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(Re-)Produktion. Zur Notwendigkeit einer zyklisch organisierten kapitalistischen Produktions- und Verwertungsweise

Titel: (Re-)Produktion. Zur Notwendigkeit einer zyklisch organisierten kapitalistischen Produktions- und Verwertungsweise

Hausarbeit , 2022 , 30 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Welche problematischen Elemente kennzeichnen die kapitalistische Produktionsweise im Hinblick auf die destruktiven Auswirkungen der natürlichen Umwelt und deren Ökosysteme, und inwiefern besteht ein Transformations- oder Reformationspotential, um eine umweltverträgliche Veränderung dieser herbeizuführen?

Vor diesem Hintergrund wird zunächst die Bezeichnung ‚Kapitalismus‘ einer Begriffsdefinition unterzogen. Daran anschließend werden zentrale Elemente, die diesen und dessen Produktionsweise kennzeichnen, sowie von anderen Wirtschaftsweisen unterscheiden, herausgearbeitet. Die dadurch geschaffene theoretische Grundlage wird im nächsten Kapitel vertieft, indem die Innen-Außen-Beziehungen der kapitalistischen Produktionsweise dargestellt werden. Im Anschluss daran wird das kapitalistische Naturverhältnis aufgegriffen, sodass dann, mithilfe des physischen Reproduktionsmodells, ein Transformationsvorschlag gemacht werden kann, welcher an den in dieser Arbeit herausgearbeiteten problematischen Stellen der kapitalistischen Produktionsweise ansetzt.

Obwohl sich ökologische Krisen häufen und die Menschheit sich durch die Zerstörung der Klimas mit der ultimativen ökologischen Herausforderung konfrontiert sieht, werden die Gründe, für die sich häufenden Probleme, häufig nicht strukturell hinterfragt, sondern meist als separate Problemfelder interpretiert und eine individuelle Lösung für deren Auslöser gesucht. Maßnahmen, die die destruktiven Auswirkungen auf die natürliche Umwelt und deren Ökosysteme verhindern oder beheben sollen, hinterfragen meist nicht den kapitalistischen Produktions- und Verwertungszusammenhang, sondern beziehen sich vornehmlich auf die individuelle Problemlage.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der „Kapitalismus“

2.1 Begriffsdefinition

2.2 Die kapitalistische Produktionsweise und das Kapital

3. Die Außen-Beziehung der kapitalistischen Produktionsweise

3.1 Die Formen des Außen

3.2 Externalisieren

3.3 Einverleiben

3.4 Zwischenresümee

4. Das kapitalistische Naturverhältnis

5. (Re-)Produktion

5.1 Das physische Reproduktionsmodell

5.2 Zwischenresümee

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob die kapitalistische Produktionsweise das Potenzial für eine Transformation hin zu einer mit ökologischen Prozessen im Einklang stehenden Wirtschaftsweise besitzt. Sie analysiert die strukturellen Charakteristika des Kapitalismus, wie die Trennung von Innen und Außen sowie das Streben nach Kapitalakkumulation, und setzt diese in Bezug zu den ökologischen Krisen.

  • Kapitalistische Produktionsweise und ihre Auswirkungen auf die Umwelt
  • Konzept der Innen-Außen-Beziehung nach Anna Saave
  • Die Rolle von Externalisierung und Einverleibung im kapitalistischen Verwertungszusammenhang
  • Das physische Reproduktionsmodell als alternativer Wirtschafts- und Naturansatz

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Formen des Außen

Das ‚Außen‘ hingegen definiert sich in drei verschiedenen Formen: 1. Nicht-kapitalistische Tätigkeiten, 2. Nicht-kapitalistische ökologische Prozesse, 3. Nicht-kapitalistische Schichten und Gesellschaften.

Nicht-kapitalistische Tätigkeiten treten nicht zwangsläufig in räumlich abgegrenzten Bereichen zum Innen auf. Sie umfassen z.B. die Reproduktionsarbeit des Menschen, Haus- oder Care-Arbeit, unbezahlte Tätigkeiten der sozialen Reproduktion, Tauschökonomien o.Ä. Genannte Tätigkeiten sind zwar im Außen verortet, aber dennoch ein essenzieller Bestandteil und Voraussetzung für das Funktionieren der Prozesse im Innen. Sie müssen jedoch im Außen angesiedelt sein, da diesen somit keine oder nur eine sehr geringe monetäre Vergütung entspricht, was wiederum notwendig ist, damit Profite im Innen in der notwendigen Höhe erzielt werden können. Es besteht also eine paradoxe Beziehung zwischen den kapitalistischen Prozessen im Innen und den nicht-kapitalistischen Tätigkeiten im Außen, da diese einerseits (scheinbar) keinen Wert für die Produktion besitzen und somit nicht monetär vergütet werden, andererseits konstitutiv für das Innen sind - sowohl für die reibungslose Funktionsweise als auch für eine möglichst hohe Profitrate.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Paradoxon des Reichtums im Kapitalismus und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich des Transformationspotenzials einer umweltverträglichen Produktion.

2. Der „Kapitalismus“: Das Kapitel definiert den Kapitalismus als von privatem Eigentum, Gewinnmaximierung und Kapitalakkumulation geprägte Wirtschaftsordnung und untersucht die Warenzirkulation.

3. Die Außen-Beziehung der kapitalistischen Produktionsweise: Hier wird das Konzept der Innen-Außen-Beziehung eingeführt, um zu verdeutlichen, wie Externalisierung und Einverleibung die ökologische Basis sowie nicht-kapitalistische Bereiche ausbeuten.

4. Das kapitalistische Naturverhältnis: Das Kapitel analysiert die als inadäquat angesehene Trennung von Mensch und Natur und zeigt auf, wie diese die Zerstörung ökologischer Grundlagen begünstigt.

5. (Re-)Produktion: Das physische Reproduktionsmodell als zyklischer Gegenentwurf zur linearen ökonomischen Dynamik wird vorgestellt, um Wirtschaftsprozesse an ökologischen Funktionen auszurichten.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und schlussfolgert, dass tiefgreifende Reformen basierend auf dem physischen Reproduktionsmodell notwendig sind, um die zerstörerische Dynamik des Kapitalismus zu adressieren.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur und Quellen für diese wissenschaftliche Arbeit.

Schlüsselwörter

Kapitalismus, Produktionsweise, Kapitalakkumulation, Innen-Außen-Beziehung, Externalisierung, Einverleibung, ökologische Krise, Naturverhältnis, physisches Reproduktionsmodell, Nachhaltigkeit, Warenzirkulation, Stoffwechselprozess, Mehrwert, Transformation, Transformation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die tiefgreifenden Zusammenhänge zwischen der kapitalistischen Produktionsweise und der fortschreitenden Zerstörung der natürlichen Umwelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören das Konzept der Innen-Außen-Beziehung, die Mechanismen von Externalisierung und Einverleibung sowie das Verständnis der Natur im kapitalistischen Kontext.

Welches primäre Ziel oder welche Forschungsfrage wird verfolgt?

Die Forschungsfrage lautet, welche problematischen Elemente die kapitalistische Produktionsweise kennzeichnen und ob ein Transformationspotenzial für eine umweltverträgliche Veränderung besteht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit ökonomischen Modellen (u.a. von Saave, Biesecker und Hofmeister) zur Funktionsweise kapitalistischer Prozesse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert charakteristische Eigenschaften des Kapitals, die Innen-Außen-Dynamik, das kapitalistische Naturverständnis sowie das physische Reproduktionsmodell zur Gestaltung nachhaltiger Wirtschaftskreisläufe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit dreht sich primär um Kapitalismus, ökologische Krisen, Externalisierung von Kosten, Naturverhältnis sowie um Konzepte der nachhaltigen (Re-)Produktion.

Was ist mit der „Innen-Außen-Beziehung“ gemeint?

Damit wird das Konzept bezeichnet, dass der Kapitalismus einen ökonomischen Innenraum für Warenproduktion und Profit bildet, während er gleichzeitig ökologische und soziale Prozesse in ein „Außen“ auslagert, um diese zur Akkumulation zu verwerten.

Wie unterscheidet sich das physische Reproduktionsmodell vom traditionellen Ansatz?

Während das traditionelle Kapitalismusmodell linear funktioniert, schlägt das physische Reproduktionsmodell eine zyklische Struktur vor, die Natur nicht als Ressource („Bestand“), sondern als produktives, regeneratives System begreift.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
(Re-)Produktion. Zur Notwendigkeit einer zyklisch organisierten kapitalistischen Produktions- und Verwertungsweise
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
30
Katalognummer
V1449041
ISBN (PDF)
9783963556937
ISBN (Buch)
9783963556944
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit, Ökonomie, Klimawandel, Kapitalismus, Kapitalistische Produktionsweise, Reproduktion, Zyklus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, (Re-)Produktion. Zur Notwendigkeit einer zyklisch organisierten kapitalistischen Produktions- und Verwertungsweise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1449041
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Leseprobe aus  30  Seiten
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