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Die Wichtigkeit der „nature" in Denis Diderots "Paradoxe sur le comédien"

Title: Die Wichtigkeit der „nature" in Denis Diderots "Paradoxe sur le comédien"

Term Paper , 2000 , 20 Pages , Grade: 1,00

Autor:in: Esther Kuhn (Author)

Theater Studies, Dance
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In dieser Arbeit wird aufgezeigt, dass Denis Diderot den Begriff der „Natur“ im „Paradoxe sur le comédien“ sehr häufig und auf verschiedenste Weise gebraucht.

Zum einen ist die Natur der menschliche Alltag; sozusagen die Welt, wie sie sich nicht auf den Brettern, welche die Welt bedeuten, präsentiert.
Viel prägnanter erscheint, dass die Natur als „Schöpfer“ und „Wächter“ der Welt und vor allem der Menschen angesehen wird. Dies liegt nahe der Idee der Aufklärung, der sich Diderot zutiefst widmete. Die Natur nimmt die Position Gottes ein. Sie entwickelt sich aus sich selbst heraus und erschafft dadurch das Universum. Es ist „die natürliche Religion“: eine im Sinne der Aufklärung gedachte Vernunftreligion, die bisweilen nicht verwirklicht wurde .
Sehr interessant ist ebenso die Gegenüberstellung von Kunst und Natur. Im „Paradox...“ sind das zwei Polaritäten, die das Gegenteil beschreiben. Die Natur ist die Gabe, die Kunst ist Aneignung und Studium.

Diderots Text ist ein Muss für jeden Künstler, ein Genuss für jeden aufmerksamen und interessierten Menschen; ein Dialog voll von gut erfassten Bemerkungen und Studien, voller Komplexität und Aktualität.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Eine kurze Einführung in das Paradoxe sur le comédien

Was heißt ‚Natur‘ / ‚natürlich‘?

‚La nature’ in Denis Diderots Paradoxe sur le comédien

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die vielschichtige Verwendung des Begriffs „nature“ (Natur) in Denis Diderots theoretischem Werk „Paradoxe sur le comédien“ und analysiert dessen zentrale Bedeutung für das Rollenverständnis und die Schauspielkunst.

  • Die philosophische Bedeutung von „Natur“ im Kontext der Aufklärung
  • Gegenüberstellung von natürlicher Begabung und technischem Studium
  • Die Rolle der „Empfindsamkeit“ im Schauspielparadox
  • Diderots Theaterreform und der Begriff der „Realität“ auf der Bühne

Auszug aus dem Buch

‚La nature’ in Denis Diderots Paradoxe sur le comédien

„... da sich doch auf der Bühne nichts genauso abspielt wie in der Natur...“ An dieser Stelle steht „Natur“ für das wirkliche Leben, das alltägliche Leben der Menschen; sie steht für die wirklich existierenden Bauten, Städte, Landschaften. Auf einen Punkt gebracht: sie steht für die Realität, nicht die Fiktion, welche die Zuschauer auf der Bühne betrachten können. Sie steht daher ebenso wenig für die Illusion, die den Zuschauern von den Schauspielern vorgemacht wird.

„Die Eigenschaft der Person, wie Gestalt, Stimme, Urteilskraft und Scharfsinn, sind Gaben, die nur die Natur verleihen kann.“ „Natur“ wird hier als der Erschaffer der Menschen gesehen. Es hängt von ihr ab, mit welchen Zügen, Talenten oder Begabungen der Mensch ausgestattet wird. Man bemerkt an dieser Stelle stark den Einfluss der Aufklärung Diderots: Es ist nicht Gott, der uns und unsere Fähigkeiten erschafft, sondern die Natur.

Es ist die Natur, die einen Menschen verändert, dessen Charakter ändert. Ein Mensch, den die Natur ursprünglich nicht als Ruhmsüchtigen erschaffen hat, kann durch sein Leben ruhmsüchtig werden. Die Natur macht aus ihm einen Ruhmsüchtigen. Die Natur wacht also über das Leben eines Menschen und kann als Maxime Gewalt immer in dessen Leben eingreifen, das Leben steuern.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Analyse ab und erläutert die methodische Herangehensweise sowie die verwendeten Quellentexte zur Untersuchung von Diderots Begriff der „Natur“.

Eine kurze Einführung in das Paradoxe sur le comédien: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Diderots Werk, die Entstehungsgeschichte des Dialogs und die zentrale Thematik des Widersinns, dass ein genialer Schauspieler ohne Empfindsamkeit agieren muss.

Was heißt ‚Natur‘ / ‚natürlich‘?: Hier werden allgemeine Definitionen des Begriffs „Natur“ aus philosophischer und umgangssprachlicher Sicht beleuchtet, um die begriffliche Basis für die anschließende Textanalyse zu schaffen.

‚La nature’ in Denis Diderots Paradoxe sur le comédien: Das Hauptkapitel untersucht eingehend die verschiedenen Ausprägungen des Naturbegriffs bei Diderot, insbesondere die Differenzierung zwischen angeborener Gabe und durch Studium erworbener Kunst sowie die Bedeutung der Natur als schöpferische Instanz.

Schlüsselwörter

Denis Diderot, Paradoxe sur le comédien, Natur, Schauspielkunst, Empfindsamkeit, Aufklärung, Nachahmung, Genie, Theatertheorie, Realität, Kunst, Charakter, Studium, Illusion, ästhetische Schriften

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Bedeutungsnuancen des Begriffs „nature“ in Denis Diderots bekanntem Werk „Paradoxe sur le comédien“ und deren Einfluss auf die Schauspieltheorie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Kontraste zwischen Natur und Kunst, die Rolle des Schauspielers als technischer Darsteller sowie die Ablehnung von unkontrollierter „Empfindsamkeit“ zugunsten einer reflektierten Nachahmung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Diderots theoretische Konzepte zur Schaustellung „natürlicher“ versus „künstlicher“ Vorgänge auf der Bühne aufzuzeigen und dabei den philosophischen Hintergrund der Aufklärung zu berücksichtigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Textanalyse unter Einbeziehung von drei verschiedenen Exemplaren des Werkes, darunter einer französischsprachigen Fassung und zwei deutschen Übersetzungen, um Interpretationsspielräume zu objektivieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung, wie Diderot die „Natur“ als Schöpferin von Talenten und Charakteren definiert und warum die Kunst ein Studium erfordert, das über die bloße natürliche Begabung weit hinausgeht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Paradoxe sur le comédien, Empfindsamkeit, Studium, Genie, Nachahmung der Natur und ästhetische Kunstformen.

Inwiefern unterscheidet Diderot zwischen dem „Naturschauspieler“ und dem Genie?

Diderot sieht den „Naturschauspieler“ als jemanden, der sich allein auf seine Instinkte verlässt, während das „Genie“ die Natur zwar als Basis nimmt, ihre Wirkung jedoch durch lebenslanges, technisches Studium der Kunst meisterhaft zu reproduzieren weiß.

Warum lehnt Diderot laut Autorin die „Empfindsamkeit“ ab?

Für Diderot verhindert „Empfindsamkeit“ die notwendige Distanz zur Rolle; ein wirklich großer Schauspieler darf sich nicht von seinen Emotionen mitreißen lassen, um die Darstellung stets kontrolliert und präzise abrufen zu können.

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Details

Title
Die Wichtigkeit der „nature" in Denis Diderots "Paradoxe sur le comédien"
College
University of Vienna  (Theater-, Film- und Medienwissenschaft)
Course
Proseminar - Regie und Schauspielkunst
Grade
1,00
Author
Esther Kuhn (Author)
Publication Year
2000
Pages
20
Catalog Number
V1448993
ISBN (PDF)
9783963567438
ISBN (Book)
9783963567445
Language
German
Tags
Schauspielkunst Denis Diderot Paradox über den Schauspieler Paradoxe sur le comédien Natur nature Theaterwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Esther Kuhn (Author), 2000, Die Wichtigkeit der „nature" in Denis Diderots "Paradoxe sur le comédien", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1448993
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