Diese Arbeit beleuchtet die Bedeutung pflegerischer Maßnahmen in der Akuttherapie des Schlaganfalls, insbesondere im Kontext der intravenösen Thrombolyse. Mit jährlich über 15 Millionen Betroffenen weltweit ist der Schlaganfall eine Volkskrankheit von enormer Tragweite. Die Weiterentwicklung der Schlaganfallmedizin in den letzten Jahrzehnten, darunter das Stroke-Unit-Konzept und die intravenöse Thrombolyse, hat die Versorgung entscheidend verbessert. Dennoch bleiben Herausforderungen für medizinisches Personal bestehen. Basierend auf Erfahrungen aus der SRH Karlsbad, einer überregionalen Stroke-Unit, diskutiert diese Arbeit die Rolle des Pflegepersonals bei der Akutversorgung von Schlaganfallpatienten und betont die Bedeutung der intravenösen Thrombolyse als zentrales Therapieverfahren.
Inhaltsverzeichnis
1.Einführung
2. Fachanalyse – Schlaganfall
2.1 Ischämischer Schlaganfall
2.2 Hämorrhagischer Schlaganfall
2.3 Diagnostik
2.3.1 Bilddarstellung des Gehirns
2.3.2 Laboruntersuchung
2.5 Therapie
2.5.1 Therapie des ischämischen Schlaganfalls
2.5.2 Therapie hämorrhagischer Schlaganfall
3. Lehrplan
3.1 Bedingungsanalyse
3.1.1 Information zum Praxisanleiter
3.1.2 Information zum Schüler
3.1.3 Information zur Arbeitssituation
4. Lernergebnisse
4.1. Dimensionierung
4.1.1 Kognitiver Lernergebnisse
4.1.2 Affektive Lernergebnisse
4.1.3 Psychomotorische Lernergebnisse
5. Methode
6. Dürchführung der Anleitung
7. Bewertung nach Kompetenzen
7.1 Fachkompetenz
7.2 Personale Kompetenz:
7.3 Sozialkompetenz
7.4 Methodekompetenz
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt auf die Gestaltung einer strukturierten Anleitungssituation für Auszubildende im Bereich der pflegerischen Akutversorgung von Schlaganfallpatienten ab, um die fachliche Handlungssicherheit in Notfallsituationen zu erhöhen.
- Fachanalyse der ischämischen und hämorrhagischen Schlaganfallpathologie
- Darstellung pflegerischer Maßnahmen während der Akuttherapie und Thrombolyse
- Methodik der Praxisanleitung ("Anleiterdemonstration mit Assistenz")
- Kompetenzorientierte Bewertung und Reflexion des Lernerfolgs
Auszug aus dem Buch
6. Dürchführung der Anleitung
Eine 68-Jährige Frau P. wurde vom Rettungsdienst gegen 9 Uhr in die Zentrale Notaufnahme in SRH Klinikum Karlsbad Langensteinbach eingewiesen. Sie hat vor ca. 1 Stunde nach dem Aufwachen eine Schwäche des rechten Armes und Beines bemerkt. Am Tag zuvor sei sie gegen 22 Uhr ohne Beschwerden ins Bett gegangen. Während der Erstaufnahme der Patientin befragt der Neurologe zum ersten Auftreten der Symptome und bestehenden Vorerkankungen. Bei der Untersuchung hat der Arzt bemmerkt dass bei Patientin auch eine leichte Aphasie besteht. Als erste apparative Untersuchung des Gehirns schließt sich umgehend eine Computertomographie an (CT). Damit wird die zunächst wichtigste Frage beantwortet, nämlich ob es zu einer Blutung oder zu einem Hirninfarkt in einer Hirnregion gekommen ist. Herr Z. hat mithilfe vom Herr M. und Rettungssanittäter die Patientin in Schockraum auf eine fahrbare Liege transferiert. Herr M. hat die Patientin an Monitorüberwachung angeschlossen. Parallel hat der Herr Z. eine venöse Zugang angelegt und das benötigte Blut abgenommen. In der nativen CT-Bildgebung zeigt sich ein linksfrontaler Defekt mit frischen Infarktfrühzeichen. Nach Auschluss von Kontraindikationen, erfolgt eine Behandlung mittels Intravenöse Thrombolyse. Die Patientin wiegt 70 Kg, was heißt, dass Sie eine Gesamtedosis von 63 mg Actilyse bekommen hat, wobei 10% der Gesamtdosis als Bolus und der Rest anschließend als 60-minütige Infusion gegeben wurde.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einführung: Der Autor thematisiert die hohe gesundheitsökonomische Relevanz des Schlaganfalls und begründet die Wahl des Themas durch die Notwendigkeit hochqualifizierter pflegerischer Akutversorgung.
2. Fachanalyse – Schlaganfall: Dieses Kapitel erläutert die physiologischen Grundlagen, diagnostischen Verfahren wie CT/MRT und therapeutische Ansätze bei ischämischen und hämorrhagischen Schlaganfällen.
3. Lehrplan: Hier erfolgt der Bezug zum Landeslehrplan für die Pflegeausbildung und die Einordnung der Thematik in das Lernfeld „In Akutsituationen sicher handeln“.
4. Lernergebnisse: Die Zielsetzung der Anleitungssituation wird in kognitive, affektive und psychomotorische Dimensionen unterteilt und konkret für den Auszubildenden definiert.
5. Methode: Der Praxisanleiter begründet die Wahl der Methode „Anleiterdemonstration mit Assistenz des Schüllers“, um aktives Lernen und Sicherheit zu fördern.
6. Dürchführung der Anleitung: Dieses Kapitel beschreibt den praktischen Verlauf einer Anleitungssituation anhand eines Fallbeispiels in der Zentralen Notaufnahme.
7. Bewertung nach Kompetenzen: Hier wird der Lernerfolg des Auszubildenden reflektiert und anhand fachlicher, personaler, sozialer und methodischer Kompetenzen bewertet.
8. Fazit: Das Kapitel resümiert die Bedeutung der Notfallanleitung und betont die Notwendigkeit, Schlaganfallpatienten durch ein erfahrenes Team zur Sicherung der Überlebenschance zu versorgen.
Schlüsselwörter
Schlaganfall, Pflegerische Maßnahmen, Akuttherapie, Thrombolyse, Praxisanleitung, Notaufnahme, Ischämischer Schlaganfall, Hämorrhagischer Schlaganfall, Kompetenzentwicklung, Patientensicherheit, Zeit ist Hirn, Stroke Unit, Pflegeausbildung, Neurologie, Notfallmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit fokussiert sich auf die präzise Darstellung einer strukturierten Anleitungssituation für Auszubildende in der pflegerischen Akutversorgung von Schlaganfallpatienten.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Pathophysiologie des Schlaganfalls, spezialisierte Diagnostik, die Durchführung der intravenösen Thrombolyse sowie didaktische Methoden der Praxisanleitung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Vermittlung von Handlungssicherheit für Auszubildende im dritten Ausbildungsdrittel bei der pflegerischen Versorgung von Patienten in der Akutphase eines Hirninfarkts.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Praxisanleiter wendet die Methode der „Anleiterdemonstration mit Assistenz des Schüllers“ an, ergänzt durch zielgerichtete Vor- und Nachgespräche zur Reflexion der Praxis.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich vom theoretischen Fachwissen über Schlaganfälle und Lehrplananforderungen bis hin zur konkreten Durchführung und Kompetenzbewertung der Anleitung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlaganfall, Pflegerische Maßnahmen, Akuttherapie, Thrombolyse, Praxisanleitung, Notfallmanagement und Kompetenzentwicklung.
Warum spielt die Zeit bei der Schlaganfallbehandlung so eine große Rolle?
Unter dem Motto „Zeit ist Hirn“ wird betont, dass jede Verzögerung bei der Behandlung das Risiko für bleibende Behinderungen sowie den neuralen Verlust erhöht.
Wie unterscheidet sich die therapeutische Vorgehensweise bei verschiedenen Schlaganfallarten?
Während beim ischämischen Schlaganfall die Thrombolyse zur Auflösung von Gerinnseln im Fokus steht, erfordert die Hirnblutung eine völlig andere Überwachung und ärztliche Intervention, oft auf einer Intensivstation.
Warum wurde nach der Anleitung eine Reflektion durchgeführt?
Die Reflektion dient dazu, erlernte Fähigkeiten mit dem Auszubildenden zu besprechen, Verbesserungspotenziale aufzuzeigen und den Lernfortschritt gezielt zu evaluieren.
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- Anonym (Author), 2022, Pflegerische Maßnahmen in der Akuttherapie des Schlaganfalls. Fokus auf die intravenöse Thrombolyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1450260