Die Paartherapie


Facharbeit (Schule), 2008
11 Seiten, Note: 2,1

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Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Paartherapie
2.1 Was ist eine Paartherapie?
2.1.1 Begriff
2.1.2 Geschichtliche Entwicklung
2.2.1 Gründe für eine Paartherapie
2.2.2 Ziele/Chancen der Paartherapie
2.3 Therapie
2.3.1 Formen
2.3.2 Ablauf
2.4 Mögliche Problematiken / Grenzen
2.5 Anlaufstellen

Schlussfolgerung

Literaturverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Für viele Menschen ist eine glückliche und erfolgreiche Beziehung noch immer eines der wichtigsten sozialen Ziele. Eine Beziehung ist eine auf Dauer festgelegte Beziehung zwischen zwei Menschen. In der Gesellschaft sind Lebensbereiche wie Sexualität, Elternschaft aber auch Altern und Sterben untrennbar mit einer Partnerschaft verbunden. In der westlichen Welt gilt die Monogamie und sie wird auch von den Partnern gefordert. Partnerschaften beginnen schon in jungen Jahren. Diese halten wegen der schnellen individuellen Entwicklung jedoch immer nur recht kurz. Die höchste Ebene der Beziehung ist aber noch immer die Ehe. Jedoch wo zwei individuelle Menschen auf einander treffen entstehen Konflikte die teilweise nur durch professionelle Hilfe beseitigt werden können. Hier tritt die Paartherapie ein.

2. Paartherapie

2.1 Was ist eine Paartherapie?

2.1.1 Begriff

In der Gesellschaft wird das Wort „Therapie“ immer noch mit einer Krankheit in Verbindung gebracht. In einer Beziehung leidet meist immer nur ein Partner und das ist der Mensch, der den Weg zu einem Paartherapeuten vorschlägt. Das Ziel einer Paartherapie ist, das die Liebe wieder fließen kann und das Paar sich wieder wohl fühlt und keiner von beiden an seelischen- oder leiblichen Problem leidet[1].

Die Paartherapie unterscheidet sich aber deutlich von einer Einzeltherapie. Eine Einzeltherapie ist hier nicht möglich, weil die Probleme durch bei Individuums entsteh und nur durch bei gelöst werden kann. Der Therapeut benötigt beide Meinungen und die Kommunikation zwischen beiden Parteien ist ein wichtiger Schlüssel für den Erfolg der Therapie.

2.1.2 Geschichtliche Entwicklung

In der Mitte des letzten Jahrhunderts wurde durch die beiden großen Kirchen eine Weiterentwicklung der vorhandenen Eheberatung angestrebt. Die Fachkräfte sollten spezialisiert werden und somit wurden verschiedene Ausbildungsgänge geschaffen.

Die fachliche Ausrichtung war tiefenpsychologisch. Das bedeutet, dass die Probleme in der Ehe bzw. Partnerschaft in der Entwicklung und der Geschichte des einzelnen Partners gesucht wurden. In den ersten Jahren war die Paartherapie eine reine Einzeltherapie[2]. Die betroffenen Personen, meistens Frauen, konnten sich in speziellen Beratungsstellen Hilfe holen.

Zur gleichen Zeit wurde in den USA die „systemische Therapie“ entwickelt. Diese Therapie bezog sich nun nicht mehr auf das einzelne Individuum sondern das Paar oder die ganze Familie wurde in die Therapie einbezogen[3]. Es wurde ein neuer Grundgedanke gefasst: Wenn die Familie oder das Paar gut zusammenarbeitet und redet geht es auch dem einzelnen gut. Dies bezieht sich auf die gesamte Familie, denn die Paarbeziehung hat unter anderem auch große Auswirkungen das Wohl des Kindes betreffend. Wenn ein Kind Probleme mit der Entwicklung hat, dann oft auch deshalb, weil das Zusammenspiel des Systems nicht funktioniert.

2.2.1 Gründe für eine Paartherapie

Vor 60 Jahren gab es weder Eheberatungsstellen noch gab es Paartherapeuten in Deutschland. Dennoch war die Scheitungsquote schwindend gering. Das wirft natürlich die Frage auf ob es damals keine oder weniger Eheprobleme gab. Eine so einfache Schlussfolgerung würde jedoch die historischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten dieser Zeit außer Acht lassen.

Die Menschen in der Zeit hatten Existenzprobleme durch die Nachkriegszeit und konnten ihre Energie nicht nur in die Ehe bringen, sondern mussten um das Überleben kämpfen. Es war einfach nicht der Raum für Beziehungsprobleme vorhanden. In der heutigen Zeit kämpfen wir seltener um das Überleben sondern können unsere Aufmerksamkeit voll auf die Beziehung richten. Dadurch entstehen ganz neue Problembereiche, die es vor 40 Jahren noch nicht gab.

Ein weiterer Grund dafür, dass es früher weniger Scheidungen gab als heute, ist der äußere Einfluss[4]. Durch den starken christlichen Einfluss wurden weit aus weniger Ehen geschieden, da es nach dem christlichem Glauben eine Auflösung der Ehe nicht gibt[5]. Menschen die sich Scheiden lassen wollten, wurden durch den Staat und durch die Kirche sanktioniert.

Beide Gründe sorgen dafür, dass sich viele Ehepartner vor 60 Jahren mit ihrer Ehe arrangiert haben, was heute kaum einer ertragen würde.

Viele Menschen behaupten, dass die Scheidungsrate heutzutage so hoch sei, weil die Menschheit nicht beziehungsfähig ist. Dies ist jedoch nicht richtig. Wir haben viel höhere Ansprüche an eine Beziehung als früher. Wir suchen unser eigenes Glück in einer Beziehung und somit hat die Beziehung einen viel größeren Stellenwert in unserem Leben als es noch vor 60 Jahren üblich war.

Durch diesen Qualitätsanspruch, den wir an unsere Beziehung stellen, scheitern wir häufig. Es gibt kein Plan für eine „perfekte Beziehung“. Genauso wenig ist der Aufbau einer Beziehung genetisch in unserem Körper verankert. Aus diesem Grund suchen Paare Beratungsstellen auf. Sie suchen Unterstützung und Rat, wie man eine Beziehung richtig führt. Nur so können beide Partner sich helfen und vor allem sich weiterentwickeln.

Die Paare lernen, wie sie sich verändern müssen und wie sie ihre Ansprüche in der Beziehung umsetzen können[6]. Oft kommt es zu unrealistischen Bildern einer Beziehung, die durch Mithilfe des Therapeuten abgebaut werden können. Für Beziehungsprobleme gibt es keine „Roten Pfaden“. Der Therapeut muss jede Paartherapie auf die Betroffenen abstimmen und dazu braucht es Gespräche.

2.2.2 Ziele/Chancen der Paartherapie

Das Ziel einer Paartherapie ist es, einem Paar, das in einer schwierigen, streitbelasteten Beziehung steckt, zu helfen. Das Paar soll wieder zu sich finden und seine Liebe zu einander neu entdecken. Die Paartherapie soll verloren gegangenes Vertrauen aufbauen und dem Paar helfen zu kommunizieren[7].

Viele Paare fühlen sich unverstanden von ihrem Partner. Sie reden aneinander vorbei und die Pläne für die Zukunft können auseinander gehen. Genauso kann eine Paartherapie helfen, wenn der eine Partner fremdgeht. Häufig auch verläuft die Beziehung sehr einseitig. Einer der beiden will alle Entscheidungen treffen. Er entscheidet über Geld, Urlaub, Kinder und sexuelle Aktivitäten. Durch diese Umstände leidet der andere Partner sehr und es entstehen Defizite in der Beziehung. In der Regel treffen mehrere dieser Punkte zusammen.

Die Paartherapie kann bei diesen Problemen helfen. Die Analyse der Lebensgeschichten kann häufig das Verhalten des Partners erklären bzw. der Partner kann seinen Partner besser verstehen. Das unbeschwerte Reden in dieser Therapie hilft dem Einzelnen sich zu öffnen und seine Ängste und Enttäuschungen zu äußern. Häufig erkennen die Klienten erst in der Therapie, dass sie völlig irrationale Erwartungen an ihren Partner haben.

[...]


[1] Jellouschek, Seite 10.

[2] Jellouschek, Seite 17.

[3] Lutz, Seite 37.

[4] Partnerschaft.

[5] Jellouschek, Seite 14.

[6] Neuburger, Seite 67.

[7] Partnerschaft

11 von 11 Seiten

Details

Titel
Die Paartherapie
Note
2,1
Autor
Jahr
2008
Seiten
11
Katalognummer
V144854
Dateigröße
447 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Paartherapie, Psychoanalytische Paartherapie, Freiburger Stresspräventionstraining, Emotions-Fokussierte Paartherapie
Arbeit zitieren
Jonas Bahlmann (Autor), 2008, Die Paartherapie , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144854

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