Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Bereich E-Health in der Zahnarztpraxis. Genauer eingegangen wird dabei auf die Videosprechstunde und die Fernbehandlung von Patienten. Um zu Ergebnissen zu kommen, wurde neben einer systematischen Literaturrecherche auch auf leitfadengestützte Interviews mit Expert:innen zurückgegriffen. Diese wurden nach ihrer Transkription mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.
Inhaltsverzeichnis
4. Einleitung
4.1 Relevanz des Themas
4.2 Beschreibung des Forschungsstands
4.3 Beschreibung der Forschungslücke
4.4 Methodik und Forschungsfrage
4.5 Ziel der Arbeit
4.6 Aufbau der Arbeit
5. Theoretische Grundlagen
5.1 E-Health
5.2 Fernbehandlung und Videosprechstunde
6. Methodologie
6.1 Literaturrecherche
6.2 Leitfadengestütztes Interview
6.3 Beschreibung der Interviewpartner
6.4 Transkription der Interviews
6.5 Datenauswertung
6.5.1 Auswertungsverfahren anhand der Explikation nach Mayring
6.5.2 Kodierleitfaden und Kategoriensysteme
7. Empirische Befunde
8. Diskussion der empirischen Befunde
8.1 Blick auf die Forschung
8.2 Blick auf die Praxis
9. Fazit und Ausblicke
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht, wie sich die Corona-Pandemie auf Zahnarztpraxen ausgewirkt hat, insbesondere in Bezug auf den Rückgang von Patientenanfragen und die Bedeutung von E-Health-Anwendungen. Ziel ist es, Muster und Phänomene der Krisenbewältigung sowie die Integration digitaler Kommunikationswege in den Praxisalltag zu identifizieren.
- Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Zahnarztpraxen
- Veränderungen im Patientenaufkommen und Terminanfragen
- Implementierung und Nutzung der Videosprechstunde
- Herausforderungen der Digitalisierung in der Zahnmedizin
- Strategien zur Aufrechterhaltung des Patientenkontakts
Auszug aus dem Buch
4.1 Relevanz des Themas
Anfang 2020 – der Start einer neuen und schwierigen Situation für die gesamte Bevölkerung durch den Ausbruch einer Pandemie. Doch welche Auswirkungen gab es in Zahnarztpraxen? „Auch in der Zahnärzteschaft schlugen die Wellen zu Beginn der Ausbreitung von COVID-19 hoch“ (Hüttmann, 2020, S. 3). Dadurch, dass sich die Viren der neuen Erkrankung hauptsächlich im Rachenraum befinden und durch Tröpfcheninfektion übertragbar sind, hieß es von der Regierung, dass Zahnarztpraxen aufgrund des Verbreitungsrisikos schließen und Schmerzbehandlungen nur noch in speziellen Praxen stattfinden sollen. Diese Forderung löste Entsetzen bei vielen Zahnärzten aus, sodass unter noch strengeren Hygienevorschriften als sie ohnehin schon gelten, schließlich doch weitergearbeitet werden durfte (Vgl. Hüttmann, 2020, S. 3). Dieses stellte immerhin einen kleinen Lichtblick im großen Chaos dar. Dennoch waren weiterhin Ängste vorhanden. Relevante Schutzausrüstung konnte nicht mehr geliefert werden, wodurch die Bestände in der Praxis täglich schrumpften. Hinzu kommen die „drastisch einbrechende Patientenzahlen und damit verbundene Einnahmeausfälle“ (Meyer-Radtke, 2020, S. 11). In schon länger bestehenden Praxen wurden zu Beginn der Corona-Pandemie bis zu 20% Absagen verzeichnet. Bei neueröffneten Praxen oder bei Zahnärzten, die neu eingestiegen sind, lag die Zahl bei bereits 50% (Vgl. Späth, 2020, o. S.).
Die Konsequenzen sind fast vollständig wegfallende Einnahmen, aber noch höhere Hygienekosten. Somit ist die Insolvenz auch bei Zahnarztpraxen, die eigentlich zu den systemrelevanten Bereichen zählen, sehr nah. Es gilt also Lösungsansätze zu finden, die in der schweren Zeit für Hilfe sorgen. Für andere medizinische Einrichtungen sind es die finanziellen Schutzschirme, die Sicherheit geben, doch aufgrund der Tatsache, dass die Zahnarztpraxen in dem Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetz nicht berücksichtigt wurden, stellten diese keine Hilfe dar (Vgl. ZWP online, 2020, o. S.).
Zusammenfassung der Kapitel
4. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die schwierige Lage von Zahnarztpraxen zu Beginn der Corona-Pandemie, definiert das Forschungsinteresse an E-Health-Anwendungen und legt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit dar.
5. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Basis zu den Begriffen E-Health, Telemedizin und Videosprechstunde, um ein Verständnis für die technologischen Möglichkeiten in der medizinischen Versorgung zu schaffen.
6. Methodologie: Der methodische Teil beschreibt die durchgeführte Literaturrecherche, das Design der leitfadengestützten Experteninterviews sowie das qualitative Auswertungsverfahren nach Mayring.
7. Empirische Befunde: In diesem Kapitel werden die aus den Interviews gewonnenen Ergebnisse präsentiert, wobei Muster und Phänomene hinsichtlich der veränderten Terminnachfrage und der Etablierung von Videosprechstunden aufgezeigt werden.
8. Diskussion der empirischen Befunde: Hier erfolgt eine kritische Reflexion der Ergebnisse im Kontext des aktuellen Forschungsstands, wobei sowohl der Mehrwert der Arbeit als auch der Bedarf für künftige, quantitativ orientierte Studien diskutiert wird.
9. Fazit und Ausblicke: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, wonach E-Health trotz anfänglicher Hürden und zahnmedizinischer Spezifika als zukunftsweisende Methode für den Praxisalltag bewertet wird.
Schlüsselwörter
Corona-Pandemie, Zahnarztpraxis, E-Health, Videosprechstunde, Patientenaufkommen, Telemedizin, Krisenbewältigung, Digitale Transformation, Qualitative Inhaltsanalyse, Experteninterview, Patientenakzeptanz, Praxismanagement, Fernbehandlung, Gesundheitspsychologie, Medizinpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsalltag in Zahnarztpraxen mit einem besonderen Fokus auf die Veränderung der Bedeutung und den Einsatz von E-Health-Anwendungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die Schwerpunkte liegen auf der wirtschaftlichen Belastung durch ausbleibende Patienten, der Einführung von Videosprechstunden und den Herausforderungen bei der Integration neuer digitaler Kommunikationstechnologien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es herauszufinden, ob und wie Zahnärzte aufgrund der Pandemie-Situation auf E-Health-Tools wie die Videosprechstunde zurückgreifen, um den Patientenstamm zu halten und Abläufe anzupassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf drei leitfadengestützten Experteninterviews mit Zahnärzten basiert und diese mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring auswertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung, die Darstellung der empirischen Befunde sowie deren Diskussion in Bezug auf Praxis und Forschung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Corona-Pandemie, E-Health, Videosprechstunde, Patientenakzeptanz und qualitative Analyse gekennzeichnet.
Warum spielt die Spezialisierung einer Zahnarztpraxis eine Rolle bei der Entscheidung für eine Videosprechstunde?
Wie im Interview mit B3 deutlich wird, beeinflusst das Fachgebiet (z.B. Parodontitis-Therapie) die Machbarkeit einer Fernbehandlung; einige Spezialisierungen erfordern den physischen Patientenkontakt stärker als andere.
Welches Fazit ziehen die befragten Zahnärzte zur zukünftigen Nutzung von E-Health?
Trotz der Notwendigkeit von Investitionen in Hardware und der anfänglichen Skepsis bei älteren Patienten, sind die befragten Zahnärzte grundsätzlich offen gegenüber digitalen Erneuerungen und planen, diese Angebote längerfristig beizubehalten.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Bedeutung von E-Health in der Zahnarztpraxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1449340