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Engel in der Weihnachtsgeschichte

Hofstaat Gottes oder Propagandisten des Himmels?

Title: Engel in der Weihnachtsgeschichte

Essay , 2008 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Daniel Meyer (Author)

Theology - Systematic Theology
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Wie kann die Weihnachtsgeschichte medientauglich in unsere heutige Zeit übertragen werden? Diese Frage stellt sich Jungpfarrer Marcus Mockler in seiner Predigt vom 19.Dezember 2007. Wäre es denkbar von einer „Risikoschwangerschaft durch Volkszählung“ zu sprechen, sollte man die Thematik lieber als „Hotelmisere“ abtun durch die ein Kind im Stall zur Welt kam oder kann man noch heute die Menschen mit den Worten fesseln, die der Verheißungsengel laut den Evangelien verkündete1? „Denn euch ist heute der Heiland geboren“ (Lk 2,11) – diese Worte werden all jene kennen, die aus tief empfundenen Glauben oder aus Tradition am Heiligen Abend in den Gottesdienst gehen. Aber was wissen wir denn wirklich über diese Botschaft und ihre Bedeutung? Was wissen wir über den Absender dieser Nachricht und über den Boten selbst? Natürlich wird jedes Schulkind in etwa wissen, dass am Heiligen Abend ein Engel vom Himmel kam, irgendwo auf Hirten traf und eben diesen von einem Kind in einer Krippe berichtete, das den Frieden auf die Erde bringen wird. Doch leider vermag diese Botschaft heute kaum mehr zu beeindrucken.[...] Die Auseinandersetzung mit diesen Aspekten würde den Rahmen dieses Essays sprengen, weshalb im Augenmerk der folgenden Betrachtungen die Rolle der Engel in der lukanischen Weihnachtsgeschichte stehen soll. „Sie sitzen auf Highway-Schildern, Reklametafeln und Wolkenkratzern. Sie beobachten das Treiben der Menschen, leiten und beschützen sie. Nur sehen kann man sie nicht, diejenigen, die uns täglich umgeben – Engel.“2 Gerson Wehrheim zitiert mit diesen Worten den Kinotrailer zum Film „Stadt der Engel“. Seine Absicht lag darin zu zeigen, dass Engel aus dem religiösen Kontext herausgelöst sind. Sie haben die Rolle von omnipräsenten Wesen eingenommen, die zu kommerziellen Zwecken benutzt werden und aus unserer heutigen Kultur nicht mehr wegzudenken sind. „Hövelmann neuer Schirmherr der Schutzengel“ – so überschrieb eine Lokalzeitung das Konzept mit dem Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Holger Hövelmann die Arbeit des ADAC zu unterstützen plant.3 Ob als vorweihnachtliche Dekoration oder zur Beschreibung politischer Konzepte – Engel sind überall zu finden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Hövelmann neuer Schirmherr der Schutzengel

Einleitung

2. Die Verkündigung des Engels: swthr - cristoj - kurioj

Hauptteil

3. agalomai - stolz sein auf jemanden

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Engel in der lukanischen Weihnachtsgeschichte und geht der Forschungsfrage nach, inwiefern diese als ambivalente Gestalten zwischen göttlichem Hofstaat und himmlischer Propaganda zu verstehen sind.

  • Die Analyse der Engel als autonom handelnde oder fremdbestimmte Akteure.
  • Die Einbettung der Weihnachtsgeschichte in den historischen Kontext des Lukas.
  • Die Untersuchung der Namensgebungsrolle der Engel durch Gabriel.
  • Die Symbolik der Engel als Mittler zwischen göttlicher und menschlicher Sphäre.

Auszug aus dem Buch

1.Hövelmann neuer Schirmherr der „Schutzengel“

Wie kann die Weihnachtsgeschichte medientauglich in unsere heutige Zeit übertragen werden? Diese Frage stellt sich Jungpfarrer Marcus Mockler in seiner Predigt vom 19.Dezember 2007. Wäre es denkbar von einer „Risikoschwangerschaft durch Volkszählung“ zu sprechen, sollte man die Thematik lieber als „Hotelmisere“ abtun durch die ein Kind im Stall zur Welt kam oder kann man noch heute die Menschen mit den Worten fesseln, die der Verheißungsengel laut den Evangelien verkündete? „Denn euch ist heute der Heiland geboren“ (Lk 2,11) – diese Worte werden all jene kennen, die aus tief empfundenen Glauben oder aus Tradition am Heiligen Abend in den Gottesdienst gehen. Aber was wissen wir denn wirklich über diese Botschaft und ihre Bedeutung? Was wissen wir über den Absender dieser Nachricht und über den Boten selbst?

Natürlich wird jedes Schulkind in etwa wissen, dass am Heiligen Abend ein Engel vom Himmel kam, irgendwo auf Hirten traf und eben diesen von einem Kind in einer Krippe berichtete, das den Frieden auf die Erde bringen wird. Doch leider vermag diese Botschaft heute kaum mehr zu beeindrucken. Vor kurzem fragte ich den siebenjährigen Sohn eines befreundeten Ehepaares, warum wir den eigentlich Weihnachten feiern und er antworte mir darauf: „Das ist irgendwas wegen Amerika und da gibt’s Geschenke.“ Entsetzt fragte ich seine Eltern, ob sie ihm jemals etwas von der Weihnachtsgeschichte erzählt hätten und von dem Engel oder den Hirten. Und genau wie ihr Sohn begegneten sie mir mit Unverständnis.

Diese Haltung findet man allzu oft in unserer heutigen Zeit. Dafür gibt es viele unterschiedliche Gründe. Am leichtesten wäre es zu sagen, dass diese Leute nicht an Gott oder Christus glauben. Aber auch viele, die sich offen zum christlichen Glauben bekennen, haben ihr Zutrauen in die weihnachtliche Verkündigung verloren. Wo ist denn der „Friede auf Erden“ (Lk 2,14), der uns versprochen wurde? Wenn man sich die weltpolitische Lage und die internationalen Konflikte vergegenwärtigt, stellt sich dies als eine berechtige Frage dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hövelmann neuer Schirmherr der Schutzengel: Die Einleitung thematisiert die Herausforderung, die biblische Weihnachtsgeschichte in die moderne Zeit zu übertragen, und stellt die Grundthese der widersprüchlichen Natur der Engel auf.

2. Die Verkündigung des Engels: swthr - cristoj - kurioj: Der Hauptteil analysiert die Funktion der Engel bei Lukas, ihre Rolle als Namensgeber und ihre Darstellung zwischen göttlicher Abhängigkeit und eigenständigem Handeln im lukanischen Kontext.

3. agalomai - stolz sein auf jemanden: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert über die Schwierigkeit, die komplexe und oft widersprüchliche Rolle der Engel abschließend zu definieren.

Schlüsselwörter

Weihnachtsgeschichte, Lukasevangelium, Engel, Gabriel, Heilsgeschichte, Verkündigung, Autonomie, Gottes Herrlichkeit, Hirten, Namensgebung, Theologie, Gottesstaat, Propaganda, Glauben, Zeitenwende.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle und das Wesen der Engel innerhalb der lukanischen Weihnachtsgeschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Engel als Mittler, ihre Rolle bei der Ankündigung der Geburt Jesu und die Interpretation ihres Wirkens zwischen göttlichem Auftrag und eigenständiger Autonomie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Engel nicht nur als naive Boten zu verstehen, sondern ihre widersprüchliche Position als "Hofstaat Gottes" und "Propagandisten" zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine exegetische Analyse von Textstellen im Lukasevangelium und setzt diese in Bezug zu historischen Kontexten und theologischen Fachdiskursen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beschäftigt sich intensiv mit der Verkündigung durch den Engel Gabriel, der Bedeutung der Namen und der Reaktion der Hirten auf die himmlische Botschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Engel, Lukasevangelium, Weihnachtsgeschichte, Gottesstaat und Heilsgeschichte beschreiben.

Warum spielt der "Engel Gabriel" eine so wichtige Rolle?

Gabriel fungiert als zentraler Sendbote, der durch seine imperative Art die Macht und Autorität Gottes in der Verkündigung an Maria und Zacharias repräsentiert.

Wie bewertet der Autor die Engel?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Engel "auf zwei Hochzeiten tanzen" und ihre Rolle so komplex ist, dass sie sich einer einseitigen Einordnung entzieht.

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Details

Title
Engel in der Weihnachtsgeschichte
Subtitle
Hofstaat Gottes oder Propagandisten des Himmels?
College
http://www.uni-jena.de/  (Theologische Fakultät)
Course
Grundkurs Dogmatik
Grade
1,7
Author
Daniel Meyer (Author)
Publication Year
2008
Pages
13
Catalog Number
V144749
ISBN (eBook)
9783640539536
ISBN (Book)
9783640540198
Language
German
Tags
Weihnachtsgeschichte Engelsmotiv Engel Systematische Theologie Predigt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Meyer (Author), 2008, Engel in der Weihnachtsgeschichte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144749
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