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Emotionsregulation am Arbeitsplatz. Ein Vergleich auf individueller und Teamebene

Titel: Emotionsregulation am Arbeitsplatz. Ein Vergleich auf individueller und Teamebene

Bachelorarbeit , 2020 , 50 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Vanessa Ruderer (Autor:in)

Pädagogik / Erziehungswissenschaften
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieser Review zielt darauf ab einen umfassenden Überblick der Einflüsse von intra- und interpersonaler Emotionsregulation (ER) am Arbeitsplatz zu schaffen und die jeweils verwendeten Methoden der individuellen und der interpersonalen Ebene von ER zu vergleichen. Dafür wird eine systematische Darstellung aktueller Forschung gewählt.

Fünfzehn Artikel entsprechen den Kriterien des vorliegenden Reviews. Durch die Integration der bestehenden Zusammenhänge und Effekte von intra- sowie interpersonaler ER, können verschiedene Einflüsse, vor allem mit der Arbeitszufriedenheit, der emotionalen Erschöpfung aber auch mit dem Austausch im Team herausgestellt werden. Reappraisal gilt dabei als eine der effektivsten ER-Strategien. Die verschiedenen zugrundeliegenden Motive sowie die implizite ER bedürfen allerdings weiterer Aufmerksamkeit.

Aktuell liegt eine Vielfalt an theoretischen Ansätzen zur Konzeptualisierung der interpersonalen ER vor. Auch nimmt ER unterschiedliche Positionen bei der Untersuchung der Zusammenhänge ein (ER als unabhängige Variable, ER als abhängige Variable, ER als Mediatorvariable, ER als Moderatorvariable). Besonders auffällig sind zudem die bestehenden Lücken der Methoden für die Erhebung der interpersonalen Ebene der ER, obwohl ein klarer Trend hin zur Forschung von interpersonaler ER festgestellt wird. Basierend auf den Ergebnissen des Reviews werden praktische Empfehlungen vermittelt, die implizieren in welcher Hinsicht ER im Arbeitskontext gefördert werden sollte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Theoretischer Rahmen

ER

Konzeptualisierung der intrapersonalen ER

Konzeptualisierung der interpersonalen ER

Methoden

Suchstrategie

Selektionskriterien

Ergebnisse

Überblick über die Studien

Effekte von ER

Effekte der intrapersonalen ER

Effekte der interpersonalen ER

Diskussion

Einfluss der Methoden

Einfluss der ER

Limitationen und Implikationen für zukünftige Forschung

Praktische Implikationen

Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, einen umfassenden Überblick über die Einflüsse von intra- und interpersonaler Emotionsregulation am Arbeitsplatz zu geben und die methodischen Ansätze zur Erhebung dieser Ebenen systematisch zu vergleichen und zu bewerten.

  • Vergleich von intra- und interpersonalen Emotionsregulationsstrategien im Arbeitskontext.
  • Analyse der Auswirkungen von Emotionsregulation auf Arbeitszufriedenheit, emotionale Erschöpfung und Teamdynamiken.
  • Untersuchung der theoretischen Modelle (Prozessmodell der ER, Emotional Labor Theorie) in der aktuellen Forschung.
  • Evaluation methodischer Lücken bei der Erhebung zwischenmenschlicher Emotionsregulation.
  • Ableitung praktischer Empfehlungen für Führungskräfte und Organisationen zur Förderung emotionaler Kompetenzen.

Auszug aus dem Buch

Konzeptualisierung der intrapersonalen ER

Prozessmodell der ER. Die elementare Behauptung dieses Input-Output-Modells (Gross, 1998a) lautet, dass sich ER-Strategien darin unterscheiden, wann der erste Kontakt im Emotionsgenerierungsprozess geschieht (Gross, 2002). Nach Gross (1998a) gibt es zwei Möglichkeiten Emotionen zu regulieren: „Antecedent- and Response-Focused Emotion Regulation“ (Gross, 1998a, S. 225) (Form der ER). Die Richtung der ER (amplify, suppress) und unterschiedliche Basisemotionen (z.B. Schuld, Scham, Ärger, Freude) spielen bei der ER laut Côté et al. (2008) zusätzlich eine wichtige Rolle.

Der Ansatz antecedent-focused (vorausgehend) beschreibt die Situation, dass die Emotionen bereits reguliert werden bevor diese ausgelöst werden (Gross, 1998a). Antecedent-focused ER-Strategien beziehen sich auf alle Reaktionen, die vor einer emotionalen Antwort stattfinden und unser Verhalten verändern (Gross, 2002). Es gibt mehrere Strategien, die zu diesem Ansatz zählen: „situation selection, situation modification, attention deployment and cognitive change“ (Gross, 1998b, S. 281) (Situationsselektion, Situationsmodifikation, Aufmerksamkeitsentwicklung und kognitive Veränderung). Tabelle 1 erklärt die einzelnen ER-Strategien und stellt ein Beispiel im Arbeitskontext dar. Eine potentiell emotionsauslösende Situation in eine nicht-emotionale Situation zu verwandeln, wird als reappraisal definiert (Gross, 1998a). Hier wird die eigene Meinung bezüglich einer vorliegenden Situation verändert, um deren emotionalen Einfluss zu verringern (Gross, 2002). Durch diese Strategie erleben Individuen laut Gross (1998a) mehr positive Emotionen. Zusammenfassend manipuliert eine antecedent-focused ER den aufgenommenen Input einer Person (Côté & Morgan, 2002). Die response-focused (reaktionsorientiert) ER beinhaltet die Unterdrückung einer emotionalen Antwort, obwohl sich bereits eine Emotion entwickelt hat (Gross, 1998a).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Forschungsfeld der Emotionsregulation am Arbeitsplatz ein und definiert die zentralen Forschungsfragen sowie die theoretische Relevanz der Untersuchung.

Theoretischer Rahmen: Hier werden das Prozessmodell der Emotionsregulation und die Theorie des Emotional Labor dargelegt, um das Konstrukt der intra- und interpersonalen Emotionsregulation wissenschaftlich zu fundieren.

Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt das systematische Vorgehen bei der Literaturrecherche und die Kriterien, nach denen 15 relevante Studien für den Review ausgewählt wurden.

Ergebnisse: Zusammenfassung der Studienergebnisse bezüglich der Effekte von Emotionsregulation auf Arbeitszufriedenheit, emotionale Erschöpfung und weitere arbeitsbezogene Variablen.

Diskussion: Dieses Kapitel kritisiert die methodischen Vorgehensweisen der aktuellen Forschung und diskutiert die Limitationen sowie Implikationen für die zukünftige Wissenschaft und Praxis.

Fazit: Abschließende Zusammenfassung der zentralen Befunde und ein Ausblick auf den Bedarf an neuen, interpersonalspezifischen Messinstrumenten.

Schlüsselwörter

Emotion, Emotionsregulation, individuell, intrapersonal, interpersonal, Team, Arbeitsplatz, Reappraisal, Suppression, Arbeitszufriedenheit, emotionale Erschöpfung, Emotional Labor, Prozessmodell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem systematischen Review von Forschungsergebnissen zur Emotionsregulation am Arbeitsplatz, wobei ein besonderer Vergleich zwischen der individuellen und der Teamebene gezogen wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Arbeit deckt die theoretische Konzeptualisierung der Emotionsregulation, deren Auswirkungen auf arbeitspsychologische Konstrukte sowie die Analyse und Kritik der bisher verwendeten Erhebungsmethoden ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Darstellung der Einflüsse von intra- und interpersonaler Emotionsregulation am Arbeitsplatz sowie der Vergleich der Methoden zur Erhebung dieser beiden Ebenen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein systematischer Review durchgeführt, bei dem 15 ausgewählte Studien aus Datenbanken wie Web of Science und PSYNDEX mittels einer strukturierten Literatursuche und Schneeballmethode analysiert wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Darstellung der methodischen Vorgehensweise bei der Literatursuche, die Präsentation der Studienergebnisse anhand von Tabellen und die kritische Diskussion der Befunde.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Emotionsregulation, intrapersonale und interpersonale Ebene, Arbeitszufriedenheit, emotionale Erschöpfung sowie die Strategien Reappraisal und Suppression.

Wie beeinflusst Emotionsregulation die Arbeitszufriedenheit laut den Ergebnissen?

Die Arbeit identifiziert, dass Strategien wie Reappraisal positiv mit der Arbeitszufriedenheit korrelieren, während die Unterdrückung von Emotionen häufig negative Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Mitarbeiter hat.

Warum ist die Unterscheidung zwischen intrapersonaler und interpersonaler Ebene so wichtig?

Diese Unterscheidung ist notwendig, da die bisherige Forschung methodisch stark auf individuelle Prozesse fokussiert war, während dynamische zwischenmenschliche Interaktionen am Arbeitsplatz speziellerer Ansätze und Erhebungsinstrumente bedürfen.

Ende der Leseprobe aus 50 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Emotionsregulation am Arbeitsplatz. Ein Vergleich auf individueller und Teamebene
Hochschule
Universität Regensburg  (Humanwissenschaften)
Veranstaltung
Bachelorarbeit
Note
1,0
Autor
Vanessa Ruderer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
50
Katalognummer
V1449429
ISBN (PDF)
9783963557309
ISBN (Buch)
9783963557316
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Emotion, Emotionsregulation, individuell, intrapersonal, interpersonal, Team, Arbeitsplatz emotion, emotion regulation, individual, intrapersonal, interpersonal, team, workplace
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vanessa Ruderer (Autor:in), 2020, Emotionsregulation am Arbeitsplatz. Ein Vergleich auf individueller und Teamebene, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1449429
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Leseprobe aus  50  Seiten
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