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Effekte von Rumination auf Stimmung im Verlauf des Menstruationszyklus

Titel: Effekte von Rumination auf Stimmung im Verlauf des Menstruationszyklus

Wissenschaftliche Studie , 2023 , 27 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jacqueline Urbach (Autor:in)

Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Belege für Stimmungsschwankungen im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus in der Allgemeinbevölkerung von Frauen sind gemischt. Rumination gilt als Risikofaktor für Stimmungsverschlechterung. Die vorliegende Studie zielt darauf ab, mithilfe von ambulantem Assessment prospektiv zu untersuchen, wie sich experimentell induzierte Rumination in der vulnerablen Lutealphase des Menstruationszyklus auf die Stimmung auswirkt.

52 Frauen mit natürlichem, regelmäßigen Menstruationszyklus im Alter von 19–34 Jahren nahmen teil und füllten in einer Baseline-Sitzung Fragebögen zu Depressivität, Neurotizismus und prämenstruellen Symptomen aus. Es gab 18 ambulante Erhebungen mithilfe von Smartphones über drei Tage in der Follikel- oder Lutealphase hinweg. Bei jeder Erhebung gaben die Frauen ihre momentane Stimmung mit den Dimensionen energetic Arousal, Calmness und positive Valence an. Bei jeder zweiten Erhebung gab es eine Ruminations- oder Ablenkungsinduktion (between-participants) mit anschließender, erneuter Stimmungserfassung.

Multilevel Modelle zeigten eine Verschlechterung der positive Valence nach der Ruminationsinduktion, verglichen mit der Ablenkungsinduktion, während der Induktionsmodus keine signifikanten Haupteffekte auf andere Stimmungsfacetten zeigte. Es zeigte sich für keine der Stimmungsfacetten eine Interaktion zwischen Induktionsmodus und Zyklusphase.

Ruminationsinduktion scheint die positive Valence zu beeinträchtigen, während es keinen interagierenden Effekt mit dem Menstruationszyklus auf die Stimmung bei gesunden Frauen zu haben scheint. Daraus lässt sich schließen, dass ein gesunder Zyklus weder pathologisiert noch stigmatisiert werden sollte. Weitere Forschung könnte die Auswirkung von Zustands-Rumination und Eigenschafts-Rumination auf die Stimmung und deren Interaktion mit dem Menstruationszyklus gegenüberstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Theoretischer Hintergrund

2. Methode

2.1 Stichprobe

2.2 Versuchsaufbau

2.3 Materialien

2.4 Statistische Analyse

3. Ergebnisse

4. Diskussion

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht prospektiv mittels Ambulatory Assessment, ob und wie experimentell induzierte Rumination in der Lutealphase des Menstruationszyklus die Stimmung von Frauen im Vergleich zur Follikelphase beeinflusst.

  • Wirkung von Rumination auf die Stimmung im Alltag
  • Rolle des Menstruationszyklus bei emotionalen Regulierungsprozessen
  • Untersuchung von Stimmungsfacetten wie Energetic Arousal, Calmness und Positive Valence
  • Einsatz experimenteller Untersuchungsmethoden (Ambulatory Assessment) in natürlichen Umgebungen

Auszug aus dem Buch

Die aktuelle Studie

Mithilfe des experimentellen AA-Paradigmas zur Ruminationsinduktion von Huffziger et al. (2012) untersuchten die Forschenden, wie sich experimentell induzierte Rumination im Vergleich zu induzierter Ablenkung in der vulnerablen Lutealphase im Vergleich zur Follikelphase auf die Stimmung auswirkt. Dieser Ansatz erlaubt es, wiederholte Induktionen von Rumination im täglichen Leben durchzuführen und ihre Auswirkungen auf die momentane Stimmung zu untersuchen. In Übereinstimmung mit früheren Forschungsergebnissen erwarteten wir, dass die Ruminationsinduktion mit einer (a) stärkeren Zunahme des energetic Arousals, (b) stärkeren Abnahme der Calmness und (c) stärkeren Abnahme der positive Valence einhergeht als die Ablenkungsinduktion (Hypothese 1). Darüber hinaus erwarteten wir, dass insbesondere in der Lutealphase im Vergleich zur Follikelphase die Ruminationsinduktion mit einer (d) stärkeren Zunahme des energetic Arousals, (e) stärkeren Abnahme der Calmness und (f) stärkeren Abnahme der positive Valence einhergeht als die Ablenkungsinduktion (Hypothese 2).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theoretischer Hintergrund: Erläutert die Grundlagen zu prämenstruellen Störungen, die Rolle von Rumination als Risikofaktor für Stimmungsschwankungen und die wissenschaftliche Relevanz von Ambulatory Assessment.

2. Methode: Beschreibt das Studiendesign, die Stichprobenrekrutierung von 52 Frauen, den Versuchsaufbau mit Ambulatory Assessment sowie die verwendeten Messinstrumente wie BDI-II und PSST.

3. Ergebnisse: Präsentiert die statistische Auswertung, die zeigt, dass Ruminationsinduktion die positive Stimmungsvalenz beeinträchtigt, jedoch keinen signifikanten Interaktionseffekt mit der Zyklusphase aufwies.

4. Diskussion: Interpretiert die Studienergebnisse vor dem Hintergrund bestehender Literatur, beleuchtet Limitationen der Untersuchung und leitet Empfehlungen für zukünftige Forschungsansätze ab.

Schlüsselwörter

Menstruationszyklus, Rumination, Stimmung, Ambulatory Assessment, Ambulante Induktion, Prämenstruelle dysphorische Störung, PMDS, Emotionsregulation, Positive Valence, Lutealphase, Follikelphase, Experimentelles Design, Psychische Gesundheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der psychologischen Strategie der Rumination und Stimmungsschwankungen bei Frauen in Abhängigkeit von ihrem natürlichen Menstruationszyklus.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Rumination auf die Stimmung, die Validität von Ambulatory Assessment im Alltag und die Frage, ob die Lutealphase eine höhere Vulnerabilität für negative Stimmungsveränderungen darstellt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch ein experimentelles, ambulantes Design zu prüfen, ob experimentell induzierte Rumination die Stimmung in der Lutealphase stärker beeinträchtigt als in der Follikelphase.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde ein Ambulatory Assessment (AA) durchgeführt, bei dem 52 Frauen über drei Tage hinweg per Smartphone im Alltag befragt und gezielt mit Ruminations- oder Ablenkungsinduktionen konfrontiert wurden.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in den theoretischen Hintergrund zur Rumination und zum Menstruationszyklus, die detaillierte Methodenbeschreibung, die deskriptiven Analysen und inferenzstatistischen Ergebnisse sowie die kritische Diskussion der Limitationen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Menstruationszyklus, Rumination, Ambulatory Assessment, Emotionsregulation und Stimmung beschreiben.

Hat sich die Hypothese einer zyklusabhängigen Stimmungsverschlechterung bestätigt?

Nein, es konnte kein signifikanter Interaktionseffekt zwischen dem Induktionsmodus (Rumination) und der Zyklusphase auf die Stimmung festgestellt werden.

Welche Limitationen der Studie werden vom Autor benannt?

Zu den Limitationen zählen die kleine, nicht-klinische studentische Stichprobe, die rein zeitliche Begrenzung auf drei Tage sowie das Fehlen objektiver Ovulationstests zur exakten Bestimmung der Zyklusphase.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Effekte von Rumination auf Stimmung im Verlauf des Menstruationszyklus
Hochschule
Universität Mannheim
Veranstaltung
Empirisch-wissenschaftliches Arbeiten, Experimentalpsychologisches Praktikum
Note
1,3
Autor
Jacqueline Urbach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
27
Katalognummer
V1450611
ISBN (PDF)
9783963559600
ISBN (Buch)
9783963559617
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Menstruationszyklus Rumination Stimmung Experimentelles ambulantes Assessment Ambulante Induktion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jacqueline Urbach (Autor:in), 2023, Effekte von Rumination auf Stimmung im Verlauf des Menstruationszyklus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1450611
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Leseprobe aus  27  Seiten
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