Welche Formen der Motivation existieren und mit welchen gezielten Maßnahmen werden Schülerinnen und Schüler in der Bildungspraxis dabei unterstützt, die individuelle Lernmotivation und die damit verbundenen Lernerfolge zu verbessern?
Um die Komplexität von Motivation darzustellen, werden in der Literatur zahlreiche Modelle und Theorien beschrieben. Im Folgenden werden zunächst einige ausgewählte Formen von Motivation dargestellt und verglichen. Hierbei beschränkt sich die Auswahl auf die intrinsische und extrinsische Motivation, sowie die Leistungsmotivation und Zielorientierung. Anschließend werden mögliche Interventionen und Maßnahmen für die Förderung Lernmotivation im Unterricht aufgezeigt und bewertet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Fragestellung
2. Motivationsformen und Motivationsmodelle
2.1 Intrinsische und extrinsische Motivation
2.2 Leistungsmotivation und Zielorientierung
3. Interventionen und Fördermaßnahmen
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, theoretische Modelle der Motivation zu analysieren und praktische Interventionsmöglichkeiten zur Steigerung der Lernmotivation von Schülerinnen und Schülern in der Bildungspraxis aufzuzeigen, um individuelle Lernerfolge zu fördern.
- Differenzierung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation
- Einfluss von Leistungsmotivation und Zielorientierung auf das Lernverhalten
- Bedeutung des Kompetenzerlebens für die Lernmotivation
- Anwendung der Selbstbestimmungstheorie im Unterrichtskontext
- Praktische Fördermaßnahmen und Interventionsbereiche zur Steigerung der Lernmotivation
Auszug aus dem Buch
2.1 Intrinsische und extrinsische Motivation
„Lernmotivation wird als Absicht verstanden, spezifische Inhalte oder Fertigkeiten zu lernen, um damit bestimmt Ziele bzw. Zielzustände zu erreichen“ (Schiefele, 2021, S.165).
Laut Schiefele und Schaffner (2021, S. 165f.) werden zwei Arten von Zielen, sowie weitere Merkmale unterschieden, um die intrinsische von der extrinsischen Motivation abzugrenzen. Diese werden in der folgenden Tabelle veranschaulicht.
Zur extrinsischen Motivation wird ebenfalls die Leistungsbezogene Lernmotivation gezählt, da gute Noten weitere positive Konsequenzen, wie z.B. Stolz (Selbstbewertung), soziale Anerkennung, Kompetenzerwerb und die Vorbereitung auf weitere Ziele (z.B. eine Ausbildung) hervorrufen (Schiefele & Schaffner, 2021, S. 165).
Bei der intrinsischen Motivation benötigt es für die Ausübung einer Handlung keinen äußeren Anreiz (z.B. externe Belohnung), sondern einen eigenen, selbstbestimmten Antrieb. Im Gegensatz zur extrinsischen Motivation ist bei der intrinsischen Motivation die Handlung selbst mit positivem Erleben verbunden. Beispiele dafür sind Interesse, oder Freude am Lernen (Lepper et. al, 2021, S. 129).
Zusammenfassend beziehen sich die intrinsische und extrinsische Motivation also auf unterschiedliche Anreize, eine bestimmte Handlung auszuführen oder ein Ziel zu erreichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Fragestellung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Lernmotivation für den Bildungserfolg und definiert die zentrale Forschungsfrage nach theoretischen Motivationsformen und deren gezielter Förderung in der Praxis.
2. Motivationsformen und Motivationsmodelle: Hier werden zentrale theoretische Konzepte wie intrinsische und extrinsische Motivation sowie Leistungsmotivation und Zielorientierung definiert, systematisiert und anhand von Merkmalen voneinander abgegrenzt.
3. Interventionen und Fördermaßnahmen: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Modelle mit praktischen pädagogischen Maßnahmen, wobei besonders die Stärkung des Kompetenzerlebens und die Autonomieunterstützung im Fokus stehen.
4. Fazit: Das Fazit resümiert die theoretischen Erkenntnisse und betont, dass eine wertschätzende Lernumgebung und gezielte Interventionen leicht in den Unterricht integrierbar sind, um die Lernmotivation nachhaltig zu steigern.
Schlüsselwörter
Lernmotivation, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Leistungsmotivation, Zielorientierung, Kompetenzerleben, Selbstbestimmungstheorie, pädagogische Interventionen, Fördermaßnahmen, Schulerfolg, Bildungspraxis, Unterrichtsgestaltung, Autonomie, Selbstbewertung, Lernumgebung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Lernmotivation bei Schülerinnen und Schülern theoretisch verstanden wird und welche praktischen Maßnahmen Lehrkräfte ergreifen können, um diese nachhaltig zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören die Abgrenzung von Motivationsformen, die Rolle der Zielorientierung sowie die Umsetzung von pädagogischen Interventionen basierend auf der Selbstbestimmungstheorie.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Ziel ist es zu klären, welche Motivationsarten existieren und wie man durch gezielte, praxisorientierte Maßnahmen die individuelle Lernmotivation und Lernerfolge verbessern kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche in wissenschaftlichen Datenbanken, wobei Fachzeitschriftenartikel und einschlägige Lehrwerke der Pädagogischen Psychologie herangezogen und analysiert wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Motivationsmodelle und eine anschließende Ableitung von konkreten Interventionsbereichen für den Unterricht, wie etwa die Stärkung der Kompetenzwahrnehmung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Begriffe Lernmotivation, intrinsische/extrinsische Motivation, Zielorientierung, Kompetenzerleben und Selbstbestimmungstheorie beschreiben den Kern der Arbeit am besten.
Welche Rolle spielt das Erwartungs-Wert-Modell in dieser Arbeit?
Es wird angeführt, um zu verdeutlichen, dass auch extrinsische Faktoren wie Schulnoten als wichtige kompetenzbezogene Erfahrungen einen Stellenwert für die Motivation im Lernprozess einnehmen.
Was ist unter der individuellen Bezugsnormorientierung zu verstehen?
Das Konzept beschreibt eine pädagogische Vorgehensweise, bei der Leistungsfortschritte nicht durch einen Vergleich mit anderen, sondern durch den Kontext der eigenen früheren Leistungen beurteilt werden, was die Anstrengungsbereitschaft fördern kann.
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- Selina Beineke (Author), 2024, Förderung der Lernmotivation von Schülerinnen und Schülern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1450301