Multimedia-Datenbanken in Medienunternehmen: Technische Grundlagen


Hausarbeit, 2003
19 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Multimediale Datentypen und Dokumente
2.1 Text
2.2 Bild
2.3 Audio
2.4 Video

3 Architektonische Perspektive auf Multimedia-Datenbanken
3.1 Komponenten multimedialer Datenbank-Systeme
3.2 Datenmodelle (logische Sicht)
3.3 Datenhaltung (physische Sicht)

4 Anforderungen an Multimedia-Datenbanken
4.1 Quality of Service
4.2 Informationsextraktion und Information Retrieval
4.3 Speicherverwaltung
4.4 Formatunterstützung
4.5 Manipulation multimedialer Daten

5 Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 2-1: Medienkategorien

Abb.3.1-1: Referenzarchitektur multimedialer Datenbanksysteme

Abb. 3.3-1: Empfehlung zur Datenhaltung in Medienunternehmen

Multimedia-Datenbanken in Medienunternehmen: Technische Grundlagen

1 Einleitung

Medienunternehmen stehen seit dem Wandel zur Informationsgesellschaft vor wachsenden Anforderungen was Multimediasysteme anbelangt. Ein entscheidender Schritt in der Medienbranche war die Digitalisierung von Daten. Durch sie wurde es möglich, dieselben Inhalte auf mehrere Darstellungsformen zu übertragen (sog. Mehrfachnutzungsstrategie). Begünstigt wurde dieser Fortschritt durch das Verschmelzen der Branchen Telekommunikation, Informationstechnologie und Medien (sog. Medienkonvergenz). Die rasante Entwicklung von stationären und mobilen Endgeräten bietet seitdem eine Vielfalt an Vertriebsmöglichkeiten multimedialer Inhalte. Dieser technologische Wandel in Produktion, Verwaltung und Vertrieb stellt jedoch neue technische Anforderungen an Multimedia-Datenbanken (MMDB). Konventionelle Datenbanken eignen sich wegen enormer Datenmengen und unterschiedlicher Strukturen der Medientypen kaum noch, um multimediale Daten adäquat verwalten zu können. Das Thema Multimedia-Datenbank in Medienunternehmen ist ein relativ neuer Bereich auf dem Gebiet der Informationswirtschaft und verdient wegen seiner praktischen Relevanz besondere Aufmerksamkeit und ist deshalb Gegenstand dieser Arbeit.

Ähnlichkeit mit Datenbank-Systemen scheinen sog. Content-Management-Systeme zu haben, die sich heutzutage fast in jedem Großunternehmen finden lassen. Aber im Unterschied zu MMDB beschränkt sich deren Aufgabe auf die „Trennung von (redaktionellen) Inhalten, also Texten und Bildern, und ihre Präsentation in Gestalt eines Layouts und einer Navigationsstruktur“[1]. Wegen ihrer eingeschränkten Funktionalität bei der Verwaltung multimedialer Daten sollen sie in dieser Untersuchung nicht betrachtet werden.

Im Folgenden werden die Grundlagen multimedialer Datenbanken dargestellt. Einleitend werden in Kapitel 2 die Eigenschaften multimedialer Daten und Dokumente erläutert und der Begriff der „multimedialen Systeme“ definiert. In Kapitel 3 wird eine Referenzarchitektur für MMDB, die Geeignetheit unterschiedlicher Datenmodelle und Fragen der Datenhaltung diskutiert. Anschließend gibt Kapitel 4 einen Überblick über die grundsätzlichen Systemanforderungen an MMDB. Kapitel 5 fasst die vorangegangenen Erkenntnisse zusammen.

2 Multimediale Datentypen und Dokumente

„Ein Multimediasystem ist durch die rechnergesteuerte, integrierte Erzeugung, Manipulation, Darstellung, Speicherung und Kommunikation von unabhängigen Informationen gekennzeichnet, die in mindestens einem kontinuierlichen (zeitabhängigen) und einem diskreten (zeitunabhängigen) Medium kodiert sind.“[2]

Nach dieser Definition hat ein MMDB die Aufgabe, multimediale Daten zu speichern und zu verwalten. Daher ist es zweckmäßig, die Grundlagen multimedialer Daten und Dokumente zu untersuchen, um anschließend die Anforderungen an MMDB näher spezifizieren zu können.

Im Mittelpunkt stehen hier die Medientypen Bild, Graphik, Audio und Video sowie die Grundlagen ihrer Präsentation und Struktur. Abbildung 1 zeigt einen Überblick der gängigen Datentypen. Dabei wird eine Differenzierung zwischen statischen und kontinuierlichen Medien vorgenommen. Wichtig ist diese Unterscheidung vor allem deshalb, weil kontinuierliche Medientypen im Vergleich zu statischen zeitabhängig sind und wesentlich mehr Speicherplatz beanspruchen. Dasselbe gilt für Audiosequenzen und Kombinationen der beiden kontinuierlichen Medientypen.[3]

Innerhalb eines Medientyps findet man außerdem folgende Einteilung von Daten:

„(I) Rohdaten zur Beschreibung unformatierter Informationseinheiten, z.B. als Folge oder Menge von Symbolen, Pixels oder Abtastwerten (sog. BLOBs).
(II) Registrierungsdaten erlauben die korrekte Interpretation der Rohdaten, z.B. durch Kodierung und Größe eines Bildes.(...)
(III) Beschreibungsdaten sind im wesentlichen redundante Informationen für Suchanfragen, z.B. textuelle Bildbeschreibung. Sie können sowohl unstrukuriert als auch strukturiert vorliegen.“[4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2-1: Medienkategorien, geordnet nach den Kriterien statisch/kontinuierlich und mit/ohne Struktur, mit jeweils einem Formatbeispiel (Quelle: Lehner (2001), S.82)

In diesem Zusammenhang soll der Begriff der „Multimedia-Dokumente“ erläutert werden: „Ein Multimedia-Dokument ist durch Informationen gekennzeichnet, die in mindestens einem kontinuierlichen und einem zeitabhängigen Medium kodiert sind. Eine Integration der verschiedenen Medien ist durch enge Beziehungen zwischen Informationseinheiten gegeben. Dies wird auch als Synchronisation bezeichnet.“ Ein Austausch von Dokumenten bedeutet sowohl eine Inhalts- als auch eine Strukturübermittlung und erfordert die Verwendung einer Dokumentenarchitektur.[5] Multimedia-Dokumente beschreiben also die synthetische Medienzusammensetzung. Sie spielen bei der Verwaltung von Multimedia-Daten eine bedeutende Rolle, da in vielen Fällen die Dokumentenmodelle für die Darstellung von Metadaten benutzt werden[6]. Eine standardisierte Architektur ist SGML (Standard Generalized Markup Language), die auf Printmedien unterschiedlicher Art ausgerichtet ist. „SMIL“ (ausgesprochen wie das englische Wort ‘smile’) ist ein vom W3C unterstützter, auf XML basierender Standard für Multimedia, der einen anderen Ansatz verfolgt. Mit SMIL werden Zeitpunkt, Bildschirmlayout, Interaktion und alternative Darstellungsmöglichkeiten von Multimediapräsentationen festgelegt. Statt separater Audio- und Videodarstellungen sind diese Objekte in die zugehörigen Dokumente integriert. Dadurch wird eine sinnvolle Kombination von Information, Präsentation, zusätzlichen Multimediaobjekten und Interaktionsmöglichkeiten möglich.[7]. Solche Informationsarchitekturen verwenden Datenabstraktionen, deren Ziel eine integrierte, d.h. einheitliche Beschreibung und Behandlung aller Medien ist.[8] Nachfolgend werden die unterschiedlichen Medientypen (innerhalb des objektorientierten Paradigmas auch Objekte genannt) vorgestellt.

2.1 Text

„Text ist einer der wichtigsten Träger zwischenmenschlicher Information.“[9] Fast jede multimediale Anwendung benötigt zum Öffnen, Manipulieren und Speichern textuelle Elemente. Das Abspielen von Audio- bzw. Videodateien auf einem PC wäre ohne den Datentyp „Text“ nicht möglich, da man Dateiname und Format des jeweiligen Medientyps nicht speichern könnte.

[...]


[1] Tscherteu (2003).

[2] Steinmetz (2000), S.13.

[3] Vgl. Lehner (2001), S. 58.

[4] Merten / Grauer (1999), S. 55.

[5] Steinmetz (2000), S. 695 f.

[6] Vgl. Steinmetz (2000), S. 396 f.

[7] Vgl. Niewisch (2000).

[8] Vgl. Steinmetz (2000), S. 695.

[9] Grauer / Merten (1997), S. 39.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Multimedia-Datenbanken in Medienunternehmen: Technische Grundlagen
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Ludwigs-Maximilians-Universität)
Veranstaltung
Content Lifecycle Management
Note
1,7
Autor
Jahr
2003
Seiten
19
Katalognummer
V14528
ISBN (eBook)
9783638199049
ISBN (Buch)
9783638777575
Dateigröße
528 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Multimedia-Datenbanken, Medienunternehmen, Technische, Grundlagen, Content, Lifecycle, Management
Arbeit zitieren
Emanuel Fonth (Autor), 2003, Multimedia-Datenbanken in Medienunternehmen: Technische Grundlagen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14528

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