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Intertextuelle Bezüge in "Der gestiefelte Kater". Ludwig Tiecks Kritik am Publikum der Romantik

Titel: Intertextuelle Bezüge in "Der gestiefelte Kater". Ludwig Tiecks Kritik am Publikum der Romantik

Hausarbeit , 8 Seiten

Autor:in: Lena Knecht (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In den letzten Jahren hat das Interesse an der Deutung und Darstellung von Literaturkritik in der philologischen Forschung stark zugenommen. Die vorliegende Hausarbeit widmet sich diesem aufstrebenden Forschungsfeld, indem sie die Deutungsmuster und kritischen Ansätze in den intertextuellen Bezügen der romantischen Komödie "Der gestiefelte Kater" von Ludwig Tieck untersucht.

Das Ziel dieser Arbeit ist es, neue Interpretationsmöglichkeiten für die Literaturwissenschaft aufzuzeigen und weiterzuentwickeln, indem sie sich insbesondere mit der Epoche der Romantik und ihren spezifischen literarischen Merkmalen auseinandersetzt. Dabei wird das Werk von Ludwig Tieck, bekannt als "Der König der Romantik", näher beleuchtet und kritisch hinterfragt.

"Der gestiefelte Kater" ist ein Kindermärchen in drei Akten, das eine fiktive Theateraufführung vor einem ebenso fiktiven Publikum darstellt. Die Geschichte von Bauer Gottlieb und seinem pfiffigen Kater Hinze wird durch zahlreiche Bezüge auf andere literarische und musikalische Werke bereichert und erweitert.

Im ersten Teil dieser Arbeit wird die zeitgeschichtliche Einordnung des Werkes in die Epoche der Romantik beleuchtet. Dabei wird insbesondere auf die Topoi und charakteristischen Merkmale dieser Epoche eingegangen. Im weiteren Verlauf wird die Fragestellung erörtert, welche Kritik Tieck in "Der gestiefelte Kater" am zeitgenössischen Publikum vorbringt. Dazu werden im zweiten Teil ausgewählte intertextuelle Bezüge analysiert und interpretiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Literaturanalyse

2.1 Die Epoche der Romantik - Zwischen innerer Zerrissenheit und Volksnähe

2.2 Intertextuelle Bezüge als Ausschlusskriterium des Verstehens

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kritischen Ansätze und Deutungsmuster in Ludwig Tiecks romantischer Komödie "Der gestiefelte Kater", wobei das primäre Ziel darin besteht, zu klären, inwiefern Tieck das zeitgenössische Publikum durch den gezielten Einsatz von Intertextualität kritisiert und herausfordert.

  • Die zeitgeschichtliche Einordnung der deutschen Romantik
  • Die Analyse intertextueller Bezüge als Mittel der Publikumsführung
  • Die Rolle der Rezipienten im Kontext romantischer Literatur
  • Verhältnis zwischen Dichter, Werk und bürgerlichem Selbstbewusstsein

Auszug aus dem Buch

2.2 Intertextuelle Bezüge als Ausschlusskriterium des Verstehens

„Intertextualität bedeutet, daß [sic] in einem Text alle ihm vorangehenden, ihm zugrunde liegenden Texte mitgelesen werden […]“13.

Der folgende Teil der vorliegenden Arbeit wird die Kritik am Publikums skizzieren und anhand einiger intertextueller Bezüge zeigen, dass der Autor Rezipienten voraussetzt, „die den besonderen Bezügen eines intertextuell geprägten Textes gerecht werden können“14.

Die Vorliebe Tiecks für die Schriftsteller Goethe und Schiller wurde im obigen Teil bereits angesprochen. Doch auch (Musik-)Kunstwerke wie Mozarts Zauberflöte finden in Der gestiefelte Kater Anklang. Wieso Tieck diese Elemente versteckt in seine Werke einbaut, möchte ich nochmals mit meiner These erläutern: Der Romantiker Ludwig Tieck nutzt die Intertextualität als Ausschlusskriterium, um unter den Zuschauern jene herauszuarbeiten, die den Ansprüchen des Textes und damit auch denen des Autors gerecht werden. Das Nicht-Erkennen und Nicht-Verstehen intertextueller Bezüge von den oberflächlichen Zuschauern wird angeklagt und stellt damit auch eine Kritik an der angestrebten ´Literatur für jedermann´ dar. Rezipienten, welche die tiefergehende Bedeutung begreifen, konstituieren den Text auf eine völlig neue Art und Weise. Sie werden Teil des kreativen Mitschöpfens15 und durch die verstreuten Anspielungen mit einem Mehr an versteckten Informationen „belohnt“.

Symbolisch hierfür steht Mozarts Die Zauberflöte. Das Musikstück zieht sich textuell und musikalisch durch die fiktive Aufführung. Weshalb Tieck genau dieses Stück für seine Kritik wählt, wird bei der Betrachtung des Inhalts der Komposition sichtbar: Ähnlich wie im tieck´schen Märchen muss auch der Protagonist der Zauberflöte durch Feuer und Wasser gehen und legt, genau wie Gottlieb und sein Kater Hinze im Werk, eine weite Reise zurück um sein Glück zu finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, welche kritischen Ansätze in Ludwig Tiecks "Der gestiefelte Kater" durch intertextuelle Bezüge verborgen sind.

2. Literaturanalyse: Dieses Kapitel beleuchtet zunächst die Epoche der Romantik und analysiert anschließend, wie Tieck mittels Intertextualität eine bewusste Differenzierung zwischen anspruchsvollen und oberflächlichen Rezipienten vornimmt.

3. Schluss: Der Schluss fasst zusammen, dass Tieck Intertextualität als kulturkritisches Instrument einsetzt, um die Rezeption seiner Zeit zu hinterfragen und die Vielstimmigkeit seines Werkes zu betonen.

Schlüsselwörter

Ludwig Tieck, Der gestiefelte Kater, Romantik, Intertextualität, Literaturkritik, Rezipienten, Literaturgeschichte, Volksnähe, Ironie, Zauberflöte, Bildungsbürgertum, Kunstwerk, Kommunikation, Literaturproduktion, Literaturrezeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die romantische Komödie "Der gestiefelte Kater" von Ludwig Tieck mit einem Fokus auf intertextuelle Bezüge und deren Bedeutung für die Kritik am zeitgenössischen Publikum.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die Einordnung der Romantik, das Rollenverständnis der Rezipienten sowie der bewusste Einsatz von Intertextualität als Distinktionsmerkmal gegenüber dem philiströsen Bildungsbürgertum.

Was ist das primäre Ziel beziehungsweise die zentrale Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage prüft, ob und welche Kritik Tieck durch die Einbettung externer literarischer und musikalischer Bezüge an seinem zeitgenössischen Publikum übt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die primär textimmanente Interpretationen und eine Untersuchung intertextueller Verweise einsetzt.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine epochenspezifische Einordnung der Romantik sowie eine detaillierte Analyse der intertextuellen Bezüge, insbesondere anhand von Mozarts "Zauberflöte" und literarischer Anspielungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die inhaltliche Ausrichtung?

Wichtige Begriffe sind Ludwig Tieck, Intertextualität, Romantik, Literaturrezeption und die kritische Auseinandersetzung mit dem Publikum.

Warum spielt das Werk "Die Zauberflöte" eine so wichtige Rolle für Tiecks Kritik?

Tieck nutzt das Musikstück Mozart´s, da dessen inhaltliche Parallelen zur Reise des Protagonisten und die Reaktion des fiktiven Publikums als Spiegel für das Unverständnis der Zuschauer dienen.

Welche Funktion hat die Figur des Bötticher im analysierten Werk?

Die Figur des Böttichers fungiert als Karikatur des реаlen Literaturkritikers Karl August Böttiger und dient Tieck dazu, die Ignoranz des Publikums gegenüber wahrer Literaturkunst zu unterstreichen.

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Details

Titel
Intertextuelle Bezüge in "Der gestiefelte Kater". Ludwig Tiecks Kritik am Publikum der Romantik
Hochschule
Universität Mannheim  (Philosophische Fakultät)
Autor
Lena Knecht (Autor:in)
Seiten
8
Katalognummer
V1449575
ISBN (PDF)
9783963559594
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ludwig Tieck, Der gestiefelte Kater Intertextuelle Bezüge Romantik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lena Knecht (Autor:in), Intertextuelle Bezüge in "Der gestiefelte Kater". Ludwig Tiecks Kritik am Publikum der Romantik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1449575
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  8  Seiten
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