Persönlichkeitsbildung - Ist es in der heutigen Gesellschaft noch möglich eine Persönlichkeit zu werden?


Seminararbeit, 2009

11 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Vorgehensweise
1.2 Biographie des Autors Theodor W. Adorno

2. Hauptteil
2.1 Definition des Begriffs Persönlichkeit
2.2 Inhaltliche Zusammenfassung
2.3 Eigenes Verständnis zu dem Text „Glosse über Persönlichkeit“
2.4 Philosophische Kritik an Adorno
2.5 Persönliche kritische Auseinandersetzung mit Adorno

3. Schluss

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Vorgehensweise

In der folgenden Seminararbeit wird der Text „Glosse über Persönlichkeit“ von Theodor Adorno näher gedeutet. Dabei soll zunächst der Autor vorgestellt werden und dann werden die Gegenstände des Textes zunächst zusammengefasst, um danach diese intensiv zu bearbeiten. Des Weiteren wird der Text sowohl objektiv, anhand philosophischer Literatur, als auch subjektiv beurteilt. Abschließend wird die Thematik zusammengefasst.

1.2 Biographie des Autors Theodor W. Adorno

Theodor W. Adorno war einer der bekanntesten deutschen Philosophen, Soziologen, Musiktheoretiker sowie Komponisten. Adorno wurde am 11 September 1903 in Frankfurt am Main als Sohn eines Weinhändlers und einer ausgebildeten Sängerin geboren. Theodor W. Adorno war ein hochbegabter Schüler und konnte bereits mit 17 Jahren sein Abitur als Jahrgangsbester bestehen. Im Jahr 1921 begann er in Frankfurt am Main Philosophie, Psychologie, Soziologie und Musikwissenschaften zu studieren. Während seines Studiums in Frankfurt lernte er seinen späteren Freund Max Horkheimer kennen. Zu dem er nach seinem Entzug der Lehrtätigkeit 1933 in Deutschland und nach seinem kurzen Aufenthalt 1934 in Großbritannien, 1938 in die USA emigrierte. Max Horkheimer war Direktor des Instituts für Sozialforschung, an dem auch Adorno mitwirkte. In den Jahren 1942-1944 verfasste Theodor W. Adorno zusammen mit Horkheimer die „Dialektik der Aufklärung“ „eine ideologiekritische Betrachtung zur Krise der europäischen Zivilisation.“[1] Dieser in Amsterdam 1947 das erstemal veröffentlicht wurde. 1949 kehrte er nach Frankfurt am Main zurück. Neben seiner Tätigkeit als Direktor des neu aufgebauten Instituts für Sozialforschung lehrte Adorno von dort an Philosophie und Soziologie an der Universität in Frankfurt. In dieser Zeit entstanden neben kulturkritischen Schriften Adornos Hauptwerke, wie die „Negative Dialektik“ oder die „Ästhetische Theorie“. 1961 wurde Adorno mit Karl R. Popper zusammen einer der Hauptprotagonisten des auf dem Soziologentag in Tübingen berühmten Positivismusstreit, in dem es über Methoden der Sozialwissenschaften ging.[2] Das Wohl bekannteste Werk Adornos nannte er „Negative Dialektik“. „Adornos Negative Dialektik ist eine dialektische Besinnung auf die Nichtidentität des erkennenden Subjekts und des einzelnen Objekts, das in der Geschichte der Philosophie zugunsten von Systembildungen immer wieder gewaltsam entstellt worden sei.“[3] In den darauffolgenden Jahren wurde Adorno zu einem starken Kritiker, der in dieser Zeit angedachten Notstandsgesetze. Die dazu aufkommende Studentenbewegung, der im wesentlichen Schüler von Adorno angehörten, wurde immer radikaler. Daraufhin entschloss sich Adorno trotz seiner anfänglichen Sympathien, sich dieser zu distanzieren. Deshalb musste er 1969 seine Vorlesungen im Institut der Sozialforschung einstellen, da Studenten gewaltsam eingedrungen waren, um mit ihm eine Diskussion über die politische Situation zu führen. Dieser Vorfall wurde zur Anzeige gebracht und musste vor Gericht verhandelt werden. Nach der Verhandlung entschloss sich Adorno mit seiner Frau Margarete die er 1937 in London geheiratet hatte, in den Urlaub in die Schweiz zu fahren. Dort erlag er in einer Schweizer Klinik am 6. August 1969 einem Herzinfarkt.[4]

2. Hauptteil

2.1 Definition des Begriffs Persönlichkeit

„Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es keine absolute Definition der Persönlichkeit oder eine, die allgemeine Zustimmung findet. Für den Laien ist eine solche Definition vielleicht nur ein Werturteil- man mag einen Menschen, weil er eine gute Persönlichkeit hat .Hier dient der Terminus „Persönlichkeit“ dazu, ein anderes Individuum ganz allgemein zu charakterisieren. Der Wissenschaftler verwendet diesen Terminus, um einen Gegenstand empirischer Forschung zu definieren(...)und schließlich kann Persönlichkeit auch ausschließlich durch die Art und Weise definiert werden, wie die Individuen miteinander interagieren, oder durch jene Rollen, die ein Individuum sich selbst zuschreibt und dadurch übernimmt, dass es in einer Gesellschaft lebt.“[5] Beim nachdenken über den Begriff Persönlichkeit oder wie es die Philosophie als Personalität bezeichnet, kristallisiert sich zunächst das Wort Person in Personalität heraus. Doch was ist oder besser gesagt wer ist Person? Und ab welchem Zeitpunkt ist man Person? Und wie erlangt ein Individuum Personalität? Was braucht der Mensch um eine Persönlichkeit zu werden? In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass eine Entwicklung unabdingbar mit dem Begriff Personalität verbunden ist. Im Prozess der Personalisierung haben wir Menschen als Subjekt den Auftrag uns von der Person zur Persönlichkeit zu entwickeln. Karl Marx bezeichnet dies als Selbstverwirklichung, die ein Individuum in der Gesellschaft, in den gemeinsamen Interaktionen mit anderen Menschen, seine individuell gegebenen Möglichkeiten ausschöpfen kann.[6] Theodor W. Adorno hat seinen Begriff von Personalität in seinem Essay „Glosse über Persönlichkeit“ dargestellt.

[...]


[1] Lexikonredaktion Verlag (Hrsg.), Der Brockhaus Philosophie, F. A. Brockhaus, Mannheim, 2004,S.11

[2] Vgl.: Lexikonredaktion Verlag (Hrsg.), Der Brockhaus Philosophie, F. A. Brockhaus, Mannheim, 2004,S.11

[3] Lexikonredaktion Verlag (Hrsg.), Der Brockhaus Philosophie, F. A. Brockhaus, Mannheim, 2004, S.11

[4] Vgl.: Kager , Reinhard, Herrschaft und Versöhnung, Einführung in das Denken Theodor W. Adornos, Frankfurt am Main, New York, Campus Verlag, 1988, S.9

[5] Pervin, A. Lawrence, Persönlichkeitstheorien, Ernst Reinhardt Verlag München, E. Reinhardt, 1981, S.10-11

[6] Vgl.: Prof. Dr. Zink , Dionys, Seminarunterlagen, Anthropologische Grundlagen der Sozialen Arbeit, Modul 2.4, Teil B, Sommersemester 2009, 04.06.-06.06. 2009

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Persönlichkeitsbildung - Ist es in der heutigen Gesellschaft noch möglich eine Persönlichkeit zu werden?
Hochschule
Katholische Stiftungsfachhochschule München
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
11
Katalognummer
V144966
ISBN (eBook)
9783640557103
ISBN (Buch)
9783640557547
Dateigröße
430 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Was braucht der Mensch um eine Persönlichkeit zu werden? Die Menschen bezeichnen sich schnell als Persönlichkeiten oder werden schnell als solche betitelt aber besitzen sie auch diese? Diese Seminararbeit soll einen Denkanstoß zur persönlichen Entwicklung in unserer Gesellschaft geben.
Schlagworte
Ist es in der heutigen Gesellschaft noch möglich eine Persönlichkeit zu werden?
Arbeit zitieren
Sabine Bachner (Autor), 2009, Persönlichkeitsbildung - Ist es in der heutigen Gesellschaft noch möglich eine Persönlichkeit zu werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144966

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