Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - School Pedagogics

Die Einführung der offenen Ganztagsschule aus der Perspektive jugendlicher Schüler/Innen im ländlichen Raum

Title: Die Einführung der offenen Ganztagsschule aus der Perspektive jugendlicher Schüler/Innen im ländlichen Raum

Term Paper , 2008 , 39 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Angela Droste (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In den vergangenen Jahren erlebte der Ausbau der Ganztagsschulen in Deutschland einen starken Auftrieb. Aufgrund des schlechten Abschneidens bei internationalen Vergleichstests, wie zum Beispiel der PISA-Studie, wurde viel über Reformen im deutschen Schulwesen nachgedacht. Eine dieser Reformen beinhaltet den Ausbau der Ganztagsschulen; bisher galt die Halbtagsschule als Regelschule. Von der Einführung ganztägiger Betreuungssysteme erhofft man sich eine bessere Bildung der Schüler/Innen . Sie soll die Möglichkeit einer individuelleren Förderung jedes Einzelnen bieten sowie für eine sinnvollere Freizeitbeschäftigung der Schüler sorgen (Appel & Rutz 2004:22 ff.). Kinder und Jugendliche leben heutzutage in veränderten Bedingungen auf. Die Berufstätigkeit von Frauen hat stark zugenommen; oft sind beide Elternteile berufstätig und immer öfter wachsen Kinder in einer Familie mit nur einem Elternteil auf. Aufgrund dieser Veränderungen ist auch der Wunsch nach ganztägiger Betreuung stark gewachsen. Zusätzlich hat sich das Wohnumfeld von Kindern und Jugendlichen verändert und bietet nur noch im geringeren Maße Raum für Erfahrungen (Appel & Rutz 2004:24 ff.). Dorf- und Nachbarschaftsbeziehungen spielen eine immer geringer werdende Rolle; es ist eine zunehmende Anonymisierung innerhalb des Lebensumfelds von Kindern und Jugendlichen spürbar. Die Ganztagsschule bietet dagegen eine gute Möglichkeit, den Rückgang sozialer Kontaktmöglichkeiten zwischen Gleichaltrigen aufzufangen (Appel & Rutz 2004:25). Nachdem in den letzten Jahren viele neue Ganztagsschulen eingerichtet wurden, liegen auch die ersten Studien hierüber vor.
Die vorliegende qualitative Studie soll die Einführung der offenen Ganztagsschule aus der Sicht betroffener Jugendlicher im ländlich strukturierten Raum darstellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Vorüberlegungen

2.1 Ausgangssituation und Stand der Forschung

2.2 Forschungsfrage und Hypothesen

3. Begriffserklärung „Offene Ganztagsschule“

4. Methoden

4.1 Qualitative Forschung

4.2 Leitfadengestützte Interviews

4.3 Analyse von Leitfadeninterviews

5. Datenerhebung

5.1 Fallauswahl

5.2 Vorbereitung des Interviews

5.3 Durchführung des Interviews

5.4 Reflexion der Datenerhebung

5.5 Transkription

6. Auswertung

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung der offenen Ganztagsschule aus der subjektiven Perspektive einer betroffenen Schülerin im ländlich strukturierten Raum. Das primäre Ziel ist es, mögliche Ursachen für eine Nichtteilnahme oder geringe Akzeptanz der Ganztagsangebote zu explorieren und zu verstehen, wie sich der lange Schultag sowie infrastrukturelle Faktoren auf das Befinden und die Freizeitgestaltung der Jugendlichen auswirken.

  • Akzeptanz und Nutzung der offenen Ganztagsschule im ländlichen Raum
  • Einfluss von Schulwegen und Schülerbeförderung auf die Tagesstruktur
  • Bedeutung sozialer Kontakte und Freundschaften im schulischen Kontext
  • Herausforderungen bei der Hausaufgabenpraxis und Lernmotivation
  • Qualitative Analyse subjektiver Belastungsempfindungen

Auszug aus dem Buch

6. Auswertung

Die Auswertung des transkribierten Interviews erfolgte nach der in Kapitel 4.3 beschriebenen Methode. Das transkribierte Material wurde mehrmals intensiv gelesen und wichtige Textstellen wurden mit Themen und Aspekten benannt, aus denen sich die Auswertungskategorien ergaben. Diese wurden weiter ausdifferenziert, so dass sich ein Codierleitfaden ergab, der die einzelnen Auswertungskategorien sowie deren Ausprägungen enthält. Aufgrund der Codierung des Materials wurde dann für alle Textpassagen jeweils eine dominante Ausprägung der Kategorie festgelegt. Als letzter Schritt wurden in Tabellen die Häufigkeitsangaben zu den Kategorien festgehalten (Vgl. Anlagen). Auch wenn diese Methode eher für größere Studie mit mehreren Interviews vorgesehen ist, lassen sich m.E. auch bei der Auswertung nur eines einzelnen Interviews bestimmte Tendenzen feststellen. Die erhaltenen Ergebnisse führen zu einer vertiefenden Fallinterpretation:

In dem für diese Untersuchung vorliegenden Fall wird deutlich, dass die Schülerin die Einführung der Ganztagsschule als einen Stressfaktor für ihren Schulalltag erlebt. Sandra spricht dies ganz deutlich aus: „dass man halt ziemlich gestresst nach hause kommt, weil das ist schon n anstrengender langer Tag“ (Transkript S. 8, Z. 41). Hervorgerufen wird dieses Empfinden einerseits durch den langen Schultag, der sich aufgrund der großen Entfernung der Schule zum Wohnort und der daraus resultierenden langen Busfahrtzeiten ergibt. Die Schülerbeförderung kann zudem als unzureichend bezeichnet werden, es fehlen Busverbindungen zu bestimmten Zeiten, die Schüler werden teilweise sogar „vergessen“ (Transkript S. 2, Z. 9); längere Wartezeiten müssen in Kauf genommen werden. Der lange Schultag bewirkt wiederum die Wahrnehmung eines umfangreichen Zeitmangels für die private Freizeit mit Freunden und Familie sowie auch für zusätzlich anstehende Lernaktivitäten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt den Ausbau der Ganztagsschulen in Deutschland als bildungspolitische Antwort auf Vergleichstests und begründet die qualitative Untersuchung im ländlichen Raum.

2. Theoretische Vorüberlegungen: Leitet die Forschungsfrage aus dem Stand der Forschung sowie persönlichen Erfahrungen der Forscherin ab und entwickelt erste Arbeitshypothesen.

3. Begriffserklärung „Offene Ganztagsschule“: Definiert die verschiedenen Organisationsmodelle von Ganztagsschulen, insbesondere die offene Form und deren pädagogische Struktur.

4. Methoden: Begründet den Einsatz qualitativer Methoden und die Wahl leitfadengestützter Interviews zur Theorieentwicklung.

5. Datenerhebung: Dokumentiert den Auswahlprozess der Probandin, die Planung, Durchführung und Reflexion des Interviews sowie die angewandten Transkriptionsregeln.

6. Auswertung: Analysiert das transkribierte Material anhand des Codierleitfadens und arbeitet zentrale Stressfaktoren sowie soziale Aspekte des Schulbesuchs heraus.

7. Fazit und Ausblick: Bewertet die Ergebnisse im Kontext der Hypothesen und gibt Anregungen für zukünftige quantitative Studien und Vergleichsuntersuchungen.

Schlüsselwörter

Offene Ganztagsschule, ländlicher Raum, qualitative Forschung, Leitfadeninterview, Schulweg, Schülerbeförderung, Freizeitgestaltung, soziale Kontakte, Hausaufgabenpraxis, Lernmotivation, Bildungsforschung, Ganztagsbetreuung, Stressbelastung, Jugendforschung, Schulalltag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Erfahrungen einer vierzehnjährigen Schülerin mit der offenen Ganztagsschule in einem ländlichen Umfeld und analysiert, wie sich dieses Betreuungsmodell auf ihren Alltag auswirkt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Belastungsfaktoren des langen Schultags, die Qualität der Schülerbeförderung, die Freizeitgestaltung, die Bedeutung von Freundschaften sowie die Hausaufgabenbetreuung an der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, Ursachen für eine geringe Teilnahme oder eine Nichtteilnahme von Jugendlichen an Nachmittagsangeboten in ländlichen Regionen zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine qualitative Studie durchgeführt, die auf einem leitfadengestützten Interview basiert, welches anschließend in einer Einzelfallanalyse ausgewertet wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Vorüberlegungen, die Methodik der Datenerhebung, die Durchführung und Analyse des Interviews sowie eine vertiefende Fallinterpretation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Ganztagsschule, ländlicher Raum, qualitative Bildungsforschung, Schülerbeförderung, Stressfaktoren und Freizeitgestaltung.

Welche Rolle spielen die Busverbindungen für die Schülerin Sandra?

Die unzureichenden Busverbindungen und langen Schulwege werden als massiver Stressfaktor wahrgenommen, der die verfügbare Freizeit erheblich einschränkt und die Teilnahme an Nachmittagsaktivitäten erschwert.

Wie bewertet die Schülerin die Hausaufgabenpraxis?

Sandra empfindet die Situation als problematisch, da Hausaufgaben oft in die Mittagspause fallen oder in den späten Abend verlagert werden müssen, was die Lernmotivation mindert.

Excerpt out of 39 pages  - scroll top

Details

Title
Die Einführung der offenen Ganztagsschule aus der Perspektive jugendlicher Schüler/Innen im ländlichen Raum
College
University of Hagen  (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften)
Course
Empirische Bildungsforschung / Methoden
Grade
1,0
Author
Angela Droste (Author)
Publication Year
2008
Pages
39
Catalog Number
V144817
ISBN (eBook)
9783640567188
ISBN (Book)
9783640567621
Language
German
Tags
Ganztagsschule Ländlicher Raum Offene Ganztagsschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Angela Droste (Author), 2008, Die Einführung der offenen Ganztagsschule aus der Perspektive jugendlicher Schüler/Innen im ländlichen Raum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144817
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  39  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint