Inwiefern beeinflusst Mobbing die Entstehung von Burnout?
Dass Burnout ein aktuelles und populäres Thema ist zeigt eine einfache Suche des Begriffs im Internet. Ungefähr 76.900.000 Ergebnisse werden bei Google angezeigt (Stand Januar 2021). Dies lässt darauf deuten, dass es ein öffentlich viel beachtetes Thema ist. Im Jahr 2016/ 2017 wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz die Studie „Prävalenz des Burnout-Syndroms in Österreich“ durchgeführt. Dabei konnte festgestellt werden, dass von über 900 Befragten 8 % an Burnout litten. 19% der Befragten konnten dem Problemstadium und 17% dem Übergangsstadium von Burnout zugeordnet werden. (Scheibenbogen et al., 2018). Gerade Organisationen müssen über die vielen Risikofaktoren, die zur Entstehung von Burnout beitragen, informiert werden, um ihre Angestellten schützen zu können. Mobbing ist ein solcher Risikofaktor dem mehr Beachtung geschenkt werden sollte.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Burnout und Mobbing am Arbeitsplatz
1.1 Burnout
1.1.1 Begriffsdefinition
1.1.2 Symptomatik
1.1.3 Therapiemaßnahmen
1.2 Mobbing
1.2.1 Begriffsdefinition
1.2.2 Mobbinghandlungen
1.2.3 Ursachen und Folgen
1.3 Arbeitsbezogene Risikofaktoren für die psychische Gesundheit
1.4 Prävention durch die Organisation
1.5 Mobbing und die Entstehung von Burnout
2 Fazit
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit widmet sich der wissenschaftlichen Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Mobbing am Arbeitsplatz und der Entstehung von Burnout. Das primäre Ziel besteht darin, die Forschungsfrage zu beantworten, inwiefern Mobbing als Risikofaktor für die Entwicklung psychischer Erschöpfungszustände fungiert und welche organisationalen oder individuellen Faktoren diesen Prozess beeinflussen können.
- Theoretische Abgrenzung und Definition von Burnout
- Konzepte und Erscheinungsformen von Mobbing
- Analyse arbeitsbezogener Risikofaktoren für die psychische Gesundheit
- Strategien der organisationalen Prävention
- Erkenntnisse aus empirischen Studien zum Einfluss von Mobbing auf Burnout
Auszug aus dem Buch
1.2.2 Mobbinghandlungen
Wie bei der Begriffsdefinition von Mobbing, gibt es ebenso verschiedene Annahmen zu den Mobbinghandlungen. Es besteht jedoch eine weitgehende Einigung darüber, dass Mobbing durch feindselige Handlungen, die systematisch und häufig sowie über einen längeren Zeitraum auftreten, gekennzeichnet ist. Es besteht ein Machtungleichgewicht zwischen Mobbenden und Mobbing-Betroffenen (Braungardt et al., 2013, S. 259).
Braungardt et al. (2013, S. 260) weisen darauf hin, dass gerade durch die Differenzen beim Verständnis von Mobbing, zu beachten ist, dass die Angaben zu den Häufigkeiten in den Studien schwanken können. Es handelt sich bei Mobbing um vielschichtige und höchst unterschiedliche interaktionelle Konstellationen (Braungardt et al., 2013, S. 261).
Man kann also davon ausgehen, dass dem kein einfacher Ursache-Wirkung-Mechanismus zugrunde liegt. Vielmehr geht es um komplexe Wechselwirkungen zwischen personalen und organisationalen Vorbedingungen in denen Mobbing stattfindet (Braungardt et al., 2013, S. 266).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die hohe gesellschaftliche Relevanz von Burnout und Mobbing und leitet die zentrale Forschungsfrage der Arbeit her.
1 Burnout und Mobbing am Arbeitsplatz: Das Hauptkapitel bietet eine theoretische Fundierung zu den Begriffen Burnout und Mobbing sowie deren Ursachen und Wechselwirkungen im professionellen Umfeld.
1.1 Burnout: Hier wird der Burnout-Begriff definiert, die Symptomatik in Stadien unterteilt und es werden relevante Therapiemaßnahmen vorgestellt.
1.2 Mobbing: Dieser Abschnitt definiert Mobbing, erläutert die Charakteristika von Mobbinghandlungen sowie die damit verbundenen Ursachen und Folgen für die Betroffenen.
1.3 Arbeitsbezogene Risikofaktoren für die psychische Gesundheit: Dieses Kapitel analysiert moderne Arbeitswelten und identifiziert Belastungsfaktoren, die zu psychischen Beeinträchtigungen führen können.
1.4 Prävention durch die Organisation: Hier werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Unternehmen durch die Gestaltung von Arbeitsbedingungen und Ressourcenstärkung präventiv gegen Burnout vorgehen können.
1.5 Mobbing und die Entstehung von Burnout: Dieses Kapitel führt verschiedene Studien an, die den direkten Zusammenhang zwischen Mobbing am Arbeitsplatz und der Entwicklung von Burnout-Symptomen belegen.
2 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von organisationaler Verantwortung zur Prävention psychischer Unterforderung und Überlastung.
Schlüsselwörter
Burnout, Mobbing, Arbeitsplatz, psychische Gesundheit, Stress, Prävention, Erschöpfung, Risikofaktoren, Arbeitssucht, Führungsverhalten, Organisationspsychologie, Arbeitszufriedenheit, Depression, Belastungsfaktoren, Selbstwirksamkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen Mobbing-Erfahrungen am Arbeitsplatz und der Entwicklung eines Burnout-Syndroms.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Symptomatik von Burnout, die Erscheinungsformen von Mobbing, arbeitsbezogene psychische Risikofaktoren sowie Präventionsmöglichkeiten innerhalb von Organisationen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, wissenschaftlich darzulegen, inwiefern Mobbing die Entstehung von Burnout bei Angestellten beeinflusst.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Studien, theoretische Ansätze und Metaanalysen zum Thema Mobbing und Burnout ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die Begriffe Burnout und Mobbing, beleuchtet Risikofaktoren für die psychische Gesundheit und diskutiert empirische Belege für den Zusammenhang zwischen diesen Phänomenen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Burnout-Prävention, organisationaler Stress, psychische Belastung am Arbeitsplatz und die Wechselwirkung von Mobbing und Symptomgenese definiert.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Entstehung von Burnout durch Mobbing?
Laut der Studie von Liska (2010), spielt ein sozial negatives Führungsverhalten eine signifikante Rolle, da es die Arbeitszufriedenheit mindert und langfristig Mobbing sowie Burnout begünstigen kann.
Können persönliche Ressourcen den Effekt von Mobbing auf Burnout abmildern?
Ja, Studien wie die von Livne und Goussinsky (2018) zeigen, dass Arbeitsplatzautonomie und berufliche Selbstwirksamkeit als protektive Ressourcen wirken und den Zusammenhang zwischen Mobbing und Burnout abmildern können.
- Arbeit zitieren
- J.A. Klinke (Autor:in), 2021, Zusammenhang zwischen Burnout und Mobbing am Arbeitsplatz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1449033