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Die Notwendigkeit eines diversen Journalismus im Fokus von Behinderung

Title: Die Notwendigkeit eines diversen Journalismus im Fokus von Behinderung

Academic Paper , 2024 , 15 Pages , Grade: 1

Autor:in: Nadine Rokstein (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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In einer Gesellschaft, die sich durch Vielfalt und Teilhabe auszeichnet, spielt Diversität eine entscheidende Rolle. Dieser Grundsatz wird nicht nur in sozialen und politischen Diskursen hervorgehoben, sondern auch im Bereich des Journalismus zunehmend anerkannt. Als eine der Säulen der demokratischen Gesellschaft hat der Journalismus die Verantwortung, eine breite Palette von Stimmen und Perspektiven widerzuspiegeln. Dazu gehört auch die angemessene Repräsentation von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, darunter kulturelle, geschlechtsspezifische, religiöse und insbesondere auch Menschen mit Behinderungen.

Die vorliegende Facharbeit widmet sich der Frage, welchen Stellenwert Diversität im Journalismus für die Repräsentation und aktive Teilhabe von behinderten Menschen besitzt. Dabei geht es nicht nur um das Bild, das die Medien von behinderten Menschen zeichnen, sondern auch um die Chancen und Herausforderungen, die sich für behinderte Menschen bieten, wenn sie den Journalismus als Beruf ergreifen möchten. Der Fokus liegt dabei ausschließlich auf dem Aspekt der Behinderung.

Zu Beginn werden die Begriffe Behinderung und Ableismus definiert, um ein grundlegendes Verständnis für die Thematik zu schaffen. Anschließend wird die Rolle des Journalismus als mächtiges Instrument untersucht, das maßgeblich das Bild von behinderten Menschen formt, sowohl durch Text als auch durch Bildsprache. Dabei werden traditionelle Darstellungen von behinderten Menschen als „Held*innen“ oder "Opfer" kritisch betrachtet, während Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie eine authentische und inklusive Berichterstattung gelingen kann.

Des Weiteren werden die Auswirkungen von behinderten Menschen im Journalismus analysiert und Barrieren aufgezeigt, die ihnen auf dem Weg in diesen Beruf begegnen können. Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, wie der Journalismus dazu beitragen kann, eine inklusive Gesellschaft zu fördern und gleichzeitig die Vielfalt der menschlichen Erfahrung angemessen darzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Behinderung

3. Definition Ableismus

4. Die Macht des Journalismus

5. Die Macht der Bildsprache

6. Von Held*innen und Opfern im Journalismus

7. Behinderte Menschen klischee- und barrierefrei in den Medien

8. Auswirkungen von behinderten Menschen im Journalismus

9. Barrieren auf dem Weg in den Journalismus

10. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Facharbeit untersucht das journalistische Bild von Menschen mit Behinderung sowie die Barrieren, die behinderten Menschen den Zugang zum Journalismus als Beruf erschweren, mit dem Ziel, Wege für eine inklusivere und diversitätssensible Berichterstattung aufzuzeigen.

  • Definition zentraler Begriffe wie Behinderung und Ableismus
  • Analyse der machtvollen Rolle des Journalismus bei der Konstruktion gesellschaftlicher Bilder
  • Kritik an klassischen stereotypen Darstellungen als "Held*innen" oder "Opfer"
  • Aufzeigen struktureller Barrieren für behinderte Menschen in der Medienbranche
  • Leitlinien für eine diversitätssensible Sprache und barrierefreie Interviews

Auszug aus dem Buch

Die Macht der Bildsprache

Bereits als Kinder werden wir „starken optischen Reizen, sei es durch Bücher. Zeitschriften, Plakatwände oder das Fernsehen“ geprägt (Heiner & Gruber 2003; S.49). Dabei ist uns nicht bewusst, dass im Laufe der Jahre sich eine Seh-Erfahrung ausprägt. Unbewusst sind wir an die Konventionen der Bildsprache gebunden. Problematisch ist dies, wenn wir die sichtbaren Klischees aufrechterhalten und diese dadurch in den Köpfen gefestigt bleiben.

Als Konsequenz wird oft von den Medien „erwartet, dass sie solche und ähnliche Vorstellungen beeinflussen bzw. »korrigieren«“ (vgl. Heiner & Gruber 2003; S.49). Doch wenn ein breites Publikum angesprochen werden soll, wird meist auf Einstellungen zurückgegriffen, die in unserer Gesellschaft als „richtig“ gelten (vgl. Heiner & Gruber 2003; S.49). Dass diese nachhaltigen Wirkungen haben, und das Bild, das die Öffentlichkeit von kranken und behinderten Menschen prägt, wird dabei häufig nicht beachtet (vgl. Heiner & Gruber 2003; S.19).

Um aber als Journalist*in, Blogger*in oder allgemein Medienschaffende auf klischeefreie Bilder zurückgreifen zu können, gibt es Plattformen wie Gesellschaftsbilder.de. Mit diesem Angebot soll die Vielfalt der Gesellschaft abgebildet werden (vgl. Gesellschaftsbilder.de). Bilder stehen hier zum Download zur Verfügung. „Bilder schaffen eine Wirklichkeit“ (Gesellschaftsbilder.de). Bilder sind universell verständlich und ihre Wirkung tritt unmittelbar ein (vgl. Gesellschaftsbilder.de). Und die Wichtigkeit von Bildern nimmt immer weiter zu. Sie gelten als Eye-Catcher auf Plattformen, Artikeln und Beiträgen. Online wie auch offline. Fotos zeigen immer einen Ausschnitt der Realität und je nachdem, wie die Perspektive auf ein Thema ist, kann diese Realität konstruiert werden (vgl. Gesellschaftsbilder.de). So steht oft bei behinderten Menschen die Behinderung im Vordergrund (vgl. Gesellschaftsbilder.de).

Kapitelzusammenfassungen

Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Bedeutung von Diversität im Journalismus und beleuchtet die Repräsentation von Menschen mit Behinderung sowie deren Teilhabemöglichkeiten im journalistischen Beruf.

Definition Behinderung: Dieses Kapitel erläutert den Unterschied zwischen dem medizinischen Modell von Behinderung, das die Beeinträchtigung betont, und dem sozialen Modell, das gesellschaftliche Barrieren in den Vordergrund rückt.

Definition Ableismus: Es wird die strukturelle Diskriminierung von behinderten Menschen definiert, die auf Produktivitäts- und Schönheitsnormen basiert und oft unbewusst in der Gesellschaft verankert ist.

Die Macht des Journalismus: Das Kapitel beschreibt, wie Medien gesellschaftliche Vorurteile festigen oder abbauen können, und betont die journalistische Pflicht zur authentischen Repräsentation von Minderheiten.

Die Macht der Bildsprache: Es wird analysiert, wie optische Eindrücke unsere Wahrnehmung prägen und warum der bewusste Einsatz klischeefreier Fotos essentiell ist, um bestehende Stereotype zu durchbrechen.

Von Held*innen und Opfern im Journalismus: Die Darstellung behinderter Menschen in den Medien wird kritisch hinterfragt, wobei die Reduzierung auf Mitleid-erregende "Opfer" oder bewunderungswürdige "Helden" dekonstruiert wird.

Behinderte Menschen klischee- und barrierefrei in den Medien: Dieses Kapitel liefert praktische Hinweise für eine diversitätssensible Berichterstattung und betont die Wichtigkeit der Einbeziehung behinderter Menschen als Expert*innen in eigener Sache.

Auswirkungen von behinderten Menschen im Journalismus: Es wird dargelegt, wie die aktive Teilhabe behinderter Journalist*innen die Perspektivenvielfalt in Redaktionen bereichert und authentischere Medieninhalte ermöglicht.

Barrieren auf dem Weg in den Journalismus: Die Autorin identifiziert strukturelle Hürden wie fehlende Barrierefreiheit, hohe Leistungsanforderungen und formale Bildungsanforderungen, die behinderten Menschen den Berufseinstieg erschweren.

Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass Inklusion und Diversität für einen glaubwürdigen modernen Journalismus unverzichtbar sind und ein Abbau systemischer Barrieren zwingend notwendig ist.

Schlüsselwörter

Journalismus, Diversität, Inklusion, Behinderung, Ableismus, Repräsentation, Barrierefreiheit, Stereotype, Medienethik, Medienhäuser, Expert*innen in eigener Sache, Diskriminierung, Bildsprache, Berufszugang, Teilhabe.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert kritisch, wie behinderte Menschen in journalistischen Medien dargestellt werden und welche strukturellen Barrieren sie daran hindern, selbst als Journalist*innen tätig zu werden.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Fokus stehen die Begriffe Behinderung und Ableismus, die mediale Macht der Bildsprache, die Dekonstruktion von Klischees („Opfer“/„Helden“) sowie der notwendige Abbau von Zugangsbarrieren im Journalismus.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie eine diversitätssensible Darstellung gelingen kann und wie Medienhäuser durch Inklusion authentischere Perspektiven sowie einen breiteren Zugang für behinderte Menschen schaffen können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische und diskursive Analyse wissenschaftlicher Literatur, journalistischer Fachpublikationen und die Auswertung von Leitfäden spezialisierter Organisationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die kritische Analyse medialer Darstellungsweisen (Text- und Bildsprache) und die Untersuchung konkreter Barrieren beim Berufseinstieg sowie in der täglichen Arbeitspraxis.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch?

Zentrale Begriffe sind Inklusion im Journalismus, Dekonstruktion von Ableismus, diversitätssensible Berichterstattung, Barrierefreiheit von Redaktionsabläufen und die Rolle behinderter Journalist*innen als Expert*innen.

Warum spielt die Bildsprache eine so zentrale Rolle für die Autorin?

Bilder prägen unser unbewusstes Verständnis von Realität. Die Autorin argumentiert, dass durch die ständige Wiederholung klischeebehafteter Bilder bei behinderten Menschen deren Eigenschaft als „anders“ unnötig gefestigt wird.

Wie könnten Redaktionen zur Inklusion beitragen?

Redaktionen sollten Vielfalt nicht als Nischenthema betrachten, in Bild und Text auf Klischees verzichten, behinderte Menschen als Expert*innen zu Wort kommen lassen und strukturelle Barrieren wie starre Anwesenheitspflichten oder fehlende Zugänge abbauen.

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Details

Title
Die Notwendigkeit eines diversen Journalismus im Fokus von Behinderung
College
Freie Journalistenschule
Grade
1
Author
Nadine Rokstein (Author)
Publication Year
2024
Pages
15
Catalog Number
V1449373
ISBN (PDF)
9783389020944
ISBN (Book)
9783389020951
Language
German
Tags
Journalismus Diversität Behinderung Ableismus Barrierefreiheit barrierefrei Diskriminierung Inklusion Teilhabe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Rokstein (Author), 2024, Die Notwendigkeit eines diversen Journalismus im Fokus von Behinderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1449373
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