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Der Einfluss von ETFs auf die Renditen von Aktien

Titel: Der Einfluss von ETFs auf die Renditen von Aktien

Hausarbeit , 2023 , 15 Seiten

Autor:in: Tim Hesberg (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

ETFs haben mit ihrer Einführung einige Erneuerungen auf den Finanzmarkt gebracht, jedoch gibt es einhergehend dazu auch Stimmen, dass ETFs ungewollte Auswirkungen auf ihre zugrunde liegenden Basiswerte haben. Beispielsweise gibt es Hypothesen, dass ETFs durch ihre einheitliche Investition in alle ihre zugrunde liegenden Basiswerte die Preiseffizienz verringern. Dies ist begründet darin, dass Investoren nicht eine einzelne Einpreisung aller zugrunde liegenden Basiswerte der ETFs vornehmen, sondern durch die Investition in den ETF nur noch passive Einpreisung gesamter Sektoren oder Indizes vornehmen.
Ebenfalls relevant ist der Einfluss von ETFs auf die Renditen ihrer zugrunde liegenden Basiswerte. So gibt es verschiedene Hypothesen zum Einfluss auf Aktien mit hohem anteiligem ETF-Besitz. Durch den hohen Anteil an ihren Basiswerten haben ETFs eventuell einen preisbeeinflussenden Effekt.

Außerdem stelle ich die Hypothese auf, dass ETFs eine Erhöhung der Volatilität der Renditen ihrer zugrunde liegenden Basiswerte bewirken. Des Weiteren gibt es nahezu keine Aktien, welche keinen anteiligen ETF-Besitz haben, sodass ich argumentiere, dass ein neues systematisches Risiko durch die Erhöhung der Volatilität der Renditen der zugrunde liegenden Basiswerte der ETFs entsteht, welches nicht diversifizierbar ist. Jenes neue Risiko muss entlohnt werden, sodass meine Hypothese darauf abzielt zu beweisen, dass ETFs die Renditen ihrer zugrunde liegenden Basiswerte erhöhen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Institutionelle Grundlagen zu ETFs und deren Arbitragemöglichkeiten durch den Creation und Redemption Prozess

2.1.1 Institutionelle Grundlagen zu ETFs

2.1.2 Arbitragemöglichkeiten von ETFs – Creation und Redemption Prozess

2.2 Die Erhöhung der Gleichbewegung der zugrunde liegenden Basiswerte durch ETFs

2.3 Die Erhöhung der Volatilität der zugrunde liegenden Basiswerte durch ETFs

3. Fazit – Der Einfluss von ETFs auf die Renditen ihrer zugrunde liegenden Basiswerte

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht den Einfluss von börsengehandelten Fonds (ETFs) auf die Renditen der in ihnen enthaltenen Aktienbasiswerte. Dabei wird analysiert, inwiefern die zunehmende Bedeutung von ETFs durch Effekte wie erhöhte Gleichbewegung (Comovement) und Volatilität ein neues, schwer diversifizierbares systematisches Risiko schafft, das gemäß der Kapitalmarkttheorie eine entsprechende Entlohnung durch Renditeprämien erfordert.

  • Mechanismen des Creation und Redemption Prozesses (CRP) und damit verbundene Arbitrage
  • Zusammenhang zwischen ETF-Umsätzen bzw. -Besitz und der Gleichbewegung von Aktienrenditen
  • Analyse der Volatilitätserhöhung durch ETFs und Hypothesenbildung (Liquiditätshandel vs. Liquiditätspuffer)
  • Systematisches Risiko und die daraus resultierende Renditeprämie für Investoren

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Arbitragemöglichkeiten von ETFs – Creation und Redemption Prozess

Nach Agapova (2011) entstehen ETF-Ströme zumeist durch einen der zwei Hauptströme. Durch den jeweils separaten Börsenhandel von ETFs und ihren zugrunde liegenden Basiswerten kommt es kontinuierlich zu Differenzen zwischen dem IIV der ETFs und ihrer zugrunde liegenden Basiswerten. Dieser Prozess führt zu Arbitragemöglichkeiten. Autorisierte Händler der ETF-Anbieter fungieren Intermediäre zwischen offenen Handel und dem ETF und nutzen diese Stellung zur Generierung von Gewinnen mittels Arbitrage.

Arbitrageure nutzen jene Möglichkeiten mittels des Creation und Redemption Prozesses (CRP) der ETFs. Händler nutzen eine höhere Bewertung der ETFs im Vergleich zu ihren Basiswerten, indem sie die zugrundeliegenden Basiswerte aufkaufen und zu dem ETF gehen und sich im Gegenzug für die Basiswerte ETF-Anteile auszahlen lassen. Diese Anteile werden dann zum Marktpreis verkauft, welcher höher als der bereits gezahlte Einkaufspreis der eingetauschten Basiswerte ist. Sofern der Marktpreis des ETFs unter den Marktpreis der jeweiligen Basiswerte liegt, erwerben die Händler Anteile am ETF und gehen eine Short-Position derer Basiswerte ein. Dann verkaufen die Händler die ETF-Anteile wieder an den Fond gegen die zugrundeliegenden Anteile an den Basiswerten und nutzen die erhaltenen Aktien, um ihre Short-Position zu schließen.

Zumeist handelt es sich bei der Autorisierten Händlern um Market Maker, Broker oder große institutionelle Investoren, weshalb es ihnen möglich ist die zugrunde liegenden Basiswerte vergleichsweise leicht zu erwerben beziehungsweise zu veräußern. Die Transaktionskosten sind folglich für jene Händler sehr gering. Außerdem finden diese Prozesse kontinuierlich und täglich statt, da die die Arbitrageure bereit sind Bewertungsunterschiede zwischen den ETF-Preisen und den Preisen ihrer zugrunde liegenden Basiswerte zu nutzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung von ETFs und Darlegung der Hypothese, dass ETFs durch Einfluss auf Volatilität und Gleichbewegung ein systematisches Risiko erzeugen.

2. Hauptteil: Detaillierte Analyse der institutionellen ETF-Grundlagen, des Arbitrage-Prozesses (CRP) sowie der Auswirkungen von ETFs auf die Gleichbewegung und Volatilität der Basiswerte.

3. Fazit – Der Einfluss von ETFs auf die Renditen ihrer zugrunde liegenden Basiswerte: Zusammenführung der Ergebnisse, die bestätigt, dass ETFs ein neues systematisches Risiko schaffen, welches zu einer messbaren Renditeprämie führt.

Schlüsselwörter

ETFs, Asset Management, Aktienrenditen, Arbitrage, Creation und Redemption Prozess, Gleichbewegung, Marktvolatilität, Diversifizierung, systematisches Risiko, Kapitalmarkttheorie, Kapitalflüsse, Liquiditätspuffer, Liquiditätshandel, Renditeprämie, Preiseffizienz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Einfluss von ETFs auf die Renditen der von ihnen abgebildeten Basiswerte, insbesondere unter Berücksichtigung von Marktmechanismen und Risikofaktoren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind der Arbitrage-Prozess (CRP), die Korrelation bzw. Gleichbewegung von Aktienrenditen sowie die Volatilität, die durch das Halten von ETFs in Portfolios beeinflusst wird.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu beweisen, dass ETFs durch eine Erhöhung der Volatilität und Gleichbewegung ihrer Basiswerte ein neues, systematisches Risiko erzeugen, das eine höhere Rendite rechtfertigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine theoretische Literaturanalyse durch, in der er empirische Forschungsarbeiten führender Finanzökonomen synthetisiert, um Hypothesen über den Einfluss von ETFs auf den Kapitalmarkt zu stützen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die institutionellen Grundlagen und Arbitrage-Aspekte erklärt, gefolgt von einer detaillierten Diskussion zur Erhöhung der Gleichbewegung (Comovement) und der Volatilität der Assets durch ETF-Aktivitäten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind ETFs, systematisches Risiko, Renditeprämie, Arbitrage, Volatilität und der Creation und Redemption Prozess.

Welche Rolle spielt der Creation und Redemption Prozess (CRP) in dieser Analyse?

Der CRP ist von zentraler Bedeutung, da er Preisunterschiede zwischen ETF-Kursen und dem Net Asset Value (NAV) der Basiswerte ausnutzt und somit als Übertragungsmechanismus für Liquiditätsschocks fungiert.

Wie unterscheiden sich die „Liquiditätshandelshypothese“ und die „Liquiditätspufferhypothese“?

Die Liquiditätshandelshypothese besagt, dass ETFs Volatilität erhöhen, da sie als Katalysator für kurzfristigen Handel wirken. Die Liquiditätspufferhypothese hingegen argumentiert, dass ETFs in Krisenzeiten Volatilität abdämpfen können, indem sie als Alternative zum direkten Verkauf von Aktien dienen.

Warum wird im Fazit von einem neuen „systematischen Risiko“ gesprochen?

Da der Einfluss von ETFs auf die Volatilität und Gleichbewegung der Aktien weit verbreitet ist und die meisten Aktien in ETF-Portfolios enthalten sind, ist dieses Risiko kaum noch durch klassische Diversifikation im Portfolio zu eliminieren.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Einfluss von ETFs auf die Renditen von Aktien
Hochschule
Universität zu Köln
Autor
Tim Hesberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
15
Katalognummer
V1450686
ISBN (PDF)
9783963559181
ISBN (Buch)
9783963559198
Sprache
Deutsch
Schlagworte
BWL Rendite Aktien Investition Börse ETF Unternehmen Wirtschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tim Hesberg (Autor:in), 2023, Der Einfluss von ETFs auf die Renditen von Aktien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1450686
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Leseprobe aus  15  Seiten
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