Seit Beginn des 20. Jahrhunderts versucht Großbritannien durch eine Vielzahl regionalpolitischer Maßnahmen und Aktivitäten gegen die regionalen Disparitäten im Königreich vorzugehen. Bis zum Beitritt Großbritanniens zur Europäischen Gemeinschaft (EG) im Jahre 1973 war die Regierung Großbritanniens der alleinige Akteur in der Regionalpolitik des Landes. Zu diesem Zeitpunkt kam die EG als regionalpolitischer Akteur im Vereinigten Königreich hinzu, denn durch den Beitritt war nunmehr auch Großbritannien dazu berechtigt, Hilfsgelder aus den Fonds der EG zu erhalten.
In der vorliegenden Arbeit werde ich untersuchen, welche Bedeutung die Regionalpolitik der EG für die Großbritannien hatte, beziehungsweise welche Bedeutung die Regionalpolitik der Europäischen Union (EU) auch heutzutage noch hat.
Hierfür werde ich zunächst den Begriff der „Regionalpolitik“ samt seiner Ziele zu definieren. Es folgt ein kurzer Abriss der Regionalpolitik in Großbritannien seit ihrem Beginn bis in die Gegenwart, mit den meines Erachtens nach wichtigsten Fakten und Maßnahmen. Anschließend werde ich die wichtigsten Instrumente und Ziele der europäischen Regionalpolitik darstellen.
Im Anschluss daran werde ich die Auswirkungen des EU-Beitritts für Großbritan-nien in der Vergangenheit und in der Gegenwart bezüglich der Regionalpolitik darstellen und abschließend diskutieren.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Regionalpolitik
- 2.1 Begriffsbestimmung und Zielsetzung der Regionalpolitik
- 2.2 Begründungen für regionalpolitische Aktivitäten
- 2.3 Die,, traditionelle“ Regionalpolitik Großbritanniens bis 1984
- 2.4 Die „,moderne“ Regionalpolitik Großbritanniens von 1984 bis heute
- 3. Die Grundzüge der Regionalpolitik der Europäischen Union
- 3.1 Die Instrumente der europäischen Regionalpolitik
- 3.2 Die Zielregionen der europäischen Regionalpolitik
- 4. Die Auswirkungen des EU-Beitritts für Großbritannien
- 4.1 Die Auswirkungen von 1973 bis 2006
- 4.2 Ausblick auf den Zeitraum 2007 bis 2013
- 5. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Regionalpolitik der Europäischen Union für die Regionalpolitik und die regionale Entwicklung Großbritanniens. Die Arbeit beleuchtet dabei die historische Entwicklung der britischen Regionalpolitik, die wichtigsten Instrumente und Ziele der europäischen Regionalpolitik und die Auswirkungen des EU-Beitritts für Großbritannien.
- Bedeutung der Regionalpolitik für Großbritannien
- Entwicklung der Regionalpolitik Großbritanniens
- Instrumente und Ziele der europäischen Regionalpolitik
- Auswirkungen des EU-Beitritts für Großbritannien
- Regionalentwicklung Großbritanniens
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 liefert eine Einführung in die Thematik und erläutert den Forschungsgegenstand der Arbeit. Kapitel 2 definiert den Begriff der „Regionalpolitik“ und beschreibt deren Ziele sowie die Begründungen für regionalpolitische Eingriffe. In diesem Kapitel werden außerdem die Grundzüge der Regionalpolitik Großbritanniens bis in die Gegenwart dargestellt. Kapitel 3 behandelt die wichtigsten Instrumente und Ziele der europäischen Regionalpolitik. In Kapitel 4 werden die Auswirkungen des EU-Beitritts für Großbritannien im Bereich der Regionalpolitik beleuchtet. Abschließend wird in Kapitel 5 ein Fazit gezogen.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind Regionalpolitik, Europäische Union, Großbritannien, Regionalentwicklung, Wirtschaftspolitik, Raumordnungspolitik, Strukturpolitik, EU-Beitritt, regionale Disparitäten, Instrumente der Regionalpolitik, Zielregionen, Entwicklung Großbritanniens, Auswirkungen, Fazit.
Häufig gestellte Fragen
Wie hat der EU-Beitritt die britische Regionalpolitik verändert?
Mit dem Beitritt 1973 wurde die Europäische Gemeinschaft zum zweiten wichtigen Akteur neben der britischen Regierung. Großbritannien erhielt fortan Zugang zu europäischen Strukturfonds zur Bekämpfung regionaler Disparitäten.
Was sind regionale Disparitäten in Großbritannien?
Regionale Disparitäten bezeichnen die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede zwischen verschiedenen Landesteilen, wie z.B. das Gefälle zwischen dem wohlhabenden Südosten und strukturschwachen Regionen im Norden oder Wales.
Was unterscheidet die "traditionelle" von der "modernen" Regionalpolitik?
Die traditionelle Politik (bis 1984) setzte stark auf direkte staatliche Eingriffe. Die moderne Politik (ab 1984) fokussiert mehr auf Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und die Einbindung lokaler Akteure.
Welche Instrumente nutzt die EU für die Regionalentwicklung?
Die EU nutzt primär Strukturfonds wie den EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) und den ESF (Europäischer Sozialfonds), um Projekte in benachteiligten Zielregionen zu finanzieren.
Welche Zielregionen standen in Großbritannien im Fokus?
Gefördert wurden vor allem Regionen mit geringem Pro-Kopf-Einkommen, hoher Arbeitslosigkeit oder strukturellen Problemen in Industrie und Landwirtschaft.
Was war die Zielsetzung für den Zeitraum 2007 bis 2013?
In diesem Zeitraum lag der Schwerpunkt auf der Förderung von Wachstum und Beschäftigung sowie der Stärkung der territorialen Zusammenarbeit innerhalb der EU-Mitgliedstaaten.
- Quote paper
- Stefanie Meyer (Author), 2008, Die Bedeutung der Regionalpolitik der Europäischen Union für die Regionalpolitik und regionale Entwicklung Großbritanniens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145127