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Vom Curriculum zum Feinziel. Zur Operationalisierung von Lehr- und Lernzielen mithilfe von Taxonomien

Title: Vom Curriculum zum Feinziel. Zur Operationalisierung von Lehr- und Lernzielen mithilfe von Taxonomien

Seminar Paper , 2009 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Hanna Rasch (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Bei der sinnvollen Planung von Unterrichtseinheiten ist es von immenser Wichtigkeit, die Lehr- und Lernziele festzulegen, am besten in schriftlicher Form. Dabei wird vom Curriculum des jeweiligen Faches ausgegangen und so eine immer stärkere Spezifizierung der Ziele, von den sehr allgemein gehaltenen und wenig abgegrenzten Richtzielen über die schon etwas genauer definierten Grobziele bis hin zu den sehr genau bestimmten Feinzielen, vorgenommen. Dieser Prozess wird als Operationalisierung der Lernziele bezeichnet. Hierbei ist es
sinnvoll, als Orientierungshilfe die Lehrzieltaxonomien im kognitiven sowie im affektiven Bereich zu Rate zu ziehen. Es stellt sich hier nun die Frage, wie genau der Operationalisierungsprozess eigentlich abläuft, und ebenso, welche Relevanz er für die Unterrichtsgestaltung besitzt. Diese Frage wird in der vorliegenden Arbeit zunächst geklärt werden, um dann die Taxonomisierung von Lehrzielen im kognitiven Bereich nach Benjamin S. Bloom und Mitarbeitern sowie im affektiven Bereich nach David R. Krathwohl und Mitarbeitern genauer zu erläutern. Anschließend wird der Weg vom Lehrziel zum Feinziel anhand einiger Beispiele aus dem Lehrplan für das Unterrichtsfach
Deutsch in der Sekundarstufe II an Gymnasien und Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen verdeutlicht. So kann schließlich die Frage nach der Funktion der Taxonomie von Lehrzielen im Operationalisierungsprozess geklärt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. PROBLEMSTELLUNG

2. DIE OPERATIONALISIERUNG VON LEHR- UND LERNZIELEN UND DEREN RELEVANZ FÜR DIE UNTERRICHTSGESTALTUNG

3. DIE TAXONOMISIERUNG

3.1. Taxonomie von Lernzielen im kognitiven Bereich nach Bloom

3.2. Taxonomie von Lernzielen im affektiven Bereich nach Krathwohl

4. DER WEG VOM LEHRZIEL ZUM FEINZIEL ANHAND VON BEISPIELEN AUS DEM LEHRPLAN FÜR DEUTSCH AN GYMNASIEN UND GESAMTSCHULEN

5. FAZIT: FUNKTIONEN VON LEHRZIELTAXONOMIEN

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der Operationalisierung von Lehr- und Lernzielen sowie deren Bedeutung für eine strukturierte Unterrichtsgestaltung. Dabei wird analysiert, wie abstrakte curriculare Vorgaben systematisch in konkrete Feinziele überführt werden können, um den Lernprozess effizienter und transparenter zu gestalten.

  • Grundlagen der Operationalisierung von Lernzielen im schulischen Kontext.
  • Detaillierte Analyse der kognitiven Lernzieltaxonomie nach Benjamin S. Bloom.
  • Darstellung der affektiven Lernzieltaxonomie nach David R. Krathwohl.
  • Anwendung der theoretischen Konzepte auf konkrete Lehrplanbeispiele für das Fach Deutsch.
  • Reflektion über die Funktionen und den Nutzen von Taxonomien für die Unterrichtsplanung und Lernkontrolle.

Auszug aus dem Buch

3.1. Taxonomie von Lernzielen im kognitiven Bereich nach Bloom

Bei einer Taxonomie von Lernzielen handelt es sich um eine Klassifikation derselben, die während des oben beschriebenen Prozesses der Operationalisierung von Lernzielen zum Einsatz gebracht werden kann (vgl. Bloom/Engelhart u.a. 1956, S. 15).

An dieser Stelle gilt es zunächst, die Lernziele im kognitiven Bereich zu betrachten.

Zum kognitiven Bereich gehören Vorgänge wie Wissen, Erinnern, Denken, Kreativität und generell intellektuelle Fähigkeiten, die sich im Schülerendverhalten zeigen sollen, wenn er das beschriebene Lernziel infolge der Unterrichtsteilnahme erreicht hat (vgl. ebd. S. 20-21). Die Taxonomie von Lernzielen im kognitiven Bereich besteht aus sechs aufeinanderfolgenden Hauptklassen, die jeweils in mehrere Unterklassen gegliedert sind (vgl. ebd. S. 31). Diese Klassen weisen eine hierarchische Struktur auf, können also nur nacheinander durchlaufen werden, wobei die nächsthöhere Klasse jeweils auf der vorhergegangenen aufbaut (vgl. Sczesny/Lüdecke 1998, S. 413).

Die erste Hauptklasse ist der Bereich „Wissen“. In diesem Bereich geht es um den psychologischen Erinnerungsprozess; gefordert ist hier das Erinnern von Allgemeinheiten sowie Besonderheiten, von Methoden, Prozessen, Mustern, Strukturen oder Festlegungen, wobei zur Überprüfung des Wissensstands des Schülers das Ordnen beziehungsweise das Neuordnen eines Problems gefragt ist (vgl. Bloom/Engelhart u.a. 1956, S. 71). Diese erste Kategorie gliedert sich wiederum in drei Unterkategorien. Das „Wissen von konkreten Einzelheiten“ befindet sich noch auf einem recht niedrigen Abstraktionsniveau und bildet somit die Basis für die nachfolgenden komplexeren Kategorien, indem sich die beiden untergeordneten Bereiche, das „Terminologische Wissen“ von den Bedeutungen bestimmter Symbole sowie das „Wissen einzelner Fakten“ wie beispielsweise Personen, Daten oder Orte, rein auf das Erinnern von Besonderheiten und Einzelinformationen beschränken (vgl. ebd. S. 72-75).

Zusammenfassung der Kapitel

1. PROBLEMSTELLUNG: Einleitung in die Bedeutung der Lernzieloperationalisierung und Vorstellung der theoretischen Grundlagen.

2. DIE OPERATIONALISIERUNG VON LEHR- UND LERNZIELEN UND DEREN RELEVANZ FÜR DIE UNTERRICHTSGESTALTUNG: Erläuterung des Prozesses der Zielspezifizierung von Richt- zu Feinzielen und dessen Vorteile für die Unterrichtseffektivität.

3. DIE TAXONOMISIERUNG: Detaillierte wissenschaftliche Einführung in die kognitiven und affektiven Lernzieltaxonomien.

3.1. Taxonomie von Lernzielen im kognitiven Bereich nach Bloom: Analyse der sechs hierarchischen Klassen des kognitiven Lernens von Wissen bis Evaluation.

3.2. Taxonomie von Lernzielen im affektiven Bereich nach Krathwohl: Darstellung der fünf Klassen zur Einordnung von Gefühlen, Einstellungen und Werten.

4. DER WEG VOM LEHRZIEL ZUM FEINZIEL ANHAND VON BEISPIELEN AUS DEM LEHRPLAN FÜR DEUTSCH AN GYMNASIEN UND GESAMTSCHULEN: Praktische Anwendung der Taxonomien anhand konkreter Beispiele aus dem Lehrplan für das Fach Deutsch in der gymnasialen Oberstufe.

5. FAZIT: FUNKTIONEN VON LEHRZIELTAXONOMIEN: Zusammenfassende Bewertung der Nützlichkeit von Taxonomien für die Lehrplanentwicklung, Unterrichtsplanung und Leistungsbewertung.

Schlüsselwörter

Operationalisierung, Lernziele, Didaktik, Taxonomie, Kognitiver Bereich, Affektiver Bereich, Bloom, Krathwohl, Unterrichtsgestaltung, Feinziele, Lehrplan, Unterrichtsplanung, Lernkontrolle, Bildungsstandards, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den systematischen Prozess der Operationalisierung von Lernzielen, also die Überführung abstrakter curricularer Vorgaben in konkrete, messbare Feinziele für den Unterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung durch Lernzieltaxonomien (kognitiv und affektiv) sowie deren praktische Anwendung im Rahmen der schulischen Unterrichtsplanung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Lehrkräfte und Lehrplanautoren durch die Nutzung von Taxonomien den Planungsprozess strukturieren und die Lernkontrolle präzisieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der maßgeblichen Werke von Bloom, Krathwohl, Möller und anderen sowie einer exemplifizierenden Anwendung auf den Lehrplan für Deutsch in Nordrhein-Westfalen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Darstellung der Taxonomien von Bloom (kognitiv) und Krathwohl (affektiv) sowie eine anschließende Transferleistung auf konkrete Beispiele aus dem Deutschunterricht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Operationalisierung, Lernzieltaxonomie, Unterrichtsplanung, kognitive/affektive Lernziele und Lehrplananalyse charakterisiert.

Wie unterscheidet sich der kognitive vom affektiven Lernbereich?

Der kognitive Bereich fokussiert auf intellektuelle Fähigkeiten wie Wissen und Denken, während der affektive Bereich Gefühle, Werte, Einstellungen und Charaktereigenschaften des Lernenden umfasst.

Warum ist die Operationalisierung für die Unterrichtsplanung wichtig?

Sie ermöglicht eine transparente Kommunikation der Erwartungen an den Schüler, erleichtert die Wahl geeigneter Lernmethoden und bietet eine Grundlage für objektive Prüfungsaufgaben.

Wie kann eine Lehrkraft den Erfolg im affektiven Bereich prüfen?

Dies ist schwieriger als im kognitiven Bereich, erfolgt aber primär durch Beobachtung von Verhaltensweisen, Wertäußerungen und der Bereitschaft der Schüler, sich aktiv mit Themen auseinanderzusetzen.

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Details

Title
Vom Curriculum zum Feinziel. Zur Operationalisierung von Lehr- und Lernzielen mithilfe von Taxonomien
College
RWTH Aachen University  (Philosophische Fakultät: Institut für Erziehungswissenschaft)
Course
Grundlagen der Didaktik III
Grade
2,0
Author
Hanna Rasch (Author)
Publication Year
2009
Pages
12
Catalog Number
V144713
ISBN (eBook)
9783640541027
ISBN (Book)
9783640541560
Language
German
Tags
Curriculum Operationalisierung Lehrziel Lernziel Taxonomie Lehrzieltaxonomie Unterricht Unterrichtseinheit Unterrichtsplanung Richtziel Grobziel Feinziel kognitiv affektiv Unterrichtsgestaltung Benjamin S. Bloom Bloom David R. Krathwohl Krathwohl Lehrplan
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hanna Rasch (Author), 2009, Vom Curriculum zum Feinziel. Zur Operationalisierung von Lehr- und Lernzielen mithilfe von Taxonomien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144713
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