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Johannes der Täufer und die Taufe Jesu Christi

Título: Johannes der Täufer und die Taufe Jesu Christi

Trabajo , 2009 , 16 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Julia Freund (Autor)

Teología - Estudio bíblico
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„Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Joh. 3, 30) Diese Worte Johannes des Täufers zeigen, dass er sich, oder zumindest die Evangelisten ihn als Vorläufer Jesu sahen. Die Geschichte Jesu beginnt in allen Evangelien mit der Geschichte des Johannes. Daran lässt sich leicht erkennen in welch engem Verhältnis die beiden Männer, zumindest nach der Aussage der Evangelien, standen.
Johannes kommen im Neuen Testament einige Aufgaben zu. Zum einen ist der Wegbereiter Jesu, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat:
„Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg und macht eben seine Steige.“ (Mt 3,3) Er bereitet die Menschen auf Jesus vor, fordert sie zur Umkehr auf und tauft sie zum Zeichen der Umkehr. Dabei lässt er keinen Zweifel daran, dass er nicht der Messias ist: „Ich taufe mit Wasser; aber er ist mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennt. Der wird nach mir kommen, und ich bin nicht wert, dass ich seine Schuhriemen löse.“ (Joh 1,26+27) Johannes bleibt hierbei stets der Mann im Hintergrund, der sich durch sein Bild vom „Freund des Bräutigams“ (Joh 3. 28-30) ganz dicht zu Jesus stellt, jedoch nur neben ihm steht. Dies drückt gleichzeitig die enge Verbindung zu den Menschen, die er hier die Braut nennt, aus. Ihnen steht er gegenüber und für sie macht er Jesus transparent. Sobald seine Aufgabe, nämlich Jesus den Weg zu bereiten, erfüllt ist, tritt er zurück und lässt Jesus seine Sendung zu verwirklichen. Seinen Ruf zur Umkehr fasst er in ein Gerichtsbild, das dem Menschen ein eindeutiges Zeichen und eine eindeutige Entscheidung abverlangt. Als Zeichen dieser Umkehr setzt Johannes die Taufe. Dieser Taufe unterzog sich auch Jesus Christus. Diese Arbeit konzentriert sich vorwiegend auf Johannes in seiner Funktion als der Täufer Jesu und soll darüber hinaus die Bedeutung der Johannestaufe darstellen. Nicht nur die Evangelisten, sondern auch die frühen Christen sahen es als theologisch und dogmatisch kritisch, Jesus Christus mit der Taufe und der damit einhergehenden Sündenvergebung in Verbindung zu sehen. Drückt der Taufvorgang nicht ein theologisches Missverhältnis zwischen dem Gottessohn und dem Täufer aus? Die vorliegende Arbeit versucht unter Anderem eine Antwort auf diese Frage zu finden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick über das Leben und Wirken des Johannes

2. a) Geburt und Kindheit

2. b) Zeit und Ort des Auftretens

2. c) Das öffentliche Wirken

2. d) Gefangennahme und Tod des Täufers

3. Die Johannestaufe

4. Die Taufe Jesu Christi

5. Überlegungen zum Verhältnis der beiden Gottesmänner

6. Die Darstellung des Johannes…

6. a) … in der frühen Kirche

6. b) … heute

6. c) … in der Ikonographie

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und theologische Bedeutung von Johannes dem Täufer im Kontext der Taufe Jesu Christi. Sie fragt nach dem Verhältnis zwischen Johannes als dem Vorläufer und Jesus als dem Messias und beleuchtet die Entstehung sowie die Bedeutung der Johannestaufe.

  • Historische Rekonstruktion des Lebens und Wirkens des Johannes
  • Theologische Einordnung der Johannestaufe im Vergleich zu anderen Riten
  • Analyse des Taufgeschehens Jesu als historisches und theologisches Ereignis
  • Untersuchung der Beziehung und potenziellen Konkurrenz zwischen Johannes und Jesus
  • Wirkungsgeschichte des Johannes in der frühen Kirche, in der Moderne und in der Ikonographie

Auszug aus dem Buch

Die Johannestaufe

Die Evangelien geben wenig Auskunft über die Johannestaufe, deshalb können sie kaum als Quelle dienen. Dennoch ist es ziemlich sicher, dass es zur Zeit des Johannes oder davor keinen vergleichbaren Taufritus gab.

Zwar hat die Johannestaufe mit der jüdischen Prosetyltaufe, die der Aufnahme in die Gemeinde diente, und den in Qumran praktizierten Tauf- und Reinigungsriten das Element des Wassers gemeinsam, doch unterscheidet sie sich stark von diesen, da ihnen der heilsgeschichtiche Rahmen und der Fremdvollzug fehlen. Die Taufe des Johannes ist nämlich keine Selbsttaufe sondern ein Gegenüber von Täufer und Täufling. Sie richtet sich an alle Menschen Israels und ist von Johannes als ein Zeichen der Umkehr verstanden worden.

In Mk 1,4 wird die Johannestaufe als „ Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden“ bezeichnet. Das heißt nicht, dass die Taufe die Sünden abwäscht (nach alttestamentlich-jüdischem Verständnis kann die Sünde nur durch Gott vergeben werden), sondern drückt die Umkehrbereitschaft des Taufwilligen und die Entschlossenheit, Gott in der Erfüllung seines Gesetzes zu folgen, aus. Sie ist auch nicht selbst eine eschatologische Heilsgabe, sondern dem Eschaton vorgeordnet. Getauft wird nicht, um die Sünden zu vergeben, sondern zur Vergebung der Sünden durch Gott. Wichtig hierbei ist der futurisch-eschatologische Sinn.

Ein weiterer Punkt, in dem sich die Johannestaufe stark von anderen Taufrieten unterscheidet, ist, dass sie ein einmaliger, nicht wiederholbarer Akt ist. Nur so kann die Taufe als Symbol für die Abkehr von der Sündhaftigkeit und der Zuwendung zu einem gerechten Leben verstanden werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Johannes als Wegbereiter Jesu ein und skizziert das Ziel der Arbeit, die Rolle des Täufers sowie die Bedeutung der Johannestaufe zu analysieren.

2. Überblick über das Leben und Wirken des Johannes: Dieses Kapitel rekonstruiert historisch die Herkunft, das Auftreten, das Wirken und den Tod des Johannes auf Basis neutestamentlicher und außertestamentlicher Quellen.

3. Die Johannestaufe: Hier wird die Einzigartigkeit des Taufritus des Johannes als zeichenhafter, einmaliger Akt der Umkehr vor dem eschatologischen Gericht herausgearbeitet.

4. Die Taufe Jesu Christi: Das Kapitel analysiert die Taufe Jesu als historisches Ereignis und die apologetischen Bemühungen der Evangelisten, dieses Ereignis in Einklang mit Jesu Gottessohnschaft zu bringen.

5. Überlegungen zum Verhältnis der beiden Gottesmänner: Diese Sektion vergleicht Johannes und Jesus hinsichtlich ihrer Lebensweise und Lehre und diskutiert eine mögliche Konkurrenzsituation zwischen ihnen.

6. Die Darstellung des Johannes…: Das Kapitel beleuchtet den Wandel der Rezeption des Johannes von der frühen Kirche über seine Bedeutung als prophetisches Modell heute bis hin zur ikonographischen Darstellung.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Johannes als zentraler Vorläufer Jesu für die Entwicklung des Christentums und die heutige Taufpraxis von essenzieller Bedeutung ist.

Schlüsselwörter

Johannes der Täufer, Taufe Jesu, Johannestaufe, Bußtaufe, Vorläufer Jesu, Messias, Umkehr, Neues Testament, urchristliche Theologie, Flavius Josephus, Ikonographie, Heilsgeschichte, Sündenvergebung, Gottesherrschaft, Eschatologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die historische Gestalt Johannes des Täufers und seine zentrale Rolle als Wegbereiter für Jesus Christus, wobei ein besonderer Fokus auf der Bedeutung der Johannestaufe liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören das Leben und Wirken des Johannes, die Einordnung seines Taufritus, das historische Ereignis der Taufe Jesu sowie die Rezeption des Täufers durch die Jahrhunderte.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Hauptziel ist es, die Bedeutung der Johannestaufe darzustellen und zu klären, wie das theologische Missverhältnis zwischen dem Gottessohn und dem Täufer in den Evangelien theologisch aufgelöst wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine theologisch-historische Analyse, die neutestamentliche Schriften und historische Quellen wie die des Flavius Josephus vergleichend betrachtet.

Was steht im Zentrum des Hauptteils der Arbeit?

Der Hauptteil behandelt die historische Rekonstruktion des Wirkens des Johannes, eine tiefgehende Analyse der Johannestaufe, die Auseinandersetzung mit der Taufe Jesu sowie einen Vergleich zwischen den beiden Gottesmännern.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Johannes der Täufer, Johannestaufe, Taufe Jesu, Bußtaufe, Vorläufer Jesu, Heilsgeschichte und urchristliche Theologie.

Warum wird die Taufe Jesu als historisches Ereignis diskutiert?

Die Autorin argumentiert, dass die Taufe historisch wahrscheinlich ist, da sie den frühen Erzählern dogmatische Schwierigkeiten bereitete, was zu apologetischen Überarbeitungen in den Evangelien führte.

Wie unterscheidet sich die Johannestaufe von zeitgenössischen Ritualen?

Sie unterscheidet sich vor allem durch ihren heilsgeschichtlichen Rahmen, das Fehlen des Fremdvollzugs in anderen Riten sowie den Aspekt der einmaligen Umkehr vor dem bevorstehenden eschatologischen Gericht.

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Detalles

Título
Johannes der Täufer und die Taufe Jesu Christi
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Theologie)
Curso
Schuld - Vergebung - Taufe
Calificación
1,7
Autor
Julia Freund (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
16
No. de catálogo
V145008
ISBN (Ebook)
9783640531776
ISBN (Libro)
9783640532063
Idioma
Alemán
Etiqueta
Johannestaufe Ikonographie Verhältnis der Gottesmänner Gefangennahme und Tod des Täufers frühe Kirche Prophet Jesaja Schuhriemen Umkehr Feuertaufe Wasser Freund des Bräutigams öffentliches Wirken Messias Herodes Antipas Christentum Nabatäer Jesus Christus Taufe Charismatiker Umkerpredigt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julia Freund (Autor), 2009, Johannes der Täufer und die Taufe Jesu Christi, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145008
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