In dieser Hausarbeit soll es thematisch um das Vertrauen der deutschen Bürger:innen in die Polizei und in staatliche Institutionen gehen. Des Weiteren wird sich mit folgender Frage auseinandergesetzt: Wodurch wird Misstrauen gegenüber der Polizei beziehungsweise den staatlichen Institutionen hervorgerufen und hat sich das Vertrauen gegenüber jener Institutionen mit der Zeit negativ in Deutschland verändert?
Zudem werden die Ursachen anhand von Theorien und Beispielen aus Forschungsberichten und literarischen Werken erläutert. Die Beantwortung der Frage erfolgt auch mithilfe von empirischen Belegen und Vergleichen in Form von tabellarischen Visualisierungen und Datenauswertungen. Hierbei wird eine Hypothese aufbauend auf die theoretischen Überlegungen konstruiert. Dadurch lässt sich das methodische Vorgehen als eine Überprüfung beziehungsweise Verknüpfung zwischen der Theorie und der Praxis bezeichnen, wodurch sich die Zweiteilung der Fragestellung ergibt.
Der Aufbau des Forschungsberichts lässt sich wie folgt beschreiben: Zunächst werden Fachbegriffe, welche das Thema umfassen und einer soziologischen/ statistischen Erklärung bedürfen, geschildert. Anschließend werden die Auswirkungen
und Ursachen des Misstrauens gegenüber der Polizei und der staatlichen Institutionen dargelegt. Im dritten Abschnitt wird angestrebt, dass bevölkerungsrelevante- und repräsentative Umfragen, die sich mit dem Vertrauen der deutschen Bürger:innen beschäftigen, zusammengefasst und anschließend hinsichtlich der Illustrationen ausgewertet werden.
Der letzte Abschnitt umfasst die abschließende Beantwortung der Forschungsfrage, sowie die Zusammenfassung der vorherigen Ergebnisse in komprimierter Form. Darüber hinaus wird versucht, Vorbehalte und offene Fragen hinsichtlich der Ausgansthematik auf Basis der Literatur beziehungsweise der Quellen zu nennen. Resultierend daraus lässt sich der
Forschungsbericht in vier Sinnabschnitte gliedern.
Während der Corona-Pandemie gab es in Deutschland mit zunehmender Anzahl immer mehr Gruppierungen, die den staatlichen Maßnahmen negativ gegenübergestellt waren. Zudem wurden viele politische Entscheidungen kritisiert, hinterfragt und als unwahr aufgenommen. Die Polizei als exekutive Gewalt stand dabei häufig zwischen den Fronten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung/ Vorgehensweise
2. Begriffserklärungen und Erläuterungen (Statistik)
2.1 Signifikanz
2.2 abhängige und unabhängige Variable
2.3 Hypothese
3. Begriffserklärungen und Erläuterungen (Soziologie)
3.1 Vertrauen
3.2 Misstrauen
4. Misstrauen gegenüber der Polizei in Deutschland
4.1 Ursachen
4.2 Auswirkungen
5. Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen
5.1 Ursachen
5.2 Auswirkungen
6. Empirische Belege /Argumente
6.1 Vorbemerkung
6.2 Resultate (sortiert nach Jahreszahlen)
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Vertrauensverhältnis der deutschen Bevölkerung gegenüber der Polizei und staatlichen Institutionen. Dabei wird der Frage nachgegangen, durch welche Faktoren Misstrauen hervorgerufen wird und ob das Vertrauen in diese Institutionen über die Zeit hinweg in Deutschland negativ beeinflusst wurde.
- Analyse der Ursachen für Misstrauen gegenüber der Polizei
- Untersuchung der Hintergründe für Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen
- Erörterung soziologischer und statistischer Fachbegriffe
- Auswertung empirischer Daten und Belege
- Einordnung gesellschaftlicher Entwicklungen und Skandale
Auszug aus dem Buch
3.1 Vertrauen
„Vertrauen wird in der Soziologie als Qualität, Eigenschaft oder Koordinierungsmechanismus sozialer Beziehungen beschrieben, d.h. es scheint ein Charakteristikum sozialer Beziehungen zu sein“ (Evers, „Vertrauen Eine soziologische Betrachtung“. S.38). Das Vertrauen hängt dabei mit Macht in zwischenmenschlicher Hinsicht zusammen, aber auch mit Rationalität und Informationsverfügbarkeit (ebd.). Des Weiteren entwickelt sich Vertrauen auf der Subjektebene stetig weiter, wobei gilt: „Vertrauen wandelt sich demnach über die Zeit von eher rationalen Kalkülentscheidungen bis hin zur Identifikation“ (ebd.). Außerdem nimmt das Individuum eine optimistische und positive Grundhaltung ein, wenn es einer Person vertraut. Hierbei schildert Simmel (Soziologe): „Diese positive Grundhaltung ist jedoch – wenn darauf vertraut wird – immer auch risikobehaftet und unsicher, andernfalls würden Sicherheit und Wissen die Vertrauenserwartung ablösen“ (ebd.). Er ordnet die Position des Vertrauens in der Mitte zwischen Wissen und Unwissen ein, sodass ein praktisches Handeln und Verhalten darauf gründen kann (ebd. S.41). Ohne eine persönliche Interaktion kann jedoch keine Vertrauensbasis geschaffen werden und die mögliche Identifikation bleibt aus (ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung/ Vorgehensweise: Einleitung in das Thema, welches durch die Corona-Pandemie und gesellschaftliche Veränderungen an Aktualität gewonnen hat.
2. Begriffserklärungen und Erläuterungen (Statistik): Definition grundlegender statistischer Begrifflichkeiten wie Signifikanz, Variablen und Hypothesen.
3. Begriffserklärungen und Erläuterungen (Soziologie): Theoretische Herleitung und soziologische Einordnung der zentralen Begriffe Vertrauen und Misstrauen.
4. Misstrauen gegenüber der Polizei in Deutschland: Darstellung der Ursachen und Auswirkungen des Misstrauens gegenüber polizeilichen Akteuren anhand praktischer Beispiele.
5. Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen: Analyse der Ursachen und Auswirkungen für das Misstrauen in politische und staatliche Institutionen, unter anderem durch Skandale und Krisen.
6. Empirische Belege /Argumente: Auswertung verschiedener Studien und Umfragen, um die Entwicklung des Vertrauens über verschiedene Zeitabschnitte zu untersuchen.
7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage unter Berücksichtigung der theoretischen Überlegungen und empirischen Daten.
Schlüsselwörter
Vertrauen, Misstrauen, Polizei, staatliche Institutionen, Deutschland, Corona-Pandemie, Soziologie, Statistik, Signifikanz, Hypothese, Umfragedaten, Gesellschaft, Machtverhältnisse, Institutionenanalyse, Politische Orientierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert das Vertrauensverhältnis der Bevölkerung gegenüber der Polizei und staatlichen Institutionen in Deutschland, insbesondere unter dem Aspekt, wie Misstrauen entsteht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Thematisiert werden die soziologischen Grundlagen von Vertrauen und Misstrauen, die spezifischen Ursachen für Misstrauen gegenüber Polizei und Staat sowie eine empirische Überprüfung dieser Thesen.
Welches wissenschaftliche Ziel wird verfolgt?
Ziel ist es zu klären, welche Faktoren Misstrauen erzeugen und ob eine nachweisbare negative Veränderung des Vertrauens über einen längeren Zeitraum in Deutschland stattgefunden hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit kombiniert theoretische Grundlagenanalysen aus soziologischer Literatur mit der Auswertung empirischer, quantitativer Daten aus verschiedenen Umfragen und Studien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Fachbegriffen, die detaillierte Ursachenanalyse für Misstrauen im Polizei- und Staatskontext sowie die anschließende empirische Auswertung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Vertrauen, Misstrauen, Polizei, staatliche Institutionen, gesellschaftliche Entwicklung und empirische Sozialforschung.
Hat sich das Vertrauen in die Polizei durch die Corona-Pandemie maßgeblich verschlechtert?
Die empirische Analyse zeigt, dass das Vertrauen in die Institution Polizei über längere Zeiträume hinweg stabil blieb und auch in Krisenzeiten wie der Pandemie keine signifikanten Einbrüche verzeichnete.
Welche Rolle spielen Medien bei der Entstehung von Misstrauen?
Laut Arbeit tragen einseitige Berichterstattung und soziale Medien zur Verbreitung von Halbwahrheiten und politischer Polarisierung bei, was das Misstrauen gegenüber offiziellen Institutionen verstärken kann.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2023, Vertrauen in die Polizei und staatliche Institutionen in Deutschland. Wodurch wird Misstrauen hervorgerufen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1448768