Im Modul "Entwicklung in Kindheit, Jugend und jungem Erwachsenenalter" wurde ein Projekt erstellt für die Zielgruppe Kinder im Alter von 6 bis 8 Jahren, durchaus auch für Vorschulkinder geeignet. Das Projekt "Das bin Ich" basiert auf dem Interesse der Kinder mit ihrem Körper, vor allem das eigene Aussehen und auch die geheimnisvolle Welt des Inneren des Körpers.
Das Projekt enthält drei Schwerpunkte: von Kopf bis Fuß; mit Herz und Hirn; Gesundheit, Krankheit, Heilung. Es soll den Kindern den eigenen Körper veranschaulichen und aufzeigen. Von Vorüberlegung bis Evaluation bis hin zu den pädagogischen Methoden ist in dieser Hausarbeit alles enthalten.
Inhaltsverzeichnis
1 Themendarstellung
2 Bezug zum Lebensalltag der Zielgruppe
3 Zielsetzung
4 Zielgruppe
5 Zeitplanung
6 Veranstaltungsort
7 Ablauf des Projekts
7.1 Vorüberlegungen
7.2 Planung
7.3 Durchführung
7.4 Von Kopf bis Fuß: Körperaufbau
7.4.1 Ich bin einzigartig
7.4.2. Wie funktioniert meine Wirbelsäule ?
7.5 Mit Herz und Hirn: Was sind Organe ?
7.5.1 Das Organ Puzzle
7.5.2 Wie funktioniert meine Lunge ?
7.6 Gesundheit, Krankheit, Heilung
7.6.1 Warum muss ich Hände waschen ?
7.6.2. Erste Hilfe Maßnahmen
7.7 Evaluation/ Dokumentation
8 Alternative Spielform
9 Pädagogische Methoden zur Realisierung der Ziele
10 Wissenschaftliche Untersetzung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit widmet sich der Entwicklung eines pädagogischen Projekts zum Thema Körperwahrnehmung und Körperbewusstsein für Grundschulkinder im Hort. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie durch partizipative Experimente das Wissen über den eigenen Körper gesteigert, das Selbstvertrauen gestärkt und ein gesundheitsförderlicher Umgang mit dem eigenen Körper initiiert werden kann.
- Vermittlung anatomischen Basiswissens (Organe, Wirbelsäule)
- Stärkung des positiven Körperbildes und der Selbstwertschätzung
- Förderung sozialer Kompetenzen durch Gruppenarbeit und Rollenspiele
- Anwendung erlebnispädagogischer Methoden in realen Herausforderungssituationen
- Evaluation von individuellen Lernerfolgen durch Dokumentation und Reflexion
Auszug aus dem Buch
7.4.2. Wie funktioniert meine Wirbelsäule?
In der Mind-Map, die gemeinsam mit den Kindern erstellt wurde, tauchte die Frage auf, ,,Warum können wir uns bewegen?‘‘. Eine sehr umfangreiche Frage, da natürlich viele Komponente dazu beitragen, dass wir uns gut bewegen können.
In der Gruppe wurde lautstark diskutiert, was sich in unserem Rücken befindet, dass was man gut selber ertasten kann. Schnell wurde geklärt, dass dies die Wirbelsäule ist.
Um die Wirbelsäule den Kindern bildlich zu verdeutlichen, wurde überlegt wie diese den aussehen könnte. Laura erzählte, dass sie bei einem Arztbesuch, ein Poster an der Wand hängen sehen hat, welches eine menschliche Wirbelsäule zeigte. Laura erzählte, dass es aussah wie ganz viele Bausteine gestapelt und dazwischen befand sich immer eine Scheibe Luft.
Daraufhin wurde beschlossen ein Wirbelsäulen Experiment zu machen, um mit den Kindern gemeinsam zu überlegen, ob sich zwischen den Wirbeln wirklich Luft befindet.
Für das Experiment werden 20 Holzbausteine benötigt, nutzen kann man hierfür zum Beispiel Domino Steine, außerdem werden 21 Schwämmchen zum Beispiel aus Verpackungsmaterial benötigt. Diese sollten 1cm dick sein und genauso groß, wie die verwendeten Holzbausteine.
Für das Experiment werden den Kindern die Holzbausteine zur Verfügung gestellt, mit denen sie die aufgestellte Hypothese: Zwischen den Wirbeln befindet sich Luft‘‘ prüfen können. Schnell stellen die Kinder fest, da bewegt sich nix oder der Turm an Bausteine fällt um. Paul schlägt vor, etwas zwischen die Bausteine zu legen, es werden Vorschläge gemacht wie Tücher oder Knete. Die Kinder bemerken schnell, dass es mit der Knete besser klappt, diese jedoch nach links und rechts rausquillt. Es wird der Vorschlag gemacht, Schwämme auszuprobieren.
Schließlich stellt die Gruppe fest, mit den Schwämmen klappt es hervorragend, man kann die selbstgebaute Wirbelsäule nach rechts und links biegen, ohne dass sie zusammenbricht, die Kinder fragen ganz neugierig, die Erzieher/innen, zusammen stellen sie fest, dass sind die Bandscheiben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Themendarstellung: Die Autoren begründen ihre persönliche und fachliche Motivation, ein Projekt zum Thema Körperbewusstsein im Hortbereich durchzuführen.
2 Bezug zum Lebensalltag der Zielgruppe: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz einer positiven Körperwahrnehmung für Kinder und verweist auf aktuelle Statistiken zur Körperzufriedenheit in der Pubertät.
3 Zielsetzung: Hier werden die pädagogischen Absichten definiert, den Kindern Wissen über ihren Körper zu vermitteln und ihre geistige sowie persönliche Entwicklung zu fördern.
4 Zielgruppe: Es wird die Zielgruppe der 6- bis 8-jährigen Hortkinder im Kontext der psychosozialen Entwicklung nach Erik Erikson beschrieben.
5 Zeitplanung: Die organisatorische Planung umfasst ein 3-wöchiges Projekt mit zwei Einheiten pro Woche unter partizipativer Einbeziehung der Kinder.
6 Veranstaltungsort: Beschreibung der notwendigen räumlichen Anforderungen in Handwerks- und Kreativräumen sowie der Einplanung externer Lernorte.
7 Ablauf des Projekts: Dieses Hauptkapitel detailliert die Vorüberlegungen, die Planung der Aktivitäten, die Rolle der Erzieher sowie die praktischen Experimente zu Körperbau, Organen und Erste Hilfe.
8 Alternative Spielform: Vorstellung der Erlebnispädagogik als wirkungsvolle ergänzende Methode, unter anderem durch Kletterwald-Ausflüge und Reflexionsansätze.
9 Pädagogische Methoden zur Realisierung der Ziele: Zusammenfassung der eingesetzten Methoden wie Stuhlkreis, Mind-Mapping, Expertenbefragung und Gruppenreflexion.
10 Wissenschaftliche Untersetzung: Theoretische Fundierung des Projekts durch Konzepte wie klassisches und operantes Konditionieren sowie das Modelllernen nach Bandura.
Schlüsselwörter
Körperbewusstsein, Kindheit, Hortprojekt, Körperwahrnehmung, Partizipation, Erlebnispädagogik, Anatomie, Organe, Erste Hilfe, Sozialkompetenz, Gesundheitsförderung, Lernmethoden, Wirbelsäule, Gruppenpädagogik, Selbstkonzept
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Projekt grundsätzlich?
Es geht um ein pädagogisches Projekt für Hortkinder, deren Interesse an ihrem eigenen Körperbau und der Funktionsweise ihrer Organe durch praxisnahe Experimente aufgegriffen wird.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit behandelt den bewussten Umgang mit dem eigenen Körper, anatomische Grundlagen, Erste-Hilfe-Maßnahmen sowie die Förderung von Vertrauen und Selbstwertgefühl durch gruppenpädagogische Ansätze.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, Kindern ein umfassendes Verständnis für ihren Körper zu vermitteln und durch gezielte Förderung ein gesundes, positives Körperbewusstsein in der frühen Entwicklungsphase aufzubauen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Die Autoren nutzen Ansätze der Erlebnispädagogik, lerntheoretische Konzepte wie das klassische und operante Konditionieren sowie das Modelllernen nach Albert Bandura.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert das Projekt in spezifische Phasen, darunter Experimente zur Wirbelsäule, ein "Organ-Puzzle", Versuche zur Hygiene durch Händewaschen sowie Rollenspiele zur Ersten Hilfe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Projekt?
Körperbewusstsein, Partizipation, Erlebnispädagogik, Anatomie, Sozialkompetenz und Selbstkonzept sind die prägenden Begriffe des Projekts.
Warum ist die Einbeziehung der Eltern so wichtig?
Das Feedback der Eltern ist essenziell, da diese ihre Kinder im Alltag am besten kennen und durch ihre Rückmeldungen eine Brücke zwischen den im Hort gemachten Erfahrungen und dem häuslichen Kontext schlagen können.
Welche Rolle spielt die Erlebnispädagogik bei der Bewältigung von Ängsten?
Durch Konzepte wie das Komfortzonenmodell können Kinder bei Herausforderungen, etwa im Kletterwald, lernen, ihr Vertrautes zu verlassen und in der "Lernzone" neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
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- Anonym (Autor:in), 2020, Körperbewusstsein in Kindheit, Jugend und jungem Erwachsenenalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1449517