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Die christliche und heidnische Taufe in der Antike

Sacramentum und Mysterium oder doch nur ein Initiationsritus?

Title: Die christliche und heidnische Taufe in der Antike

Term Paper , 2009 , 11 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Pia-Loreen Kramm (Author)

World History - Early and Ancient History
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Im Unterschied zum Christentum wird bei den Mysterienkulten die individuelle Erlösung nicht an eine persönliche oder moralische Verhaltensänderung gebunden. Die Bluttaufen im Taurobolium wirken z.B. unabhängig von der Einstellung und Lebensführung der Mysten. In Euripides Bakchen liest man aber auch: „O selig, wer beglückt, wissend um die göttlichen Weihen, ein reines Leben führt“7, er unterstreicht damit, dass auch Mysterien Ansätze zu einem besseren, moralischen Leben lieferten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Parallelen und Unterschiede zwischen christlicher und heidnischer Taufe in der Antike ausgehend von Tertullians Abhandlung „De Baptismo“

1.) Tod – Wiedergeburt – Erlösung

2.) Fähigkeit und Wirkung des Wassers

3.) Gemeinschaft von Auserwählten

4.) Einmaligkeit vs. Wiederholung

III. Schlussbetrachtung

IV. Quellen - & Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die strukturellen und inhaltlichen Parallelen sowie die fundamentalen Unterschiede zwischen der christlichen Taufe und heidnischen Initiationsriten der Antike, wobei Tertullians Schrift "De Baptismo" als primäre Quelle dient, um den Charakter der Taufe als Sakrament gegenüber bloßen Initiationshandlungen abzugrenzen.

  • Vergleich von Initiationsriten in der Antike und dem frühen Christentum
  • Analyse der Bedeutung von Tod, Wiedergeburt und Erlösung
  • Untersuchung der Wirkung des Wassers und der Rolle des heiligen Geistes
  • Kontrastierung der Einmaligkeit der christlichen Taufe gegenüber periodischen heidnischen Waschungen
  • Interpretation von "De Baptismo" als Verteidigungsschrift für den christlichen Glauben

Auszug aus dem Buch

1.) Tod – Wiedergeburt – Erlösung

Tod, Wiedergeburt und Erlösung als Schlagworte, nicht nur des Christentums, sondern auch der heidnischen Taufe bzw. deren rituellen Bädern, finden wir u.a. in Tertullians „De Baptismo“ 5.1 wieder. Kritisch reflektiert er wie sich die Heiden in Massen rituellen Reinigungen und Bädern unterziehen und sich seiner Meinung nach einbilden „dies zu tun, um wieder geboren zu werden und Straffreiheit zu erlangen für gebrochene Eide.“ Im folgenden beschreibt Tertullian wie die heilende Kraft des Wassers auch von den Heiden erkannt, aber nie zur Entfaltung kommen kann, da Gottes Wirken fehlt.

Tertullian versucht sich als früher Christ von den Taufen im Rahmen der Mysterienkulte abzugrenzen. Doch gerade die Mysterien der Isis und des Mithras, die er in seiner Abhandlung benennt, galten als erlösende Gottheiten, durch deren Hilfe der Myste zu neuem Leben wieder geboren werden konnte. Sie stellen ihren Anhängern Erlösung in Aussicht, Heil, Rettung und Seligkeit des Einzelnen. Ähnlich wie im Christentum bieten sie lebenspraktische Therapien, eine Erlösung im Ritual und die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tode.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Taufe in der Antike ein, definiert zentrale Begriffe wie Sakrament und Initiationsritus und legt den Fokus auf die Untersuchung von Tertullians Sichtweise im Vergleich zu heidnischen Kulten.

II. Parallelen und Unterschiede zwischen christlicher und heidnischer Taufe in der Antike ausgehend von Tertullians Abhandlung „De Baptismo“: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die Konzepte von Tod, Wiedergeburt und Erlösung sowie die Rolle des Wassers und die soziale Einbindung der Getauften, um eine klare Grenze zwischen christlichem und heidnischem Verständnis zu ziehen.

III. Schlussbetrachtung: Hier werden die Ergebnisse zusammengeführt und die Erkenntnis verdeutlicht, dass die christliche Taufe trotz oberflächlicher Ähnlichkeiten aufgrund ihrer Bindung an das Heilswerk Jesu Christi ein komplexeres, sakramentales Ereignis darstellt.

IV. Quellen - & Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur, die der fundierten Untersuchung der antiken Initiationsriten dient.

Schlüsselwörter

Taufe, Tertullian, De Baptismo, Christentum, Mysterienkulte, Initiation, Wiedergeburt, Sakrament, Antike, Heidentum, Erlösung, rituelles Bad, Wasser, Initiationsritus, Tod

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Wesentlichen?

Die Arbeit untersucht, ob die christliche Taufe als reiner Initiationsritus verstanden werden kann oder ob sie sich durch ihren sakramentalen Charakter fundamental von antiken heidnischen Ritualen abgrenzt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Tod und Wiedergeburt, die religiöse Bedeutung von Waschungen, die Rolle des heiligen Geistes sowie die Einmaligkeit der christlichen Taufe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, unter Heranziehung von Tertullians „De Baptismo“ aufzuzeigen, wie das frühe Christentum eine klare Identitätsgrenze gegenüber zeitgenössischen heidnischen Mysterienkulten durch die Auslegung der Taufe zog.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theologie- und kulturhistorische Analyse von Quellentexten, wobei insbesondere die vergleichende Literaturanalyse von Tertullian und antiken Quellen angewendet wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vier inhaltliche Analyseschritte, die den Tod und die Wiedergeburt, die Rolle des Wassers, die Gemeinschaftsbildung sowie das Kriterium der Einmaligkeit im Vergleich zum heidnischen Kontext untersuchen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Taufe, Tertullian, Mysterienkulte, Sakrament, Wiedergeburt und Initiation geprägt.

Wie unterscheidet Tertullian die christliche von der heidnischen Taufe?

Tertullian betont, dass bei den Heiden das Wirken Gottes fehle, weshalb deren Bäder wirkungslos seien, während die christliche Taufe direkt durch Christus befohlen wurde und das Wirken des heiligen Geistes einschließt.

Warum wird die Einmaligkeit der Taufe so stark betont?

Die Einmaligkeit manifestiert die Einmaligkeit des Erlösertodes Jesu Christi; im Gegensatz dazu sind heidnische Reinigungsriten oft zyklisch oder periodisch angelegt, was deren reinigende Wirkung zeitlich begrenzt.

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Details

Title
Die christliche und heidnische Taufe in der Antike
Subtitle
Sacramentum und Mysterium oder doch nur ein Initiationsritus?
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Historisches Institut)
Course
Das römische Reich am Wendepunkt: Das Zeitalter der Tetrarchie und Konstantins I.
Grade
1,0
Author
Pia-Loreen Kramm (Author)
Publication Year
2009
Pages
11
Catalog Number
V145273
ISBN (eBook)
9783640558353
ISBN (Book)
9783640558575
Language
German
Tags
Tertullian De Baptismo Tod Wiedergeburt Erlösung Wirkung des Wassers Gemeinschaft von Auserwählten Einmaligkeit Wiederholung Parallelen und Unterschiede zwischen heidnischer und christlicher Taufe in der Antike
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Pia-Loreen Kramm (Author), 2009, Die christliche und heidnische Taufe in der Antike, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145273
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