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Die Bedeutung der Deliktprävention bei Schizophrenie

Title: Die Bedeutung der Deliktprävention bei Schizophrenie

Term Paper , 2009 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniela Ische (Author)

Health - Miscellaneous
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Stellen sie sich vor sie sind ein Agent beim Geheimdienst. Sie stellen fest, dass dessen Machenschaften kriminell sind und versuchen auszusteigen. Doch ab jetzt müssen sie um ihr Leben fürchten. Nach und nach wird Ihnen klar, dass der Geheimdienst alles perfekt geplant hat. Sogar Ihr Obermieter gehört dazu und bespitzelt Sie. Sie ziehen sich zurück versuchen nicht entdeckt zu werden und öffnen nicht die Tür. Denn das könnte der Obermieter sein, der Sie zum Schweigen bringen soll.
Eines Tages macht sich Jemand an Ihrer Tür zu schaffen. Sie haben Angst. Sie gehen in die Küche und nehmen sich dort ein Messer. Bereit sich zu verteidigen. Dann geht die Tür auf und Ihr besorgter Obermieter kommt zusammen mit dem Hausmeister herein.
Sie sehen in den beiden Personen Auftragskiller, die Sie zum Schweigen bringen wollen. Sie gehen auf beide mit dem Messer los und stechen sie nieder. Erschrocken über das Blut und Ihre Tat sacken Sie zu Boden und zittern vor Angst.
Mit diesem fiktiven Fall soll die Perspektive des Patienten dargestellt werden. Er dient als Ausgangspunkt für die Darstellung eines Unterbringungsverlaufs in der Psychiatrie.
Als Beispiel dient das Niedersächsische Landeskrankenhaus Moringen (Nds.LKH) indem psychisch kranke Straftäter behandelt werden. Aus der Darstellung eines typischen Unterbringungsverlaufs sollen die Probleme für schizophrene Patienten verdeutlicht werden.
Hauptaugenmerk wird in dieser Abhandlung auf die Bedeutung der Deliktprävention für den Patienten gelegt.
Die Bedeutung für die Wirtschaft, die Institution Psychiatrie, die Öffentlichkeit (Opferschutz) oder der Volkswirtschaft werden in dieser Arbeit nicht aufgegriffen.
Im Zentrum steht die Frage, welche Ansatzpunkte für eine Prävention bei Schizophrenie vorhanden sind und wie nahezu unmöglich eine erfolgreiche Behandlung eines bereits straffällig gewordenen Patienten aufgrund der erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen ist.
Zuvor jedoch wird das Krankheitsbild mit seinen spezifischen Symptomen dargestellt.
Im Anschluss wird der Verlauf skizziert und das Risikopotential herausgearbeitet.
Hans – Ludwig Kröber hat in seinem Artikel „Kann man die akute Gefährlichkeit schizophren Erkrankter erkennen“ 15 Risikobereiche formuliert, die hier aufgegriffen und auf ihr Präventionspotential hin überprüft werden sollen.
(vgl. Kröber 2008: S. 134)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorstellung des Krankheitsbild - Schizophrenie

3 Gefahrenpotential der Erkrankung

3.1 Symptomatik und Komorbidität

3.2 Präventionsmöglichkeiten

4 Vorstellung des Maßregelvollzugs

4.1 Juristische Grundlagen

4.2 Informationen zum Nds. LKH Moringen

4.3 Beispiel eines Unterbringungsverlaufes

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Deliktprävention bei an Schizophrenie erkrankten Patienten am Beispiel des Niedersächsischen Landeskrankenhauses Moringen, mit dem Ziel, Ansatzpunkte für eine effektive Prävention sowie die Herausforderungen der Behandlung straffällig gewordener Patienten unter Berücksichtigung notwendiger Sicherheitsmaßnahmen aufzuzeigen.

  • Epidemiologie und Versorgungssituation psychischer Erkrankungen
  • Krankheitsbild Schizophrenie und assoziierte Risikofaktoren
  • Deliktprävention und Frühwarnsysteme in der Psychiatrie
  • Forensische Unterbringung und juristische Rahmenbedingungen (Maßregelvollzug)
  • Behandlungskonzepte und Wiedereingliederung in den gesellschaftlichen Alltag

Auszug aus dem Buch

3.1 Symptomatik und Komorbidität

Ob psychisch kranke Menschen gewalttätiger sind als gesunde wird in der Literatur kontrovers diskutiert.

Reinhard Haller schreibt, dass die Schizophrenie eine Erkrankungen ist, die ein erhöhtes Risiko für Eigen- und Fremdgefährdung mit sich bringt. Weitere Faktoren, die das Gewaltrisiko erhöhen sind, männliches Geschlecht, die Begleitdiagnose Persönlichkeitsstörungen und gleichzeitiger Substanzmissbrauch (Alkohol, Cannabis) sowie fehlende Behandlung und sozialer Rückzug.

(vgl. Haller 2005: 145; Seliger, Kröber 2008: S.125)

Auch eine mangelnde Compliance der Patienten, d.h. fehlende Mitwirkung an der Behandlung und mangelnde Krankheitseinsicht (z.B. Verweigerung der Medikamente) wird als Risiko gewertet.

(vgl. Seliger, Kröber 2008: 125)

Bei der Schizophrenie schreibt Hans-Ludwig Kröber vor allem den Positivsymptomen eine aggressionsfördernde Wirkung zu. Hierzu zählen: Halluzination und Wahnvorstellungen.

In der Literatur werden sie auch TCO Symptome (T=Threat, C=Control, O=Override) genannt. Dies bedeutet das Erleben einer Bedrohung (Threat), kontrolliert sein von äußeren Mächten (Control), kombiniert mit dem Gefühl ausgeliefert zu sein und beginnender Überwältigung (Override). (vgl. Kröber 2008: S.132)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Stellt den thematischen Rahmen der Arbeit vor und verdeutlicht anhand eines Fallbeispiels die Problematik der Deliktprävention bei Schizophrenie.

2 Vorstellung des Krankheitsbild - Schizophrenie: Definiert das Krankheitsbild nach ICD-10 und erläutert die verschiedenen Symptome sowie die Ätiologie der Erkrankung.

3 Gefahrenpotential der Erkrankung: Analysiert die Faktoren, die das Gewaltrisiko erhöhen, und zeigt Möglichkeiten zur Prävention durch Früherkennung auf.

4 Vorstellung des Maßregelvollzugs: Beleuchtet die juristischen Grundlagen und illustriert die forensische Behandlungspraxis sowie den Unterbringungsverlauf am Beispiel des Nds. LKH Moringen.

5 Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit präventiver Ansätze sowie die Herausforderung, Sicherheit und Therapie zu vereinen.

Schlüsselwörter

Schizophrenie, Deliktprävention, Maßregelvollzug, forensische Psychiatrie, Krankheitsbild, Risikofaktoren, TCO Symptome, psychische Erkrankung, Sicherheitsmaßnahmen, Therapie, Compliance, Wiedereingliederung, Nds. LKH Moringen, Gefahrenprognose, Krankenbeobachtung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung der Deliktprävention bei an Schizophrenie erkrankten Menschen und zeigt auf, wie durch gezielte Maßnahmen das Risiko für straffälliges Verhalten in der forensischen Behandlung minimiert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die klinischen Aspekte der Schizophrenie, die Identifikation von Risikoindikatoren für Straftaten, die juristischen Rahmenbedingungen des Maßregelvollzugs und die pflegerisch-therapeutische Behandlungspraxis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Ansatzpunkte für eine effektive Prävention bei schizophrenen Patienten zu identifizieren und die Schwierigkeiten aufzuzeigen, die bei der Behandlung bereits straffällig gewordener Personen durch den Spagat zwischen Sicherheitsauftrag und Therapie entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur sowie eine Fallbeispielanalyse (Nds. LKH Moringen), unter Einbeziehung relevanter gesetzlicher Regelungen und pflegerischer Stationskonzepte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Krankheitsbildes, die Analyse von Risikofaktoren für Gewalt, die Darstellung der rechtlichen Grundlagen des Maßregelvollzugs und einen detaillierten, beispielhaften Unterbringungsverlauf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Schizophrenie, Deliktprävention, Maßregelvollzug, forensische Psychiatrie, Compliance und Wiedereingliederung.

Welche Bedeutung haben die sogenannten TCO-Symptome für das Deliktrisiko?

TCO-Symptome (Threat, Control, Override) beschreiben den Zustand, in dem Patienten Bedrohung erleben oder sich von äußeren Mächten kontrolliert fühlen, was das Risiko für impulsives, aggressives Handeln signifikant erhöhen kann.

Wie unterscheidet sich der Unterbringungsverlauf auf einer Aufnahmestation im Vergleich zu einer Resozialisierungsstation?

Die Aufnahmestation fokussiert stark auf Sicherheit, Krisenintervention und die Milderung der Positivsymptome, während die Resozialisierungsstation schrittweise Kompetenztraining und eine begleitete soziale Integration zum Ziel hat.

Warum ist das Vulnerabilitäts-Stress-Modell für den Behandlungsverlauf relevant?

Das Modell verdeutlicht, dass Stress bei schizophrenen Patienten Rückfälle auslösen kann, was den Behandlungsfortschritt gefährdet und eine Anpassung des Lockerungs- und Unterbringungsstatus notwendig macht.

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Details

Title
Die Bedeutung der Deliktprävention bei Schizophrenie
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1,3
Author
Daniela Ische (Author)
Publication Year
2009
Pages
26
Catalog Number
V144737
ISBN (eBook)
9783640544158
ISBN (Book)
9783640544271
Language
German
Tags
Schizophrenie Risiko Deliktrisiko Forensik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Ische (Author), 2009, Die Bedeutung der Deliktprävention bei Schizophrenie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144737
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