgeschichte.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "Sedes Sapientiae" und "Virgo Prudentissima" wichtig?

Während sich "Virgo Prudentissima" primär auf die Tugend der Weisheit und die Vorsicht der Jungfrau bezieht, verweist "Sedes Sapientiae" auf Maria als den "Thron", auf dem die göttliche Weisheit selbst in menschlicher Gestalt Platz nimmt.

Wie begründet der Autor die Verehrung Mariens als "Regina"?

Die Verehrung Mariens als Königin leitet sich aus ihrer Gottesmutterschaft und ihrem Anteil am Heilswerk Christi ab; dabei wird stets betont, dass ihre Macht eine Macht der Liebe ist und sie niemals von Gott getrennt betrachtet werden darf.

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Details

Title
Lauretanische Litanei als Kompendium der Mariologie
Subtitle
Eine dogmatische Analyse der Typologien in den Anrufungen Mariens
College
Hochschule Heiligenkreuz
Grade
1
Author
Fr. Augustinus Gejdos (Author)
Publication Year
2009
Pages
165
Catalog Number
V144693
ISBN (eBook)
9783640548729
ISBN (Book)
9783640551996
Language
German
Tags
Mariologie Dogmatik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fr. Augustinus Gejdos (Author), 2009, Lauretanische Litanei als Kompendium der Mariologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144693
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